Veranstaltungsberichte

dezember 2015

übersicht

EDITORIAL  von Eva Gygax Künzli
VERBAND  Jahresbericht der Präsidentin
 
VERBAND  Nachruf Adolf Meier-Bucher, ZKV-Ehrenpräsident
QUERBEET  Patrouillenritt Thun
 Brevet Sumiswald
 Brevets Bätterkinden
 Fuchsjagd Aarberg
 Kaltblut-Event Mellingen
INTERVIEWS Interviews mit den neuen Vorstandsmitgliedern

 

Sonne, Spass und viel zu tun

Anlässlich des Patrouillenritts durch’s Thuner Westamt feierte das Baumann-Quartett Eveline, Stefan, Krümmel und Mona in diesem Jahr bereits den dritten Postensieg im Berner Oberland. An allen Stopps erledigten die „glorreichen Vier“ aus Schwarzenburg am warmen Novembersonntag die sieben fantasievollen Aufgaben unter den besten drei von hundert Teams.

Wer beim beliebten Traditionsanlass des KRV Thun im Sattel unterwegs war, konnte bei fast sommerlichen Temperaturen sowohl die bunte gefärbte Herbstlandschaft rund um den Ausgangspunkt Blumenstein, als auch den atemberaubenden Rundblick auf die Berner Alpen geniessen. Und Spass führte bereits am ersten Posten Regie. Während Reiter eins ein ausgewähltes Lied lauthals zu gurgeln versuchte, musste Reiter zwei dessen Takt im Sattel halten, dazu Kaugummi aufblasen und dazu auch noch die Melodie erkennen. So manch ein Pferdchen wunderte sich über die mehr als komischen Geräusche seines Reiters. Ab jetzt war auch für die Vierbeiner Arbeit angesagt, sei es im „Hamburger-Take In“, wo der intensive Geruch der Fleischlieferanten (sprich: Schweine) das Zusammenstellen und servieren der Menus ab und zu auf die Probe stellte oder in der Kärselen beim schnellen Wortpuzzle zwischen verräterischen Futtersäcken. Stallarbeit scheint allgemein beliebt zu sein, wählten doch die meisten Teilnehmer den Posten im Längenbühlwald, bei dem erst die wiehernden Steckenpferde zur Weide getragen und dann der Stall ausgemistet werden musste, als Favorit des Tages. Klopapier und Quizfragen rund um das Pferd und weiter oben am Gürbedamm  der Regenschirm-Tausch mit Hindernis waren weitere Herausforderungen die Pferd und Reiter gehörig aufzuheizen vermochten. Nach erfolgreicher Kartoffelernte und, – oh je! hatte man die Begriffe auf den Cola-Fläschli an den Posten alle gespeichert und, was will die Organisatorin Tamara Berger im Ziel noch alles wieder wissen? – war die unterhaltsame Reise fast zu Ende. Fehlte nach dem Putzen und Versorgen der vierbeinigen Kameraden nur noch das feine Raclette im Schützenhaus und natürlich am Abend die Ergebnisse des gelungenen Tages samt Abräumen des Gabentisches.

patr2 thun nlDie beiden Cowboys bewähren sich auf der Schweine-Farm im Thuner Westamt beim Hamburger-Menus zusammenstellen und servieren (Foto: S.Stucki)
Hinter dem Siegerteam klassierten sich die Seeländerinnen Ramona Blaser und Céline Casutt mit Harlo und Bonita auf dem zweiten und die Berner Oberländerinnen Sandra und Céline Stucki im Sattel von Lordan II und Richriver Stormy Cody auf dem dritten Schlussrang. Einmal mehr war es dem OK-Team des KRV Thun gelungen, mit vielen neuen Ideen den bei Jung und Alt beliebten Postenritt abwechslungsreich und attraktiv zu gestalten. Und dass Petrus so einzigartig mitgespielt hatte, machte alles noch viel schöner.

Susanne Stucki


Alle 19 AnwärterInnen haben das klassische Reitbrevet erlangt

Bereits in den frühen Morgenstunden herrschte am 1. November 2015 reges Treiben vor der Reithalle des RV Sumiswald. Schön geflochtene Mähnen werden gerichtet, Schweife von Stroh befreit, Hufe gebürstet... An den Ponys und den Pferden wird noch der letzte Schliff vorgenommen, bevor die Prüfung beginnt.
19 junge ReiterInnen machten sich bereit, um das klassische Reitbrevet in der Reithalle des RV Sumiswald zu erlangen, die jüngste Teilnehmerin ist gerade mal neun Jahre alt.
Zahlreiche Anmeldungen
Martina Röthlisberger aus Hasle b. Burgdorf zeigte sich erfreut über die zahlreichen Anmeldungen und über das grosse Interesse für das Erlangen des Reiterbrevets. Seit Anfang September 2015 wurde jeden Mittwoch fleissig trainiert. In drei Gruppen ritten die TeilnehmerInnen unter den Anweisungen der fachkundigen Brevet-Leiterin.

brevet sumiswald nlGemma Aeschlimann, Linda Aeschlimann, Vanessa Gygax, Cornelia Heimberg, Markus Heimberg, Jasmin Hofer, Manuela Hofer, Lucien Jaquemet, Sirina Kaderli, Jenny Kathriner, Elin Kocher, Nadja Lüthi, Lena Marti, Marcel Moser, Melina Muh-menthaler, Evelyne Piéta, Bellina Lillout Tissot, Andrea von Allmen, Amelie Widmer (Foto: A.Reinhard)

Praktischer Teil
Am 28. Oktober 2015 trafen sich die „Brevetanten“ im Sport- und Pensionsstall Chrigu in Hasle, um den praktischen Umgang mit dem Pferd zu üben: Der Umgang im Stall, die Pferdepflege, bandagieren, satteln & zäumen und was zur täglichen Arbeit rund um das Pferd gehört, wurde praktisch aufgezeigt und direkt vor Ort ausgeführt.
Am 1. November war es dann soweit. Um Punkt neun Uhr startete die Prüfung unter der Aufsicht der A-Richter Rudolf Schatzmann aus Worb, sowie der B-Richterin Claudia Stettler aus Utzigen, welche die klassische Reitweise genau beobachteten und prüften. Neu wurde neben dem Reiten auch die Boden-schule geprüft. In der Theorie wurde das Wissen der Teilnehmenden von der B-Richterin Silvia Hofer aus Lützelflüh bewertet.  
Für die zahlreich erschienenen Zuschauer und Fans der Teilnehmenden stand vom RV Sumiswald eine vielfältige Festwirtschaft bereit. Die köstlichen Grillwürste, diverse Salate und Gebäcke luden bei sonnigem Wetter zum Verweilen ein.

Das Diplom
Alle 19 Brevet-AnwärterInnen konnten ihr Diplom mit Stolz und unter grossem Applaus entgegennehmen. Martina Röthlisberger und die Richter zeigten sich mit den Leistungen der fleissigen und frisch brevetierten ReiterInnen sehr zufrieden. Ihr Einsatz hat sich gelohnt und die Richter sprachen ein grosses Lob an die tollen Pferde, sowie an die Reiterinnen und Reiter aus.

Anita Reinhard


Brevetprügungen & Silbertest 2015 auf dem Ponyhof Bätterkinden

 382 Silbertest Frühling 2015 nlSilbertest Frühling: Deborah Banz, Tanja Nyfeler, Lore Mosimann, Urs Schneider, Lea Hinni, Angela Rentsch, Nadja Arnold, Nadja Frei, Alex Lüthi, Jael Catena, Barabra Weber, Nadine Jäggi, Nadja Walther

 DSC 5075 Brevet Frühling 2015 nlBrevet Frühling: Urs Schneider, Anne Lehmann, Julia Unger, Tamara Hari (B-Richter), Janine Staudenmann, Flurina Zimmermann, Sabrina Hager, Tamara Scheidegger, Tim Egli, Elin Born, Sina Egli, Carol Wittwer (A-Richter), Sara Schneider, Nina Begert, Anja Kristina Messer

 DSC 1635 Brevet Sommer 2015 nlBrevet Sommer: Urs Schneider, Tamara Hari (B-Richter), Anouk Jäggi, Norina Michel, Werner Santmann (A-Richter), Linda Muster, Kim Diriwächter, Sarah, Lüthi, Christina Savaris, Michelle Garcia, Céline Streun, Elena, Wahlen, Rico Brönnimann, Amy Stähli, Amely Hurst

 2015 10 28 946b Brevet Herbst nlBrevet Herbst: Romina Knecht, Leandra Lanz, Yara Schegner, Mirjam Leuenberger, Jasmin Bollier, Yasmin Muster, Demi Frey, Nina Schenger, von Ins Michéle, Urs Schneider, Pascale Rüedi, Aurora Lotti, Tamara Hari(B-Richter), Laura Gomes Batista, Olivia Huber, Thomas Järmann (A-Richter)


Jagdhörner ertönten im Städtchen Aarberg

Richtiges Herbstwetter, eine stattliche Zahl Reiterinnen und Reiter, schnaubende Pferde, Jagdhornbläser, ein schönes Reitgelände mit einladenden Hindernissen und ein Finish – das alles gehört zu einer unvergesslichen Fuchsschwanzjagd.
Kürzlich lud der Kavallerie- und Reitverein Seeland, Aarberg zu seiner Fuchsschwanzjagd ein. 80 Reiterinnen und Reiter fanden sich auf dem Römerhof Bühl bei Aarberg ein. Eingeladen waren auch die benachbarten Reitvereine.
Nach der Begrüssung durch Alexander Krebs und nachdem alle mit Kaffee und Züpfe gestärkt waren ging es, aufgeteilt in acht Felder, los.
In wunderschönem Reitgelände standen Hindernisse bereit. Begleitet wurden die Reiterinnen und Reiter von den Parforcehornbläsern Berner Oberland. Etwas Besonderes war der von Jagdmusik begleitete Einzug der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Städtchen Aarberg. Dort wurde vor dem Restaurant Jäger ein Aperitif eingenommen und  die Vereinspräsidentin, Bettina Eggimann-Peter, begrüsste alle Anwesenden und Gäste. Ein einzigartiges Bild, diese Pferde alle im Städtchen Aarberg! So sagte es auch der Gemeindepräsident Fritz Affolter in seiner prägnanten Rede.  Anschliessend ging der Ritt weiter durchs Aaregrien.

fuchsjagd seeland nl
Der Abschluss der Jagd mit dem üblichen Finish fand auf der Aarmatt, Kappelen statt. Sieger und Fuchsschwanzgewinner in den einzelnen Feldern wurden Regula Jenni, Lara Wiedmer, Liliane Brunner, Anna Schott, Franziska Häberli, Urs Möri, Vanessa Herzig und Jürg Hirschi. Tagessiegerin wurde Franziska Häberli.
Mit einem feinen Essen auf dem Römerhof und vielen Gesprächen fand diese tolle Fuchsschwanzjagd einen schönen Abschluss.  

Trudi Dardel


Schwer- und Leichtgewichte im Parcours und Viereck

Beim Kaltblut-Event in Mellingen, organisiert vom Verein Freunde Schwerer Zugpferde Schweiz, gaben die freundlichen „Dicken“ in Dressur, Führzügelklasse, Bodenarbeit und am Langzügel ihr Bestes. Mitglieder und Gäste erhielten auch mit anderen Rassen eine gefreute Startmöglichkeit.
Es hat Tradition, dass die schweren Kaltblutpferde im November zur Dressurprüfung antreten. Noriker, Schwarzwälder Füchse und die seltenen russischen Wladimirer Traktorenpferde zeigten sich von ihrer eleganten Seite und brachten in der Reitanlage Gheid den Boden zum Beben. Die meisten Punkte erritt Alexandra Hess-Bucher mit dem mächtigen Noriker Jack. Nur knapp dahinter klassierten sich Anna Schlepper mit Geijetan Vulkan und Andrea Schuler mit Star Pernath; beides wunderschöne Noriker Tigerschecken. In der Kategorie Warmblut – auch hier wurde das von Hansruedi Geissmann professionell gerichtete Programm N1 (ohne Galopp) geritten – siegte Rahel von Moos mit dem Hannoveraner José Pariente.

kaltblut nlAlexandra Hess-Bucher ritt mit Noriker Jack im N1-Dressurprogramm zum Sieg (Foto: zVg./FSZ)
Geschick und Vertrauen war in der Führzügelklasse gefragt, wo sich die Kleinsten in den Sattel schwangen. Ramon Kyburz auf dem Minishetty Cinderella B erreichte hier mit 355 Zählern das beste Ergebnis. Rassenvielfalt, von Judith Brunner inspiriert gebaute und gerichtete Parcours, sowie gute Stimmung prägten die beiden Bodenarbeitsprüfungen. In der am Halfter oder Kappzaum geführten Klasse hatten die Kleinen die Nase vorn: Monika Nöthiger siegte mit dem Shetty Nils vor Ruth Müller mit Shettystute Chili und Monika Kuhn mit dem Minihorse Stars Guinevere. Alexandra Hess-Bucher rettete die Ehre der Kaltis im vierten Rang mit Jack. Die erweiterte Prüfungspalette umfasste erstmals eine Bodenarbeit am Langzügel. Simon Zünd lenkte den Freibergerfuchs Lasso in voller Arbeitsmontur souverän durch den Parcours und zum Sieg. Im zweiten Rang klassierte sich Ruth Müller mit Chili vor Monika Nöthiger mit Nils.

Ruth Müller


20 Jahre Ponyhof Bätterkinden - Was läuft im Jubiläumsjahr 2016

Mit grosser Freude dürfen wir nächstes Jahr unser 20-jähriges Jubiläum feiern. Wie in all den Jahren läuft auch im 2016 viel in unserer kinderfreundlichen Reitschule. Im Juni am internen Ponyhofturnier und am Ponyhoftag im November werden wir unser Jubiläum gebührend feiern.
Unser Jahresprogramm gibt einen Einblick in unsere Aktivitäten:

ponyhof nl
Silbertestkurs: Winter und Frühling 2016 mit Prüfung am 24. April mit dem 180. Kandidaten
Fastnachts-Reiten: Sonntagnachmittag, 28. Februar 2016
Drei Brevetkurse: Intensiv-Kurse, Kalenderwochen 15, 31, 40 mit unserem 600. Kandidaten
1. Lauf SM Pony Mounted Games: Am Sonntag, 17. April 2016 in Bätterkinden
Jubiläums Ponyhof-Turnier: Sonntag, 26. Juni 2016 für alle Reitschüler und Ehemaligen
Lehrabschluss Pferdefachfrau EFZ: Unsere fünfte Lehrtochter schliesst ab
Final IENA Mounted Games Cup 2016: Am Equus Helveticus vom 17./18.9. im IENA
Final Pony Mounted Games Schweizermeisterschaft 2016: Am 8./9. 10.2016 in Laconnex GE
Ferienkurse vom Anfänger bis Fortgeschrittenen: Kalenderwochen 14 bis 16, 27 bis 32, 39 bis 42
weiter über die Saison verteilt: 2. bis 5. Lauf SM Pony Mounted Games, Team-Wettbewerb
1. bis 4. Lauf IENA Mounted Games Cup, Paires und Individuals
Springen B60 bis R125: Reitschüler und Lehrtöchter starten an zirka 15 verschiedenen CS
Dressur GA und Vielseitigkeit CC B1 und B2: Wir starten an zirka 5 verschiedenen Turnieren

Urs Schneider


November 2015

übersicht

EDITORIAL

 ZKV-Weekend 2015

VERBAND  Jahresberichte
SPRINGEN  Springtrophy-Final
 CS Holziken
DRESSUR

 R SM

CONCOURS COMPLET

 CC Bern

FAHREN  Schlussfahren Fahrsportgruppe Jungfrau
 Fahrturnier Lüsslingen
FREIZTEITREITEN  Patrouillenritt Interlaken
 Patrouillenritt Sursee
 Patrouillenritt Seftigen
 SM Vierkampf
 VM Dagmersellen
 Eine kleine Geschichte
 VM Amt Erlach
 SM SVPK
HINTERGRUND  ZKV Weekend

 

Willkommen an der 151. Delegiertenversammlung

Am Samstag, 28. November 2015 findet die 151. Delegiertenversammlung in Schwarzenburg statt.
Allen Gästen verspreche ich einen lange in Erinnerung bleibenden Abend – genau das haben wir uns zum Ziel gesetzt.
Da auch der KRV Niederscherli dieses Jahr ein Jubiläum feiert, und zwar das 100-jährige, war dies für uns der passende Moment die Delegiertenversammlung durchzuführen. Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir mit dem RV Schwarzenburg zusammen beschlossen, uns für die nächste Versammlung beim ZKV zu bewerben. An der letztjährigen Delegiertenversammlung durften wir dann unser Vorhaben präsentieren und erhielten den Zuschlag. Was mit einer Idee anfing, galt es nun umzusetzen. Wir freuten uns diesen grossen Anlass zu planen und zu organisieren, der nebst der Delegiertenversammlung ein tolles Rahmenprogramm für alle bieten soll. Ich bin der Meinung, das ist uns gelungen und wir freuen uns auf diesen tollen Abend.
Auf der eigens für die Delegiertenversammlung kreierten Webseite www.dv-zkv2015.com finden sie alle nötigen Informationen. Gönnen sie sich bereits jetzt einen Blick auf die spannende Unterhaltung, sowie die kulinarische Verwöhnung am Gala-Abend.
Mit der Mehrzweckhalle Pöschen in Schwarzenburg haben wir eine ideale Location gefunden. Die Halle kann vom Begrüssungsdrink bis zum Schlummertrunk alles an einem Ort abdecken.
Bevor wir in den Gala-Abend starten, wo wir uns ein köstliches 4-Gangmenue servieren lassen, gönnen wir uns nach der Versammlung einen reichhaltigen Apéro, welcher allen eine Plattform zu interessanten Gesprächen bieten soll. Nach dem Essen werden Sie eingeladen Tränen zu lachen und sich von der musikalischen Vielseitigkeit & tollem Gesang des Unterhaltungsfeuerwerks Alpenland Sepp + Co. begeistern zu lassen. Wer sich zwischendurch vom Tanzen erholen möchte, kann sich an der Bar einen Drink zur Musik vom Team „Let’s go“ genehmigen. Nicht zu vergessen ist unsere Tombola während des Gala-Abends. Mit etwas Glück können ein Sattelschrank oder ein goldener Kettenanhänger in Form eines Pferdekopfes, sowie viele weitere Preise gewonnen werden.
Selbstverständlich braucht ein solch grosser Anlass viel Organisation, welche ohne unsere Helfer nicht möglich wäre. An dieser Stelle ein grosses Merci an den Reitverein Schwarzenburg der mit uns zusammen die Delegiertenversammlung möglich macht, sowie allen unseren Mitgliedern und externen Helfern für ihre Arbeit und tatkräftige Unterstützung. Ebenfalls gilt ein grosses Dankeschön all unseren Sponsoren, ohne die ein solcher Anlass nicht durchführbar wäre.
Ich bin überzeugt, dass wir einen grossartigen Anlass auf die Beine stellen werden. Feierlich werden wir das ZKV-Jubiläumsjahr ausklingen lassen mit einem Abend, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

OK-Präsident
Simone Lepori

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Jahresbericht Springen

ZKV-Springkurse
Alle 20 gemeldeten ZKV-Springklassen wurden gut besucht und die Gelegenheit genutzt Pferd und Reiter auch während der Wintermonate fit zu halten. Ein grosses „MERCI“ an alle Reiterinnen und Reiter für ihre Disziplin und an alle Kursleiter und Kursleiterinnen für das grosse Engagement und das stundenlange Ertragen kalter Füsse!

ZKV-Vereinscup
Sämtliche ZKV-Vereinscup Ausscheidungen, durchgeführt von den Kavallerie Reitvereinen Bünztal, Oberwiggertal, Lyssbachtal und Thun, konnten bei heissen, teils sogar rekordverdächtigen Temperaturen ausgetragen werden. Am Sonntag dem 23. August 2015, trafen sich die je 50% besten Equipen aus den Qualifikationsprüfungen zum Finale im solothurnischen Dubenmoos. 27 Equipen, darunter auch die neu eingekleidete Equipe des ZKV-Vorstandes, versuchten mit Hilfe des Parcoursplans und dem Abschreiten des Parcours, die Ideallinie über die nach freier Parcourswahl aufgestellten 21 Hindernisse zu finden. Eröffnet wurde die Prüfung durch drei Reiterinnen des RV Center Etter. Alle drei blieben fehlerfrei in einer Spitzenzeit. Es schien als käme keine der folgenden Equipen an das Resultat der Seeländer heran. Bis zur Startnummer 19, dem Gastgeberverein, welcher bereits die Ausscheidung ihres Rayons gewinnen konnte. Stefanie Bigler, Désirée Gyger und Adrian Mast zeigten erneut drei Blankoritte und unterboten die Zeit um über zwei Sekunden. Ein tobender Applaus war dem einheimischen RV Solothurn gewiss! Sie gewannen das Finale vor dem RV Center Etter und dem RV Hölzli Obergerlafingen. Auf dem Konto des ZKV-Vorstandes konnten zwar drei schöne Ritte, jedoch leider acht Punkte verzeichnet werden. Daraus resultierte der 15. Schlussrang.

ZKV R-Championat
Nachdem der RV Erlach in den letzten beiden Jahren die Berner Kantonsmeisterschaft erfolgreich durchgeführt hat, stand in diesem Jahr das R-Championat unter ihrem Patronat. Rund 30 Teilnehmende massen sich in der Qualifikationsprüfung für die R-Schweizermeisterschaft in zwei Umgängen. Sechs davon konnten mit einem Doppelnuller zum Stechen um die Medaillen antreten und sicherten sich zugleich das Ticket zur R-Schweizermeisterschaft. Nachdem Reto Kaufmann und Pascal Bucher Stangenfehler zu beklagen hatten, machten schliesslich drei Amazonen den Sieg unter sich aus. Esther Beutler mit Calena CH gewann das Championat vor der routinierten Monica Schläpfer und Nina Willecke. Herzlichen Dank an den RV Erlach für die „Liebe zum Detail“ zu Ehren des ZKV!  
 
R-Schweizermeisterschaft
Am 12. und 13. August fand die R-Schweizermeisterschaft unter dem Patronat des OKV statt. Das Interesse der Konkurrenten an einer Teilnahme war dieses Jahr gross. Zahlreiche Reiterinnen und Reiter haben die Qualifikationsbedingungen erfüllt, doch leider konnten nicht alle nominiert werden. 17 Reiterpaare konnten die Reise nach Schaffhausen auf den Griesbach für den ZKV antreten. Die erste Qualifikationsprüfung erwies sich als äusserst knifflig aber fair. Sie brachte einigen der 55 Teilnehmenden, darunter auch mehreren Mitfavoriten, schon etliche Punkte auf den Zählerstand. 20 Konkurrenten, davon sechs aus dem ZKV-Gebiet, qualifizierten sich für die Finalprüfung am Sonntag. Sieben Reiterpaare ohne Strafpunkte, eines mit drei und zehn mit vier Strafpunkten. Pascal Bucher (ZKV) und Catalina Heiniger (PNW) vermochten ihre Strafkonten bis Ende des zweiten Umganges auf null zu halten. Dies bedeutete ein Stechen um die Goldmedaille. Zudem gab es ein Stechen um die Bronzemedaille der vier Reiterpaare mit jeweils vier Strafpunkten. Diese sicherte sich Yäel Nicolet (PNW) mit Fit for Fun. Catalina Heiniger musste als erste zum Stechen um den Schweizermeistertitel einreiten und schaffte mit ihrem toll mitkämpfenden For Jump eine weitere Nullrunde in einer schnellen Zeit. Pascal Bucher zeigte eine konzentrierte flüssige Runde, blieb ebenfalls fehlerfrei, musste sich aber um rund eine Zehntelsekunde geschlagen geben. Herzliche Gratulation an Pascal Bucher zum tollen 2. Schlussrang und den weiteren klassierten ZKV-Reiterinnen und Reitern zu ihren super Leistungen (6. Rang Sandrine Michel, 9. Rang Reto Kaufmann, 13. Rang Kathrin Holzer, 15. Rang Marco Gurtner, 19. Rang Esther Beutler).
Die Vertreter und Vertreterinnen der Regionalverbände planen ein Treffen, um die unterschiedlichen Konzepte betreffend Kosten und Entschädigung der Teilnehmenden, sowie die Gestaltung des Abendprogrammes zu vereinheitlichen.

ZKV-Spring Trophy
Der KRV Balsthal-Thal hat keine Mühe gescheut und der Finalplatz zur sechsten Austragung des ZKV-Spring-Trophy Finales stand am Morgen des 26. September 2015, noch etwas im Nebel versunken, aber top hergerichtet bereit. Die Finalrunden nur noch an einem Tag auszutragen hat sich bewährt. Pünktlich um 7:30 Uhr ertönte das erste Glockenzeichen zur Eröffnung des Finales der kleinen Tour über 105cm. Nach zwei makellosen Runden und der schnellsten Zeit im Stechen, konnte sich Pascal Bucher vor Fabienne Fischer und Regula Deutsch die Goldmedaille umhängen lassen.
Nach jeder Finalrunde wurden die Reiterinnen und Reiter, sowie unsere geschätzten Sponsoren zu einem Apéro eingeladen. Hier hatten nach der Preisvergabe der mittleren Tour Marco Gurtner und die stolze Besitzerin von Ulan Z, unsere Verantwortliche für Pferd und Umwelt, Sabine von Steiger, besonders Grund zu feiern. Marco siegte vor Daniela Invernizzi mit ihrer Aquina S CH und Andrea Hochstrasser mit Casanova X CH.

In eigener Sache:
Per 1. Oktober 2015 wurde ich in das Leitungsteam Springen des SVPS gewählt. Als Chefin Technik und Mitglied der Selko übernahm ich die Verantwortung der Offiziellen der Disziplin und werde mich künftig noch intensiver mit deren Ausbildung, Reglementsfragen, Lizenzen und Nominationen beschäftigen. Aus diesem Grund werde ich den ZKV-Vorstand per Ende November verlassen. Eine vielversprechende und valable Nachfolge ist bereits gefunden und wird nach definitiver Zusage umgehend vorgestellt. Meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen ein riesengrosses „MERCI“ für die vielen konstruktiven Diskussionen und die guten Gespräche rund um den Pferdesport, aber auch mal ganz privat, für die tatkräftige Unterstützung, für Kollegialität und einfach für „ä mega gueti Zyt“.

Monika Elmer
Chefin Springen


Jahresbericht Dressur

Das Jahr 2015 stand unter einem speziellen Stern. 150 Jahre ZKV waren überall präsent. Die lange Tradition unseres Verbandes, die Reiter und ihre Pferde in ihren Fähigkeiten zu unterstützen und zu fördern, wird auch in Zukunft wegweisend sein.
Am Dressur/CC Trophy Abend anfangs Februar in Aarau führte uns Erich Hediger kompetent durch die Geschichte der Anfangsjahre unseres Verbandes bis zur heutigen Struktur.
Weiterbildung in Form von Dressurkursen boten wir in Oftringen mit H.R. Geissmann, in Interlaken mit L. Rageth und in Balm bei Günsberg mit B. Wientzek und U. Liechti an. Die  positiven Rückmeldungen der Kursteilnehmer bestätigen den Erfolg der Angebote.
Der Kurs in Balm war aufgebaut aus Mental- und Dressurtraining, ein Novum in unserer Sparte. Die Rückmeldungen der Kursteilnehmer (siehe MB April 15), sowie der Kursleitung bestätigten die sinnvolle und weiterbringende Kombination.
Bereits im März starteten die ersten Dressurprüfungen. An insgesamt 14 Championats-Plätzen konnten die Reiter in den verschiedenen Kategorien Punkte sammeln.
Das Zusammenlegen der Kategorien RB1und RB2 zur Kategorie RB hat sich bewährt.
Die Kategorie M-Trophy war leider wegen einer Turnierabsage und einer Ummeldung nur wenig ausgeschrieben. Wir werden uns bemühen, im kommenden Jahr verbessernd einzuwirken.
Die M-Trophy mit ihrer attraktiven Kür am Finale in Bern ist immer ein gut besuchter Höhepunkt und Hingucker.
Allen Vereinen, die Championats-Prüfungen anbieten und organisieren, möchte ich ein grosses Dankeschön weitergeben und sie zu neuen Taten im 2016 anspornen.
Der Swiss Juniors Cup, getragen von den Regionalverbänden und dem SVPS verzeichnete dieses Jahr einen erfreulichen Teilnehmerzuwachs. Die jungen Reiter haben in dieser Prüfung Gelegenheit, sich in Programmen von GA02 bis M und FEI Programmen zu messen und Routine zu sammeln.
An dieser Stelle möchte ich auch noch den tollen Erfolg der Children (Europameister) aus dem ZKV Gebiet, Annina Lüthi mit Odin und Meilin Ngovan mit Don Paulo, mit Applaus erwähnen.
Die R-Schweizermeisterschaften Dressur wurden vom PNW in Biel-Benken ausgetragen. Bei kühlem aber meist sonnigem Wetter präsentierten die ZKV Reiter ihre Pferde in Hochform. Doris Härdi mit Renaissance gewann die Goldmedaille, dicht gefolgt von Franz Häfliger mit Simon als Silbermedaillengewinner. Auf dem 6. Rang platzierte sich Stephanie Hartmann mit Lady Gaga, auf dem 8. Und 9. Rang Ueli Liechti mit Samurei des Haies und Catherine Jacot mit GB Santiago. Wir gratulieren unseren Reitern und freuen uns auf Werdenberg im 2016.
Das Final-Weekend, diesmal bei trockenem Wetter, war wie ein Abschluss des Jubiläumsjahres. Jeder Sieger und alle Platzierten (nicht nur diejenigen, der 10 Dressur-Prüfungen) durften eine spezielle 150-Jahr-Plakette in Empfang nehmen. Wie in den vergangenen Jahren waren die vereins-orientierten Prüfungen sehr gut belegt.
23 Quadrillen-Teams massen sich mit ihren musikalisch untermalten Darbietungen auf schön herausgebrachten Pferden. Die Vereinskombinierte wurde von 25 Teams bestritten. Die verschiedenen Disziplinen auf dem Gelände des NPZ ergeben ein gutes Bild der Sportmöglichkeiten mit unseren Pferden.
Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an alle Veranstalter, Helfer, Reiter, Trainer, Richter, Sponsoren und den vielen „Heinzelmännchen“ im Hintergrund. Alle zusammen ermöglichen es immer wieder den Dressursport zu fördern, zu präsentieren und auch zu geniessen.

Marlies Kohler-Frey
Chefin Dressur


Jahresbericht Freizeitreiten

Vielschichtiges Kursprogramm
Sechs verschiedene Kurse oder Trainings fanden zwischen März und August in den vier Rayons statt und stiessen auf Interesse seitens der Reiterinnen und Reiter. Gymnastizierendes Basistraining mit Stangen und Cavaletti war genau so ein Thema wie Gymkhana, Bodenarbeit oder Zirkuslektionen. Es war sehr interessant, bewährte Hindernisse in neuen Varianten auszuprobieren und die Kursleiter hatten ausgeklügelte Aufgaben vorbereitet. In jedem Kurs wurde Wissenswertes vermittelt und die Teilnehmer konnten nützliche Tipps und Tricks für das weitere Training zu Hause mitnehmen.

Dank an Veranstalter
Es ist heutzutage überhaupt nicht mehr selbstverständlich, Vereine zu finden, die es auf sich nehmen, eine offizielle Veranstaltung durchzuführen. Vorarbeit, Organisation und viel Engagement sind nötig, um einen gelungenen Event zu lancieren. Dies wird oftmals unterschätzt und ich möchte an dieser Stelle allen Veranstaltern herzlich danken, die zu Gunsten der Freizeitreiter einen Anlass auf die Beine stellen und Verantwortung übernehmen. Verteilt auf die vier Rayons konnten auch diese Saison wieder total acht Qualifikationsplätze gefunden werden. Ob in der Reithalle, auf dem Sandplatz oder auf einer grossen Wiese, die Plätze zeigten sich genau so vielfältig wie die interessant aufgebauten und schön dekorierten Parcours. Zum Teil waren diese nach speziellen Mottos ausgerichtet oder mit viel Liebe zum Detail konstruiert.

Neue Funktionäre ausgebildet
Und auch den Funktionären, die sich stetig weiterbilden und bei 33° oder strömendem Regen ein oder zwei Tage lang auf einem Platz richten oder bauen, gebührt ein grosses Dankeschön für ihren Einsatz. Es freut mich, dass immer wieder neue Interessierte dazustossen, welche die Grundkursprüfung absolvieren, mit grossem Elan neue Ideen einbringen und Erfahrungen sammeln. Die Zusammenarbeit mit dem PNW wird von meiner Seite her sehr geschätzt und macht Sinn, können doch Ressourcen genutzt und Kosten gespart werden. Vor allem der gegenseitige Austausch ist sehr wertvoll. Ende Oktober fanden in Kaiseraugst eine Weiterbildung sowie eine Grundkurs-Prüfung statt, zu der auch die Gymkhana-Funktionäre aus dem ZKV-Gebiet eingeladen wurden.
Gymkhana-Final als Saison-Abschluss
Marion Wimmer hat den Parcoursbau am diesjährigen Gymkhana-Finale übernommen und wurde dabei tatkräftig von Thomas Beyeler und seinem Erfahrungsschatz unterstützt. Herausgekommen ist ein finalträchtiger Parcours mit ideenreichen Aufgaben, der doch einiges von den Teilnehmern forderte. Ob ruhiges Stehen oder flüssiges Vorwärtsreiten, eine ruhige Reiterhand oder ein vertrautes Pferd, einiges war gefragt, um den Parcours mit möglichst vielen Punkten abschliessen zu können. Ein grosses Dankeschön an alle fleissigen und engagierten Funktionäre und Helfer, welcher zum Gelingen des Finals beigetragen haben. Es herrschte eine gemütliche und zufriedene Atmosphäre auf dem Platz. Die Zuschauer rund um den kleinen Paddock bekamen einige sehr flüssige und harmonische Ritte zu sehen.
Eine lange Winterpause steht nicht bevor, da das erste Gymkhana, welches zur Saison 2016 zählt, bereits Anfang Dezember in Dagmersellen stattfinden wird. Ich wünsche den Reiterinnen und Reitern einen guten Saisonstart und schöne Stunden mit ihren vierbeinigen Partnern.

Karin Rohrer
Chefin Freizeitreiten


Jahresbericht Concours Complet

CC- und Dressur-Abend 2015
Am 7. Februar trafen sich die beiden Familien ZKV Dressur und ZKV Concours Complet zum alljährlichen Anlass mit der Preisverteilung der Trophys. Vorab haben wir von der Tierärztin und Physiotherapeutin für Tiere, Karin Küng, einen Einblick in die Taping-Anwendungen und –Techniken bekommen. Die Theorie und Demonstration am Pferd fand in der Reithalle Aarau statt. Zum leckeren Nachtessen begaben wir uns ins Restaurant zum Schützen wo wir von Erich Hediger einen ZKV-Rückblick präsentiert bekamen.
Vielen Dank an Madeleine und Ueli Tschanz, die seit vielen Jahren dem ZKV CC treu sind und die ZKV-CC-Trophy mit ihrer grosszügigen finanziellen Unterstützung ermöglichen.

Beliebte Trainingsteams
Für die aktiven CC-Paare gab es auch in diesem Jahr die Trainingsteams von Dieter Bigler und Peter Christen, die schon längst Tradition haben. Es haben sich über 30 Paare für die Trainingsteams angemeldet, die die intensivere und persönlichere Betreuung schätzen.
Neben den Trainingsteams gab es wiederum Tagestrainings, die unterschiedlich gut besucht wurden. In diesem Bereich gibt es neben dem ZKV bereits ein sehr grosses Angebot. Dennoch werden die ZKV-Kurse von den z.T. sehr treuen Teilnehmern geschätzt.

Silbertest im IENA, Avenches
Am Wochenende vom 22. Und 23. August fand in Avenches ein Silbertest der Ressorts ZKV Ausbildung und ZKV Concours Complet statt. Es haben Teilnehmer aus dem Lehrgang Vereinstrainer teilgenommen, wie auch einige auswärtige Reiterinnen.  Der Geländeparcours war anspruchsvoll und beinhaltete alle typischen Geländehindernisse, inklusive dem Wasser. Das Niveau war verhältnismässig hoch und alle TeilnehmerInnen haben den Test bestanden. Ich würde mich freuen, einige der AbsolventInnen im 2016 an CC-Veranstaltungen wiederzusehen.

Neues CC Bern
Im ZKV-Gebiet fanden in diesem Jahr nur gerade zwei CC-Turniere statt. In Eiken wurde im Frühjahr eine wunderschöne Jubiläumsveranstaltung organisiert. Auch die beiden Junioren-Cups in den Stufen B1 und B3 fanden in Eiken statt. In Bern wurde traditionsgemäss ein CC mit den Kategorien B1, B2 und  CNC1* ausgetragen.
Mit dem Reitverein Bern und v.a. unter der Leitung von Martina Caroni und Beatrice Wohlfender haben wir einen neuen Veranstalter für 2016 gefunden. An dieser Stelle möchte ich mich bei diesen Damen und dem RV Bern schon jetzt ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken.
Vielen herzlichen Dank im Namen aller CC-Begeisterten für das grosse Engagement der CC-Veranstaltenden.

ZKV Green Jump  
Das Angebot der ZKV Green Jump Prüfungen wird rege genutzt, was mich sehr freut. Es wurden die ganze Saison hindurch sehr schöne Parcours gebaut und den jungen ReiterInnen und den Jungpferden gute Möglichkeiten gegeben, erste Turniererfahrungen zu sammeln. Ich wünsche mir, dass die ReiterInnen sich weiterbilden und wir einige der Green Jump–TeilnehmerInnen an einem CC wiedersehen werden.  

Danke
Ich möchte mich bei allen Veranstaltern, Offiziellen, Trainern, Helfern und Sponsoren für ihren Einsatz bedanken. Leider gehen vor allem die Offiziellen häufig vergessen. Was würden wir ohne Jury, Parcours- und Crossbauer und Technische Delegierte tun? Es könnte keine Veranstaltungen mehr geben und ohne Veranstaltungen gäbe es keinen CC-Sport mehr. In diesem Sinne rufe ich alle auf, sich zu engagieren, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen und damit etwas für den Sport zu tun.
Ich wünsche allen eine ruhige und schöne Winterzeit.

Eva Weber
Chefin  CC


Jahresbericht Fahren

Der Jahresrückblick 2015 wird für mich dieses Mal auch zum Rückblick auf meine Amtszeit als Chefin Fahren. Wen man ein Amt übernimmt, is, man voller Tatendrang und neuer Ideen, die man gerne umsetzen würde. Nicht alles gelingt und manche Ideen wurden bereits bei der Entstehung wieder begraben. Daraus entstehen manchmal aber auch wieder neue Projekte. Man lernt auch, dass man es nicht jedem recht machen kann, obwohl man es versucht.
Ein Höhepunkt in diesem Jahr war sicher der Jubiläumsanlass des ZKV! Vor einer tollen Kulisse konnte die ZKV Fahrquadrille ihr Programm präsentieren, mit der sie das Publikum verzauberte und begeisterte! Vielen Dank an alle Fahrer, den Trainer und den „Manager“! Die Zeit und Begeisterung, die ihr in die Quadrille investiert, sind unbezahlbar!
Für die ZKV Fahrtrophy konnten die Teilnehmer an den Qualiplätzen um Punkte kämpfen. Die Plätze waren gut besucht und auch am Trophy-Final am ZKV Weekend in Bern waren begeisterte Fahrer zu sehen. Bei herbstlichem Wetter zeigten alle Teilnehmer tollen Fahrsport. Bei den Ponys siegte Elisabeth Frey mit ihrem wunderschönen Shetty-Zweispänner und bei den Pferden konnte sich Conni Erni als Siegerin feiern lassen.
Die ZKV Fahrmeisterschaft wurde diese Jahr in Scherz ausgetragen. Das Team um Roland Stöckli organisierte einen gelungenen und würdigen Anlass! Alle Prüfungen hatten erfreulich viele Teilnehmer, was schon für den Veranstalter spricht. Ich gratuliere nochmals allen Medaillengewinnern herzlich und bedanke mich bei allen, die mitgeholfen haben, einen solch schönen Anlass auf die Beine zu stellen.
Sportlich gesehen können die ZKV Fahrer national und international durchaus vorne mithalten. An der Pony-WM war der ZKV durch die Einspänner-Fahrerin Doris Schmid vertreten, an der Zweispänner- WM kamen mit Bruno Widmer und Beat Schenk beide Fahrer aus dem ZKV-Gebiet und an der Vierspänner-EM war der ZKV durch den Routinier Werner Ulrich vertreten. Auch an der SM in Frauenfeld waren erfreulich viele Fahrer aus dem ZKV-Gebiet anzutreffen, bei den Zweispänner mit Bruno Widmer und bei den Vierspännern mit Werner Ulrich konnten sich gleich zwei ZKV-Fahrer als Sieger feiern lassen! Gratulation an alle!
Um im Sport so weit zu kommen, bedarf es einer vielseitigen Grundausbildung. An den ZKV Fahrkursen wird versucht, die Faszination Fahrsport weiterzugeben. Das Programm der Fahrkurse zeigte sich vielseitig und konnte für alle etwas bieten.
Rückblickend war es eine interessante Zeit als Chefin Fahren, ich danke dem ganzen Vorstand des ZKV für eure Unterstützung! Auch bei den vielen Fahrern, die mich in der Zeit begleitet, inspiriert und unterstützt haben, möchte ich mich bedanken. Ich wünsche meinem Nachfolger viel Freude in seinem Amt und dass er die gleiche Unterstützung erhält!

Daniela Häuptle
Chefin Fahren


Jahresbericht Luegschiessen

Das 81. Luegschiessen am 29. August 2015 konnte auch dieses Jahr erfolgreich durchgeführt werden. Dank einem kompetenten Team und der guten Zusammenarbeit mit dem Landgasthof Lueg (Geschäftsleitung wie auch Team) ist das Luegschiessen reibungslos über die Bühne gegangen. In diesem Zusammenhang möchte ich hiermit allen des Lueg Komitees für Ihren Einsatz danken.
Das Echo von begeisterten Schützen spornt mich immer wieder an, den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Dieses Jahr hat mich unter anderem auch sehr gefreut, dass sich junge Frauen gemeldet hatten, um als Ehrendamen zu wirken.
Ein besonderes Ereignis durfte die Familie Häberli erleben. Fränzi, die Verantwortliche für die Ehrendamen und Unterhaltung, hat einen Tag vor dem Luegschiessen Zwillinge zur Welt gebracht. Ihre Arbeit hat sie gut vorbereitet und mit vereinten Kräften konnten wir die Lücke schliessen. Es hatte uns natürlich alle sehr gefreut, „dass wir nun auf der Lueg Nachwuchs bekommen haben“.
Die Festrede vom Stellvertreter Kommandant Heer, Divisionär Melchior Stoller, hat unsere Lueg Feier bereichert. Auch, dass unser Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, sich die Zeit nehmen konnte, um bei uns zu schiessen, war sehr erfreulich. Die kurze Ansprache mittags wurde mit Begeisterung mitverfolgt.
Zur Überraschung aller hat Jörg Rufer den Wanderpreis für die Dragoner und die fünf Erinnerungspreise gestiftet. Die Lueg Kommission und die Schützen danken ihm an dieser Stelle recht herzlich.
Wie ihr von der letzten DV wisst, hatten wir auch im letzten Jahr noch rote Zahlen geschrieben. Vermehrt sind wir auf Sponsoring angewiesen und so ist uns der Preis von Jörg Rufer, der zusätzlich einen Betrag in die Kasse fliessen liess, sehr entgegen gekommen. Ebenfalls möchte ich denjenigen Spendern danken, die uns spontan mit einem Beitrag unterstützten.
Aufgrund der jährlich rückläufigen Schützenbeteiligung reduzierte sich der Betrag für die Infrastruktur, welcher trotzdem beglichen werden muss. Mein Ziel ist es, mit guter Kalkulierung und Sponsoring zu arbeiten, damit wir diesen traditionellen Anlass noch lange aufrechterhalten können. Ich hoffe, dass der eine oder andere es als eine persönliche Tradition sieht doch einmal auf die Lueg zu kommen, um zu schiessen. Er würde es sicherlich nicht bereuen. Zudem hat der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, versprochen Gruppen aus der Armee ans Luegschiessen zu schicken und diesen Anlass zu unterstützen. Die Rede war von zwei Gruppen aus der Panzer RS und zwei Gruppen aus der Train RS mit dem Support von Major Bruno Invernizzi. Zudem wird durch den Preis von Jörg Rufer das Schiessen für alle Dragoner in der Schweiz geöffnet, was auch helfen wird, mehr Schützen auf die Lueg zu bringen.
Bei traumhaftem Wetterverhältnis konnten die über 600 Schützen auch dieses Jahr ausgezeichnete Resultate erzielen. Zum ersten Mal haben wir mit Kranzkarten gearbeitet und schon hatten bereits 54 von über 300 Kranzgewinnern davon Gebrauch gemacht.
Auch dieses Jahr hat uns das Wirten-Team vorzüglich bedient und die Berner Platte mundete allen Teilnehmern. Wir danken allen Verantwortlichen herzlich für ihren Einsatz.
Bis die Auswertung aller Schützen gemacht und auf Papier gebracht wurde, dauerte es eine Weile. So blieb genug Zeit, um zusammen zu sitzen und ein wenig mit all denen zu jassen, die man nur einmal im Jahr auf der Lueg trifft. Alte Geschichten vom Militär werden ausgetauscht und - weil viele auch immer noch reiten bzw. Pferde besitzen – von der vergangenen Saison erzählt. Da man nie mit jedem plaudern kann, winkt man einem oft nur zu oder schenkt jemandem ein Lächeln, um auszudrücken, dass man sich darüber freut, alle wieder zu sehen.
Die Lueg Standarte wurde in diesem Jahr vom Reitverein  Uettligen mit 1779 von möglichen 1980 Punkten gewonnen. Auf dem zweiten Rang landete die SG Wyssachen mit 1749 Punkten, gefolgt vom Reitverein Hitzkirchertal mit 1714 Punkten. Bester Einzelschütze und Gewinner des Luegrösslis wurde Markus Bieri (1974) vom Buchholderberg-Schwarzenegg mit 193 von möglichen 198 Punkten, gefolgt von Werner Kunz (1944) mit 191 Punkten und Christoph Moser (1944) mit 189 Punkten. Der älteste Schütze war erneut Walter Weiss (1926) vom Reitverein Niedersimmental aus Latterbach von der Bonzegg.
Der Dragonerpreis, gestiftet von Jörg Rufer, ging an den Dragoner WM Hans Tschirren (1949) mit 187 Punkten (die komplette Rangliste kann jeder auf der HP vom ZKV unter Luegschiessen begutachten).
Dieses Jahr hatten wir das Wetterglück auf unserer Seite, sodass wir unsere Lueg-Feier beim Denkmal abhalten konnten. Jeder der dabei sein konnte, durfte die schöne Aussicht und das Zusammensein geniessen. Ein kleines Specktakel am Ende der Lueg-Feier ist, wenn die Scheiben verteilt werden und jeder sehen kann, wie und ob er getroffen hat.
Nun hoffe ich, dass ich einige Mitglieder zum nächsten Luegschiessen begeistern konnte. Zum Mitmachen braucht es eine Armeewaffe, also ein Karabiner, oder ein Sturmgewehr 57 oder 90. Des Weiteren sollte man an dieser Waffe durch einen Kurs ausgebildet worden sein, oder durch jemanden, der damit Erfahrung hat. Jeder kann sich auf der Lueg beim Schiessbüro als Einzelschütze anmelden. Sollten jetzt noch Zweifler unter Euch sein, dann meldet Euch bei mir. Ich werde mir für alle offenen Fragen Zeit nehmen. Gerne komme ich auch in Eure Vereine, um euch über die Finessen des Luegschiessens zu informieren.
Achtung an alle Teilnehmer des Luegschiessens: Das Datum im nächsten Jahr wurde wegen des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Estavayer-le-Lac (welches am letzten Samstag im August durchgeführt wird) verschoben und wird nun am 20. August 2016 durchgeführt werden.
Da beide Veranstaltungen grösstenteils dieselben Interessengruppen haben und wir die kleinere Veranstaltung sind, haben wir beschlossen das Datum zu verschieben. Weil die Wahrscheinlichkeit, schönes Herbstwetter zu bekommen im August grösser ist als im September, wurde das Datum vorgezogen.
Ganz herzlich möchte ich mich bei all den zahlreichen Helfern bedanken, ohne die ein solcher Anlass nicht möglich wäre. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei den Mitgliedern der Schiesskommission und deren Mithelfern, auf deren Tatkraft ich bei der Organisation des Luegschiessens stets zählen konnte.
Ich freue mich, möglichst viele Schützen das nächste Jahr auf der Lueg begrüssen zu dürfen. Das Luegschiessen ist nicht wie angekündigt am letzten Samstag im August, sondern am 20. August 2016. Wie alle inzwischen wissen, sind nicht nur Schützen auf der Lueg willkommen. Wir freuen uns über alle Gäste, die teilnehmen wollen. Für ein Treffen mit (u.a.) ehemaligen Militärkameraden oder einen Vereinsausflug bestellt frühzeitig Bankettkarten bei der Lueg Kommission. Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Angelo Piffaretti
Obmann Luegschiessen


Jahresbericht Nachwuchs

Im Herbst 2014 wurden die jungen Reiterinnen und Reiter verschiedener Disziplinen gesichtet und selektioniert. Viele davon konnten mit ihren Reitkünsten überzeugen und wurden in die ZKV-Nachwuchsförderung 2015 aufgenommen.
Im Future-Programm wurden dieses Jahr rund 65 PferdesportlerInnen von professionellen Ausbildnern in Trainings auf dem Pferd, theoretisch, mental und im Sport gefördert.

Spartenspezifische Trainings
Die Springkurse starteten bereits im Januar. Der Diplomtrainer Martin Habegger unterrichtete im NPZ Bern und in Balsthal. In Rothenburg begann das Training mit der diplomierten Reitlehrerin Fränzi Scheuber. Nach ihrem Reitunfall musste dann während der Genesungszeit die auf ihrem Hof arbeitende Bereiterin den Kurs zu Ende führen.
Einmal monatlich wurden die DressurreiterInnen der Förderstufe 1 im NPZ Bern vom beliebten Reitlehrer Urs Schelker in ihrer Disziplin gefördert.
Der Regionalkader Dressur trainierte mit der erfolgreichen Dressurreiterin und Grundtrainerin Nicola Heyser-Burger. Leider konnten die vorgesehenen Trainings nicht alle planmässig durchgeführt werden. Trotz Bemühungen, auf die Wünsche der TeilnehmerInnen Rücksicht zu nehmen, war die Einsatzbereitschaft einzelner enttäuschend.                                                                                                Umso mehr ein Dankeschön denen, die sich sehr bemüht haben!
Nachwuchstrainerin Karin Rutschi war für die Ausbildung der Vierkämpferinnen verantwortlich. Auf den Pferden des NPZ wurden sie dressur- und springmässig geschult. Christian Finger führte sie anschliessend in mehreren Theorieblöcken ins Mentaltraining ein.
Die CC-ReiterInnen profitierten vom erfolgreichen und fachkundigen Trainer Peter Hasenböhler und unserem Rayonchef und J&S Trainer Thomas Bellmont. Die Saison startete mit Indoor-Trainings in der grossen Reithalle in Avenches. Später wurde auf diversen Military-Plätzen geübt.
Schade gibt es nicht mehr junge Leute, die Begeisterung im Concours Complet finden. Etwas vielfältigeres und abwechslungsreicheres gibt es wohl kaum im Reitsport!

Trainingsweekend Avenches
Aus allen Disziplinen kamen die jungen Future-Leute an einem Mai-Wochenende ins IENA nach Avenches. Bei schönstem Wetter durften sie auf der einmaligen Anlage spartenübergreifend trainieren. Sogar die Dressurpferde und –reiterInnen fanden auf dem vielseitigen Military-Platz den Mut, ein paar Übungen im Gelände auszuprobieren. Bravo! Die gute Atmosphäre und das Einfühlungsvermögen der Trainer lies alle in eine euphorische Stimmung gleiten…

Sommerlager im NPZ Bern
Das traditionelle, beliebte Future-Lager, der Höhepunkt unseres Förderprogramms, fand diesen Sommer vom 21. - 24. Juli statt. Die jungen Talente kamen mit ihren Pferden für fünf Tage auf die schöne Anlage des Nationalen Pferdezentrums Bern. Die Tagesprogramme waren abwechslungsreich gestaltet. Die Tage vergingen mit Trainings, Vorträgen, Sport, Theorien, Demonstrationen, Ausflügen, Spiel und Spass wie im Flug. Die engagierten Instruktoren begleiteten die Jugendlichen mit viel Herzblut und grosser Kompetenz. Ohne ihren Einsatz könnte ein solches Projekt nicht durchgeführt werden. Herzlichen Dank allen Beteiligten!
Diesen Sommer konnten unsere jungen Schweizer-Pferdesportler sogar im nationalen Pferdesport deutliche Zeichen setzen! Ich bewundere die grosse Leistung und gratuliere den Talenten!

Vorbereitung Future-Cup Final
Ende September nutzten einige ReiterInnen das Vorbereitungstraining auf dem Paddock im NPZ. Bei guten Bodenverhältnissen konnte Stefan Rufus die motivierten TeilnehmerInnen auf das Finale vorbereiten. Auch half er am ZKV Weekend dem einen oder anderen Finalteilnehmer, bzw. Finalteilnehmerin beim Besichtigen des Parcours und beim Anreiten der Pferde. Der Einsatz lohnt sich immer…! Die ersten drei Gewinnerinnen waren wie schon im letzten Jahr drei ZKV Future-Reiterinnen! Herzliche Gratulation!

Selektion für 2016
Wie jedes Jahr, wurden auch diesen Herbst die Sichtungsprüfungen durchgeführt. Nach den Selektionssitzungen, welche im November stattfinden, werden die Konkurrenten über den Entscheid informiert. Die Nachwuchsreiter werden in drei verschiedene Förderstufen eingeteilt.
Auch in diesem Jahr wurde nicht nur der Sport selber, sondern auch Freundschaften, Emotionen und Fair Play gepflegt. Danke! Es war ein tolles Jahr! Ich wünsche allen eine erholsame Winterzeit und erwarte euch mit grosser Motivation im 2016 wieder!

Nicole Rufus
Chefin Nachwuchs


Jahresbericht Ausbildung

Das Kursjahr 2015 begann am 22./23. November 2014 im NPZ mit dem zweitägigen Kurs Bodenarbeit und Longieren. Das J+S Modul war offen für J+S-Leiter in Ausbildung, aktive J+S Leiter der verschiedenen Disziplinen sowie als WK für Vereinstrainer. Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Teilnehmer waren vor allem beim Longieren eine spezielle Herausforderung für die Gestaltung des Programms. Die Instruktoren mussten den Unterricht flexibel gestalten, galt es doch, den Leitern in Ausbildung weitere Grundkenntnisse zu vermitteln und den teilweise auf internationalem Niveau aktiven Longenführerinnen in erster Linie neue Impulse für die tägliche Trainingsarbeit zu vermitteln. Dank der individuellen Gestaltung der Lektionen durch Edith De Giorgi und Annemarie Gebs Dar waren die allermeisten Rückmeldungen gut bis sehr gut. Derek Frank war zusammen mit mir für das Thema Bodenschule verantwortlich. Einmal mehr zeigte Derek sehr gut auf, was gute Kommunikation ermöglicht und was nötig ist, dass ein Pferd seinen Führer als guten Chef anerkennt und dessen Anweisungen mit Ruhe und Gelassenheit umsetzt.

J+S Module Dressur und Springreiten
Die beiden Module wurden am 24./25. Januar und 14./15. Februar im NPZ durchgeführt.
Dressurreiten wurde von 15 TeilnehmerInnen (J+S-Leiter/VT in Ausbildung, J+S Leiter, VT) besucht. Urs Schelker und Nicola Heyser Burger erteilten Unterricht. Martin Habegger und Hansjörg Frey waren im Modul Springreiten für 14 TL als Klassenlehrer im Einsatz.
Die unterschiedliche Zusammensetzung (alt und jung- erfahren und in Ausbildung) ermöglichte in den Theorielektionen und während der Pausen einen interessanten Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

J+S-/VT-Lehrgänge
Acht Damen und ein Herr besuchten am 8. bis 10 Mai ihre ersten drei Kurstage.
Vom 16.-18. Oktober wurde für alle drei Klassen der zweite Kursblock mit den Prüfungen zum J+S Leiter und zum J+S Leiter B/Vereinstrainer durchgeführt. 11 TeilnehmerInnen traten zur Prüfung J+S Leiter an. Neun schafften die Qualifikation. Vor drei Jahren hatten 15 Reiterinnen ihre VT- Ausbildung begonnen. Bedingt durch Abbruch der Ausbildung, Wiederholungen von Zwischenprüfungen oder beruflichen Verpflichtungen waren noch 6 Teilnehmerinnen für die Abschlussprüfung als Vereinstrainer angemeldet. Eine Teilnehmerin musste infolge Lahmheit des Pferdes kurzfristig absagen. Vier Kandidatinnen werden an der ZKV DV 2015 als J+S Leiter B/Vereinstrainer diplomiert werden können.

Vereinstrainer-WK
Für die Absolvierung der WK-Pflicht stand am 23./25. Oktober erstmals ein Kurs „Bewegungslehre nach Eckart Meyners“ mit Martin Volesky, Pferdewirtschaftsmeister Reiten, Bewegungstrainer EM, auf dem Kursprogramm.
10 Vereinstrainer wurden pro Tag mit  je einer Lektion von Herrn Volesky unterrichtet. Mit ganz unterschiedlichen Übungen, die mehrheitlich nicht auf dem Pferd, sondern auf der Gymnastikmatte auf einem Stuhl oder mit anderen Hilfsgeräten gemacht wurden, konnten die Teilnehmer ein besseres Sitzgefühl entwickeln, um die natürlichen Bewegungen des Pferdes weniger zu stören oder effektiver zu unterstützen.
Nicht nur ich, sondern auch die Kursteilnehmerinnen und die Zuschauer waren beeindruckt über die positiven Veränderungen, die bei Pferd und Reiter deutlich zu erkennen waren.

Ich danke allen Instruktoren für ihre engagieren Einsätze und die gute Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank richte ich auch an
alle J+S Leiter, welche J+S-Kurse durchführen, Jugendliche fach- und altersgerecht ausbilden; an  alle Vereinstrainer, die im Verein/Betrieb wertvolle Arbeit leisten oder als Brevetinstruktor/ -Richter wichtige Aufgaben für die Basisausbildung übernehmen; an alle Vereinstrainer, die im Sport – wie beispielsweise bei den ZKV-Trophys – positive Akzente setzen.

Robert Portmann
Chef Ausbildung


Jahresbericht Pferd und Umwelt

Im vergangenen Jahr haben die Kantone die Umsetzung der Gesetzesbestimmungen des Bundes zur Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone an die Hand genommen, in unterschiedlichem Tempo und auch in unterschiedlicher Art. Es scheint so, dass teilweise die Bestimmungen, für die wir so gekämpft haben, wieder verschärft werden sollen! Zu unserem Nachteil muss zudem festgestellt werden, dass die Kantone bisher keine Vertretungen aus der Pferdefachwelt miteinbezogen oder uns zu Stellungnahmen eingeladen haben. Hier ist somit „aktives Einmischen / Nachfragen“ von uns allen gefragt. Es ist noch nicht zu spät!

Im Frühjahr konnten wir uns – gemeinsam mit den anderen Regionalverbänden und dem SVPS – neben den Verordnungen zur Tierseuche oder zum Tierschutz insbesondere zur 2. Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes des Bundes äussern. Wir machten nochmals darauf aufmerksam, dass die Pferdezucht im Rahmen eines Landwirtschaftsbetriebes als zonenkonforme Tätigkeit gelten muss.

Regelmässig konnte ich Unterstützung bei Anliegen rund um das Reiten im Gelände bieten aber auch einzelne Fragen zu Vereinsstatuten beantworten.

Ein ganz anderes Thema: In der vergangenen Saison kam unter diversen Sportreiterinnen und -reitern Unmut auf wegen sog. „nicht kumulierbarer Gutscheine“. Tatsächlich ist es zulässig, dass Gutscheine beschränkt werden, wie z.B. „nicht kumulierbar mit anderen Rabatten“ oder „pro Einkauf nur ein Gutschein einlösbar“, sofern diese Einschränkungen auf dem Gutschein ausdrücklich vermerkt sind. Kundenfreundlich ist das aber nicht wirklich. Deshalb möchte ich an die Veranstalter appellieren, ihre Sponsoren zu ersuchen, die Gutscheine (insbesondere kleine Beträge) nicht zu beschränken.

Abschliessend bedanke ich mich bei Allen, die sich in irgendeiner Form für das Wohl des Pferdes und für das Reiten oder Fahren im Gelände einsetzen und schliesse meinen Bericht auch in diesem Jahr mit dem ZKV-Motto „Wir reiten rücksichtsvoll“.

Sabine von Steiger
Chefin Pferd & Umwelt

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 Springtrophyfinal Balsthal - Sport pur

Das Finale der diesjährigen Spring-Trophy fand in Balsthal statt. Dabei waren 145 Reiter in einer kleinen, mittleren und grossen Tour am Start. Der sportliche Höhepunkt, die grosse Tour R125, wurde von Markus Niklaus gewonnen. Organisator dieses erfolgreichen Events war der Kavallerie-Reitverein Balsthal-Thal.

Während der Saison von Anfang März bis Ende Juli konnten Punkte gesammelt werden. Alle klassierten Reiter einer offiziellen Veranstaltung eines dem ZKV angeschlossenen Vereins der Kategorien R100 bis R135, erhielten je nach Rang eine entsprechende Anzahl Punkte. Die Ränge der nicht zur Trophy gemeldeten Reiterpaare blieben für die Wertung unbesetzt. Pro Tour darf nur ein Pferd geritten werden. Der Wechsel in eine höhere Kategorie ist möglich. Nicht startberechtigt sind aber Pferde, die in der letzten oder in der laufenden Saison in der Kategorie N140 und höher oder international auf gleicher Stufe klassiert waren. Die 180 punkthöchsten Reiterpaare der Qualifikationsplätze wurden nun Ende der Saison zu einem spannenden Finale nach Balsthal eingeladen. Je maximal 60 Reiterpaare messen sich in der entsprechenden Kategorie. Die Prüfung, eine Wertung A mit Zeitmessung, wird in zwei Umgängen ausgetragen. Der zweite Umgang ist reduziert und in umgekehrter Reihenfolge des Klassements aus dem ersten Umgang. Punktgleiche Paare stechen um die Medaillen der Ränge eins bis drei in der Reihenfolge des zweiten Umganges. So organisiert der ZKV eine Spring-Trophy, welche regionalen Springreitern auf allen regionalen Stufen eine spannende und faire Wettbewerbsmöglichkeit bietet und die schon während der Saison für viel Spannung sorgen soll.
In der kleinen Tour über 105cm siegte Pascal Bucher aus Retschwil auf Diarolus Athletic CH mit einer Zeit von 29.17 Sekunden im Stechen vor der Rothenburgerin Fabienne Fischer auf Cessna II CH mit 29.23 und Regula Deutsch aus Urtenen-Schönbühl mit ihrem Pferd Santos Z CH mit 30.66 Sekunden, die nach dem Normalparcours noch in Führung lag. Die mittlere Tour über 115cm sah Marco Gurtner aus Uttingen mit seinem Pferd Ulan Z als Sieger, knapp vor der Schlosswilerin Daniela Invernizzi auf Aquina S CH und Andrea Hochstrasser aus Niederbuchsiten auf Casanova X CH. Mit nur elf zehntel Sekunden Rückstand verwies sie damit Urs Wüthrich aus Utzendorf auf den undankbaren vierten Platz.

springtrophy1 nl 

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kleine tour nlvon oben nach unten: v.l.n.r.: Grosse Tour, mittlere Tour, kleine Tour (Fotos: P.Huber, pd)

Höhepunkt
In der grossen Tour über 125cm stand Markus Niklaus aus Müntschemier  zuoberst auf dem Siegerpodest. Sein Pferd Lanor bewältigte den Normalparcours in 76.18 und den reduzierten Parcours in 64.59 Sekunden. Im Stechen verwies er Markus Bucher aus Retschwil, den Sieger aus der kleinen Tour, mit seinem zweiten Pferd Cayman Athletic CH auf den zweiten Platz. Als Dritte stand die Oltnerin Ursula Friedli mit Aloysius auf dem Siegertreppchen. Auf dem vierten Platz klassierte sich Nicole Guillebeau aus Lanzenhäusern auf Bellabanta vom Gwick.   

Patrick Huber


Hallensaison beim Herbst-Concours in Holziken erfolgreich gestartet

Der dreitägige Concours des Reitvereins Holziken bildete den Auftakt zur Indoor-Saison. In 14 Prüfungen gaben die Springcracks ihr Bestes. Den Sieg in der R/N125-Hauptkonkurrenz erreichte Bettina Bonfiglioli im Sattel von Milouise.

Gleich zum Turnierstart am Freitagnachmittag standen die sportlich wertvollsten Konkurrenzen auf dem Programm. Das Niveau war sehr hoch: Im R/N120 blieben 25 der gestarteten 55 Paare fehlerfrei. Am schnellsten im Ziel war Marian Müller auf dem achtjährigen Westfalenhengst DD Balisco du Rouet. Wiederum 16 Paare schafften im R/N125 eine Blankorunde, wobei Bettina Bonfiglioni auf der Holsteinerstute Milouise in 57.14 Sekunden die Bestzeit schaffte. Das Parcoursbauer-Team Reto Härdi und Edi Hofmann stellte den Teilnehmern anspruchsvolle Aufgaben.

cs holziken1 nlSandra Sollberger-Husner, hier auf Money Maker (Foto: R.Müller)
Vier Seniorenprüfungen mit Hindernissen von 100, 105 und 110 Zentimetern kamen danach zur Austragung. Die erfahrenen Füchse im Springsattel brillierten mit zahlreichen schnellen Ritten. Josef Christen feierte mit dem Inländerwallach Jamaiko CH gar einen Doppelsieg. Bernhard Rufer holte hier mit dem Irländer Brigadoon Monty als einziger Reiter der unmittelbaren Region eine besonders bejubelte Siegerschleife.
Sabrina Villa war am Samstag auf Stufe R/N110 und R/N115 nicht zu bezwingen: Gleich zweimal führte die Reiterin aus Aesch die dunkelbraune Holsteiner-Stute Chanel S zum Sieg. Frauenpower war auch im R/N100, mit Siegerin Catalina Heiniger auf Le Rouge Celeste sowie in den beiden R/N105-Prüfungen angesagt. Sibylle Müller Zemp auf Catino Sattiva CH und Chantal Meier auf Cordula R hiessen hier die Siegerinnen. Auch in den Einsteigerprüfungen B/R90 und 95 waren die Siegerschleifen fest in Amazonenhand. Juliette Kunz auf A Kind of Magic und Samira Furrer gelang der jeweils schnellste fehlerfreie Ritt.

Ruth Müller

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Gold für Doris Härdi, Silber für  Franz Häfliger

Im basellandschaftlichen Biel-Benken auf dem Weisskirchhof der Familie Würgler konnten wunderschöne Ritte gesehen werden. 30 Teilnehmer  aus vier Verbänden kämpften um die heissbegehrten Medaillen.

Erst wurde das L18 den Richtern aus den verschiedenen Verbänden gezeigt. Das Viereck, welches auf französischem Boden liegt, war schön dekoriert und für die Reiter bereit. Nach der ersten Prüfung, dem L18 hatte Mélanie Perrenoud mit ihrem auffälligen bunten Fuchs Arthur die meisten Punkte ergattert. Er fiel so auf, weil sonst fast durchs Band nur dunkle Pferde am Start waren. Der Fuchs erschreckte sich im M22 ab einem „Ungeheuer“ und das kostete der Reiterin einige wertvolle Punkte, auch ging er nicht mehr so locker durch die Aufgaben wie im ersten Programm. Sie erhielt bei der Siegerehrung die Bronzemedaille von Claude Nordmann, der den SVPS vertrat. Franz Häfliger stellte für den ZKV Simeon vor. Der grossrahmige Wallach besticht durch seine ausserordentliche und raumgreifende Galopparbeit. Der Rappe zeigte am Samstag im L16 schon seine Qualitäten. Mit über 70 Prozent gewann das Paar am Samstag, setzte sich im L18 der Schweizermeisterschaft auf den vierten Platz. Im M22 trumpfte das Paar auf und holte die meisten Punkte. Im Schlussklassement, in dem ihm lediglich ein Punkt fehlte um mit der Siegerin gleichzuziehen, brachte das Häfliger und Simeon die Silbermedaille ein.

R SM Dressur nlv.l.n.r. Franz Häfliger, Doris Härdi, Mélanie Perrenoud (Foto: C.Schunk)

Doris Härdi ritt mit Renaissance ebenfalls am Samstag schon in den Vorbereitungsprüfung mit. Eine „A la carte“-Prüfung wurde vom Reitclub Leimental angeboten, so dass jeder seinem Niveau entsprechend eine Prüfung absolvieren konnte. Sie zeigte das L18, das ja auch in der Schweizermeisterschaft verlangt wurde. Das Paar siegte am Samstag und wiederholte seinen Erfolg in der Gesamtwertung am Sonntag. Die erste Prüfung lief hervorragend und der Trainingseffekt vom Samstag zeigte seine Wirkung. Sie starteten mit den meisten Punkten in das M22. Das gelang dem Paar gut. Die grossrahmige Stute mit der grossen Übersetzung beeindruckt Richter und Zuschauer gleichermassen. Nach der Prüfung am Samstag zog Härdi es vor, die Stute mit nach Hause zu nehmen. „Wir wollten am Abend noch an die Fohlenshow nach Sursee, dort haben wir Renaissance vor acht Jahren ersteigert. Es war mir lieber sie zu Hause zu wissen!“ An der Fohlenshow kam dann auch Nachwuchs dazu: „Ja wir sind Sursee treu geblieben. Auch die sechsjährige Stute haben wir von dort.“ Die Hobbyreiterin, die alle ihre Pferde selber einreitet, freut sich sehr über ihre Goldmedaille. „Ich bin froh, klappen die Galoppwechsel inzwischen so gut. Es hat seine Zeit gebraucht, Renaissance mit ihrer riesigen Übersetzung so weit in die Versammlung zu bekommen für diese schwierige Lektionen.“ Sie trainieren mit Hansruedi Geissmann und mit der Stute kann sie schon einige Erfolge verbuchen. Bei den 5- und 6-jährigen Schweizer Dressurpferden in Avenches konnte sie beides Mal den zweiten Platz mit gewinnen. „Dieses Jahr kam ich ebenfalls in den Promotion-Prüfungen in die Kür am Sonntag. Leider war Renaissance unkonzentriert und schrie immer nach ihrer sechsjährigen Stallgenossin.“
Der Reitclub Leimental nutzte das grosse Zelt am Samstagabend noch für ein gemütliches Beisammensein für Reiter, Offizielle und vorallem für die immer fleissigen und helfenden Vereinsmitglieder.

Caroline Schunk

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Schöner Herbst-CC im NPZ

Im Nationalen Pferdezentrum Bern kamen an drei Tagen sechs Concours Complet-Prüfungen zur Austragung. Über 200 Paare nutzten eine der letzten Startmöglichkeiten dieser Saison bei idealen Bedingungen.
Die IG CC Bern organisierte heuer wiederum eine nationale Einstern-Prüfung, in der 39 Paare an den Start gingen. Im klassierenden Springparcours blieben nur drei Paare makellos. Esther Andres führte mit ihren beiden Pferden Schwalbenprinz und Inster die Dressurzwischenrangliste an und gewann nach lediglich einem Springfehler und einer von zehn Doppelnullrunden im Gelände mit ihrem Trakehnerwallach vor Kerstin Häusermann, die die Prüfung mit ihrer Magdalena auf dem Dressurresultat beendete.

cc bern nlEsther Andres, hier mit Laurus Nobilis (Foto: T.Acklin)
Das B2-Gelände war flüssig gestellt, viele Paare meisterten die geforderten Aufgaben innerhalb der erlaubten Zeit. Am meisten Vorkommnisse gab es am Wassereinsprung, obwohl der direkte Weg zu Hindernis fünf durch den Teich führte und die Möglichkeit bestand, bereits einmal nasse Füsse zu bekommen beim Durchritt. Nadine Zaugg pilotierte ihren Voltino zum Start-Ziel-Sieg. In der Abteilung mit den routinierteren Paaren gewann Esther Andres mit dem Damon Hill-Nachkomme Denaro di Narici. Auch in der Kategorie B1 kamen viele Paare ohne Vorkommnisse ins Ziel. Die amtierende Schweizermeisterin Brigitte Peterhans entschied mit Nachwuchspferd Grecvol de Lully die eine Abteilung für sich, Martina Jenni mit Ricardo die andere. Im Badminton Juniorencup siegte Eva Sophie Schneider mit Sandro’s Star.

Tamara Acklin

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Postenfahrt und Schlussturnier der Fahrsportgruppe Jungfrau

Eine interessante Postenfahrt erwartete die Teilnehmer am traditionellen Schlussturnier der Fahrsportgruppe Jungfrau.
Angela Imboden und ihre Helfer haben sich beim Ausstudieren der vielfältigen Aufgaben an den sechs Posten viel Mühe gegeben. So mussten die Fahrer mit ihren Grooms Pingpong-Bälle ohne Verlust transportieren, Postpakete an die richtige Adresse verteilen, Begriffe beim Lippenlesen erkennen und vieles mehr. Als Team überzeugte dabei das Gespann von Kelvin Borter mit Beifahrerin Brigitte Borter. Sie übernahmen nach der Postenfahrt mit 550 Punkten die Führung der Zwischenrangliste.

schlussfahren nlTeam Anita Harri mit Noldi und Lars beim Posten 4 (Foto: F.Schlegel)
Nach einem feinen Zmittag – bei dem sich die Festwirtschaft ein weiteres Mal übertroffen hat – wurde zum  Hindernisparcours gestartet. 15 Hindernisse inklusive dem zweimaligen Überqueren der Holzbrücke mussten im Parcours fehlerfrei durchfahren werden. Am Schluss wurde sowohl für die Postenfahrt wie auch für den Hindernisparcours eine Rangliste nach Rangpunkten erstellt und aus beiden Klassementen wurde dann die Schlussrangliste erstellt.
Vielen Dank allen Helfern. Ohne sie wäre die Durchführung eines solchen Anlasses nicht möglich. Ausserdem ein grosser Dank an alle Sponsoren. Dank ihnen konnte sowohl jeder Fahrer wie auch alle Beifahrer einen schönen Naturalpreis zur gewonnenen Stallplakette mit nach Hause nehmen.  

Franziska Schlegel


Fahrturnier des Reit-und Fahrverein Bucheggberg in Lüsslingen

Der neue Verein führte am 3.-4. Oktober 2015 das traditionelle Fahrturnier mit 73 Gespannen durch.
Der Turnierplatz im Aarefeld hat sich wiederum bestens bewährt. Am Samstag wurden zwei Einsteiger-Prüfungen Hindernisfahren für Ein- und Zweispänner, die noch nie im ersten Rang waren, durchgeführt. Es folgte ein Hindernisfahren für Pony-Ein- und Zweispänner. Am Sonntag wurde zum Hindernisfahren für Ein- und dann für Zweispänner gestartet. Nach dem Mittagessen konnten zehn Tandems zur IBL Hindernisfahrprüfung starten. Diese benutzte der Tandem-Club Schweiz als Vereinsmeisterschaft. Viele staunten, wie jeweils das Vorpferd auf die Stimme des Kutschers hörte. Danach fand noch ein Derby statt; zuerst wiederum für Ein- und danach für Zweispänner. Auch hier wurde rassiger Pferdesport geboten. Leider mussten wir einen tragischen Unfall beklagen, der mit dem Tod eines Ponys endete. Wir hoffen, dass die Fahrerin gut über diesen Schicksalsschlag hinweg kommt und wünschen ihr alles Gute.

fahrturnier luesslingen nlElisabeth Frei (Foto: R.Heiniger)

Die Teilnehmer konnten eine Plakette und einen Preis entgegennehmen. Herzlichen Dank unseren Sponsoren und Helfern - speziell auch der Familie Walter Rufer fürs Grundstück. Wir hoffen, nächstes Jahr wieder so viele Teilnehmer und Zuschauer begrüssen dürfen.            

R.Heiniger

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 Der Kavallerie-Reitverein Interlaken rief zum Patrouillenritt

Mit riesigem Wetterglück fand der KRVI Patrouillenritt am 18. Oktober 2015 statt. An den meisten Orten goss es wie aus Kübeln, in Interlaken aber hielt das Wetter, bis alle Reiter und Pferde im Ziel und die meisten zu Hause waren.

80 Reiterpaare waren angemeldet, um die von den Postenteams ausgeheckten Aufgaben zu bewältigen. Zum Thema Sport wurde das ganze Register gezogen: Eishockey, Korbball, Fussball, Beach-Ball, Dreikampf und sogar Sportfischen. Natürlich alles zu Pferde und alles originell und liebevoll zusammengestellt. Der Posten zum Thema Pferdesport regte dazu an, sich auch mal mit den anderen Sparten der Reiterei zu befassen, als grad mit dem, was man selber macht. Beim Bobby-Car-Rennen mussten sich nicht nur die Pferde ins Zeug legen und beim Schlittenziehen war die Taktik eventuell besser, im richtigen Moment loszulassen.

patr interlaken nlSonia Anderegg und Hansi Ogi mit Karino und Mio beim Dreikampf auf dem Weg zum „Wasser“ (Foto: C.Blatter)
Zur Rangverkündigung im Tell-Spiel-Areal wurden jedenfalls meistens zufriedene Gesichter gesehen und zwar nicht nur wegen der selbstgemachten Speisen und der proppenvollen Festwirtschaft. Mit ganzen 53 Punkten Abstand durften Eveline und Stefan Baumann aus Schwarzenburg den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Auf dem zweiten Rang fanden sich Pascale Raemy aus Eggiwil und Sonja Neuenschwander aus Thun. Dritte wurden Fiona Stark und Sarah Matti aus Saanen.
Viele winkten sich zum Abschied fröhlich zu und versicherten, nächstes Jahr wieder zu kommen, was natürlich auch für das OK und die vielen Helfer ein Aufsteller ist.

Christine Blatter


Die wetterfesten Reiter in Sursee

Kein noch so mieses Wetter kann Reiter vom Reiten abhalten, und auch nicht von viel Fröhlichkeit und kameradschaftlichem Wettkampf. Das hat sich am  Patrouillenritt am Sonntag, 18. Oktober 2015  in Sursee wieder einmal bestätigt.
38 Paare starteten bei anhaltendem Regen und kühlen Temperaturen auf die 19 Kilometer lange Strecke und lösten an sieben Posten schwierige und auch weniger schwierige Aufgaben. Die immer wieder unterhaltsame Schätzfrage, diesmal mit der Frage „wie viele Reitpferde Napoleon auf seinem Feldzug nach Russland im Jahre 1812 mitgenommen habe“ – es waren nach zuverlässiger Quelle 43›000 – wurde unterschiedlich beantwortet. Es gab Schätzungen zwischen 35 und 250›000. Gesund und fröhlich versammelte man sich dann am Abend zu Rangverkündigung und Preisverleihung und nahm dankend die vielen tollen Preise entgegen, welche eine Reihe von Sponsoren gestiftet haben. Gewonnen hat das Team mit Anita Berger aus Hünenberg und Sindy Kuske vom Wilihof  mit 145 Punkten.

patr sursee nl
Allen Firmen, welche Preise gestiftet haben, gilt ein grosses Dankeschön, ebenso den Bauern der Gegend, welche den Weg durch ihr Gebiet freigaben und auch mithalfen, das Ereignis für alle Teilnehmer angenehm und erfolgreich zu gestalten. Das OK dankt auch allen Helfern, welche ihre Zeit hergaben, um die Teilnehmer zu betreuen. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Peter Kunzmann


Das Mittelalter als Thema des 23. Patrouillenritts des RV Seftigen

Bei wunderschönem Herbstwetter durften am 25. Oktober 2015 exakt 100 Patrouillen das Reitgebiet um Kirchdorf – Gürbetal erkunden und sich den Aufgaben des Mittelalters stellen.
In ritterlicher Manier galt es bereits am ersten Posten das Burgfräulein zu retten; fast allen Patrouillen gelang es, den Schlüssel zur Liebsten über die Brücke am Torwächter vorbei zu schmuggeln und ihre Herzdame aus der Burg zu befreien. Wer ein geachteter Ritter sein wollte, musste am nächsten Posten einen Drachen mit Pfeil und Bogen erlegen. Hier zeigte sich, wer früher „Indianerlis“ gespielt hat und wer nicht… Danach ging‘s zu einem düsteren Kapitel des Mittelalters, nämlich der Hexenverbrennung. Nicht alle Pferde waren der (fast echt aussehenden) Hexe wohl gesonnen, die die Reiter auf den Scheiterhaufen trugen und mit herbeigebrachten „Flämmli“ anzündeten. Und womit vertreiben sich die Ritter die Festtage? Richtig, sie üben sich im Turnierreiten. Beim „Lanzenstechen“ war Geschicklichkeit gefragt. Wer im Mittelalter ums Überleben zu kämpfen hatte, sah sich oft gezwungen, in den Wäldern zu wildern. Am nächsten Posten übten sich die Patrouillen im Anschleichen durch einen Kegelparcours, im Steinschleuderschiessen auf Plüschtierli und im Reiten durch ein Bachbett, vorbei an „Wildhütern“. Aber Achtung, wer nicht vorsichtig genug war und einen Wildhüter zum Fallen brachte, kassierte hier Strafpunkte. Zum Abschluss eines mittelalterlichen Tages gehört das Saufgelage. Dazu muss zuerst einmal der Wein aus dem Fass geschöpft und in die Gläser eingeschenkt werden, was nebst ruhiger Pferde auch einer ruhigen Hand bedurfte. Am Frageposten schliesslich zeigte sich, welche Patrouille sich im Wissensthema „Mittelalter“ auskannte und welche eher nicht.

P3 Hexenverbrennung nlDie Hexenverbrennung war einer der Mittelalter-Posten (Foto: C.Stucki)
An der abendlichen Preisverteilung konnte sich die Patrouille Eveline und Stefan Baumann aus Schwarzenburg zum Ritter schlagen lassen. Sie hatten die meisten Punkte geholt vor Miriam Gobeli und Thomas Dietrich aus Zollbrück. Auf dem ausgezeichneten dritten Schlussrang konnten sich die Burgfräuleins Franziska Stähli und Catherine Schär platzieren.  
Der RV Seftigen dankt den treuen und zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Patrouillenritts sowie unseren vielen Helferinnen und Helfern, die mit Herzblut und ritterlichem Können die einzelnen Posten kreiert haben.  

Sabine von Steiger


Bronze für Kernser Vierkämpferinnen an den Schweizermeisterschaften

An den Schweizermeisterschaften der Junioren-Vierkämpfer errangen die Kernser Vierkämpferinnen sowohl in der Mannschaftswertung als auch im Einzelklassement die Bronzemedaille. In der Team-Wertung war die Mannschaft Kerns Pegasus mit Lea Fischbacher, Anna Indergand, Luisa Odermatt und Jana Rohrer für den Podestplatz verantwortlich. In der Einzelwertung holte sich Luisa Odermatt die Bronze-Medaille.

Luisa Odermatt rückte mit jeder Disziplin in der Rangliste weiter nach vorne. Nach dem 50-m-Freistilschwimmen noch auf dem 14. Platz liegend, brachte sie den drei Kilometer langen Geländelauf als Zweitschnellste hinter sich. Die zwei fünften Plätze in der Dressur und im abschliessenden Springen über zehn Hindernisse brachten Luisa Odermatt am Ende auf den ausgezeichneten dritten Schlussrang.
Die Mannschaft Kerns Pegasus steigerte sich ähnlich von Disziplin zu Disziplin. Nach dem Dressurprogramm lagen die vier Kernserinnen noch mit rund 150 Punkten Rückstand auf dem undankbaren vierten Platz. Nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung im abschliessenden Springen konnte Kerns Pegasus die Bronze-Medaille entgegennehmen und die Nationalhymne auf dem Podest geniessen. Für Lea, Anna und Luisa war dies ein erfolgreicher Abschluss ihrer Karriere im Juniorenvierkampf, starten sie doch im kommenden Jahr altersbedingt bei den
Aktiven.

vierkampf sm nlKerns Pegasus auf dem Weg zur Siegerehrung (v.l.n.r.): Lea Fischbacher, Luisa Odermatt, Anna Indergand, Jana Rohrer (nicht auf dem Bild ist die Mannschaftsführerin Silvia Kuri) Foto: U.Indergand
Die zweite Kernser Mannschaft Kerns Taurus / Zug mixed mit Andrea Ettlin, Alana Flück, Sarina Reinhard und Aline Stadelmann kämpfte nicht ganz so erfolgreich. Sie erreichten neben einzelnen guten Disziplinenrangierungen in der Mannschaftswertung insgesamt den achten Rang.
Sowohl in der Mannschafts- als auch in den Einzelwertungen stellte der Reitverein Kerns damit auch dieses Jahr wiederum die erfolgreichsten Teilnehmerinnen des Zentralschweizerischen Kavallerie- und Pferdesportverbandes.

Urs Indergand


Vereinsmeisterschaft Dagmersellen

Der KRV-Oberwiggertal kürte am 4. Oktober die Vereinsmeister 2015 in den Sparten Gymkhana, Dressur und Springen.

Pünktlich auf die erste Parcoursbesichtigung schloss Petrus die Regenschleusen und wir konnten bei herrlichem Herbstwetter und guter Zuschauerzahl unsere diesjährige Vereinsmeisterschaft in der Reitarena Dagmersellen durchführen.
Gleich am Morgen wurde in der Sparte Gymkhana um möglichst viele Punkte in möglichst kurzer Zeit gekämpft. Es gelang Martina Steiner mit ihrer flinken Depesche den Titel zu verteidigen.
In der Dressur konnte Andrin Graber auf Kaya brillieren und sicherte sich den Sieg.

VM dagmersellen nlSiegerehrung Vereinsmeisterschaft Springen: Andy Egli/Milena, Martina Steiner/Depesche, Nicole Gut/Vienna
Im Springen fand zuerst eine Einlaufprüfung in drei verschiedenen Höhen statt. Nicole Gut gewann diese Prüfung mit ihrer schnellen Vienna.
Gleich anschliessend fand die Vereinsmeisterschaft Springen statt. Es starteten nun alle Paare erneut und wiederum auf den verschiedenen Stufen. Alle Nullfehlerpaare durften dann zum einmaligen Stechen antreten. Der Routinier Andy Egli legte mit seiner erst vierjährigen Milena ein gutes Resultat vor. Bis zum Schluss konnte ihm die Führung niemand mehr abnehmen. Andy Egli gewinnt also mit Milena, vor Martina Steiner mit Depesche und Nicole Gut mit Vienna, die Vereinsmeisterschaft im Springen.
Die kombinierte Wertung gewann Martina Steiner auf Depesche, vor Andrin Graber mit Kaya und Christine Dietiker mit Joli. Wir gratulieren unseren Vereinsmeistern ganz herzlich! www.krv-oberwiggertal.ch

Nicole Gut


Snoopy ist der Grösste

Lena Ryf ist ein 8-jähriges Mädchen. Seit vier Jahren darf sie reiten. Ihre Eltern haben einen Bauernhof und Pferdepensionsbetrieb, haben zwei eigene Freiberger und den Shettlandpony-Wallach Snoopy. Lena hat auf dem kleinen Pony die ersten Reitversuche gemacht. Seit letzter Weihnacht ist ihr grösster Wunsch in Erfüllung gegangen, Snoopy gehört ganz ihr.
Lena hat die Reiterei von der Pike auf gelernt. Ohne Druck, ohne Muss. Der Ehrgeiz ist bei Lena von ganz von alleine gekommen. Durch die verschiedenen Pensionäre bei ihnen im Stall hat sie Einblick in die Westernreiterei genauso wie in die klassische Dressur, auch auf der Kutsche ist sie anzutreffen. Alles was man unter ambitioniertem Freizeitpferdesport so versteht, wird im Stall Ryf gelebt. Hier ist man offen für alle Reitdisziplinen, für alle Ideen und Vorschläge wenn sie denn dem Partner Pferd dienen können. Zwangsmassnahmen gibt es in diesem Stall keine, dreinschlagen ist ein absolutes No Go. Konsequent sein ja, aber immer sehr fair. Darauf achten ausnahmslos alle. Diese Umgebung ist nicht zuletzt Vorbild auch für Lena. Sie hat gelernt feine Hilfen zu geben, geduldig zu sein wenn etwas nicht geht, zu loben, lieb zu sein. Auch mal den Fehler bei sich zu suchen.

Lena mit Snoopy2 nlNadja Ryf und Rosco (links) und Lena mit Snoopy (Foto: N.Seiler)
Nun ist Lena Mitte September mit ihrer Mutter das erste Mal an einem Patrouillenritt gestartet. Die vier waren fast vier Stunden unterwegs. Snoopy ist immerhin schon 20 Jahre alt, aber dank Lena sehr gut im Schuss. So gut, dass er am Schluss des Rittes noch über den Springplatz galoppieren konnte, vor versammelter Menge. Fein dirigiert von Lena, lachend, unbeschwert, Freude pur. Auch nach vier Stunden hatte sie den Spass am Ganzen nicht verloren und strahlte beim Satz: „ Mein Snoopy ist der Grösste, er hat alles super mitgemacht!“
Die grösste Freude hat ihr am Schluss übrigens nicht der 18. Platz gemacht, sondern dass jemand vom organisierenden Reitverein Buchsi am Montag bei Familie Ryf angerufen hatte und sich nach dem Mädchen mit dem kleinen Pony erkundigt hatte. Sie wäre so schön geritten, so fein und so lieb mit ihrem Pony umgegangen. Im Reitverein hätte man noch lange über das kleine Paar geredet. Der Anruf dauerte nur ein paar Minuten, hatte aber seine Wirkung beileibe nicht verfehlt. Ich kann ihnen sagen, Lena war so stolz! Auf sie hat man geschaut, sie hat man gesehen mit ihrem kleinen Pony und sie hat man gelobt. Es hatten sie Leute, die sie nicht mal kennen, für ihren wunderbaren Umgang mit Snoopy gelobt. Sie, ausgerechnet sie, war durch ihren wunderbaren, herrlich unbeschwerten und sehr lieben Umgang mit ihrem Pony aufgefallen. Ein vollkommenerer Moment hätte es für Lena kaum geben können. Es war nur eine Geste, ein Telefon, nur einige Minuten. Dieser Anruf hat sie so unglaublich glücklich, so wahnsinnig stolz gemacht. Die Dame hat Lena weiter beflügelt, ihren Weg mit dem Partner Pferd genau so weiter zu gehen. Ihr Ansporn gegeben, genau so weiter zu machen. Danke dafür!
Solche kleinen Geschichten machen vielleicht den Unterschied. Auf Missstände soll man unbedingt hinweisen, aber man soll nie auch die vielleicht kleinen, aber sehr guten Beispiele vergessen. Und auch darüber sollten wir reden.
Wie schön ist es doch, wenn wir Paare sehen, die harmonisch, fair, als vollwertige Partner auftreten. Wenn wir Pferd und Reiter als Team erleben, zusammengeschweisst, vertrauensvoll, fast wie Eins. Es gibt viele solcher Geschichten, da bin ich ganz sicher. Schauen wir, dass auch diese in die Schlagzeilen kommen, zeigen wir, dass unser Sport einer der schönsten auf der ganzen Welt ist.

Nicole Seiler


Juniorenmeister 2015: talentierter Reiternachwuchs der Familie Berner

Der Reitverein Amt Erlach führte sein traditionelles Schluss-Springen zum dritten Mal auf der Anlage von Famile Tribolet in Tschugg durch. Merlin Berner sichert sich mit dem Sieg in der Vereinsmeisterschaft den Juniorentitel 2015.

Die hausgemachte Rösti, lockte zahlreiche Pferdesportbegeisterte nach Tschugg. Bei strahlendem Herbstwetter liessen die „Rösseler“ die Saison 2015 ausklingen.
In der Einlaufprüfung setzte sich Jasmina Nemet aus Kerzers mit „R’Icola du Vanel“ an die Spitze.
Die Vereinsmeisterschaft wurde nach dem traditionellen Modus (zwei Umgängen und einem Stechen) durchgeführt. Nach zwei fehlerlosen Umgängen, standen fünf Paare im Stechen. Die Vereinsmeisterschaft wurde vom RAE Nachwuchs dominiert; waren doch vier der fünf Teilnehmer des Stechens Junioren. Spannend machte es die Familie Berner aus Müntschemier.

VM amt erlach nlFoto: Merlin Berner, Juniorenmeister 2015 (Foto: A.Jampe-Hofer)
In souveräner Manier sicherte sich Merlin Berner auf „Rhabsody B“ den Sieg in der Vereinsmeisterschaft erneut, durfte er sich im Jahr 2013 schon einmal feiern lassen. Seine jüngeren Schwester Tabea Berner nahm diesmal den Juniorentitel mit nach Hause.
Mit dem vierten Rang in der Vereinsmeisterschaft ging der Meistertitel der Grossen (über 18-jährigen TeilnehmerInnen) an Werndli Jana auf „Cartella“.

Anne Jampe-Hofer


Vielseitiges Ponyfestival bei der 1. SVPK-Schweizermeisterschaft in Oftringen

Der sportliche Saisonhöhepunkt des Schweizerischen Verbands für Ponys und Kleinpferde zog in Oftringen Aktive und viel Publikum in seinen Bann – und dies unter neuer Bezeichnung: Die 1. SVPK-Schweizermeisterschaft löste das traditionelle Cup-Finale ab.

Gehorsamsdressur, Bodenarbeit und Gymkhana - die kleinen Vierbeiner zeigten, was sie sportlich drauf haben. Im Dressurviereck gab es elegante Darbietungen zu sehen. Das Gymkhana erwies sich als kniffliger Geschicklichkeits- und Mut-Parcours. Und in der Bodenarbeitsprüfung führten die Ponys vielfältige Aufgaben an der Hand aus: Alle Disziplinen wurden in drei Alterskategorien durchgeführt: Kinder bis 12 Jahre (Stufe 1), Jugendliche von 13 bis 16 Jahren (Stufe 1 Plus) und Erwachsene, älter als 17 Jahre (Stufe 2).
Beim von der SVPK-Sektion Mazedonische Pferde organisierten Championat gaben diejenigen ihr Bestes, welche während des Jahres auf den verschiedenen Qualifikationsplätzen in den vordersten 30 Prozent der Ranglisten Platzierten waren. Insgesamt 152 Starts in zehn Prüfungen umfasste das Programm, das den ganzen Sonntag in den beiden Reithallen über die Bühne ging. Man schätzte die gute Infrastruktur des KRV Zofingen, die bei dem hartnäckigen Dauerregen ein schützendes Dach über dem Kopf bot.
Mit der Umbenennung von Cup-Final in Schweizermeisterschaft möchte der SVPK seinen wichtigsten Sportanlass aufwerten. Im Zuge deren zeigte sich der Verband innovativ. So wurde der Harmoniepreis eingeführt – für Reiter und Führpersonen, die besonders fein mit ihrem Pony zusammenarbeiteten. Gleich zweimal durfte sich Maya Siebenmann über diese Auszeichnung freuen: Im Gymkhana erhielt die Reiterin aus Kilchberg ZH den Preis mit ihrer treuen Schimmelstute Top Rhapsodie und in der Gehorsamsdressur – als Siegerin der Stufe 2 – mit ihrem New Forest-Wallach Picardin’s Dumberlijn.

SM SVPK nlFamilienangelegenheit (v.l.): Vreni Glutz freute sich mit Tochter Tina (1. Rang in der BAP 2) und Sohn Serge (3. Rang in der BAP 2) über die Erfolge mit Leika v. Römerhof
Die erste Schweizermeisterschaft bot, nebst unzähligen Top-Leistungen von gut vorbereiteten Paaren, viele Höhepunkte. Etwa die erweiterte Prüfungspalette, mit einer Bodenarbeits-Konkurrenz für junge Ponys zwischen drei und sechs Jahren. Auch die Mittagsschau des Ponypower-Teams unter der Leitung von Corina Wild zog das Publikum in den Bann: Mit einer Freiheitsdressur-Vorführung und der beeindruckenden Quadrille, bei der in Formation 24 Shetlandponys am langen Zügel auftraten. Bei den Rangverkündigungen spiegelte sich das grosse Engagement des Veranstalters auf den Gabentischen: Es gab tolle Preise für alle Startenden.
Im Gymkhana-Parcours gab ein Hindernis auf Stufe 2 viel Gesprächsstoff. Der Engpass mit fünf hintereinander auf Brusthöhe angebrachten Schwimmnudeln blieb selbst für die meisten arrivierten Paare unüberwindbar. Die Frage stellte sich, wie gefährlich und wie ponygerecht es ist, ein Tier durch eine (simulierte) Abschrankung zu treiben. Auch der trübe Wassertümpel verursachte unschöne Bilder von überforderten Ponys. Vorjahressiegerin Gabi Neuner gelang es, ihren Erfolg zu wiederholen: Diesmal mit ihrem Isländer Wallach Bassi fra Laugavöllum.
Die Vorführungen in der mit 35 Paaren stark besetzten Bodenarbeitsprüfung der Stufe 2 wurden als Novum von zwei Richterinnen bewertet. Der Parcours hatte den Charakter einer geführten Dressurprüfung und umfasste acht im Detail anspruchsvolle Aufgaben. Am meisten Punkte (245) erhielten Tina Glutz mit Leika v. Römerhof und Franziska Huber mit Fallada von Svenstrup.

Ruth Müller

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ZKV Weekend: vielseitiger Saisonhöhepunkt

Während der Saison wurden fleissig Punkte gesammelt, um sich für die Finalprüfungen zu qualifizieren. Auf drei Dressurvierecken, im kleinen und grossen Paddock gaben die Reiter und Fahrer in total 20 Prüfungen ihr Bestes.

Eröffnet wurde der zweitägige Grossanlass durch die Präsidentencups. In der Halle bemühten sich die ReiterInnen im GA 06 möglichst hohe Noten einzuheimsen, während im grossen Paddock Sekunden entschieden im abwechslungsreichen Derbyparcours. Monika Willener vom RV Uettligen siegte mit Laudatio mit 65.45%. Martina Schärer/Poktane und Anouk-Aimée Bass/Flash Dance lagen dahinter nur einen Punkt auseinander. In der Stufe 1 des Präsidentencup-Springens nahm der ZKV Chef Rayon 2, Lukas Stalder, der Konkurrenz mit Giboulee von Longo über zehn Sekunden ab. In der Stufe 2 legte die Startnummer eins, Christian Jenni mit Chopin v. Brunnen, einen rasanten Ritt vor, den niemand zu toppen vermochte.

Nachwuchsstars
Während die Jungen Pferde ihren Final in der Halle im JP 04 austrugen, traten die Youngster im GA 10 an. Bei den vier- und fünfjährigen Pferden überzeugte Fürstengold KWG unter Christa Bächer mit 68.63% am meisten. Rébecca Lüthi erreichte mit Weltpunkt 66.57%, Esther Andres mit Magic Mushroom 66.47%. Sunshine glänzte bei den sechs- und siebenjährigen unter Verena Somazzi mit 68.29%. Bilbao Hill erhielt unter Nicole Blaser 66.40% für seine Vorstellung, Skip erreichte unter Ulla Feldmann 64.14%.

Deutliche Siege
Der R ZKV Final wurde im L 14 entschieden. Laura Grunder und GB Ratzeputz dominierten das Finale mit 71.37%. Während Fritz Liechti und Liola 69.31% erhielten, wurden Annina Lüthi und Odin mit 69.12% bewertet. Im R SM Finale traten die besten sechs Paare aus dem L 18 zum Stechprogramm M 22 an. Franz Häfliger und Simeon war das einzige Paar, das die 70%-Marke deutlich überschritt. Mit einem Total von 72.85% aus beiden Programmen siegte das Paar souverän vor Fränzi Nyffenegger mit Comar (66.97%) und Catherine Jacot/GB Santiago (66.71%).

RSM nlRSM-Final v.l.n.r.: Fränzi Nyffenegger, Franz Häfliger, Catherine Jacot

M-Kür zu Musik
Am Samstag wurde auf dem Allwetterplatz der RB-Final im GA 06 ausgetragen. Karin Michel überzeugte mit For Contessa die drei Richterinnen und verwies Miriam Weber auf Alvaredo und Anna-Paula Burger mit Arts Doree und Jasmine Stettler Corazon SPM, die ex aequo auf dem Bronzerang landeten, auf die Ehrenplätze. In der Quadrillenprüfung knackte der KRV Lyssbachtal mit Tamara Blunier/San Remo MBTK, Corina Wiedmer/Don Boy, Eveline Gottier/Vasall MB TK und Jeannine Küffer/Unesca MB TK unter der Leitung von Chantal Prétat als einziger die 70 Prozent-Marke.

IMG 6694 nlKarin MIchel / For Contessa (Dressur Kat. RB)

Ein Highlight kam am Samstagnachmittag in der Reithalle mit dem Finale der M-Kür zur Austragung. „Es wurden interessante Programme gezeigt, alle waren auf gutem Niveau. Leider waren nur sechs Paare am Start. Die berittene Preisverteilung zum Schluss wurde von den Reiterinnen und den Zuschauern sehr geschätzt“, resümierte die ZKV Chefin Dressur Marlies Kohler-Frey. Catherine Jacot und GB Santiago siegten mit 67.333% vor Anita Cattin auf Montana (66.958%) und Priska Kurth (65.875%) mit Firenze.

IMG 7911 nlM-Kür-Final, v.l.n.r. Hans Bienz, Priska Kurth, Marlies Kohler-Frey, Catherine Jacot, Anita Cattin, Erika Holzreuter

Future-Final
Der Future-Cup-Final wird jeweils in zwei Teilprüfungen ausgetragen. Nach einer Stilprüfung Wertung A ZM folgt ein zweiter Parcours nach Wertung A ZM. Für die Schlussrangliste werden die Rangpunkte der beiden Prüfungen addiert. Elisa Canino und ACK Solo Uno bekamen in der ersten Teilprüfung die höchste Bewertung. Mit dem zweiten Rang in der zweiten Prüfung durfte sie sich über den Gesamtsieg freuen. Michelle Stauffer und Amerzio entschieden die Zweitprüfung für sich und rangierten mit ebenfalls total drei Rangpunkten auf dem zweiten Schlussrang. Neira Heim und Cisko wurden Dritte. Im Derby am Nachmittag ging es rasant zu und her. Es entschieden Hundertstel beim über zwei Minuten langen Parcours über den Sieg. Stéphane Montavon und Imperium nahmen Manuela Jaquemet und Candy Star acht Hundertstel ab.

388F0241 nlElisa Canino / ACK Solo Uno (Future-Final)

Einige Klippen im Gymkhana-Parcours
Die Freizeitreiter massen sich im kleinen Paddock. Marion Wimmer baute zum ersten Mal einen Finalparcours. „Es war ein vielseitiger Parcours, der die Finalqualifizierten überall forderte“, erläuterte die ZKV Chefin Freizeitreiten Karin Rohrer, die selbst am Final teilnahm. In der Pony Stufe 1 gewann Joeana Mumprecht mit Miracle Gold. Das 22-jährige Pony holte zusätzlich unter Melanie Kunz Bronze. Silber ging an Tobias Strebel auf Mylord.

388F9899 nlJoeana Mumprecht / Miracle (Gymkhana Pony Stufe 1)

In der Pony Stufe 2 schafften zwei Teilnehmerinnen die Maximalpunktzahl. Nicole Bruhin benötigte mit Ballerina fürs Lösen sämtlicher Aufgaben eine halbe Minute weniger lang als Fabienne Schulthess mit Trixi. Nadia Beyeler durfte sich mit der 28-jährigen Shiva über Bronze freuen. „Es fiel auf, dass die Jugendlichen nicht nervös waren, die Erwachsenen hingegen schon. Viele, die während der Saison erfolgreich unterwegs sind, lieferten heute nicht das ab, was sie an den Qualifikationsprüfungen abliefern“, kommentierte Rohrer die gezeigten Ritte. Zoé Bigler entschied mit 100 Punkten auf Ruanda die Pferd Stufe 1 für sich. Noemi Bättig/Yasirah al Arabiyy und Melanie Kunz/Diabolo Surprise durften bei der Siegerehrung ebenfalls aufs Treppchen steigen. Christine Egger-Beyeler und ihre Lyssara S lösten die Aufgaben der Pferd Stufe 2 am erfolgreichsten. Mirjam Marti und Nevada realisierten ebenfalls ein Punktemaximum, benötigten aber mehr Zeit. Michaela Hirschi und Navaro wurden Dritte.

IMG 7934 nlGymkhana Pferd Stufe 2 v.l.n.r. Mirjam Marti, Christine Egger-Beyeler, Michaela Hirschi

Fahrer waren gefordert
Die Fahrer trugen ihren Trophy-Final in den Kategorien Pony und Pferd am Sonntag aus. „Insgesamt 16 Gespanne stellten sich dem anspruchsvollen Parcours, der einiges von den Fahrern abverlangte. Es waren durchwegs harmonische und mitunter rasante Fahrten zu sehen, wobei kein Fahrer fehlerfrei bleiben konnte. Man sah jedoch, dass alle mit viel Begeisterung dabei waren“, resümierte die Chefin Fahren Daniela Häuptle. Elisabeth Frei absolvierte den Parcours am erfolgreichsten. Daniela Thomi gewann Silber, Christian Werfeli Bronze. In der Kategorie Pferd durfte Conny Erni die Goldmedaille abholen. Neben ihr auf dem Podest standen Alfred Felder und Alexandra Sidler.

ZKV Trophy 2015 067 nlConny Erni / Leonardo

ZKV Trophy 2015 144 nlFahren Kat. Ponys v.l.n.r. Daniela Thomi, Elisabeth Frei, Christian Werfeli

Green Jump
Zum Green Jump Finale traten 23 Paare an. „Es wurde schön geritten im flüssig zu reitenden Parcours. Die Klassierten lagen für die Länge des Parcours alle nah an der Idealzeit,  es wurde also genau geritten. Auch die relativ vielen Zuschauer freuten mich“, war die Chefin Concours Complet Eva Weber erfreut über den Ablauf. Jessica Rast lag mit Skysurfer, der bereits auf der Altersweide war und nun wieder aufgebaut wurde, nur zwei Sekunden neben der Idealzeit. Sie entschied diesen Final für sich vor Natalie Friederich mit First Lady und Christine Egger-Beyeler mit Mooshof Lynn.

Zu dritt zum Erfolg
Für viele Vereine ist die Kombinierte Vereinsprüfung ein weiterer Höhepunkt am traditionellen ZKV-Weekend. Zu dritt als Team absolvieren sie das GA 02 bevor sie im Paddock die schnellstmöglichen Linien wählen. Gewertet wird nach Rangpunkten. Der KRV Langenthal mit Dominique Stöckli, Madeleine Schneeberger und Esther Andres belegte nach der Dressur die Pole Position. Im Springen blieb lediglich eine Equipe makellos. Der KRV Langenthal musste einen Abwurf notieren lassen, was den dritten Rang im Springen und somit den Gesamtsieg bedeutete. Auf Rang zwei landete der KRV Münchenbuchsee. Die Mitglieder des RV Kanderstegs realisierten allesamt eine Blankorunde und holten den dritten Schlussrang.      

T.Acklin

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Oktober 2015

übersicht

EDITORIAL

 ZKV-Weekend 2015

VERBAND  Luegschiessen
DRESSUR  CD Gstaad
FREIZEITREITEN

 Gymkhana Rothenburg
 Gymkhana / Geländeritt RV Alchenstorf
 SVPK Sporttage Bern
 Vereinsmeisterschaft Zofingen
 Haflingertage Zauggenried

HINTERGRUND

 Interview: Vom ZKV-Future an die EM

 

Das ZKV-Weekend im Jubiläumsjahr

Am Wochenende vom 10. und 11. Oktober 2015 findet das traditionelle ZKV Weekend im Nationalen Pferdezentrum (NPZ) in Bern statt.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des ZKV galt es zu feiern: 150 Jahre ZKV.
Nicht einfach eine Feier für einen auserwählten Teilnehmerkreis, sondern ein ZKV-Fest für alle sollte es werden. Vor gut zwei Jahren haben wir die ersten Ideen entwickelt, diese dann laufend verfeinert und letztendlich in einem Drehbuch niedergeschrieben. Hunderte von Details gab es zu beachten, zu planen und in Konzepten umzusetzen. Eine riesige Nummer, die wir dank super Unterstützung stemmen konnten. Doch wie viele Besucher werden wohl kommen, macht das Wetter mit, können wir den Verkehr bewältigen, läuft alles nach Plan?
Und dann der 20. Juni! Nach anfänglich durchzogenen Wetterprognosen entschied sich Petrus noch dafür, uns mit strahlendem Sonnenschein beizustehen. Die Besucher kamen in Strömen auf die zwei Festgelände sei es im NPZ oder im Sand.
Was für ein Bild mit allen Pferden im Paddock! Was für ein unvergesslicher Moment, auf den alle gespannt gewartet haben. Ich habe schon vieles erlebt, aber jetzt gingen auch bei mir die Emotionen hoch. Ich glaube mit Recht sagen zu dürfen, so erging es vielen der Gäste aus nah und fern.
Die hohe Besucherzahl an den Standorten NPZ und Sand sind eindrückliche Beweise dafür, dass der ZKV sehr grosses Vertrauen geniesst. Eine Anerkennung , die wir uns in den vergangenen Jahren hart erarbeitet haben. Dazu müssen wir Sorge tragen, indem wir noch besser auf unsere Vereine wie Verbände eingehen.
Die gute Berichterstattung in den Medien sowie die unzähligen positiven Rückmeldungen und Dankesschreiben haben mich unheimlich gefreut und lässt die Siebengescheiten und Schriftgelehrten in der Niebelung versinken.
Dieser Dank möchte ich allen Beteiligten weitergeben, Herzlichen Dank!

Zurückblickend darf ich mit grosser Freude festhalten: Spannendes Rahmenprogramm, Spektakel und Folklore, super Stimmung, Wetterglück und eine gute Organisation, einfach fantastisch! Typisch ZKV.
Und genau das, am Ende einer langen Saison zum Höhepunkt einladenden ZKV-Finale soll ein Spektakel mit super Stimmung und Wetterglück, im Hundertfünfzigsten Verbandsjahr über die Bühne gehen.
Ich bin überzeugt, dass wir einmal mehr einen grossartigen Anlass auf die Beine stellen können. All das bedingt aber, dass ihr treu zu uns haltet und uns mit eurer Teilnahme und eurem Besuch beehrt.
Zum Schluss bedanke ich mich jetzt schon bei dem KRV Bolligen, dem OK sowie den unzähligen Helfern  für die geleistete Arbeit, die zu Gunsten dieses einmaligen Anlasses schon getätigt wurde oder noch getätigt wird.

Vize-Präsident ZKV und CO-Präsident ZKV Weekend Bruno Invernizzi

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81. Luegschiessen

Bereits um 05.30 Uhr haben am 29. August 2015 einige Luegschiessen-Kommissionsmitglieder ihre Arbeiten für das diesjährige traditionelle Schiessen aufgenommen. So konnte pünktlich um 07.30 Uhr das erste Feuer durchgeführt werden. Dank den disziplinierten Schützen konnten die Funktionäre einen reibungslosen Ablauf des Schiessens gewähren. 620 Schützen trafen sich bei strahlend blauem Himmel auf der Lueg zum 81. Luegschiessen. Die Ehrendamen begrüssten alle neuankommenden Schützen mit einem charmanten Lächeln, bevor sie im Munitionszelt ihre Anmeldeformalitäten erledigten. Nach dem Schiessen wurde im Festzelt diskutiert und gejasst. Der Hunger wurde mit der Berner Platte gestillt und manch einer versüsste sich den herrlichen sonnigen Tag mit einer Merängge o Niddel. Die musikalische Unterhaltung übernahm einmal mehr die MG Rinderbach. Mit ihren schwungvollen Klängen haben sie nicht nur die Schützen, sondern auch die Ehrengäste André Blattmann (KKdt, Bern), Festredner Divisionär Melchior Stoller, Max Dällenbach, Nationalrat Max Binder, Nationalrätin Nadja Pieren und weitere bestens im gemütlichen Teil des Anlasses unterhalten. Bei der Rangverlesung beim Lueg-Denkmal konnte das erste Mal der Dragoner-Wanderpreis übergeben werden. Dieser wurde von Rufer Jörg, Schalunen angeregt und gestiftet. Mit grosser Freude konnte Obmann Angelo Piffaretti die Sieger verkünden.

luegschiessen nlDas Lueg-Rössli ging an Markus Bieri (Foto: C.Keller)

Schützenmeister auf der Lueg und Gewinner des Wanderpreises „Lueg-Rössli“ wurde mit 193 Punkten Markus Bieri (Jg 1974) vom RV Buchholterberg-Schwarzenegg, gefolgt mit 191 Punkten von Werner Kunz (Jg 1944), RV Aaretal und Christoph Moser (Jg 1971) von Konolfingen II mit 189 Punkten. Der Reitverein Uettligen gewann die Gruppenwertung mit 1779 Punkten und darf die Standarte mit nach Hause nehmen. Der Dragoner-Preis erkämpfte sich Hans Tschirren mit 187 Punkten vom RV Längenberg, gefolgt von Andreas Bigler (186 Punkte, Muri-Worb), Glauser Walter (185 Punkte, RV untere Emme). Ältester Schütze war Walter Weiss (Jg 1927). Ein unvergesslicher Tag endete wie immer mit dem Verteilen der Schiess-Scheiben. Die Kommission Luegschiessen freut sich mit allen Schützen auf den 27. August 2016 zum 82. Luegschiessen.

Claudia Keller

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Klein aber fein: Dressurprüfungen des RFV Gstaad Saanenland

Der zweite Dressuranlass in Gstaad durfte sich sehen lassen. Bei wunderbarem Wetter und entspannendem Ambiente zeigten sich Reiterpaare in GA-, L- und M-Programmen. Die Stimmung war sehr zufrieden, die Helfer gaben alles.

Am Samstag wurden GA- und L-Programme geritten, die zum ZKV-Dressurchampionat zählen.
Das GA 03 gewann Ramona Bernegger mit Asti Spumante vor Nina Hofstetter auf Cerruti und Jasmine Stettler auf Corazon SPM. Im GA 05 siegte Jasmine Stettler vor Isabella Livanos aus Gstaad auf Zidane.
In den L-Prüfung dominierte Theodora Livanos aus Gstaad mit Cognac. Mit zwei harmonischen Vorstellungen gelang ihr ein Doppelsieg. Die Punktunterschiede zu der jeweils Zweitplatzierten Meilin Ngovan auf Don Paulo waren knapp. Auch Meilin demonstrierte Dressursport vom Feinsten. Laura Grunder mit GB Ratzeputz durfte sich an einem dritten und einem vierten Platz erfreuen. Es ist sicher, dass diese Jungen Reiterinnen die Dressurszene auch in Zukunft erobern werden.

Mit Morgentau, Sonne und frischem Kaffee wurden am Sonntag die hochmotovierten Richter und M-Reiter begrüsst. Sie bestritten ein M22 und M24. Aus diesen beiden Programmen wurde das beste Reiterpaar erkoren.
Gewinnerin des M22 war Mélanie Perrenoud auf Arthur vor Manfred Durnig. Das M24 entschied Birgit Wientzek Pläge mit Hot Secret für sich, vor der Zweitplatzierten Deborah Sonntag aus Gstaad auf Laudatio. Birgit Wientzek Pläge mit Hot Secret und Manfred Durnig auf Amigo teilten sich mit gleichen Rangpunkten den Titel „Bester Reiter Gstaad 2015“.
Birgit Wientzek Pläge durfte den Sonderpreis des Palace Hotel Gstaad entgegennehmen. Der grosszügige Preis beinhaltet Übernachtung für zwei Personen mit Halbpension und SPA-Nutzung. Ein ebenbürtiger Preis wurde vom Grand Hotel Park in Gstaad überreicht, den Manfred Durnig erhielt.

cd gstaad nl«Beste Reiter 2015» Manfred Durnig und Birgit Wientzck Pläge (Foto: Green & Gold, Kathrin Schädlich)

Dressur in Gstaad bedeutet nicht nur eine ruhige Atmosphäre, eine moderne und gepflegte Reitanlage, sondern Sponsoren, die den Breitensport in dieser Form möglich machen. So konnten zusätzlich in jeder Kategorie Sonderpreise im Sinne von Übernachtungen mit Frühstück oder Halbpension für zwei Personen zum Teil mit SPA-Benutzung offeriert werden. In den GA-Prüfungen überreichten diese das Sporthotel Victoria Gstaad und Hotel Alpine Lodge Saanen. In den L-Prüfungen zeigte sich das Hotel Spitzhorn Saanen und das grandiose The Hotel Alpina Gstaad grosszügig. Das Golfhotel Les Hauts de Gstaad überreichte in der M-Prüfung den Sonderpreis.
Teilnehmer von 2014 haben Ihre Gutscheine schon mit Genuss eingelöst.

Der Reit- und Fahrverein Gstaad-Saanenland weiss um die Notwendigkeit von Zeltboxen - daran wird bereits mit Hochdruck gearbeitet, um das Interesse am Turnier auch in Zukunft zu erhalten. Das motivierte OK und die Technische Delegierte Liliane Vögeli schauen vertrauensvoll in die Zukunft.

Claudia Hauswirth
Sekretariat RFV Gstaad Saanenland

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Gymkhana, Green-Jump und Hunterprüfungen

Der Kavallerie- & Reitverein Rothenburg Emmen hat Ende August die traditionellen ZKV-Gymkhanas durchgeführt und kann auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Nebst dem beliebten Paargymkhana wurden ZKV Green-Jump und Hunterprüfungen neu im Programm involviert.
Die Gymkhanas der verschiedenen Kategorien konnten trotz hitziger Temperaturen erfolgreich stattfinden. „Wir freuten uns über die positiven Rückmeldungen zur Parcours-Dekoration und die ReiterInnen trafen bei den vielseitigen Aufgaben auf einige Herausforderungen“, war seitens Manuela Bosshard vom OK zu vernehmen. Auf dem grosszügigen Grasplatz lag auch mal ein zügiger Galopp drin und der ganze Parcours war flüssig zu durchreiten. Ein Stangengrill im Trab oder ein einhändiger Slalom waren zu absolvieren, aber auch eine Brücke sowie ein Flattervorhang. Eigentlich gab es nur Gewinner, da der üppige Gabentisch bis zum letzten Rang etwas bereit hielt und neu wurden Sonderpreise an den ersten Nichtklassierten oder ein Pechvogelpreis vergeben. Spannung pur bot das populäre Paargymkhana, welches viele Zuschauer anlockte und zum dritten Mal in Folge von Evelyne Naef und Manuela Bräuchi gewonnen wurde.

gymk rothenburg nl4. Rang für Anne-Marie Brunner mit Malicieux im ZKV-Gymkhana Stufe 2 (Foto: K.Rohrer)

Erweitertes Programm auf dem Hocken
Der Parcours in den Green Jumps führte über 15 Sprünge, davon naturähnliche wie Baumstamm, Birkenstämme oder Strohballen. Der abwechslungsreiche Parcours auf dem nicht ebenen Springplatz Hocken stellte einige Ansprüche, um möglichst nahe an der Idealzeit über die Ziellinie zu reiten. Manuela Bräuchi, Felix Heller und Tamara Zelger machten in beiden Umgängen die ersten drei Ränge unter sich aus. In der Hunterprüfung wurden die Reiterpaare durch die Stilrichter Fränzi Scheuber und Markus Christen für Sitz/Haltung, Einwirkung und Gesamteindruck bewertet. Vanessa Bucher und Manuela Bräuchi hiessen die glücklichen Siegerinnen. Aber an den Rangverkündigungen waren etliche strahlende ReiterInnen zu sehen, die sich über einen gelungenen Ritt freuten und im Parcours über sich herausgewachsen sind.

Karin Rohrer


ZKV Gymkhana Trophy, Horse & Dog Trail Plauschprüfung und Geländeritt

Am Wochenende vom 5./6.9.2015 führte der RV Alchenstorf ein ZKV Gymkhana, eine Horse & Dog Trail Plauschprüfung und bereits den 27. Geländeritt durch.

Der von Susanne Beyeler abwechslungsreich und kreativ gestaltete Gymkhana-Parcours stand dieses Jahr unter dem Motto „Brauchtum“. Zehn Posten stellten bekannte Bräuche dar: Oktoberfest, Eieraufleset, Aargauer Rüeblimärit, Fahnenschwingen, Walpurgisnacht, Halloween, Sechseläuten, Zibelemärit, Lichterschwimmen und Schlitteda. Die Aufgaben waren knifflig, aber durchaus lösbar und es gab einige sehr schöne Ritte zu bewundern.
Die Horse & Dog Trail Plauschprüfung verlangte vom Dreierteam Reiter, Pferd und Hund Geschicklichkeit, gegenseitiges Vertrauen und Gehorsam. Die informativen Kommentare am Mikrophon machten diese Prüfung für alle Zuschauer zu einem spannenden Erlebnis.
75 Patrouillen haben am Sonntag die schöne und mit vielen Galoppmöglichkeiten ausgestattete Geländerittstrecke unter die Hufe genommen. Bei den Aufgaben, die es unterwegs zu lösen galt, haben sich die Postenverantwortlichen auch in diesem Jahr wieder einiges einfallen lassen.

gelñnderitt alchenstorf nlAbwechslungsreiche Posten am Geländeritt (Foto: M.Scherrer)
Das herbstliche Wetter zeigte sich meistens von der freundlichen Seite und der Spaghettiplausch mit den hausgemachten Saucen am Sonntagabend fand grossen Anklang. Dank grosszügigen Sponsoren präsentierte sich der Gabentisch in allen Prüfungen reichhaltig und schön hergerichtet. Der RV Alchenstorf dankt allen motivierten Helfern und hofft, auch nächstes Jahr wieder viele zufriedene Teilnehmer begrüssen zu dürfen.

Léonie Heidekker
Monika Scherrer


Bunte Sportpalette bei Berner SVPK-Sporttagen

Bei den Sporttagen des Schweizerischen Verbands für Ponys und Kleinpferde kamen im Berner NPZ 36 Konkurrenzen in acht verschiedenen Sportarten zur Austragung.

Die beiden Turniertage im Nationalen Pferdezentrum verdeutlichten, wie vielseitig Ponys und Pferde mit dem Menschen zusammenarbeiten. Möglich machten die 36 Konkurrenzen die SVPK-Sektion Thun als Turnierorganisatorin und die grosse Infrastruktur der Anlage: In der Reithalle, auf dem grossen Sandplatz, im Dressurviereck sowie im Graspaddock wurde gleichzeitig um die Siegerschleifen gewetteifert. Die drückende Hitze und teils aufgrund hoher Teilnehmerzahlen sehr lange dauernde Prüfungen machten Zwei- und Vierbeinern zu schaffen.

svpk bern nlAnastasia Stettler mit Honey vom Gwick in der SVPK-Gehorsamsdressur (Foto: R.Müller)
Nebst den klassischen Springprüfungen von B60 bis R105 und den GA-Programmen in der Dressur standen die traditionellen SVPK-Prüfungen im Fokus. Auch die in Bern einzigartige, geführte Kostümparade war ein origineller Farbtupfer. Sowohl in den in altersgerechten Stufen ausgetragenen Prüfungen der Gehorsamsdressur, in der Dressur am langen Zügel, dem Gymkhana, der Bodenarbeit und der Führzügelklasse waren die Starterfelder gut besetzt. Zwei- und Vierbeiner bewiesen viel Können, Vertrauen und Harmonie. In den Pony-Prüfungen qualifizierten sich jeweils die ersten dreissig Prozent der Ranglisten für die am 18. Oktober in Oftringen stattfindende SVPK-Schweizermeisterschaft.

Ruth Müller


Hartmann, Moor und Müller

Der Kavallerie- und Reitverein Zofingen kürte die neuen Vereinsmeister: Anthea Hartmann siegte mit Desperado H  in der Dressur, Andrea Moor  gelang mit Aljano die beste Leistung im Springparcours, und Shetlandpony Chili marschierte mit Ruth Müller in der Bodenarbeit zum Sieg.
Nach einem Jahr Pause erlebte die Vereinsmeisterschaft des KRV Zofingen mit insgesamt 64 Starts in drei Disziplinen wieder ein stattliches Starterfeld. Auch Gäste waren zur Teilnahme eingeladen, sie wurden nicht für die vereinsinterne Rangliste gewertet. In der Dressurprüfung wählten die Reiter aus sieben verschiedenen Programmen – dem GA02, GA04, GA06 sowie dem L12, L16, L18 und M22 – die für sie passende Aufgabe. Die Rangierung erfolgte aufgrund der erreichten Prozentpunkte. Als Siegerin ging Anthea Hartmann mit Desperado H hervor. Die erfahrene Kaderreiterin präsentierte ihr vierjähriges Nachwuchspferd in einem GA02 und erreichte 65.31 %. Sie setzte sich knapp vor Sabrina Haltinner mit Freiberger Quartos an die Spitze des Klassements.
Die Springprüfung wurde auf dem Gras-Springplatz geritten. Das Springen wurde in drei Stufen (70cm, 80/90cm und 100cm) in jeweils zwei Umgängen ausgetragen. Mit Andrea Moor auf Aljano schaffte es ein  Vereinsmitglied, beide Parcours fehlerfrei zu absolvieren. Mit der schnellsten Zeit, jedoch einem Versehen, kam das zweitplatzierte Duo Anthea Hartmann und Viktor V ins Ziel.

VM zofingen nlDie Vereinsmeisterinnen freuten sich auch über den neu gestalteten Wanderpreis: (v.l.) Ruth Müller (Bodenarbeit), Andrea Moor (Springen) und Anthea Hartmann (Dressur). (Foto: KRVZ)
Erneut rundete die boomende Disziplin Bodenarbeit das Programm ab. Zwanzig Paare hatten sich angemeldet. Der präziseste Parcours gelang Ruth Müller mit der kleinen Shettystute Chili. Rang zwei belegte Béatrice Trost mit dem Trakehner Beauville. Bei der mit Spannung erwarteten Rangverkündigung erhielten die drei Vereinsmeisterinnen einen neu gestalteten Wanderpreis. Alle Teilnehmer konnten sich über Stallplakette und verschiedene Leckerein für Mensch und Pferd freuen. Danach traf sich die  gesellige Runde zum feinen Nachtessen – von Dina Berchtold und ihrem Team mit grossem Engagement aus der Reithallen-Küche gezaubert.

Ruth Müller


Haflingertage Zauggenried 2015 – Premiere geglückt

Der Schweizerische Haflingerverband hat mit den Haflingertagen Zauggenried am 29./30 August die Erwartungen vieler interessierter Gäste erfüllt. Der überaus grosse Publikumsaufmarsch bestätigte dem OK-Team das Bedürfnis und die Attraktivität des „Haflingervolksfestes“.
Mit sehr grossem Interesse wurde die erste gesamtschweizerische Fohlenschau am Samstag verfolgt. Die SHV-Züchter präsentierten 41 Fohlen des Fohlenjahrgangs 2015. Die Reithalle war bis aus den letzten Platz gefüllt und die Anwesenden erwarteten mit Spannung die Rangierung und Punktierung. Siegerin und Reservesiegerin bei den 24 gezeigten Stutfohlen kamen aus dem Stall von Hans und Wendelin Aebischer. Mit den Traumnoten von 9,8,8 wurde Milva vom Schlossgut zur Schönsten gekürt. Als zweite überzeugte Mandarine vom Schlossgut mit der Punktierung 9, 8, 7. Die Bronzemedaille ging an Lamira, Z.u.B. Peter Zimmermann. Auch bei den 17 Hengstfohlen verliess der Youngster Winner vom Schlossgut mit 24 Punkten als Sieger den Platz. Auch er stammt aus der Zucht von Wendelin und Hans Aebischer. Mit ebenfalls 24 Punkten belohnt wurde Stan the Man, Z.u.B. Cathina und Johann Zur Werra. Als Dritter konnte Saphir, Z.u.B. Hans-Ulrich Streit die beiden Richter des SHV, Daniel Steinmann und Fritz Grossen, überzeugen.
Dass das Haflingerpferd vielseitig einsetzbar ist, zeigten die zahlreichen Teilnehmer an beiden Tagen in verschiedenen Disziplinen wie Dressur, Springrn, Fahren, im Gelände und im Parcours, Holzrücken und Patrouillienritt-Fahrt. Vor allem die wunderschöne Geländestrecke wurde von Reitern und Fahrern gelobt. Verschiedene Sieger in den unterschiedlichen Prüfungen freuten sich über das Erreichte und genossen die herrliche Atmosphäre der gelungenen Veranstaltung. „Dass wir so viele Leute als unsere Gäste auf dem Mooshof begrüssen konnten, überstieg all unsere Erwartungen!“ freute sich Peter Zimmermann, OK-Präsident und Präsident des SHV. Das Angebot der gut organisierten Festwirtschaft wurde rege genutzt und auch die permanente Belegung am Infostand bestätigte das grosse Interesse des Publikums.

Sandra Leibacher

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 Vom ZKV-Future an die EM: Interview mit Linda Nussbaumer

Du warst 2013 in den Sparten Dressur und CC in der Förderstufe 2 - wie lief das ab?
In beiden Sparten hatten wir einmal im Monat an einem Samstag Reitstunde im NPZ. Was ich immer wieder toll finde, sind verschiedene Tipps von verschiedenen Trainern, denn jeder hat einen anderen Blickwinkel, andere Erfahrungen und achtet auf andere Dinge, davon habe ich sehr profitiert. Das grösste Highlight war auf jeden Fall das Lager im Sommer im NPZ Bern.

Was nahmst du vom Future-Lager mit nachhause?
Einiges. Neben dem reiten hatten wir nämlich noch Sport-, Theorie- und Mentaltraining, was viel Abwechslung brachte. Dadurch haben wir, nebst den vielseitigen und Disziplin-bezogenen Trainings, zum Beispiel noch ein bisschen die Anatomie des Pferdes kennengelernt. Es wurde auch noch eine „Freiheits-Dressur-Lektion“ gezeigt. Gemeinsam haben wir auch das Buch vom Reitmeister Michel Robert besprochen. Das Highlight war das "Aarebötle" am Mittwochnachmittag.

Warum ist dieses Lager so beliebt?
Der Umgang auf und neben dem Pferd sowie das verbessern der eigenen Reitkünste standen auf jeden Fall im Mittelpunkt. Das Lager an sich macht aber die gemeinsame Arbeit mit Gleichartigen aus: den Spass, den wir hatten, und mit dieser Lockerheit das Ganze zu bestreiten.

Aus der Dressur zum CC - was gefällt dir so am CC?
Mir gefiel einfach mehr und mehr das vielseitige Arbeiten mit meinen Pferden, zu versuchen, sich in allen drei Disziplinen stetig zu verbessern. Die Losgelassenheit und Eleganz im Dressurviereck, die Geschwindigkeit und das Vertrauen, das man im Gelände braucht, und schliesslich die Präzision und Nervenstärke, die man im Springen beweisen muss. Zusätzlich muss ich auch sagen, dass ich bisher noch mit keinem meiner Dressur- oder Springpferden so eine enge Beziehung hatte wie jetzt mit Tie Break!

Was war deine erste (Junioren-) EM-Teilnahme im August für ein Erlebnis?
Ein Grossartiges! Das ganze Drum und Dran. Zuerst die ganze Fahrt mit der Übernachtung in Berlin, anschliessend die Ankunft und die darauffolgenden Tagen, in denen wir uns angewöhnen und vorbereiten konnten und am Mittwoch hat es dann endlich angefangen. Zuerst der Vet-Check, anschliessend die Eröffnungsfeier. Am Donnerstag dann die ersten Dressuren und man sah deutlich, dass es ein ganz anderes Niveau als gewohnt ist. Ich hatte am Freitag Dressur. Ich war so nervös, dass ich vor dem Einreiten ins Hauptviereck nicht mehr wusste, dass mein Pferd kein Elefant ist… Dann die Besichtigung der Geländestrecke - ich als eigentlich unerfahrene Geländereiterin, habe noch keine vergleichbare gesehen/geritten. Das Gelände war technisch sehr anspruchsvoll und sehr uneben. Zum Glück hatten wir zwei Wochen zuvor das Kadertraining als Vorbereitung und Rüdiger Rau, unser Nationalcoach, der  einige gute Kombinationen aufgebaut hat. Und dann schliesslich war am Sonntag das abschliessende Springen. Am Sonntagnachmittag begann die Heimreise…

Was hattest du dir vorgenommen?
Vorgenommen hatte ich mir, ins erste Drittel zu reiten. Mit meiner soliden Dressur und meiner Clearround im Springen sowie ohne Hindernisfehler im Gelände (leider mit viel zu vielen Zeitstrafpunkten) bin ich meinem Ziel recht nahe gekommen. Was ich unbedingt noch verbessern muss, ist die Nervosität vor der Dressur. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit Tie Breaks und meinen Leistungen, wir konnten alles was wir im Training gelernt hatten, anwenden.

Wie sieht dein Alltag aus?
Unter der Woche arbeite ich 60% in meinem Praktikumsbetrieb, am Dienstag habe ich am Morgen Schule. Nach der Arbeit gehe ich mit dem Zug nach Bern und reite meine Pferde. Am Wochenende habe ich dann meistens ein Turnier. Für Hobbies bleibt leider nicht viel Zeit, wenn ich aber eine Lücke finde, treffe ich meine Freunde. Zum Glück habe ich so tolle Freunde, die verstehen, dass ich nicht allzu viel freie Zeit habe.

Wie bringst du alles unter einen Hut?
Ich gehe seit 2012 in die Sporthandelsschule am Feusi Bildungszentrum in Bern, da ist es einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Im Moment jedoch bin ich in einem 18-monatigen Praktikum, so ist es viel schwieriger, da ich an meinen Vertrag gebunden bin und nur eine bestimmte Anzahl Freitage habe. Von diesen geht eigentlich alles an die Reiterei, wenn ich zum Beispiel an ein internationales Turnier gehe, geht gleich eine ganze Woche weg. Für Ferien-Ferien bleibt dann nichts mehr übrig…

Wer sind deine vierbeinigen Partner?
Ich habe drei Pferde, zwei davon gehören aber meiner Mutter. Tie Break ist im Moment mein Top-Pferd, mit dem ich nun Starts auf Zweistern-Niveau plane, auch im Hinblick auf die EM der Jungen Reiter nächstes Jahr. Neben Tie Break haben wir zwei  sehr talentierte Youngsters in unserem Team. Floppina, die ich eigentlich auch für die Junioren-EM qualifizieren wollte, sich aber anfangs Jahr eine Fraktur am Fesselbein zugezogen hatte und somit in dieser Saison an keinen Turnieren teilnehmen konnte. Jetzt ist sie aber wieder im Training und macht schnell Fortschritte. Und Venus, eine 6-jährige SF-Stute, die bislang erst zwei CC-Prüfungen auf Stufe B1 bzw. B2 absolviert hat aber einiges Talent dabei bewies.

Was sind deine Ziele?
Dieses Jahr stehen noch einige regionale Titelkämpfe in der Dressur mit Tie Break an. Mein nächstes Ziel ist auf jeden Fall die YR EM 2016 und dass ich meine jungen Pferde in Form bringe, damit diese einmal Tie Break ablösen können. Mein langfristiges Ziel ist, einmal für Aachen eingeladen zu werden.

Was wünscht du dir für deine sportliche Zukunft?
Dass meine Pferde und ich stetig Fortschritte machen und dabei fit und gesund bleiben, wir den Spass behalten und gemeinsam erfolgreich werden und ich die Unterstützung, ohne die nichts gehen würde, von meinem Umfeld und vor allem von meiner Mutter nicht verliere!

Was rätst du jungen ZKV-ReiterInnen?
Behaltet die Freude und die Begeisterung am Reitsport bei und beisst auch mal durch, wenn es nicht gut läuft. Arbeitet seriös und sachlich, dann werdet ihr auch Erfolg haben!

Tamara Acklin

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september 2015

übersicht

EDITORIAL

 Springtrophy-Finale

SPRINGEN

 CS Langenthal
 CS Holziken
 CS Münsingen
 CS Dubenmoos
 CS Ortschwaben
 CS Seftigen
 CS Sursee
 KP Lenzburg

DRESSUR

 CD Aarberg

QUERBEET

 Ponys Brugg
 SSPV Deitingen

FAHREN  ZKV-Fahrmeisterschaft Scherz
HINTERGRUND

 Interview

 

Springtrophy-Final

Als erstes möchte Ich im Namen des KRV Balsthal Thal allen ReiterInnen gratulieren, welche den Einzug ins Finale geschafft haben. Unser Verein darf dieses Jahr den ZKV Spring Trophy Final durchführen. Der KRV Balsthal Thal mit seiner Reitanlage im Sportgebiet Moos in Balsthal wird geführt durch den Vereinspräsidenten Roland Nussbaumer. Zurzeit zählt der Reitverein 98 Mitglieder und ist besonders stolz auf die acht Juniorinnen, welche wir betreuen dürfen. Nebst den Trainings und den Vereinsanlässen, mit und ohne Pferd, organisieren wir unsere alljährlichen Pferdesporttage anfangs Juli. Dank unserer modernen Infrastruktur kann fast jede Sportart mit dem Pferd ausgeübt werden. Der Verein fördert die Mitglieder vor allem in der Sparte Springen.  In den letzten Jahren nahmen einige Vereinsmitglieder regelmässig an der Spring Trophy teil und konnten sich für den Final qualifizieren. Dementsprechend fühlten wir uns auch ein wenig verpflichtet, diesen Final nach Balsthal zu holen und wir freuen uns sehr, zur Weiterführung dieser Trophy unseren Beitrag leisten zu können. Ich bin überzeugt, dass eine grosse Anzahl SpringreiterInnen die Grundidee, ein Wetteifern auf regionaler Basis, befürworten. Die zu erbringende Leistung für die Teilnahme am Finaltag ist mit einer guten Klassierung meist erreichbar.  Doch damit ist bestimmt noch nichts erreicht! Um den Final für sich zu entscheiden braucht es von Pferd und Reiter vollste Aufmerksamkeit. Dies spricht eindeutig für das gute Niveau der Spring Trophy! Aus dieser Hinsicht können wir einen spannenden Finaltag garantieren. Dank der Unterstützung durch den ZKV, der während der ganzen Saison im Hintergrund tätig ist, wird die Organisation für uns um einiges erleichtert. Auch dürfen wir auf die grosszügigen Sponsoren und Donatoren zählen.  Der KRV Balsthal-Thal freut sich, Euch am 26. September für einen fairen und hoffentlich unfallfreien Finaltag in Balsthal begrüssen zu dürfen.

Matthias Meier, OK-Präsident

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Springsport für Einsteiger und Profis

Die höchsten Prüfungen lagen fest in der Hand der Amazonen. So gewann Simone Buhofer mit Wimona das RN135, während Yaël Nicolet mit For Fun im R135 siegreich war, welches zur Swiss R-Challenge zählt. Am Tag der nationalen Elite bewies dann noch Daniela Krebs, welch Sprungvermögen in der zehnjährigen Stute Avoloma steckt, mit der sie das N140 für sich entschied.

cs langenthal nlAriane Muff siegte mit Vasco da Gama im Barrierenspringen (Foto: K.Rohrer)

Langenthal bildet das Zentrum des bernischen Oberaargaus und war in der ersten Augustwoche der Anziehungspunkt schlechthin für Springreiter. Ob Einsteiger, Amateur oder Elite, die Bedingungen für grandiosen Pferdesport wurden erfüllt. Schon der CS im letzten Jahr durfte als professionell organisierter Pferde-Event verbucht werden, nun legten die Initianten noch einen drauf. Rund 1000 Reiterpaare hatten sich für den neu fünftägigen Springsport-Anlass angemeldet und auch den 5000 erwarteten Zuschauern konnte mit Neuerungen wie einer Lounge im VIP-Zelt oder einer Cüpli-Bar einiges geboten werden. Ein Highlight war das Barrierenspringen am Freitagabend, welches zum Publikumsmagnet avancierte. 18 ReiterInnen traten gegeneinander an. Den ersten Umgang über 120cm schafften alle Teilnehmer fehlerlos. Danach wurde kontinuierlich erhöht und zwei Reiterpaaren gelang der Sprung über 185cm ohne Abwurf. Somit durften sich Ariane Muff und Marcel Wolf als Sieger feiern lassen. Insgesamt standen 29 Prüfungen auf dem Programm und vom Einsteiger bis zum Profi hatten alle eine Startmöglichkeit. Jungpferdeprüfungen, das VSCR-Pony-Trophy Finale, wie die Swiss R-Challenge boten Sport vom Feinsten. Die zwei Unternehmer Marco Stauffer und Peter Schüpbach, sowie Lilian Meier, Teamleiterin bei reitsport.ch in Langenthal, sind die Initianten des Concours, welcher neben dem Bahnhof, mitten in der Stadt Langenthal durchgeführt wurde. Online wurde von rund 15‘000 Teilnehmern gewählt, wer Pferd, Pony oder Fohlen des Jahres wird. Die Vergabe dieser Spezialpreise fand am Sonntagmittag vor grosser Publikums-Kulisse statt.

Karin Rohrer


Remo Konrad springt zum Meistertitel

Mit drei fehlerfreien Ritten auf seiner Stute Kasaya gewann Remo Konrad die Aargauer Kantonsmeisterschaft in Holziken. Silber ging an Nicole Bruhin und Bronze holte Alexandra Häfeli.

Der Holziker Sommerconcours mit zehn Prüfungen stand im Zeichen der Aargauer Kantonsmeisterschaft, die am Nationalfeiertag vierzig Reiter und viel Publikum mobilisierte. Im selektiven ersten Umgang qualifizierten sich zwölf Paare (30 Prozent der Teilnehmer) für die zweite Runde. Nach dem zweiten Parcours waren nur noch Remo Konrad mit Kasaya und Nicole Bruhin mit Ladina XIX, das Meisterpaar von 2013, ohne Fehlerpunkte. Sie machten in einem spannenden Stechen aus, wer zuoberst aufs Treppchen klettern durfte. Konrad legte in 26.61 Sekunden einen zügigen Blankoritt vor. Er hatte das Risiko erfolgreich genommen, nach der Zweifach-Kombination die engst-mögliche Rechtswendung zu wagen. Auch die Fricktalerin Nicole Bruhin setzte genau diesen Plan um, musste jedoch am Aussprung der Kombination einen Abwurf in Kauf nehmen. Ihre Zeit von 26.05 Sekunden war trotzdem einen Tick schneller.

cs holziken nlDie Besten der Aargauer Kantonsmeisterschaft: (v.l.) Sieger Remo Konrad auf Kasaya, Nicole Bruhin auf Ladina XIX (Silber), Alexandra Häfeli auf Amemmie (Bronze) und der Viertplatzierte Anton Clavadetscher auf Helios van de Smishoeve (Foto: R.Müller)
„Dieser Sieg ist für mich das Grösste“, freute sich Remo Konrad über den Gewinn seines ersten Meistertitels und herzte sein Pferd ausgiebig. „Der Erfolg ist Umso spezieller, da die Stute aus eigener Zucht stammt“, sagte der 43-jährige Landwirt. Hinter Nicole Bruhin, die sich mit ihrer treuen Westfalenstute Ladina über den Ehrenplatz freute, erreichte Alexandra Häfeli auf der Holländerstute Amemmie die Bronzemedaille. Die Amazone aus Klingnau hatte sich im Stechen um Rang drei gegen drei Konkurrenten durchgesetzt. Rang vier belegte der Routinier Anton Clavadetscher mit dem beeindruckend springenden siebenjährigen Wallach Helios van de Smishoeve.
Beim Turnier des neu unter dem Namen Reitverein Holziken auftretenden ehemaligen Kavallerieverein Schöftland und Umgebung gab es neun Amazonen-Siege zu verzeichnen. Zwei Reiterinnen erreichten gar je zwei Vollerfolge: Die Gränicherin Nadine Steffen gewann mit Limbusetta die Einlaufprüfung zur Kantonsmeisterschaft und auf Ramira eine R/N110-Konkurrenz. Laura Hunziker holte mit ACDC zwei Siegerschleifen auf Stufe R/N100 und R/N105.

Ruth Müller


 Bestzeit für Reto Kaufmann und Cortez

Das Schluss-Highlight anlässlich des Concours auf dem Allwetterplatz des RVAM wurde in zwei Phasen entschieden. Nach einer schnellen, fehlerfreien Runde mit Calvadossi über die Sprünge neun bis vierzehn, konnte der Neuendorfer Marcel Wolf seine Führung bis fast zum Ende der Prüfung halten. Doch Reto Kaufmann und der 15-jährige Holsteiner galoppierten mit einer überzeugenden Runde souverän an die Spitze des Klassements. Die Freude und die Erleichterung waren beim Sieger aus Seftigen gross, zeigte sich doch sein Schimmel nach langer Verletzungspause wieder frisch und motiviert.

cs münsingen nlReto Kaufmann mit seinem Cortez (Foto: S.Stucki)

Durchwegs randvolle Felder, in allen Kategorien mit Startmöglichkeiten für den ZKV-Future-Cup, boten dem Zuschauer auf der Schützenrüti hochstehender Springsport über anspruchsvolle Parcours und das OK-Team des KRV Konolfingen sorgte unter der Leitung von Susanne Hofmann während drei langen Tagen in Münsingen erfolgreich für aller Wohl. Pünktlich zu den Hauptprüfungen meldete sich nach dem feuchten 1. August der Sommer zurück. Den Sieg in der ersten Prüfung R/N130 holte sich der Emmentaler Michael Baumgartner mit einem perfekten Ritt und dem schnellsten von 20 „Nullern“ im Sattel des siebenjährigen Miramar. Michael Rolli verdiente sich zum Auftakt des Turniers auf Jasmine du Defey über 120cm die Siegerschleife. In der zweiten Prüfung überliess der junge Seeländer Platz eins dann ganz knapp dem Huttwiler Markus Brechbühl und Forstello. Die Teilnehmerflut in den Kategorien R/N100 bis R/N115 bescherte den Teilnehmern und Funktionären einen langen Tag. Zweimal hiess der Spitzenreiter über 110/115 Roger Umnus. Für seinen Doppelerfolg hatte der Reiter aus dem Stockental den braunen Holländer Eliot VII gesattelt. Parallel dazu führten auch Ursula Wenger und Wesley V sowie die Freiburgerin Jasmine Roubaty mit dem 20-jährigen Pegasus II je eine Ehrenrunde an. Etliche weitere Siegreiter, gute Stimmung und ein permanent motiviertes Helferteam setzten dem gelungenen Anlass einmal mehr den Stempel auf.

Susanne Stucki


Gastgeber Solothurn unschlagbar

 Drei Tage Pferdesport auf dem Reitplatz Dubemoos gehören schon wieder der Vergangenheit an. Diverse Prüfungen, insbesondere der Dubenmoos-Cup, ein Derby über Gräben und Wälle, sorgten für viel Spannung. Die Austragung des ZKV-Vereinscup-Finals galt als Höhepunkt und Zuschauermagnet.

dubenmoos nlDie strahlenden Gesichter des Vereinscupfinals (Foto: A.Wicki)

Am Sonntagnachmittag war es endlich so weit. Nach einer Einlaufprüfung stand der Parcours für die 27 Equipen, die sich für den Final qualifiziert hatten, bereit. 21 Sprünge in der Höhe von 105cm bis 115cm galt es geschickt in drei Parcours zu integrieren. Jeder der Reiter musste genau sieben Sprünge bezwingen, während die restlichen Teammitglieder jeweils im Warteraum das Spektakel beobachteten und mitfieberten. Das Zusammenstellen des Parcours liess die Köpfe rauchen, denn es galt den kürzesten Weg zu finden und auch die Natursprünge geschickt einzubinden. Den Start machten die drei Amazonen des Reitvereins Center Etter. Sie lösten ihre Aufgabe mit Bravour, blieben alle fehlerfrei und legten eine spitzenmässige Zeit vor. Es schien als käme keine der folgenden Equipen mehr an das Resultat der Seeländer heran. Zwar gab es einige schnelle Runden zu sehen, fehlerfrei und unter der vorgelegten Zeit jedoch blieb niemand. Mit der Startnummer 19 ritten Stefanie Bigler, Désirée Gyger und Adrian Mast für den Reitverein Solothurn ein. Sie schafften was keiner mehr zu hoffen wagte: Sie unterbaten die Zeit des Reitvereins Center Etter um über zwei Sekunden und blieben fehlerfrei. Das Publikum tobte vor Freude, jetzt galt es abzuwarten, was die restlichen Equipen noch boten. Der Oberemmentalische Reitverein Langnau erreichte das schier unmögliche und schlug die Zeit um unglaubliche zehn Sekunden, leider fiel aber ganz zu Schluss noch eine Stange, was Rang 5 bedeutete. So hiess es für die Solothurner Heimsieg! Katy McKenzie, Colombine Debost und Ludmilla Schläfli freuten sich über den tollen zweiten Rang und auf dem dritten Podestplatz standen Pascale Oberli, Patick Häner und Sandra Sollberger für den Reitverein Hölzli Obergerlafingen und Umgebung. Unter grossem Applaus genossen die Sieger und Klassierten die Ehrenrunde, begleitet vom traditionellen ZKV-Marsch und vor der eindrücklichen Kulisse des Weissensteins.  Weiterer Höhepunkt der Pferdesporttage Dubenmoos war der Dubenmoos-Cup, ein Derby über Gräben und Wälle, welches in zwei Stufen ausgetragen wurde. Die weite Anfahrt hat sich für Marisa Cortesi allemal gelohnt. Sie gewann den diesjährigen Cup auf Fantastico. Über den zweiten Rang freute sich Stefanie Bigler mit Valentin, gefolgt von Markus Fuchs auf Salieri im dritten Rang. Die Teilnehmer freuten sich über den stilvollen Parcours und die grosszügigen Preise, die es zu gewinnen gab. Weiter auf dem Programm standen am Freitag ein R/N110 und ein R/N115 sowie eine 2-er Equipen Prüfung. Am Samstag massen sich die Reiter in zwei Umgängen ZKV Green Jumps und ein R100 und R105 standen an. Der Sonntagmorgen wurde durch zwei Einsteigerprüfungen der Höhe 80cm und 85 cm eröffnet. Es folgte im Anschluss die Einlaufprüfung des ZKV-Vereinscupfinals. Der Reitverein Solothurn hat einmal mehr einen wunderbaren Concours mit sehenswertem Springsport geschaffen. Zahlreiche Zuschauer und Rössler fanden den Weg auf den Springplatz und wurden während der gesamten Veranstaltung durch den fachkundigen Speaker begleitet. Dieser verstand es, auch dem Fussvolk den Reitsport näher zu bringen. Das Organisationskomitee ist glücklich und meint zu den diesjährigen Pferdesporttagen: „Wir sind froh, dass wir die drei Tage mit viel Wetterglück und unfallfrei durchführen konnten. Dass unsere Equipe den ZKV-Vereinscup gewonnen hat, ist natürlich noch die Krönung des Ganzen.  Ein Heimsieg ist immer etwas ganz Spezielles und wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr wenn es heisst Pferdesporttage Dubenmoos 2016!“

Aline Wicki


50. Championatssieg an Schnieper

Pferdesporttage des RV Uettligen und Umgebung in Ortschwaben.

cs ortschwaben nlSiegerin grosses Berner CH-Championat Barbara Schnieper mit Karina von der Breiten und OK-Präsidentin Monika Willener (Foto: Horsefotograf)

Nachdem es den ganzen Sonntagvormittag geregnet hatte, hörte der Regen pünktlich für die 25. Austragung der beiden Berner CH-Championate auf. Die Bodenverhältnisse waren immer noch gut, trotzdem gab es einige Abmeldungen. Dies tat aber der einzigartigen Stimmung auf dem Concoursplatz keinen Abbruch. Die erfahrenen Parcoursbauer Fritz Wanner und Christian Willener passten die Bauweise dem etwas tieferen Boden an und es wurde den zahlreich erschienenen Zuschauern schöner Sport gezeigt. Im Grossen Berner CH-Championat blieb Barbara Schnieper mit Karina von der Breiten und For Winja als einzige fehlerfrei und konnte somit einen Doppelsieg feiern. Auf  Rang drei reichte es Markus Niklaus mit Lanor. Vorjahressieger Pegasus vom Eigen und Philippe Hirsbrunner mussten sich mit dem guten vierten Rang begnügen. Im Kleinen Berner CH-Championat siegte Martin Habegger auf Cataluna, dieses Paar war bereits 2013 siegreich im grossen Championat. Den zweiten Platz holte sich Ralph Lutz mit Juniper Berry vor Philippe Hirsbrunner auf Cayenne. Mit der Nationalhymne wurden die Sieger gebührend gefeiert. In der ersten R/N 120 Prüfung vom Freitag gab es zwei, die sich den ersten Platz teilten, Pascal Bettschen mit Midway SPM und Philippe Hirsbrunner mit Quigly vom Heudorf. Das zweite R/N 120 gewann Michael Rolli auf Jasmine du Defey, mit drei weiteren Siegen war dies ein sehr erfolgreiches Wochenende für Michael Rolli, der noch die zwei R/N 110, mit Malibu B und mit For Freaky Elvis und mit Indira Ghandi im R/N 100 gewann. Im R/N 105 war Arlette mit Sarah Walther die Schnellste. In der Ride&Bike Prüfung konnten Bettina de Roche mit Joleen und Velofahrer Samuel Schneider die gestellten Aufgaben am besten lösen. Sonntagmorgen im B/R 90 hiess die Gewinnerin Livia Rottermann mit Cantante von der Rossi und im zweiten Umgang Barbara Weber mit Zilly. Ein herzliches Dankeschön geht an das Chörli der alten 10-er Dragoner, die mit Ihren Liedern vergangene Zeiten aufleben liessen und an die Reiter und Zuschauer, die dem Regen trotzten und nach Ortschwaben kamen.

Marianne Bigler


Schimmelreiter und ländliche Traumkulisse

Die neuste Ausgabe des vom RV Seftigen vorbildlich organisierte Concours in Kienersrüti hätte perfekter nicht sein können. Traumwetter und Traumkulisse mit Blick auf Berner Alpen und Stockhornkette, Topterrain und dazu viele motivierte Reiter, die das alles wohl zu schätzen wussten. Den Sieg in der Hauptprüfung mit doppeltem Preisgeld holte sich Thomas Järmann im Sattel des  Holsteiner-Schimmels Carentano.

cs kienersrüti nl”Schimmelreiter” Thomas Järmann im Sattel von Carentano, wortwörtlich auf dem Sprung zum Sieg R/N115 (Foto: S.Stucki)

Über den ersten Siegesritt mit Cassinata MB freute sich nach langer Turnierpause Martin Bachmann. Nach dem Aufbau der eigenen Bettenfirma ist der Reiter mit seiner jungen Holsteiner-Stute wieder voll im Schuss. Vierzehn Paare hatten sich für den „Jump-off“ R/N115 qualifiziert, mit dabei auch die beiden Schimmel von Thomas Järmann. Mit einer makellosen Stechrunde setzte der Pächter des Reitsportzentrums Cavallino mit Carentano die Zeitmarke, die später einzig von Stephanie Jenni noch unterboten wurde, Westen Wind v. Gwick riss jedoch eine Stange. Auch Järmanns zweiter Schimmel Shiny MB reihte sich mit einem Abwurf zu den Klassierten. In der Kategorie R/N110 mit anspruchsvoller Dreierkombination vor dem Jurywagen gelang es Regula Berger, sich mit La Traviata WB zwischen den beiden CH-Pferde Lanis  und Durby des Emmentalers Sacha Däppen an der Spitze vieler Nuller zu behaupten. Zum Abschluss des ersten Tages sammelten sportliche Freiberger letzte Punkte für den HYPONA-Cup-Final von Worb, bevor ein feines Risotto und weitere kulinarische Leckerbissen im Festzelt auf Sportler und Zaungäste warteten. Mit schnellen Runden über 75/85cm holten sich Saskia Hadorn  und ihr schnelles Fuchspony New Medoc am Sonntagmorgen gleich beide weissen Schleifen, bevor dann der Turnierplatz für die Green Jump-Teilnehmer grosszügig geöffnet und mit herbstlich dekorierten Cross-Sprüngen erweitert wurde. Den grössten Applaus gab’s dabei für die jüngste im Feld. Angelika Dubach kam mit ihrem irischen Zigeunerpony Clyde ohne Springfehler am nächsten an die Idealzeit heran und freute sich riesig über ihren allerersten Sieg. Und an der Spitze der Klassierten vergass Clyde sogar die für ihn üblichen Ehrenrunde-Bocksprünge. Den letzten Sieg verdienten sich Michèle Angela Jenni und ihr Freiberger Victor bevor es für die gut gelaunte Helfer-Crew und ihre, mit dem gelungenen Anlass zufriedene OK-Präsidentin Sabine von Steiger ans grosse Aufräumen ging.

Susanne Stucki


Marcel Albisser gewinnt 1. Innerschweizermeisterschaft

In Sursee wurde zum ersten Mal um den Titel des Innerschweizer Meisters geritten. Der Sempacher Marcel Albisser konnte mit seiner Stute Cina Donna AWR brillieren.

Es war ein spannender Wettkampf, den sich die Konkurrenten auf der Reitanlage im Venedig boten. Zwei Umgänge in der Höhe von 125 Zentimetern waren fehlerlos zu bestreiten, wenn man eine Chance haben wollte, den Titel des Innerschweizer Meisters zu gewinnen. Die acht Reiter, denen dies gelang, wurden zum einmaligen Stechen aufgerufen. Hans Meier startete mit seinem Pferd Calando als erster ins Stechen. Mit einem unglaublich schnellen und risikoreichen Ritt legte er gehörig vor – bis zum letzten Sprung, als doch noch eine Stange zu Boden fiel. Die kommenden Reiter waren gefordert. Der nächststartende Marcel Albisser ritt mit seiner Stute Cina Donna AWR vom ersten bis zum letzten Sprung einen flüssigen, zügigen und vor allem fehlerlosen Parcours. An seine Zeit von 30,34 Sekunden kamen die folgenden Reiter nicht heran. Sichtlich gerührt über seinen Erfolg nahm der Sempacher sein Preisgeld sowie den Wanderpreis der Meisterschaft entgegen – ein paar Freudetränen fehlten nicht.
Podest knapp verpasst.

sursee nlMarcel Albisser und Cina Donna AWR unterwegs zum Innerschweizer Meistertitel (Foto: S.A.Waldispühl)
Auch an den anderen Tagen wurde dem Publikum spannender und fairer Pferdesport gewährt. Die Hauptprüfung der nationalen Reiter über 140 Zentimeter, die bereits am Mittwoch ausgetragen wurde, gewann Edwin Smits mit Rondine des Souches. Der Hildisrieder Paul Estermann klassierte sich mit Lancero auf dem vierten, mit seinem zweiten Pferd Lafayette auf dem zehnten Rang.

Stefanie A. Waldispühl


Rahel Parnitzki überzeugte

Drei Kombinierte Prüfungen mit oder ohne feste Hindernisse standen auf dem Programm des Concours des Reitvereins Lenzburg. Dabei verliessen die Pferde den Sandspringplatz. Beim Ablösespringen war vor allem perfektes Timing gefragt.

Von Sand zu Gras und wieder zurück: Dies war eine der Herausforderungen, welche die Pferde bei den Kombinierten Prüfungen bewältigen mussten. Über Wall und Graben ging das B2, wobei das Talus aus dem Sandspringplatz hinaus auf die Wiese führte. Fast alle Pferde meisterten den Sprung auf den Wall und über den Graben ohne Probleme. Nach dieser Mutprobe ging es auf der Wiese weiter, ein Steilsprung mit Baumstamm führte wieder zurück auf den Sandplatz.
Rahel Parnitzki gewinnt Hauptprüfung.

KP Lenzburg nlÜber den Baumstamm ging es zurück auf den Sandplatz. Kein Problem für Rahel Parnitzki und Carioso (Foto: S.Haltiner)
Das beste Dressurresultat im B2 erreichte Jennifer Eicher mit Garschino. Sie musste sich im Springen jedoch mit Platz 17 zufrieden geben und erreichte in der Endabrechnung Platz 5. Den Spitzenplatz im Springparcours erreichte Chantal Isabelle Gsteiger mit Celerando. Zusammen mit den 24 Rangpunkten aus der Dressur reichte dies für den 11. Schlussrang. Ursula Milz und Strahlemann konnten ihren zweiten Zwischenrang halten, die Dominatorin des B2 hiess aber Rahel Parnitzki. Ein fünfter Rang aus der Dressur reichte für sie und Carioso zusammen mit Platz zwei im Springen für den Gesamtsieg. Mit Sierra Sofia platzierte sie sich auf Rang 3.
Zusammenspiel gefragt
Neben den Kombinierten Prüfungen wurden auch je ein B90 und 95 durchgeführt sowie ein Ablösespringen. Abwechslungsweise drei Hindernisse mussten die Mitglieder der Zweierteams springen, Marion Kuhn und Ariane Frommenwiler gewannen diese Prüfung mit grossem Vorsprung.

Sibylle Haltiner

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Kür bei Flutlicht

Bei strahlendem Sonnenschein starteten die ersten Dressurtage in Aarberg bereits am Freitagmittag.

Laura Grunder GB RATZEPUTZ L12 60 nlLaura Grunder mit GB Ratzeputz, Siegerpaar L12 (Foto: photoprod.ch)

Aufgrund der vielen Nennungen war das OK gezwungen, die Prüfungen GA 03 und GA 05 zu teilen und die erste Serie auf Freitagnachmittag zu legen. Die Auftaktprüfung konnte der einzige männliche Starter in dieser Prüfung, Simon Schatzmann mit Samoa für sich entscheiden. Danach folgte das GA05, das Daniela Zaugg mit Bellissima gewann. Der Samstagmorgen gehörte ganz den jungen Pferden. Für Gilles Ngovan hat sich das frühe Aufstehen gelohnt, denn er konnte im JP04 gleich einen Doppelsieg verbuchen. Im GA06 das auch zum ZKV Championat zählte, stand Anna Boss ganz vorne in der Rangliste. Die jungen Pferde liessen sich durch die Erdbeerhäuschen, die zu Richterhäuschen umfunktioniert wurden, nicht beirren und zeigten sehr schöne Programme. Das OK war im Vorfeld etwas hin und hergerissen, ob diese Erdbeerhäuschen als Richterhäuschen eine gute Idee seien. Jedoch hat dies die wenigsten Pferde irritiert. Bei warmen Temperaturen konnten am Nachmittag die L-Reiter ihr Können unter Beweis stellen. Laura Grunder präsentiere GB Ratzeputz am besten und gewann das L12. Auch im L14 stand mit Annina Lüthi eine noch junge Reiter auf dem Siegertreppchen. Als Highlight folgte am Abend die L- und-M Kür. Bei Flutlicht bekamen die Zuschauer interessante und ideenreiche Programme geboten. Ein wunderschönes und harmonisches Programm zeigte Tamara Horisberger mit Oxyle de Meuyrattes. Dahinter folgten Walter Blattmann mit Larimar und Chantal Prétat mit Oktavia. Nach einer kurzen Nacht für das OK gings am Sonntagmorgen mit den GA-Prüfungen weiter. Im GA03 setzten die Richter einstimmig Tamara Blunier mit San Remo auf Platz eins. In der zweiten Serie des GA05 konnte Cornelia Amgwerd den Siegerstrauss entgegennehmen. Auch in GA07 war der Sieg eine klare Sache, so gewann Corina Wiedmer mit Don Boy diese Prüfung mit 5% Vorsprung. Das OK zeigte sich nach der ersten Ausführung zufrieden.

Tabea Trummer

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Kleine Pferdchen, grosses Turnier

Auch die sechste Auflage des vom KRV Brugg unter der Regie von OK-Präsidentin Monika Kuhn durchgeführten Plauschturniers für Minis und Ponys war ein voller Erfolg. Klein und Gross gaben in der Reithalle im Schachen ihr Bestes – und wurden dafür reich belohnt.

Das Brugger Turnier bot an zwei Tagen fünf originelle, anspruchsvoll gestaltete Prüfungen. 206 Starts bedeuteten neuen Teilnehmerrekord. Am meisten Aktive (95) zählte die in zwei Serien ausgetragenen Bodenarbeit. Hier war im ersten Teil des Parcours Präzision an den Hindernissen gefragt, die Schlusslinie mit zwei Sprüngen und einem Pylonen-Engpass ging auf Zeit. Diese entschied bei Punktgleichheit über die Rangierung. Im ersten Feld düste die Shettystute Chili mit Ruth Müller zum Sieg – es war ihr vierter Sieg bei vier BAP-Starts in Brugg –, und in der zweiten Serie feierte Barbara Grunder mit den Mini-Horses Red Silverado und Kiss einen Doppelerfolg. Alle Gewinner wurden mit einer feudalen Siegerdecke eingekleidet und erhielten eine riesige Siegerschleife. Der Gabentisch war zudem ein Schlaraffenland für alle Pony- und auch Hundebesitzer.

mini nlVierter Sieg beim vierten Bodenarbeits-Start in Brugg: Shetlandpony Chili und Ruth Müller (Foto: Jolanda Steffen)
In der Führzügelklasse waren 33 Kinder bis und mit 8. Kalenderjahr am Start. Am meisten Punkte holte Lucy Beesley auf der Shetty-Fuchsstute Chilli. Mit 45 Paaren begeisterte das Horse & Dog: Das Pony absolvierte einen Springparcours, der Hund ein Agility. Richard Steinbeck mit Pony Balou und Ursula Schmid mit Berner Sennenhund Faruk gelang die schnellste fehlerfreie Runde. Spass und Spannung bot auch die Equipenprüfung unter dem Motto „World Equestrian and Human Games“. Nach der Bodenarbeit des Ponys – hier war die Disziplin Military mit dem Wassergraben und der Brücke das „Pièce de résistance“ –, zeigte der Sportler sein vielseitiges Talent beim Hürdenlauf, Steinstossen, Basketball, Badminton und auf dem Schwebebalken. Den Sieg feierten Alessia und Armando Di Giacomo mit Pony Joya.

Ruth Müller


Kleine Schönheiten prämiert

Der Schweizerische Shetlandpony-Verband SSPV kürt jeweils im August in Deitingen seine schönsten Ponys zu Schweizer Meistern und Champions. Tagessiegerin wurde die Stute Cisca v.d. Herdershoeve von Fabienne Morgenthaler.

Die Schau im Reitsportzentrum Russmatt bot spannenden Einblick in die qualitätsvolle Shetlandponyzucht des SSPV. In einundzwanzig Schauklassen präsentierten sich die Ponys den Richtern: Fohlen, Jungtiere, Stuten mit und ohne Nachwuchs sowie Hengste und Wallache –schön herausgeputzt und mit Züchterstolz vorgeführt. Gemustert wurden die Vierbeiner mit Argusaugen, insbesondere auf zuchtrelevante Kriterien wie Korrektheit, Typ und Gangwerk. Vom Verband hatte der aktuelle Fohlen-Jahrgang den Anfangsbuchstaben J vorgegeben. So hiessen die Kleinsten, die in Deitingen ihren ersten grossen Auftritt hatten, Jenny v. Kanonenmätteli oder Jimmy v. Laufenberg.
Sämtliche Klassensieger erhielten den Schweizermeister-Titel zugesprochen. Im Championat heimste Cisca v.d. Herdershoeve gleich drei Titel ein. Als Ehrenchampion war sie Tagessiegerin. Sie wurde auch Best of Champions sowie Stuten-Champion im mini und kleinen Mass. Die sechsjährige Blauschimmel-Stute steht im Besitz von Fabienne Morgenthaler.

pony mini zucht show nlTagessiegerin Cisca v.d. Herdershoeve überzeugte die Richter als besonders typvolles und korrektes Shetlandpony (Foto: zVg./SSPV)
Den begehrten Titel Best of Champions holte im mittleren und grossen Mass auch die Stute Blaze v.d. Amstelhof von Markus Merz. Sie schwang auch im Stutenchampionat ihrer Klasse obenaus. Als bestes Fohlen im mini und kleinen Mass wurde Jovita von Beat Riedweg ausgezeichnet, im mittleren und grossen Mass gewann Ivory v. Kimberly von Besitzerin Kimberly Misteli. Weitere Auszeichnungen erhielten Nelly du Ravel von Katja Leuenberger als bestes Schweizer Kleinpony und Dermousy Schüracher von Pascal Troyon als bestes Importpony.

Ruth Müller

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ZKV-Fahrmeister erkoren

Bereits zum sechsten Mal fand das nationale Fahrturnier in Scherz statt, dieses Jahr auch als ZKV-Meisterschaft. Während vielen Monaten hat das OK auf dieses Wochenende hin geplant und gearbeitet, und die drei Veranstaltungstage waren in jeder Hinsicht ein Erfolg.

122 Gespanne waren gemeldet, davon zehn in der Prüfung für Vierspänner und Tandems. In neun verschiedenen Prüfungen wurden für gute Platzierungen und die wunderschönen Meisterschaftsmedaillen gekämpft. Die Organisatoren hatten nur wenige Abmeldungen zu verzeichnen, was volle Felder vom frühen Morgen an bedeutete. Die drei Tage bei tollstem Sommerwetter lockten viele Zuschauer nach Scherz. Auch für die Unterhaltung wurde gesorgt: das erstmals durchgeführte Strohballenrennen am Samstagabend gab viel zu Lachen. Die teilnehmenden Sechserteams mussten mit einem Brückenwagen Strohballen einsammeln und danach wieder abladen. Dabei durften auch keine Bälle von den Pflichttoren fallen, dies führte zu Strafsekunden. Einige Strohballen überlebten die Tortur nicht, und auch die Wettkämpfer waren am Ende ziemlich erschöpft. Spass hatten sie aber alle. Der gemütliche Teil der Veranstaltung wurde mit Barbetrieb und live Musik begleitet.
Am Sonntag spielte auch das Wetter noch perfekt mit, es blieb bis am Abend trocken. So wurde auch die Vorführung der Pony-Games am Sonntag in der Mittagspause von vielen Zuschauern bewundert und beklatscht. Die jungen Reiterinnen zeigten verschiedene Stafetten-Rennen, kommentiert von Urs Schneider vom Ponyhof in Bätterkinden. Eine rasante Sportart für Kinder und Jugendliche mit ihren Ponys!
Der Freitagnachmittag war für die Einspänner Stufe L reserviert. Hier belegte Stefanie Bernhard mit ihren zwei Freibergern gleich die ersten zwei Ränge. Dies bedeutete auch den Sieg in der ZKV-Klassierung, die Silbermedaille gewann Alexandra Sidler Bronze ging an Nathalie Bader.

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20150823 160904 EN7P5650 nlGold an der ZKV-Fahrmeisterschaft für Doris Schmid, Cyrine Grütter, Andrea Bieri und Willy Birrer (Fotos: Beat Habermacher)
Am Samstag zeigten die Zweispänner L-Fahrer wie auch die M-Fahrer Ein- und Zweispänner ihr Können. Dazwischen wurden die Pony-Prüfungen durchgeführt. Bei den Zweispännern L gewann Walter Peter die Prüfung wie auch ZKV-Gold. Silber wurde an Christoph Graber und Bronze an Heinz Schaad übergeben. Bei den M-Zweispännern reüssierte Ueli Wäckerlin. Der zweitplatzierte Markus Riedener erhielt für seine Leistung die ZKV-Goldmedaille, Willy Birrer gewann Silber, Bruno Peter Bronze.
Einspänner M: auch hier durfte eine Dame den Prüfungssieg wie auch das ZKV-Gold entgegennehmen: Erika Bernhard. Silber gewann auch hier Willy Birrer,  Bronze Christa Graf.
Bei den Pony-Einspännern gewann souverän Doris Schmid mit beachtlichem Abstand zum Zweitplatzierten. Das ZKV-Gold wurde auch ihr überreicht, Silber wurde von Fredy Meyer, und Bronze von Beatrice Wild gewonnen.
Die Zwei- und Vierspänner/Tandems bei den Ponys wurden zusammen gewertet. Sieger war hier Cyrine Grütter. Die ZKV-Medaillen wurden jedoch separat vergeben, somit Gold für Cyrine Grütter, Silber für Hanspeter Sommer bei den Zweispännern. Dominic Falk erhielt Gold für seinen Vierspänner, Daniela Thomi Silber (Tandem).

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20150823 143300 EN7P5323 nlPodest der Zweispänner Kat. L und Einspänner Kat. M, Gold für Marcel Luder in der Kat. S der Zweispänner (Fotos: Beat Habermacher)
Der Sonntag war für die Elite reserviert und brachte Fahrsport vom Feinsten. In der Einspännerprüfung gewann Stefan Ulrich. ZKV-Gold durfte Andrea Bieri, OK-Mitglied des Fahrturniers, entgegennehmen, Silber ging an Bernhard Wüthrich, Bronze an Charlotte Vogel.
Die Zweispännerprüfung brachte einen Doppelsieg für den jungen Marcel Luder. Dieser brachte ihm auch das ZKV-Gold ein, vor Toni Windlin und Michael Bühlmann.
Als letzte Prüfung kamen die imposanten Vierspänner und die selten anzutreffenden Tandems zum Fahren. Diese Prüfung gewann Willy Birrer mit seinen vier braunen Freibergern. ZKV-Gold ging somit an ihn, Silber auch hier für Toni Windlin, Bronze für Felix Affrini.
Zu erwähnen ist, dass der Doppelsieger der Zweispännerprüfung, Marcel Luder, seine vier Pferde gleich noch in der Vierspännerprüfung vorstellte. Es war sein allererster offizieller Start mit vier Pferden, und er hat dies sehr souverän gemeistert.      

Sibylle Commons

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 Interview mit Peter Gäumann, neuer VRP des NPZ Bern

Peter Gäumann leitet seit dem 01.01.1988 zusammen mit seiner Frau als Geschäftsführer den Hospice „Le Pré-aux-Boeufs“ in Sonvilier.

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Herr Gäumann, Sie wurden im April 2015 als neuer VR-Präsident des NPZ Bern gewählt. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?
Durch meinen Vorgänger, Beat Bigler, wurde ich kontaktiert  und für eine allfällige Kandidatur angefragt. Zum NPZB habe ich als Nutzer (Armee, Bernischer Pferdezuchtverband, Besuch von Reit- und Fahrkursen) und als Kunde (Ausbildung von Pferden, Verkaufsstall) schon  seit rund  40 Jahren Kontakt. Das NPZB ist ein Kulturgut und für dessen Erhalt will ich mich einsetzen.

Was haben Sie für einen eigenen Bezug zum Pferdesport?
Bis vor 15 Jahren habe ich selber junge Freibergerpferde im Reiten und Fahren für den Feldtest vorbereitet und an Promotionsprüfungen und Fahrturnieren teilgenommen. Ich besitze nach wie vor 2 Pferde und reite und fahre sie für den „Hausgebrauch“.

Mit welchen Zielen traten Sie das Amt an? Was möchten Sie erreichen / ändern?
Als Aussenstehender in das Amt gewählt, geht es mir in erster Linie darum, den Betrieb kennen zu lernen. Ganz sicher will ich das durch meine Vorgänger bisher Erreichte und Bewährte sichern und weiterführen.  Das NPZ Bern soll als „das Kompetenzzentrum rund ums Pferd“ seine Stellung auf nationaler Ebene konsolidieren und ausbauen. Nach  4 Monaten im Amt kann und will ich nicht über Veränderungen sprechen.

Wo werden Sie Ihre Schwerpunkte setzen?
Zentral sehe ich den  Erhalt und die Weiterführung der guten Arbeitsbedingungen für den bewährten und engagierten Mitarbeiterstamm. Das wiederum impliziert eine hohe Kundenzufriedenheit in der Ausbildung in den verschiedenen Bereichen und auf allen Stufen durch motivierte  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das NPZ ist eine privatrechtliche Genossenschaft, sowie stark mit dem VBS verbunden – wird sich in dieser Richtung etwas ändern?
Das NPZB pflegt einen intensiven und guten Kontakt zum VBS. Es ist die erste Aufgabe auf strategischer wie auf operativer Ebene, diese enge Verbindung zu pflegen und die Bedürfnisse aus der Leistungsvereinbarung mit dem VBS zur vollsten Kundenzufriedenheit zu erfüllen. Eine Veränderung steht zur Zeit nicht zur Debatte.

Corina Gerhäuser, erste weibliche Betriebsleiterin des NPZ, tritt per 30. April 2016 zurück. Folgt nun wieder ein Mann? Was dürfte/soll sich ändern? Was für eine/n neue/n Betriebsleiter/in wünschen Sie sich?
Das Anforderungsprofil richtet sich an eine Frau oder an einen Mann. Wir suchen eine Person, die den Betrieb nach modernen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen längerfristig gewinnorientiert weiterführt.

Wie sehen Sie die Zukunft des NPZB?
Das NPZ ist mit seinem Angebot einem Markt ausgesetzt. Organisatorisch und finanziell steht der Betrieb heute  auf solidem Boden und darf sich als Kompetenzzentrum dieser Konkurrenz stellen.

Was wünschen Sie sich bzw. dem NPZ für die nächsten Jahre?
Zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein wirtschaftlich erfolgreiches Weiterbestehen des Kulturgutes Nationales Pferdezentrum Bern.

Das Interview führte Tamara Acklin

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august 2015

übersicht

EDITORIAL

 Willkommen zum Vereinscupfinale

VERBAND  Future-Lager
 Vorschau Luegschiessen
SPRINGEN

 CS Balsthal
 CS Sumiswald
 CS Thun
 CS Eiken
 CS Müntschemier
 CS Kandersteg
 CS Dagmersellen

DRESSUR

 CD Lenzburg
 CD Wangen

FREIZEITREITEN / FAHREN

 Rösseler-Weekend Zauggenried
 Gymkhana Schwanden

QUERBEET

 Übergabe Betriebsleitung NPZ
 Neuer Reitplatzbau
 Ponysport
 Reisebericht

HINTERGRUND

 Interview mit R.Stöckli

 

Willkommen am vereinscupfinale

Im Jahr 1896 wurde der Reitverein Solothurn gegründet, allerdings unter dem Namen Solothurnischer Reiterclub. Im Jahr 1930 wurde dieser in Reitverein Solothurn umgewandelt. Die Vereinsaktivitäten wurden damals im Emmenholz in Zuchwil abgehalten, wo unser Reitplatz war. Nach dem Entschluss der Behörden, im Emmenholz eine Kehrichtverbrennungsanlage zu errichten, welche heute die KEBAG ist, musste der Reitverein Solothurn nach einem anderen Platz Ausschau halten. Mit der Entstehung des Reitplatzes Dubenmoos im Jahre 1973, erschlossen sich dem Reitverein neue Dimensionen. Seit über 40 Jahren bietet uns dieser Platz die Gelegenheit an traumhafter Lage, mit Aussicht auf die Stadt und den idyllischen Jura, Trainings und Kurse zu absolvieren, sowie unsere alljährlichen Pferdesporttage durchzuführen. Leider war es dazumal und bis heute nicht möglich den Reitplatz Dubenmoos zu erschliessen. Dies bewirkt deshalb immer einen sehr grossen Arbeitsaufwand und -einsatz unserer Vereinsmitglieder, damit die Pferdesporttage durchgeführt werden können, sowie ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann (ca.1500m Wassertransportleitung, unter anderem auch Stromleitungen erstellen und wieder abbauen).
Vom 21. bis 23. August 2015 werden wir unsere traditionellen Pferdesporttage durchführen. Auf der ca. 20‘000 Quadratmeter grossen Grünfläche werden Prüfungen der Kategorien B, R/N, ZKV-Green Jump, 2-er Equipen und der zur Tradition gewordene Dubenmoos-Cup (Derby über Gräben und Wälle) durchgeführt.
Als Höhepunkt findet am Sonntag das ZKV-Vereinscup-Finale statt. Jedes Rayon führt jährlich eine Ausscheidungsprüfung durch. Geritten wird ein Parcours mit 21 Hindernissen, minimal 105cm, maximal 115cm hoch. Jeder Reiter muss sieben Hindernisse springen, jedes Hindernis darf nur einmal gesprungen werden. Der Parcours darf nach freier Wahl geritten werden. Für das Finale qualifizieren sich 50% der an den Ausscheidungsprüfungen gestarteten Equipen. Wir freuen uns, dieses Jahr das ZKV-Vereinscup-Finale durchführen zu können und hoffen auf viele Zuschauer.
Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren, so dass den Konkurrenten, wie auch den Besuchern, ein spannender und fairer Pferdesport geboten werden kann.
Unsere Festwirtschaft mit ihren bekannten Fischknusperli, sowie weiteren Grilladen, Salaten, Sandwichs und Desserts, wird wiederum für das Wohle unserer Besucher sorgen. Auch lädt der schön geschmückte Biergarten zum Verweilen ein. Am Abend wird die Bar geöffnet, wo man sich noch für einen Schwatz treffen kann.
Nun hoffen wir, dass Petrus uns in diesem Jahr ein niederschlagfreies Wochenende beschert und freuen uns auf einen grossen Publikumsaufmarsch in unserem schönen Dubenmoos.

OK-Präsident, Kurt Fischer

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ZKV Future-Lager 2015

Wir kennen keinen Sonnenbrand! Bewaffnet mit Sonnencrème und Hüten, entgegen der Hitze.

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Die Trainings wurden dieses Jahr den heissen Temperaturen angepasst. So ritten wir meistens eine Runde länger im Schritt oder bevorzugten es, Ball- und Geschicklichkeitsspiele dem Rumpftraining vorzuziehen. An dieser Stelle besten Dank an unsere einfühlsamen Trainer, die in der Sonne mit uns litten und uns durch das ZKV Future Trainingslager vom 20.-24. Juli begleiteten.
Am Dienstag durften wir ganz im Zeichen unseres Wochenthemas „Biomechanismus des Pferdes“, an einem wertvollen Beitrag von Tierarzt Dr. vet. Stefan Bettschen teilnehmen. Er erläuterte uns, in welche Richtung sich die Gelenke unserer Sportkameraden bewegen lassen und wie wir sie unterstützen können, ohne dass sie mit Schmerzen durchs Leben gehen müssen.
Tags darauf ritten wir wieder unsere Pferde und hatten Mentaltraining oder Sport mit den Leitern Christian Finger, Rico Stalder und Katharina Orthaber. Das Nachmittagsprogramm wurde von uns dankbar angenommen. Wir fuhren in die nahegelegene Badi und kühlten uns dort ab.

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Nun war es soweit: Am Donnerstagmorgen zeigten die Dressurreiterinnen zu „Celebration“ ihre Quadrille, die sie unter der Leitung von Urs Schelker zusammenstellten. Anschliessend ritt jede noch ein selbst ausgewähltes Dressurprogramm vor. Gleichzeitig absolvierten die Springreiter einen Parcours auf individuellen Höhen und die Concours Complet Reiter bestritten einen Crossparcours auf dem schönen Paddock des NPZ Berns. Auch die Vierkämpferinnen gaben ihr Bestes beim Vorreiten. Jeder Teilnehmer bekam von den Trainern ein persönliches Feedback.

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Nicht vergessen zu erwähnen ist unser Ausflug. Wir besuchten das Rehabilitationszentrum des Stalls Ben in Schwarzenburg. Dort zeigte man uns die neusten Techniken, wie Wunden, Verletzungen und diverse Krankheiten effizient geheilt werden können. Die Vorführung war sehr eindrücklich. Als „Gudeli“ durften wir am Abend in die Innenstadt von Bern, wo wir uns mit Kaffee verwöhnen, Sehenswürdigkeiten geniessen und herumschlendern konnten.
Zum Ausklingen der Woche konnten manche noch auf der Allmend über die Hügel reiten, lockere Dressurarbeit oder eine leichte Gymnastik machen. So konnten die Pferde nach der strengen Woche nochmals ihre Muskeln lösen und entspannen.
Danach stand das Putzen an… Doch wir waren fleissig und dadurch schnell fertig.
Besten Dank an alle, die uns dieses tolle Lager ermöglichten!
Danke dem ZKV, dem SVPS, Swiss Olympic, dem Leiterteam, unseren Eltern und unseren treuen Pferden und Ponys!

Priska Kurth, Dressurreiterin ZKV Regionalkader Junioren, Teilnehmerin des Lagers


 

Willkommen auf der Lueg

Schon bald wird auf der Lueg wieder geschossen. Am 29. August ist es soweit, zum 81. Mal treffen wir uns vom ZKV zum traditionellen Schiessen auf der Lueg und zum gemütlichen Beisammensein. Wieder werden Euch die Ehrendamen in ihren schönen Trachten begrüssen, auch wird euch wieder die Berner-Platte zum Zmittag serviert und die musikalische Umrahmung übernimmt die MG Rinderbach. Alles wurde wieder veranlasst, dass es ein toller Anlass wird.
Dieses Jahr gibt es einen “Dragoner-Preis“ gestiftet von Jörg Rufer, bestehend aus einem Wanderpreis und für die ersten drei einen Spezialpreis. Dieser Preis kann jeder gewinnen, der bei der Kavallerie Dienst geleistet hatte. Jörg Rufer möchte ich im Namen des ZKV, der Lueg Kommission und aller Dragoner danken für sein Engagement und seine grosszügige Unterstützung. Die Gruppenleiter sollen beim Ausfüllen der Karten daran denken, dass der Dragoner-Status deutlich ausgewiesen werden muss.

Dragoner Pferd Joerg nl“Dragoner-Preis“ gestiftet von Jörg Rufer
Im Weiteren möchte ich in Erinnerung rufen, dass alle herzlichst eingeladen sind auf der Lueg, ob Schütze oder nicht Schütze, nach dem Motto „wer nicht schiesst - der geniesst“. Alle die keine Gruppen mehr zusammen gebracht haben lade ich als Einzelschützen ein. Dies braucht keine Voranmeldung, jeder kann kommen und sich bei der Munitionsausgabe hinter dem Landgasthof Lueg beim Parkplatz selber anmelden. Sollte sich nun jemand nicht sicher sein, wie das von statten geht, dann meldet euch bei mir oder einem Mitglied der Lueg-Kommission, wir geben euch gerne Auskunft und helfen beim Anmelden.
Wir, die Lueg-Kommission, sind vorbereitet und freuen uns auf möglichst zahlreiche Besucher, die mit uns diesen schönen Anlass mitgestalten.

Obmann Lueg, Angelo Piffaretti

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Nachtspringen und Pferdedusche

Zum zweiten Mal unter der OK-Führung von Matthias Meier gelangten Springprüfungen von B70 bis RN135 zur Austragung auf dem Springplatz Moos in Balsthal. Bronislav Chudyba gewann mit Angelotti die Hauptprüfung, welche am Freitagabend in Form eines Nachtspringens durchgeführt wurde.

Bronislav Chudyba aus Steinhausen pilotierte den zehnjährigen Holländerwallach Angelotti fehlerfrei durch den Parcours über 135cm, gefolgt von Rudi Wallerbosch mit Lupin du Perchet und Henri Sturzenegger auf Chavera. Bereits die vorangegangene Prüfung RN130 sorgte für Spannung im Parcours. Marc Röthlisberger ging mit der achtjährigen Oldenburger Stute ‘Cavaluna‘ auf Angriff und setzte sich mit der Startnummer 19 an die Spitze im Zwischenklassement. Die Führung behielt er bis fast zum Schluss, als mit der Nummer 65 Manuel Pinto einen erfolgreichen Anspruch auf den ersten Rang geltend machte und sich mit ‘Narbonne Z‘ ganz knapp die schnellere Zeit notieren lassen konnte. Den dritten Rang holte sich Kate Gygax, welche die Belgierstute Halloween Sitte unter dem Sattel hatte.

cs balsthal nlSieger im RN 130: Manuel Pinto/Narbonne Z (Foto: K.Rohrer)

Der KRV Balsthal-Thal hat alles daran gesetzt, den Pferden und Reitern trotz hitzigen Temperaturen möglichst angenehme Bedingungen zu bieten. So erhielt jeder Reiter beim Parcoursausgang ein kaltes Mineralwasser und für die Vierbeiner war hinter der Reithalle eine Pferdedusche installiert. „Wir hatten sicherlich mehr Aufwand infolge der hohen Temperaturen und die Helfer im Parcours zeigten Durchhaltevermögen“ betonte OK-Präsident Matthias Meier, der für sein fleissiges und mitdenkendes OK sowie die emsigen und Concours-erfahrenen Vereinsmitglieder nur lobende Worte hatte. Die Vereinsmitglieder des KRV Balsthal-Thal zeigten sich auch erfolgreich im Springsattel, wie Vereinspräsident Roland Nussbaumer hervorhob. Etliche ReiterInnen aus den Handelsställen der Umgebung, aber auch aus der Westschweiz, stellten ihre Pferde vor und nutzten die Startgelegenheit in Balsthal auf der modernen und optimal ausgestatteten Reitsportanlage.

Karin Rohrer


CS Sumiswald

Bei strahlend sonnigem Wetter führte der RV Sumiswald den alljährlichen Concours durch. Bis Sonntagabend fanden über 465 KonkurrentInnen beste Verhältnisse vor. Auch NichtreiterInnen gesellten sich dem Anlass bei.

Am Samstag fanden das Green Jump sowie Einsteigerprüfungen der Kategorie B65/70 statt. Rahel Christen und Anick Meister hiessen die Siegerinnen, welche beide beinahe sekundengenau an die von Parcoursbauer Adrian Blatter vorgegebene Idealzeit im Green Jump heranritten.
In der B/R90/95 Prüfung waren gegen die 40 Konkurrentinnen und Konkurrenten am Start. Die Siegerehrenrunde führten Sandra Röthlisberger in der ersten und der einheimische Sacha Däppen in der zweiten Prüfung glücklich an.

cs sumiswald nlVoltige Team Emme (Foto: A.Reinhard)
Die kleinsten Vereinsmitglieder stellten sich beim Losverkauf geschickt an und es gelang praktisch niemandem, ihnen zu widerstehen. Daher erstaunt es nicht, dass bereits am Samstagnachmittag alle Lose für die schön geschmückte Tombola mit den tollen Preisen von den emsigen Mädchen verkauft worden waren.
Am Abend wurde in der Hippi(qu)e Bar das eine oder andere Geschehen des Tages nochmals diskutiert und einzelne schwangen das Tanzbein während wiederum andere einfach den ereignisreichen Tag ausklingen liessen.
Die erste der R100/105 Prüfungen, in welcher 39 Reiterpaare am Start waren, gewann Silvia Müller mit ihrem Pferd Cordial PZ. In der zweiten Prüfung überzeugte wiederum Sacha Däppen mit seiner Linienwahl und liess die anderen Konkurrenten im Zweiphasen Springen hinter sich.
Nebst der Festwirtschaft füllte sich auch das kleine Bar-Zelt, in welchem der Präsident Urs Jaquemet zahlreiche Ehrenmitglieder, sowie Gönnerinnen und Gönner am alljährlichen Sponsoren-Apéro begrüsste. Mittags bot das Voltige-Team Emme ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Programm, das die zahlreich erschienenen Zuschauer mehrmals zu einem spontanen Applaus brachte.
In der R110-Prüfung starteten 48 Reiterpaare, so viel wie nie zuvor. In diesen zwei letzten Prüfungen des Tages hiessen die Sieger Andrea Streit und Sacha Däppen (zum Dritten).

Anita Reinhard


Drei Emmentaler Vereine galoppieren an die Spitze

Das Highlight auf der Thuner Allmend war die Ausscheidungsprüfung zum ZKV-Vereinscup-Finale. Auf die erste und einzige fehlerfreie Runde musste bis ganz zum Schluss gewartet werden, nämlich bis Urs Schelker, Stefan Rufus und Rebekka Salzmann für den KRV Konolfingen mit schnellen Runden erfolgreich ins Ziel ritten. Mit der Siegerequipe qualifizierten sich mit dem ORV Langnau i.E. und dem RV Sumiswald zwei weitere Emmentaler Teams für das Finale im solothurnischen Dubenmoos. Ebenfalls mit einem Abwurf gesellten sich auch die drei Reiterinnen des Gastgeber-Vereins zu den Final-Teilnehmern.

Die Rekord-Temperaturen machten am ersten Juli-Wochenende die Pferdesporttage auf dem „Zelgli“ zu einer echten Herausforderung. Die Pferde freuten sich über regelmässige, kühle Duschen und zeigten sich trotz der Hitze durchwegs frisch und munter. Für ihre Reiter wurde das Tenue erleichtert. Zum Auftakt holte sich am Freitagabend nach den Jungpferdeprüfungen das Quartett Panache mit Angela von Bergen, Christine Wyssen und Simone Gerber sowie Janine Balz den Sieg im „Nationenpreis“. Die Spitzenplätze über 70cm teilten sich Saskia Hadorn und Sibyl Wittwer am noch nicht ganz so heissen Samstagmorgen mit ihren schnellen Ponys New Medoc und CB Black Beauty im Wechsel unter sich auf. Sichtlich heiss auf Sieg waren zum Ende der Prüfung über 100cm Yolanda Palmer und Galanda. Mit ihrem ersten Pferd bereits unter den Top Ten, unterbot sie die schnelle Zeit des führenden Sacha Däppen noch um fast zwei Sekunden. Mit Marc Röthlisberger realisierte ein weiterer Emmentaler im Sattel von Lacote und Bijou einen Doppelsieg. Der Spitzenrang im spektakulären „Jump and Drive“ vom Sonntagmittag ging an das Thuner Paar Jeanne Hunziker mit Chagall des Echilles und ihren akrobatischen Biker Christian Maibach.

cs thun nlSiegerequipe KRV Konolfingen mit Bruno Invernizzi, Stefan Rufus/Carbonico, Rebekka Salzmann/Candy S, Urs Schelker/Contessa, Rayon IV-Chef Thomas Salzmann mit der nächsten Springreiter-Generation auf den Schultern (Foto: S.Stucki)
Als weiterer Lokalmatador holte sich Thomas Järmann, der beim Parcoursbau, als Trainer und Reiter im Dauereinsatz stand, in den Schlussprüfungen hinter den Siegerpaaren Bruno Zahnd und der kleinen Stute Orlando’s Sunshine – über 110cm und  Sacha Däppen mit Lanis über 115cm zweimal den Ehrenplatz im Sattel des sechsjährigen braunen Holländers Eden. Dies ist für OK-Präsidentin Michaela Maurer und ihr unermüdliches OK-Team ein schöner Abschluss des unfallfreien Concours unter glutheisser Sonne.

Susanne Stucki


Der Hitze davongaloppiert

Die Pferdesporttage Eiken waren geprägt von extremer Hitze und beachtlichen sportlichen Leistungen in acht Springprüfungen. Nadine Steffen mit Cosima vom Eigen CH und Pascal Brunner mit Linette gewannen die beiden R/N120-Hauptkonkurrenzen.

Sich bei Temperaturen von rund 38 Grad zu sportlicher Betätigung aufzuraffen, braucht besonders starken Willen. Bei den Pferdesporttagen des Fricktalischen Reiterclubs in Eiken liessen sich die meisten gemeldeten Aktiven die Startgelegenheit nicht entgegen. In den nachmittags stattfindenden Prüfungen gab es dennoch mehr Abmeldungen als üblich. Zum Glück spendeten die zahlreichen Bäume im idyllischen Haufgarten-Springplatz etwas Schatten, der bei allen höchst willkommen war.
Den Turnierauftakt machten die beiden Prüfungen der Stufen B70/80/90 mit gemeinsamer Klassierung. Mara Brönnimann mit der Holländerstute Cavanta und Harry Gradischnit mit der Hannoveranerstute Elfi II ritten hier zum Sieg. In den offiziellen Konkurrenzen der Stufe R/N100 und R/N105 teilten sich Helena Binder mit Kendra III CH und Marielle Müller mit der Dänenstute Corona III die ersten zwei Plätze auf und wechselten sich dabei als Siegerin ab.

cs eiken nlChantal Müller platzierte Cittadino im R/N120 im 3. Rang (Foto: R.Müller)
Am Sonntag holten Ruth Oehen im Sattel der Holländerstute Avinity im R/N110 und Selina Betge auf Perilun Boy CH im Progressiven Punktespringen mit Joker (Stufe R/N115) die Siegerschleifen. Stark besetzt waren die beiden sportlichen Hauptprüfungen der Stufe R/N120. Nadine Steffen mit Cosima vom Eigen CH und Pascal Brunner mit der Oldenburgerstute Linette führten hier die Ranglisten an. Auf den Ehrenplatz ritt zweimal Nicole Bruhin mit der Irländerstute Top Shot. Um die Pferde zu schonen wurde die zweite Prüfung ohne das ausgeschriebene Stechen durchgeführt. Die beliebten Bauernrennen für Pferde, Freiberger, Haflinger und Ponys setzten einen temporeichen Schlusspunkt des Turniers.

Ruth Müller


Nina Willecke nutzt den Heimvorteil

An den Regionalen Pferdesporttagen in Münt-schemier stand das ZKV R-Springchampionat im Mittelpunkt. Überraschende Siegerin im Stechen blieb die Luzernerin Esther Buetler.

Dem engagierten OK-Komitee unter der Leitung von Patrik Glarner ist es einmal mehr gelungen, die gesamte Palette des regionalen Pferdesports im Center Etter in Müntschemier in einer idealen Infrastruktur „wettkampfmässig“ hochstehend zu präsentieren. Die eifrigen Mitglieder des RV Erlach und die vorab am Sonntag zahlreichen Zuschauer, wurden regelrecht verwöhnt.
Nach mehreren Jahren standen diesmal in den vom RV Erlach organisierten Regionalen Pferdesporttagen nicht die Durchführung des Berner Kantonalfinals im Mittelpunkt der Veranstaltung, sondern das ebenso wichtige und beliebte ZKV R-Springchampionat. Reiter mit R-Lizenz, die aktiv einem dem ZKV angeschlossenen Verein angehörten waren dann startberechtigt, wenn sie in der laufenden Periode mindestens vier Klassierungen der Kategorie R/N120 und davon mindestens zwei Klassierungen ab R/N125 aufweisen konnten. Die Hauptprüfung wurde in zwei Umgängen mit Stechen durchgeführt und hätte spannender nicht sein können. Sechs Reiterpaare hatten mit einem Doppelnuller die Endausmachung erreicht. Und genau jene sechs Erstklassierten hatten sich damit direkt für die Schweizer Meisterschaften qualifiziert.

ZKV R Springchampionat 2015 nlZKV R-Championat: Monica Schläpfer (2.), Esther Beutler (1.), Nina Willecke (3.). (Foto: C.Lüthi)
Drei Amazonen machten schliesslich den Sieg unter sich aus, nachdem Reto Kaufmann und Pascal Bucher Stangenfehler zu beklagen hatten. Der Sieg ging schlussendlich mit hauchdünnem Vorsprung an Esther Beutler, knapp vor der routinierten Monica Schläpfer. Die Müntschemierer Bereiterin Nina Willecke rettete mit einem glanzvollen dritten Rang mehr als nur die Ehre der gastgebenden Seeländer.
Monique Hofer, Hansjörg Berner und Nicole Tanner mussten nämlich nach je zwei Abwürfen in den ersten Umgängen mit Plätzen zwischen Rang 15 und 20 Vorlieb nehmen.
Der Müntschemierer Hansjörg Berner revanchierte sich dafür in der Kategorie R120 mit einem Sieg. Mit Thomas Järman gelang einem weiteren Routinier ein Disziplinen-Sieg. Der Sieger des Berner Kantonalfinals von 2013 in Müntschemier ist im Center Etter immer für einen Exploit gut.
Stets ein Wörtchen mitzureden hatte bei den finalen Entscheidungen Nina Willecke, die den Heimvorteil zu nutzen wusste und sowohl über 120cm als auch über 125cm jeweils den fünften Rang belegte und damit ihre herausragende Form unter Beweis zu stellen vermochte. Einen eindrücklichen Doppelsieg gelang schliesslich dem Berner Pascal Bettschen, der in der Zweiphasenprüfung über 125cm seine beiden Pferde ganz an die Spitze katapultierte.

Cindy Lüthi


Reiter-Gemeinschaft in den Bergen

Inmitten von Fels und Bergen trafen sich rund dreihundert begeisterte ReiterInnen zum Kandersteger Reitfest. Der Concours in diesem Jahr war mit vier Tagen Sonne pur und einer Reiter-Gemeinschaft, die wohl so nirgendwo gelebt wird, einer der schönsten. So auch für die Gewinnerin der Edelweiss-Tour Stufe III, Isabell Stücheli, die mit ihren Pferden zum zweiten Mal die wohl längste Reise ins Berner Oberland unter die Räder genommen hatte.

Mit dem 13-jährigen Belgier Corrado entschied die junge Reiterin aus Neuhausen am Rheinfall als letzte von acht Teilnehmern das Stechen der Edelweiss-Prüfung Stufe III mit einem beherzten Ritt zu ihren Gunsten. Mit Julia Herrmann, Nicole Guillebeau und, zur grossen Freude der Organisatoren mit Victoria Bohny auch einer talentierten Juniorin aus dem Kandertal, folgten drei Berner Reiterinnen mit ebenfalls fehlerfreien Stechrunden. Für das Stechen hatte sich auch die amtierende ZKV-R-Championats-Gewinnerin Esther Beutler qualifiziert. Nach zwei Abwürfen von Calena gabs für das Paar zwar keinen weiteren Sieg, die Reiterin aus Ettiswil durfte jedoch auf etliche Top-Plätze zurück blicken. In der zweiten Edelweiss-Stufe sorgte Simone Günther für einen Oberländer Erfolg: Die Siegerschärpe wurde von der Turniersekretärin Sandra Hari dem Braunen Carrington umgehängt, Rang drei hatte sich die Reiterin aus Unterseen mit dem Schimmel Americo B verdient.

Pendlerin Nicole Guillebeau am fleissigsten
Im Sattel von Chayenne entschied Kurt Reinhard die erste Edelweiss-Prüfung für sich und dicht dahinter folgte mit Nicole Guillebeau die wohl fleissigste Reiterin des Turniers. Während der Grossteil der Teilnehmer ihre Pferde in den Zeltboxen eingestallt hatten und im Lötschbergdorf ihre Einsätze mit ein paar Ferientagen verbanden, pendelte die 22-jährige täglich  zum Pferdetausch zurück in den heimatlichen Stall. Denn insgesamt hatte die couragierte Amazone aus Lanzenhäusern acht Pferde im Einsatz. 23(!) Mal läutete in Kandersteg für sie die Startglocke und regelmässig konnte sie sich unter die Klassierten einreihen. „Für mich stimmt vor allem das coole Ambiente dieses familiären Concours mit bester Stimmung bei dem jeder jeden kennt!“ meinte die junge Lady am Sonntagabend gut gelaunt nach der letzten Ehrenrunde auf dem Allwetterplatz vor dem Bahnhof im Sattel  ihrer verlässlichen Kämpferin Bellabanta vom Gwick.

cs kandersteg nlNicole Guillenbeau mit Bellabanta (Foto: S.Stucki)

Und viele weitere Gewinner und Klassierte durften nach mehr als zwanzig spannenden Prüfungen und vier Tagen fröhlicher Reiter-Gemeinschaft die Bergwelt wieder verlassen. Die meisten mit der durchwegs viel versprechenden Aussage: „Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder!“ Wie könnte da nicht auch der Kandersteger OK-Präsident Hansueli Hari samt seiner fantastischen Crew absolut zufriedenen auf ein tolles und unfallfreies Reitfest zurück blicken.   

Susanne Stucki


 

Spannender Sport in 28 Prüfungen

Im Rahmen der fünftägigen Pferdesporttage Dagmersellen gewann Bronislav Chudyba auf Extasy III die N140-Hauptprüfung mit Stechen. Der KRV Oberwiggertal zeichnete als gewiefter Organisator des Turniers.

Die 28 Springprüfungen für regional und national lizenzierte Reiter, für Einsteiger mit Brevet sowie erstmals auch für Ponyreiter boten auf dem grossen Sandplatz spannenden Sport. Vor allem die Amazonen ritten sehr erfolgreich: 23 Mal führten sie auf der Stengelmatte die Ehrenrunde an. Den sportlich hochstehenden Auftakt machten am Mittwoch vier Prüfungen der Stufen N120, N125, N135 und N140 für Reiter mit nationaler Lizenz. Wie immer in Dagmersellen waren grosse Namen am Start. Die Parcours wiesen stattliche Oxer sowie technische Finessen auf, was den Konkurrenten einiges an Können abverlangte.

cs dagmersellen nlRang 2 in der N140-Hauptprüfung: Barbara Schnieper/For Winja (Foto: R.Müller
Iris Gautschi gewann mit Cartaja die Prüfung der Stufe N135, vor Fabio Crotta mit Tess de Jalesnes. Zehn Paare machten im Stechen der Stufe N140 den Sieg unter sich aus. Mit über vier Sekunden Vorsprung galoppierte Bronislav Chudyba, Bereiter im Sportstall Tina Pol, auf der Stute Extasy III, zum Erfolg. Barbara Schnieper erreichte auf For Winja CH den zweiten Rang, Hansueli Sprunger platzierte sich auf Ufo als Dritter. Mit Estelle Wettstein, auf Belissima, blieb eine weitere Reiterin erneut fehlerfrei.
Auf regionaler Bühne glänzte besonders Pascal Bucher aus Retschwil. Mit Targa Athletic CH gewann er am Donnerstag eine R120-Prüfung, und am Sonntag sprang er mit dem Fuchswallach Cayman Athletic CH in der regionalen 130-cm-Hauptprüfung zum Sieg. Im von 18 Paaren bestrittenen Stechen verwies er Kate Gygax mit Halloween Sitte und Cynthia Wigger mit Schorse auf die folgenden Plätze. Auch Laura Hunziker mit der holländischen Schimmelstute Apple Queen erreichte zwei Siege (R110 und R115).
Erstmals waren spezielle Pony-Konkurrenzen mit Hindernishöhen von 70 bis 90 Zentimeter ausgeschrieben. Es zeigte sich, dass die Ponyszene besonders in der Westschweiz stark vertreten ist. Alle Siegerinnen stammen aus der Romandie. Anaïs Del Faggio aus Estavayer-le-Gibloux holte mit der dunkelbraunen Bianca gleich zwei Siegerschleifen auf Stufe P70. Für die Zukunft erhofft sich der KRVO hier ein noch besseres Nennergebnis.

Ruth Müller

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Der Nachwuchs überzeugte mit guten Leistungen

Acht Prüfungen wurden an den Lenzburger Dressurtagen vom 19. bis 21. Juni ausgetragen, die alle zum ZKV-Championat zählten. Das M24 gewann mit Tamara Horisberger die Vorjahressiegerin. Besonders hohe Punktzahlen erreichten die jungen Pferde.

Tamara Horisberger und Oxyle de Meuyratt scheint die Lenzburger Schützenmatte gut zu liegen. Bereits vor einem Jahr entschieden die beiden das M24 für sich und auch heuer dominierten sie die Prüfung. Mit 68.29% gewann Horisberger mit ihrer Fuchsstute die Hauptprüfung vor Sandra Corpataux mit Sambeau und Regula Aebi mit Glory Day II.
Mit 68.92%, der höchsten Punktezahl des Wochenendes, gewannen Catherine Jacot und GB Santiago das M22. Im M24 reichte es für Platz 4, Santiago liess sich von Mücken ablenken und schlug einige Male mit dem Kopf. Der zweite Platz im M22 ging an Ueli Liechti mit Samourai des Haies CH und den dritten Rang erreichten Stephanie Hartmann und Lady Gaga.

cd lenzburg nlCatherine Jacot und GB Santiago gewannen das M 22 mit der höchsten Prozentzahl des Wochenendes (Foto: S.Haltiner)
Am Sonntag wurde ausserdem eine Jungpferdeprüfung durchgeführt. Gleich drei Paare erreichten hier mit über 68 % eine hohe Punktzahl, Michèle Schweizer und Fürst Feliciano, Natalie Topalovic und Alabester sowie Stephan Bischof mit Asti Spumante. Zwei L12-Prüfungen standen ebenfalls auf dem Programm. Die Siegerinnen hiessen Brigitte Peterhans und Dancing Queen IX, sowie Doris Bosshard mit Royal Ritchy. Im L14 reüssierte Veronika Linsmayer mit Da Vinci du Perchet CH. Das GA02 gewann Ramona Fivian mit Pik Lilou CH und im GA04 siegte Patrizia Fischer mit Weltano CH. Alle Prüfungen, die in Lenzburg ausgetragen wurden, zählten zum ZKV-Championat.
Mit einer Halle als Abreiteplatz und einem grosszügigen Sandplatz, der ein Vorbereiten neben dem Wettkampfviereck erlaubt, bieten die Dressurtage in Lenzburg den Reitern eine optimale Infrastruktur. Das OK, unter der Leitung von Claudia Zuber, konnte sich einmal mehr über gut besuchte Prüfungen freuen; für viele musste sogar eine Warteliste geführt werden.

Sibylle Haltiner


Neu mit Youngster-Prüfungen

Der Springplatz Bleiki in Wangen a.A. war für drei Tage ganz in der Hand der Dressur-ReiterInnen. Mit Qualifikations-Prüfungen für Freiberger- und Haflingerpferde, ZKV-Championats-Prüfungen und der Startmöglichkeit für lizenzierte Teilnehmer war das Programm vielseitig und attraktiv.

Im L14 vom Sonntagnachmittag gingen 21 Reiterinnen an den Start auf dem im Grünen idyllisch gelegenen Sandviereck. Mit 66.91% sicherte sich Silvia Hofer aus Lützelflüh-Goldbach mit dem zehnjährigen Wallach ‘Lavinius‘den Sieg und trotzte den heissen Temperaturen. Den zweiten Rang mit 66.76% holte sich Isabelle Kiechl, die mit Rhodium S CH ebenfalls ein schönes Programm präsentierte. Arcadius mit Severina Kormann im Sattel platzierte sich auf dem dritten Rang. Das Paar verliess das Viereck mit 66.18%. Priska Kurth hiess die Siegerin des L12, welche sich mit ‘Firenze‘ 70.16% notieren lassen konnte.

cd wangen nl1. Rang für Silvia Hofer aus Lützelflüh-Goldbach mit Lavinius im L14 (Foto: K.Rohrer)

Romina Zampino überzeugte mit konstanten Leistungen und klassierte sich gleich zweimal ganz vorne in der Rangliste und zwar mit ‘Daidalus‘ auf dem 2. und mit ‘Royal Prince‘ auf dem 5. Rang. Die kurzfristigen Abmeldungen hielten sich in Grenzen und die Festwirtschaft hatte sich mit Salat, Melone und genug Getränken gewappnet. Einige Reiterinnen und Vereinsmitglieder liessen es sich nicht nehmen, bei einem kurzen Bad in der Aare etwas Abkühlung zu finden. Als Novum wurde am Freitagmittag ein GA06 der Kategorie Youngster angeboten. Hier gingen sechs- und siebenjährige Pferde bis 160 GWP an den Start und sammelten Punkte für das ZKV-Championat 2015 Kategorie Youngster. „Für diese Kategorie gibt es anscheinend recht wenig Anbieter und so haben wir uns für eine Durchführung entschlossen“, erklärte OK-Vizepräsidentin Daniela Lanz, welche sich über die stattliche Anzahl Nennungen freute. Gerichtet wurden die ‘Youngsters‘ von Erich Hediger und Martina Schärer und als Siegerin ging Madeleine Hofer aus Bévillard hervor. Sie hatte die sechsjährige ‘Davina von Worrenberg CH‘ gesattelt und erreichte 65%.

Karin Rohrer

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Rösseler Wochenende der Superlative

Vielseitiger Pferdesport wurde auf dem Mooshof im bernischen Zauggenried zelebriert, organisiert durch Pferdezucht- und Pferdesportverein Burgdorf / Fahrverein Oberemmental. Auf der idealen Anlage konnten die Fahrsportler aus dem Vollen schöpfen und in kniffligen Gymkhanaprüfungen bewiesen die ReiterInnen ihr Geschick und Teamwork mit dem Partner Pferd.

zauggenried nl3. Rang Zweispänner Pferde M S für Daniel Wüthrich mit Aquilla und Chiara (Foto: K.Rohrer)
Für die ReiterInnen der ZKV-Gymkhanaprüfungen hiess es teilweise früh aufstehen. Vor allem in der Stufe Pferd 2 gab es einen Teilnehmerrekord und so fand die erste Parcoursbesichtigung bereits um 6.30 Uhr statt. Zum Motto ‘Ein Tag im Grünen‘ hatte sich Parcoursbauerin Anastasia Stettler einiges einfallen lassen und es konnten weitere Punkte für den Trophy-Final in Bern gesammelt werden. Aber nur, wenn die Zusammenarbeit mit Pony oder Pferd harmonisierte und die anspruchsvollen Aufgaben wie Stangen treten, Fische aus Teich fische oder Blumen einsammeln möglichst fehlerlos absolviert wurden. Für Action sorgten natürlich die Derbys der reduzierten Vollprüfungen im Fahren mit Teich und Marathon-Hindernissen. Auf dem wunderbaren, weltmeisterlichen Rasenplatz gab es es schöne Dressurprogramme zu sehen, ob von Ein- oder Zweispännern, Tandem-Gespannen oder dem prächtigen Vierspänner mit Freibergern von Willy Birrer. Der Rasenplatz stand am Samstag auch den L-Fahrern zur Verfügung, da seitens OK Wert darauf gelegt wurde, auch den Fahrern der Stufe L perfekte Wettkampfbedingungen zu bieten. Ob elegante Friesen oder Berberpferde, Haflinger oder Shettland-Ponys, die Rassenvielfalt der eingespannten Equiden sorgte für viel Abwechslung. Nur für die Freibergerpferde war der Feldtest, der für die dreijährigen Youngsters eine Bühne bot. Mit einem üppigen Rahmenprogramm aus akustischer und kulinarischer Hinsicht wurde an Publikum wie Teilnehmer gedacht. Die Zuschauer strömten in Scharen auf den Mooshof mitte Juli und genossen gemütliche Stunden unter Gleichgesinnten bei herrlichem Sommerwetter.
Karin Rohrer


Ländlich, gemütlich und sportlich

Der Fahrverein Oberemmental war Initiant des Fahrturniers in Schwanden mit Promotionsprüfungen und Multitest. Ein Drive and Jump sorgte für viel Action und in den Freiberger- oder ZKV-Gymkhanas konnten Punkte für den jeweiligen Final gesammelt werden.

New Forest Pony Miracle wurde ihrem Namen gerecht und siegte im ZKV Gymkhana Pony 1 mit Joeana Mumprecht im Sattel. Als einzige Teilnehmerin dieser Stufe erreichte Joeana das Punktemaximum von 100. Der Parcours von Bettina Aeschbach hatte aber auch einiges zu bieten und forderte aufmerksame Vierbeiner und geschickte ReiterInnen. Denn beim Bälle fischen oder Holz aufs Feuer legen waren ruhige Reiterhände gefragt. Tinkerstute Trixi ist ein Routinier und gewann unter Fabienne Schulthess die Stufe Pony 2. In Schwanden kamen zudem drei Gymkhana-Prüfungen nur für Freibergerpferde zur Austragung. Aber auch in den ZKV-Gymkhanas waren Freiberger ganz vorne. So gewann Zoe Bigler mit Ruanda in der Stufe 1, während die erst 5-jährige Mooshof Lynn, geritten von Christine Egger die Stufe 2 für sich entscheiden konnte. „Die Gymkhana-Prüfungen sind eine Bereicherung für unseren Anlass und werden seitens Zuschauern sehr geschätzt“, erklärte OK-Präsident Roland Rothenbühler. In den Promotionsprüfungen Fahren kamen in drei Alterskategorien die CH-Pferde sprichwörtlich zum Zuge. N

schwanden nlMarianne Ruch mit ihrem 12-jährigen Geronimo erfolgreich unterwegs im Gymkhana (Foto: K.Rohrer)

ach Absolvieren des Dressurprogrammes ging es direkt in den Hindernisparcours. Emotionen pur waren angesagt, wenn ein Fahrer nach einem erfolgreichen „Töggele“ einen Juchzer ausstiess. „Das ist halt so im Emmental“, meinte ein Zuschauer und applaudierte zur erfolgreichen Vorführung des Fahrers. Für Barbüdo Giacomin hatte sich die weite Anreise aus Ardez im Graubünden mit seinen drei Freibergern mehr als gelohnt, konnte er sich doch gleich dreimal ganz vorne klassieren. Mit der absolut schnellsten Gesamtzeit entschieden Erika und Stefanie Bernhard das Drive and Jump für sich, welches viel Action und Unterhaltung bot.

Karin Rohrer

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Übergabe Betriebsleitung Nationales Pferdezentrum Bern im Frühling 2016

Corina Gerhäuser tritt als langjährige Betriebsleiterin des Nationalen Pferdezentrums Bern (NPZ Bern) per 30. April 2016 zurück. Im August 2008 hat sie die Funktion von Hans Bienz übernommen, welcher damals in den Ruhestand getreten ist.

Corina Gerhäuser hat sich entschieden die Betriebsleitung per 30. April 2016 abzugeben und in der Beratung tätig zu sein. Der Verwaltungsrat hat den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Corina Gerhäuser hat den Betrieb immer mit grossem Herzblut und Loyalität geführt und war jederzeit bereit sich für Mitarbeitende, Kunden und Pferde einzusetzen. Unter ihrer Führung hat sich das NPZ Bern von einer teilweise noch traditionellen, militärisch geführten Institution zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb entwickelt. Der Betrieb steht mittlerweile auf solider finanzieller Basis, um auch in Zukunft erfolgreich bestehen zu können. Der Marktdruck war und ist auch für die Genossenschaft spürbar. Dem hat sich das NPZ Bern erfolgreich gestellt. Wichtige Verträge mit den Grundeigentümern und Kunden konnten für die nächsten Jahre verlängert werden. Das wichtigste Ziel der Genossenschaft ist, den Mitgliedern und unterschiedlichsten
Kunden qualitativ hoch stehende Dienstleistungen zu erbringen und dadurch den Betrieb als Kulturgut in einmaligem Ambiente zu erhalten. Diverse Umbauten und Sanierungen wurden vorgenommen um die Qualität des Angebots aufrecht zu erhalten und zu erweitern. Im NPZ Bern finden jede Woche diverse Veranstaltungen und Kurse statt. Ein grosser Teil der Veranstalter und Verbände führen ihre Anlässe seit zehn und mehr Jahren in Bern durch. Die letzten Jahre waren geprägt von diversen Veränderungen der Branche und dadurch auch der Organisation und des Angebotes des NPZ Bern. Die breite Angebotspalette und das entsprechende Fachpersonal in unterschiedlichen Bereichen sind wesentliche Voraussetzungen für das langfristige Bestehen des Betriebes. Insbesondere der Erhalt der klassischen Aus- und Weiterbildung von Pferden und Reitern sowie Fahrern in den verschiedenen Disziplinen in der sich verändernden Branche sind ein zentrales Anliegen. Die Stellenausschreibung für die Nachfolge von Corina Gerhäuser wird in den nächsten Wochen publiziert. Kontakt für Anfragen: Peter Gäumann, Präsident der Verwaltung,
Telefon 032 962 69 00, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

pd


Der neue Reit- und Fahrplatz ist eröffnet

Der neue Platz des neu gegründeten Reit- und Fahrvereins Bucheggberg in Hessigkofen ist eröffnet.

platz nl

Am Sonntag, 28. Juni 2015 wurde der Reitplatz offiziell eröffnet. Die ersten ReiterInnen waren Rolf Lüdi aus Schnottwil, der internationale Parcoursbauer der auch dem RFVB angehört, so wie seine Frau Marianne, die Ex-ZKV-Präsidentin. Selbstverständlich war auch die Vereinspräsidentin Rachel Scheidegger in der ersten Gruppe dabei. Alle waren begeistert, dass sich der Platz bereits nach so kurzer Zeit von einer sehr guten Seite zeigte. Die Freude war natürlich bei allen riesengross, dass wir nach so vielen Jahren des Kampfes, nun endlich unseren eigenen Reitplatz 100x40 mit der entsprechenden Infrastruktur haben. Der Vorstand hat beschlossen, dass der Platz im Juli gratis benützt werden kann. Ab dem 1. August muss man dann für die Benützung bezahlen. Sämtliche Unterlagen und Informationen können auf der Home Page www.RFVB.ch eigesehen werden.

René Heiniger


Vielseitig in fünf Sportdisziplinen

Zwanzig Prüfungen in Gymkhana, Bodenarbeit, Gehorsamsdressur, Dressur am langen Zügel und Knock-out-Springen boten in Oftringen spannenden Pony- und Pferdesport.

Letztes Jahr wurde der traditionelle Aargauer Pony- und Pferdesporttag wegen eines unbefriedigenden Nennergebnisses abgesagt. Nun spannten die beiden Sektionen Aargau und Shetlandpony des Schweizerischen Verbands für Ponys und Kleinpferde zusammen und stellten einen attraktiven Anlass mit bunter Prüfungspalette sowie gegen 200 Starts auf die Beine.

svpk nlFrüh übt sich: Aline Grawehr mit Wyso Gibsy in der Gehorsamsdressurprüfung Stufe 1 (Foto: R.Müller)
Im Gymkhana-Parcours, der in fünf Prüfungen bestritten wurde, brauchte man Rittigkeit und Geschick. Gutes, vertrautes Zusammenspiel war auch in der Bodenarbeit gefragt: Hier kamen fünf Stufen zur Austragung, wobei die Stufe Pony 2/II in zwei Feldern durchgeführt wurde. Action war im Knock-out-Springen angesagt. Hier düsten Anja Christen mit Top Little Joya in der Stufe 2 und Luca Manzi mit Two Spots in der Stufe 1 zum Sieg. Ob auf pummeligem Shetty oder grazilem Warmblüter, im Sandviereck ritten Gross und Klein in vier Stufen die genauen Hufschlagfiguren der Gehorsamsdressur. Dass Präzision auch am langen Zügel an der Hand möglich ist, bewiesen die Paare in den drei Konkurrenzen der Dressur am langen Zügel. Jeweils die ersten 30 bestklassierten Prozent der Teilnehmer holten in den Ponyprüfungen das Ticket für die Teilnahme an der SVPK Schweizer Meisterschaft, die am 18. Oktober ebenfalls in Oftringen durchgeführt wird.

Ruth Müller


Ritt nach Südfrankreich - der Reisebericht

So, zuerst einmal will ich erklären, wie man überhaupt auf so eine Schnapsidee kommen kann, von der Schweiz (Oberdiessbach) nach Südfrankreich (Aigues-Mortes) zu reiten.
Mein Traum war es ja, seit ich Geronimo im Sommer 2005 gefunden und gekauft habe, mit ihm einmal am Meer entlang zu galoppieren (welches pferdeverrückte Mädchen träumt nicht davon)… Nun gut, das alleine wäre ja zu wenig Abenteuer, verladen und ans Meer fahren kann ja jeder… Deshalb könnte man ja noch „hinreiten“. Meine Familie brachte dann mein Auto mit dem Anhänger zum gemieteten Feriendomizil, damit Geronimo und ich den Rückweg bequem in einem Tag bewältigen konnten.
Aber nun muss ich Geronimo und mich wohl noch kurz vorstellen für die, die uns nicht kennen. Ich bin 28 Jahre alt, von Beruf mittlerweile Polizistin und hatte absolut keine Angst, so lange alleine unterwegs zu sein. Seit nunmehr zehn Jahren sind Geronimo, mein 16-Jähriger Ponywallach, und ich ein Dreamteam. Ich mache mit ihm Military, d.h. Dressur, Springen und Cross-Parcours, Patrouillenritte, berittenes Bogenschiessen, ohne Sattel durch die Gegend flitzen, usw. und nun also auch noch Wanderreiten. Ebenfalls mit dabei war dann noch mein zweijähriger Toller Retriever Django.

ritt nl

Am Pfingstmontag, 25. Mai 2015, ging es los. Die ersten beiden Übernachtungsplätze für uns drei waren organisiert (wir kamen bei Freunden und Bekannten unter), danach hiess es, jeden Abend einen Schlafplatz für uns zu suchen. Wir wurden auch jeden Tag fündig, mal früher, manchmal auch etwas später als geplant. Am fünften Tag ging es in Vallorbe mit dem Carnet ATA über die Grenze und danach durch den französischen Jura weiter Richtung Süden. Ich hätte vier Wochen für eine Strecke von ca. 750 Leistungskilometer zur Verfügung gehabt, schaffte die Strecke jedoch in 21 Tagen, wovon ein Tag ein Ruhetag war. Mein Reittagebuch ist sehr ausführlich und sehr lang, denn ich habe so viele tolle Sachen erlebt und weiss von so vielen schönen Begegnungen zu berichten, dass ich mich kaum entscheiden kann, an welchen ich Euch teilhaben lassen soll.
Normalerweise fragte ich in den Dörfern nach jemandem, der Pferde hat. So fanden wir meistens unsere Schlafplätze, da ich keinen Zaun oder so fürs Pony dabei hatte und für mich auch lediglich einen Schlafsack. Geronimo konnte dann meistens in einer Boxe oder einem Auslauf schlafen, Django und ich legten uns dann ins Heu oder Stroh. Doch zwei, drei Mal war es auch abenteuerlich, da hatte ich für Geronimo einfach die Möglichkeit, ihn auf eine eingezäunte Weide zu stellen und meinen Schlafsack unter dem Sternenhimmel auszurollen. Wir hatten solches Wetterglück, dass dies nie ein Problem war. Während meiner ganzen Reise hatten wir einen einzigen Regentag, ansonsten nur kleine Schauer oder Gewitter, als wir bereits am Tageszielort angekommen waren.
Die Landschaft änderte sich von Tag zu Tag. Von unserer Schweizer Bergwelt, zum französischen Jura, dann ins Rhone-Tal bis in die Camargue erlebten wir drei die Natur von ihrer schönsten Seite. Wir machten täglich zwischen 25 und 50 Kilometer. Für Geronimo, der normalerweise barhuf läuft (auch Turniere), habe ich extra Schuhe für die Reise besorgt. Ich war erstaunt, wie problemlos dies ging und wie trittsicher er dennoch blieb. Das Gepäck bestand aus dem Nötigsten für mich, viel Hundefutter für Django und alles wurde in zwei seitlichen Packtaschen, einer Banane und einem kleinen Rucksack mitgeschleppt.
Ohne grössere Blessuren (ich hatte mal zwischendurch einen Sonnenbrand und eine Blase) schafften wir drei es bis ans Meer. Da wir so früh am Zielort waren, hatten wir danach noch zwei Wochen um uns zu erholen, einige Strandritte ohne Gepäck zu unternehmen und den Rhone-Kanal zu durchschwimmen.
Es waren unvergessliche fünf Wochen voller toller Erlebnisse, schönen Begegnungen, kräfte- und nervenraubender Herausforderungen und adrenalingeladener und euphorischer Momente, die ich nicht missen möchte und ich bin unglaublich stolz, meinen Traum endlich verwirklicht zu haben. Aber ohne die Unterstützung von Familie, Freunden, Bekannten und unterwegs neu kennengelernten Personen wäre dies niemals möglich gewesen! Darum an dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Euch alle! Allen voran meinem Verlobten, der mich dies realisieren liess und voll und ganz hinter mir stand. Der grösste Dank gebührt jedoch meinen Tieren Geronimo und Django. Ihr habt mir die Gewissheit gegeben, dass wir gemeinsam alles schaffen können, und das haben wir! Dankä tuusig.

Martina Jakob

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Interview mit Roland Stöckli, OK-Präsident der ZKV-Fahrmeisterschaft 2015

Was wird sportlich geboten an der ZKV-Fahrmeisterschaft vom 21.-23. August in Scherz?
Primär hoffen wir auf attraktiven, spannenden Fahrsport in stilvoller Aufmachung. Wir befinden uns am Ende der Qualifikationsperiode zur Schweizermeisterschaft 2015. Der eine oder andere Teilnehmer wird noch auf ein gutes Resultat angewiesen sein, damit er oder sie sich für die Schweizermeisterschaft in Frauenfeld qualifizieren kannn.
Als VSCR-Cup-Platz gibt es in Scherz wichtige 10 Punkte auf das Konto zu holen.  Und zu guter Letzt geht es um die begehrte Medaillen und Pokale der ZKV-Meisterschaft in allen Kategorien.

Was erwartet uns sonst?
Neben dem Fahrsport wird vieles weiteres geboten. Für das leibliche Wohl wird es eine reichhaltige Festwirtschaft mit frisch zubereiteten Menüs geben. Am Samstagabend steht ein Strohballengaudi auf dem Programm, in welchem sich lokale Vereine in einem Strohballenwettstapeln messen werden. Anschliessend wird Roland König für musikalische Unterhaltung sorgen. Am Sonntag über die Mittagszeit wird Urs Schneider eine rasante Vorführung präsentieren und uns die Pony-Games etwas näher bringen.

Wie kamen Sie mit der Organisation voran?
Generell haben wir sehr spät mit der Organisation angefangen. Die Erste Sitzung fand erst kurz vor Weihnachten statt. Da aber das Kernteam schon mehrere Turniere zusammen organisiert hat, sind schon reichlich Informationen, Handbücher und Hilfen für Ressortleiter vorhanden.
Ein paar Ressorts mussten jedoch neu besetzt werden und eines wurde neu geschaffen. So lief die Organisation ab Anfang 2015 ziemlich zügig an.
Neue OK-Mitglieder benötigen logischerweise etwas mehr Unterstützung. Zu Beginn musste mehr Erklärungsaufwand betrieben, und auf die Wichtigkeit gewisser Handlungen und Termine hingewiesen werden. Die Notwendigkeit eines Terminplanes mit Solldaten und Meilensteinen, denke ich, hat sich bestätigt. Ausser mit der Besetzung des letzten Ressorts, was sich mehrere Wochen hinzog, waren und sind wir auf Kurs.

Sind Sie zufrieden mit dem Nennergebnis? Generell gibt es tendenziell weniger Teilnehmer, woran liegt das?
Sehr zufrieden. Mit über 120 Nennungen befinden wir uns im oberen Bereich unserer Erwartungen. Die aktuell schweizweit etwas rückläufigen Nennungen bewahrheiten sich in Scherz glücklicherweise nicht. Vielleich liegt es daran, dass es im Raum Mittelland (SO, AG, LU, ZH) weniger Turniere gibt als in der Region Bern und Ostschweiz?
Zeitgleich findet die EM der Vierspänner in Aachen statt. Weiter beginnen anfangs September  die Weltmeisterschaften der Ponys und Mitte September die der Zweispänner-Pferde. Die Pony-Zweispänner sind wohl dadurch etwas dünn besetzt. Die Pony-Einspänner und Pferde-Zweispänner sind hingegen ganz gut besetzt. Bei den Vierspännern und Tandem-Pferden verzeichnen wir mit 10 Nennungen gar ein überaus positives Ergebnis.

Was macht die Pferdesportfreunde Rüebliland, Veranstalter der Fahrmeisterschaft 2015, aus?
In unserem OK sind mehrere erfahrene aktive und ehemalige Turnierfahrer.  Generell wissen wir was der Turnierfahrer auf einem Turnier erwartet. Ich denke wir sind innovativ und versuchen immer wieder etwas Neues. Vor allem versuchen wir unseren hohen Standard zu halten.

Was steht für eine Infrastruktur zur Verfügung?
Das Areal von Silvia und Willy Stöckli ist ein ideales Turniergelände. Alles befindet sich in unmittelbarer Nähe. Dressur, Hindernisparcours, Festwirtschaft, Parkplatz.
Wir arbeiten daran, ein tadelloses Dressurfeld sowie einen möglichst attraktiven Hindernisparcours herzurichten. Hier bin ich dieses Jahr gespannt, was unser Ressort Infrastruktur präsentieren wird.

Was wünschen Sie sich für die ZKV-Fahrmeisterschaft 2015, worauf freuen Sie sich am meisten?
Ich wünsche mir vor allem ein unfallfreies Fahrturnier. Dann natürlich schönes Wetter und faire Wettkämpfe.
Ich freue mich vor allem, dass es nach Monate langen Vorbereitungen endlich losgeht. Zudem fiebere ich meinem ersten und letzten Turnierstart 2015 entgegen.
Speziell gespannt bin ich auf die Vorführung der Pony Games. Ich habe keine Ahnung, was mich hier erwartet.

Wer sind Ihre Favoriten?
Toni Windlin. Toni hat für mich in drei Kategorien Gewinnchancen. Einspänner S, Zweispänner S und Vierspänner. Aber der Kreis der Favoriten ist gross.
Bei den Pony-Einspännern sind es für mich die beiden Damen Doris Schmid oder Vera Bütikofer.
Der Sieg bei den Pony Zwei- und Vierspännern führt wohl über den Haushalt Grütter/Falk….
Markus Riedener ist für mich bei den Ein- und Zweispänner M der Favorit.
Bei den Einspännern S dürfte der Sieger zwischen  Ulrich, Vogel, Wüthrich und eben Windlin auszumachen sein.
Bei den Zweispänner S stellt sich mir eher die Frage, wer kann nicht gewinnen.
Bei den Vierspännern Pferde bin ich vor allem auf die Auftritte von Toni Windlin und Marcel Luder gespannt. Können sie die arrivierten Affrini und Wagner und auch Birrer „kitzeln“? Oder schafft es gar ein Tandem den 4-PS-ern ein Schnippchen zu schlagen (Marlies Reiffer)?

Worin liegt die generelle Problematik der Fahrturnier-Organisation?  
Erfreulicherweise war es bei uns nicht die finanzielle Sicherstellung des Anlasses. Die angespannte Wirtschaftslage machte mir anfangs Jahr schon etwas Sorgen. Wir dürften aber erfreulicherweise  auf sehr viel Unterstützung zählen.
Es ist zunehmend schwieriger Führungspersonen für ein OK-Ressort zu finden. Viele Leute sind heute schon in verschiedenen Ämtern aktiv. Andere wiederum wollen keine Verantwortung übernehmen, sind aber fleissige Helfer. Terminkollisionen wie es dieses Jahr zwei Mal an anderen Daten gab, kennen wir glücklicherweise nicht. Dies ist wohl auch im Interesse der Veranstalter und den Teilnehmern, dass dies nicht vorkommt, und müsste im Vorfeld besserabgesprochen werden.

Was würden Sie im Fahrsport gerne ändern?
Der Fahrsport muss für Zuschauer und Teilnehmer attraktiv gestaltet werden. Die Einführung der reduzierten Vollprüfungen (RVP) hat meines Erachtens schon viel dazu beigetragen. Das OK Fahrturnier Scherz versucht immer wieder, innovativ zu sein und den Fahrsport fürs Publikum attraktiv gestalten zu können oder Neuigkeiten zu versuchen.  So hat zum Beispiel das aktuelle Zeitmodel einer RVP seinen Ursprung in Scherz gefunden.
Eine Änderung, die ich gerne vorantreiben würde, ist die Einführung eines Auf- und Abstiegmodus der Kategorien L, M, S. Bislang gibt es nur eine Regelung wie man aufsteigt. Einen Relegationsmodus  kennt der Fahrsport bislang nicht. Durch einen Auf- und Abstiegsmodus würde es meines Erachtens noch ausgeglichenere Felder geben.
Und zu guter Letzt bin ich der Meinung, dass die Schweiz im Bereich der Nachwuchsförderung im Fahrsport noch sehr viel Potential nach oben hat.

Das Interview führte
Tamara Acklin

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JULI 2015

übersicht

EDITORIAL

 Reitprüfungen am Fahrturnier

SPRINGEN

 CS Thörigen
 CS Dagmersellen
 CS Köniz
 CS Bolligen
 CS Zofingen
 CS Grenchen

DRESSUR

 CD Holziken
 CD Sursee
 CD/Gymkaha Hasle

FREIZEITREITEN

 Gymkhana Gebenstorf

FAHREN

 Drivers Challenge

QUERBEET

 Bodenarbeitskurs
 Jurabergfest
 Hof Heitern Feier
 20 Jahre Ponyhof

HINTERGRUND

 ZKV-Jubiläum

 

 

Reitprüfungen am Fahrturnier?!

Bereits zum zweiten Mal organisiert der Fahrverein Oberemmental anlässlich seines Turniers im Juli neben Fahrprüfungen auch Gymkhana-Prüfungen FM/HF, ZKV-Gymkhana und ein Drive and Jump. Warum bloss?
Dies hat mehrere Gründe:
Schon seit Mitte seiner Geschichte, das heisst ab dem Jahr 2000, organisierte der Fahrverein Oberemmental, den ich während 12 Jahren präsidieren durfte, parallel zu Promotionsprüfungen zuerst auch Holzrücke- und Zugprüfungen, später Gymkhana-Prüfungen. Dies zum einen, da wettkampfmässiges Holzrücken zu dieser Zeit eine starke Bewegung besass und dadurch Prüfungen ein Bedürfnis waren und zum andern weil das Turniergelände und Turnierprogramm dies auch zuliessen.
Die Gymkhana-Prüfungen wurden ab 2013 anstelle des Holzrückens organisiert. Das Oberemmental hat mit dem Reitverein Langnau auch eine starke Reiterszene, die aber bis heute keine Gymkhana-Prüfungen durchführte und somit für den Verein eine Abwechslung darstellte.
Natürlich brauchte es auch immer die Zustimmung und volle Bereitschaft des ganzen Vereins, die verschiedenen Prüfungen mit Elan durchzuführen, was aber mit der tollen Helferschaft nie ein Problem darstellte.
Selbstverständlich sind auch der Schweizerische Freibergerverband und der ZKV froh, wenn jemand den Aufwand auf sich nimmt und Prüfungen ausschreibt.
Auch meine persönlichen Gründe könnten zu diesen Prüfungen geführt haben. Als OK-Präsident ist es ein Muss, von den Prüfungen überzeugt zu sein.
Ich bin ein Fahrer der ersten Stunde. Bereits in meiner Jugend hatte ich die Gelegenheit durch meinen Vater, der auch Fahrer war, das Fahren zu erlernen und an Turnieren teilzunehmen, was später mit SM- und Promotionsfinal-Teilnahmen belohnt wurde.
Zu guter Letzt sind es drei meiner vier Frauen (keine Angst, ich habe kein Harem) –  meine Ehefrau Andrea und die Töchter Nadine (14) und Carmen (11), die eifrige Reiterinnen sind und bereits in Gymkhana-, Dressur- und Springprüfungen starten.
Nun hoffen wir am 25./ 26. Juli 2015 in Schwanden auf sportlich faire und kameradschaftliche Pferdetage.
Willkommen im Emmental!

OK-Präsident
Roland Rothenbühler

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Tradition bewahren und Neues wagen

Der Reitsportverein Thörigen bot den Reitern an seinem Concours verschiedene Startmöglichkeiten und den Zuschauern attraktiven Pferdesport aus nächster Nähe. OK-Präsident Markus Rhyn hatte die Zügel als Organisator fest in der Hand und war auch aktiv im Sattel erfolgreich.

Die kombinierten Prüfungen mit Dressur und Springen werden selten angeboten, ist es doch hinsichtlich Infrastruktur und Personal eine ziemlich aufwendige Angelegenheit. So ist es nicht erstaunlich, dass die Nachfrage seitens ReiterInnen gross und die Nennergebnisse in Thörigen entsprechend positiv waren. In zweier Equipen traten jeweils ein Reiter in der Dressur und einer im Springen an. Lokalmatador Markus Rhyn holte sich mit seiner Partnerin Susanne Sollberger und den Pferden Beach Party und Beach Paradise souverän den Sieg in dieser traditionellen Prüfung. Sacha Däppen aus Wasen i.E. kann den Concours Thörigen als überaus gelungen bezeichnen. An ihm gab es in den zwei Hauptprüfungen R110/R115 nämlich kein Vorbeikommen. Rasant und beherzt legte er fehlerfreie Runden hin, die ihm zwei Siege sowie einen zweiten und dritten Rang einbrachten. In zwei Prüfungen des Hypona-Cups traten die Freibergerpferde im freundschaftlichen Kampf gegeneinander an. Der zweite Umgang wurde in Form eines Zwei-Phasen-Springens, über eine Höhe von 85cm durchgeführt.

cs thörigen nlPatrick Häner klassierte sich mit Diderot de Lassus im R110 (Foto: K.Rohrer)

Andera Hirschi aus Oberfrittenbach, die den Hypona-Cup im Jahr 2014 gewann, setzte sich mit ihrem 14-jährigen Wallach Nick nach einer fehlerfreien Runde an die Spitze des Klassements, welches sie mit der zweitletzten Startnummer quasi von hinten aufrollte. Als Novum wurde eine dreier Equipen-Prüfung angeboten, die es in sich hatte. Der Joker-Sprung war mit drei grossen Holz-Schwingern und passend Sägemehl dekoriert und brachte bei fehlerfreiem Absolvieren 10 Sekunden Zeitersparnis für die Equipe ein. Er konnte bei Verweigerung aber auch ein Plus von 10 Sekunden bedeuten. Dieses Springen, welches in Form eines Nationenpreises durchgeführt wurde, bot, auch für die zahlreichen Zuschauer im Festzelt, Spannung und Spass zugleich.

Karin Rohrer


RV Beromünster springt zum Sieg

Mit dem schnellsten fehlerfreien Ergebnis galoppierte in der Reitarena Dagmersellen der RV Beromünster, vertreten durch Carina Kronenberg, Toni Kronenberg und Silvan Bucher, zum Sieg in der ZKV-Vereinscup-Ausscheidung.

Die mit 13 Equipen stark besetzte Vereinscup-Prüfung des ZKV-Rayons II bot an Fronleichnam spannenden Springsport. Auf dem weitläufigen Sandplatz des KRV Oberwiggertal erwartete die Teilnehmer ein attraktiver Parcours mit 21 Hindernissen. Diese waren zu je sieben Sprüngen unter den drei Reitern aufzuteilen. Die optimale Linienwahl der sechs fehlerfrei gebliebenen Equipen gelang dem RV Beromünster. Carina Kronenberg auf dem Hannoveraner Elwis, Toni Kronenberg auf dem achtjährigen Wallach Chocitoki und Silvan Bucher auf der Schweizer Warmblutstute Cambia Wey CH erreichten mit 125.21 Sekunden die Siegerzeit. Sie distanzierten sich damit vom zweitplatzierten KRV Hitzkirchertal um 5.32 Sekunden. Das Podest komplettierte der Reitverein Region Sursee, der seine Totalzeit von 133.42 Sekunden schon früh vorgelegt hatte.

cs dagmersellen2 nlCarina Kronenberg mit Elwis (Foto: R.Müller)

Ebenfalls fehlerfrei blieben der KRV Ruswil (4.), der KRV Sempach und Umgebung (5.) und der KRV Oberseetal (6.). Wenig Glück hatte der Platzhirsch, der KRV Oberwiggertal: Weil unterwegs Sprung Nummer 14 ausgelassen wurde, musste die Equipe, zur Enttäuschung der Aktiven und des Publikums, disqualifiziert werden. Die besten Teams qualifizierten sich für das ZKV-Vereinscup-Finale, welches am 23. August in Solothurn auf dem Dubenmoos-Springplatz stattfinden wird.
Der bereits traditionelle Dagmerseller Tag des CH-Pferdes, organisiert vom Verein Luzerner Warmblutpferdezucht, bot zudem mit sechs Promotions-Springprüfungen eine wertvolle Plattform für Sportpferde aus einheimischer Zucht. Den Auftakt machten frühmorgens die Promotionsprüfungen für die vierjährigen Jungpferde, gefolgt von je zwei Konkurrenzen für fünf- und sechsjährige Pferde. Fleissig sammelten die Nachwuchshoffnungen Nullfehlerritte: 62 gab es bei den vier-, 68 bei den fünf- und 26 bei den sechsjährigen. Diese bringen sie einen Schritt näher an die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaft der CH-Sportpferde in Avenches. Dazu benötigen die Jungpferde fünf Blankoritte bei ihren ersten 12 Starts in Promotionsprüfungen.

Ruth Müller


Pferdesport und Gewitter am Concours Köniz 2015

Vom 5. Juni bis 7. Juni fand der Concours Köniz zum zweiten Mal auf dem wunder-schönen Blinzern Plateau statt. Das hochsommerliche Wetter bewegte einige ReiterIn-nen zur Nachmeldung und bescherte den Scherlern volle Prüfungsfelder.

In den ersten beiden Prüfungen der Kategorie R/N110 ritten Annlies von Steiger und Sacha Däppen auf die Ehrenplätze. In den folgenden Prüfungen der Kategorie R/N100 und R/N105 hatten Yolanda Palmer und Tamara Horisberger die Nase vorne.
Der wunderschöne Sommerabend lud zum Verweilen in der Festwirtschaft und in der Bar ein. Für musikalische Unterhaltung war auch gesorgt durch die Band Scrambled-X.
Der Samstagnachmittag war den Freiberger- und Haflingerpferden gewidmet. Die beiden Amazonen Sonja Rufer und Céline Gremaud vermochten durch ihre rasanten Ritte am meis-ten Staub aufzuwirbeln und durften sich als Siegerinnen des Hypona Cups feiern lassen.

cs köniz nlOK-Präsidentin Manuela Mosimann und ihre Stute Charleene (Foto: horsefotograf.ch)
Am Abend stand der Vereinswettkampf auf dem Programm. Alles war vorbereitet und die Teams standen bereits motiviert in den Startlöchern. Leider musste aufgrund eines Gewitters die Durchführung des Wettkampfes abgesagt werden. Das tat jedoch später der Stimmung in der Bar keinen Abbruch.  Trotz Gewitter am Vorabend konnte unter besten Bodenbedingungen am frühen Sonntag-morgen die B-Prüfungen gestartet werden. Die vielen vereinsinternen Reiterinnen animierten die Vereinsmitglieder zum mitfiebern und mitklatschen. Schöne Ritte und zufriedene Gesich-ter belohnten die lautstarke Unterstützung.
Das traditionelle Burezmorge lockte nochmals viele Besucher nach Köniz. Bei bestem Wetter kamen die Gäste in Genuss des feinen Brunchs. Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz. Das Ponyreiten sowie das Kinderschminken fanden grossen Anklang.  
Am Nachmittag fand die erste Hauptprüfung der Kategorie R/N 120 statt. Diese gewann Sa-scha Klaus. In der anschliessend letzten Prüfungen lieferten sich die Lokalmatadoren Thomas Järmann und Marc Röthlisberger ein freundschaftliches Duell, welches Marc Röthlisberger auf seiner schnellen Oldenburger Stute Cavaluna für sich entscheiden konnte.

Michèle Lauper


CS Bolligen: drei Tage Springsport pur

Der alljährliche Concours, organisiert durch den Kavallerie-Reitverein Bolligen im Nationalen Pferdezentrum in Bern, verbuchte schon immer eine hohe Anzahl Nennungen, doch in diesem Jahr war der organisierende Verein mehr als gefordert.

Gegen 1200 Nennungen galt es innert drei Tagen zu bewältigen. Das Organisationskomitee mit OK-Präsident Matthias Riesen an der Spitze versuchten alles, um den Teilnehmenden einen reibungslosen Ablauf und optimale Bedingungen garantieren zu können. An allen drei Tagen ertönte bereits um 6:30 Uhr die erste Startglocke. Am Freitag wurden zwei Prüfungen der Kategorie R110/115 und vier Prüfungen der Kategorie R120/125 ausgetragen. Das Vereinsmitglied Katrin Holzer konnte sich an diesem Tag besonders in Szene setzen, gelangen ihr doch bei allen sechs Starts Nullfehlerrunden. So platzierte sie sich im R115 mit Tzigane auf dem vierten Platz, im R120 mit Quibalia und Utrillo auf dem vierten und fünften und im R125 mit Quibalia gar an dritter Position.
Am Samstag standen acht Prüfungen auf dem Zeitplan, was zunächst als unmöglich erschien. Erfreulicherweise konnten die Prüfungen reibungslos und ohne grosse Verzögerungen durchgeführt werden. Der Samstag stand im Zeichen der Kategorien B90 und R100/105. Wiederum konnten einige Vereinsmitglieder des KRV Bolligen mit guten Resultaten auf sich aufmerksam machen. Allen voran Walter Stettler, der mit seinem Stewa Linus beide Prüfungen der Kategorie R100/105 für sich entschied. Als Höhepunkt des Anlasses wurden am Sonntag zwei Prüfungen der Kategorie R/N130/135 und zwei Prüfungen der Kategorie N140 ausgetragen. Viele nationale Springsportgrössen nahmen  die Fahrt nach Bern auf sich, um in der Hauptprüfung um den Sieg zu kämpfen. Aus regionaler Sicht präsentierte sich Eveline Bussmann in hervorragender Form. Das erste N140 gewann sie überlegen, im Grossen Preis der Stadt Bern dagegen musste sie im Stechen einen Abwurf hinnehmen, platzierte sich aber noch auf dem guten 6. Rang. Als Siegerin der Hauptprüfung konnte sich die 22-jährige Rachel Baechler mit Nazca du Plain feiern lassen. Zum Abschluss des Tages fanden noch zwei Prüfungen der Kategorie R110/115 statt, welche die Rüeggisbergerin Nicole Krebs mit den Rängen 1 und 2 dominierte.
Mit Stolz kann der KRV Bolligen auf einen gelungenen Concours zurückblicken. Dank der grossartigen Mitarbeit aller HelferInnen, dem grossen Einsatz und Elan des gesamten OK-Teams, den grosszügigen Sponsoren, den zahlreichen Teilnehmenden und Besuchern sowie allen weiteren Beteiligten und nicht zuletzt auch dank des schönen Sommerwetters wird uns dieses Turnier noch lange in Erinnerung bleiben.

Maya Eng


Stimmung und Boden gut

Zum zweiten Mal nach 2012 gewann Sandra Leonhardt-Raith mit Branco van de Git das Derby beim Zofinger Sommerconcours. Spannenden Sport boten auch die weiteren 14 Springprüfungen.

Die feucht-kühlen Wetterkapriolen machten dem Namen des Turniers keine Ehre. Dafür hatte das Team des organisierenden KRV Zofingen die Sonne im Herzen. Erfreulich auch, dass das Grasgeläuf des Springplatzes in der Reitanlage Oftringen die aussergewöhnlich starken Regenfälle sehr gut weggesteckt hat und die Aktiven von guten Bedingungen profitieren konnten.

cs zofingen nlNicole Klindt sprang mit Canestro auf Stufe R/N100 zum Sieg (Foto: R.Müller)
Höhepunkte sah das Turnier in seiner 15 Konkurrenzen umfassenden Prüfungspalette einige. Am Samstag lag der Fokus auf dem Derby, dessen Kurs über Gräben, Talus, Naturhindernisse und den grossen Wall führte. Sandra Leonhardt-Raith galoppierte auf Branco van de Git zum Sieg, Nur 1,4 Sekunden länger brauchte Isabell Stücheli mit Corrado für den spektakulären Parcours.
Die Gewinnerinnen der vier R/N-Prüfungen konnten sich über eine wunderschöne Siegerdecke mit dem KRVZ-Logo freuen. Nicole Klindt mit dem 17-jährigen dänischen Schimmel Canestro auf Stufe 100, Pia von Matt mit Scarlett Ege und Lena Sibum mit Aquilino’s Son M CH auf Stufe 105 und Karin Birrer mit Olisca del Bosco in der R/N110-Hauptprüfung. Der Sonntag stand auch im Zeichen von sechs Konkurrenzen für Freiberger- und Haflingerpferde. In drei Stufen, von 70 bis 90 Zentimeter, gaben die Reiter im Sattel von Pferden dieser beiden Rassen ihr Bestes im Parcours. Auch hier gab es zahlreiche flotte Blankoritte zu sehen.

Ruth Müller


Der Concours Grenchen ist neu erwacht

Zum ersten Mal fand vom 19. bis 21. Juni in Grenchen, unter der Leitung der Stallbesitzer Simone Wallerbosch und Reto Schafroth, ein Concours Hippique statt.

Die tolle Infrastruktur des Reitsportzentrums Kronwall mit dem neuem Quarzsand-Springplatz,  grosszügigen Abreitmöglichkeiten, kurzen Wegen, nahegelegenen Parkplätzen und mit dem einfachen Anfahrtsweg in der Nähe der Autobahnausfahrt,  luden zu einem tollen Reitsport- Wochenende ein. Horsemanship stand an diesem Anlass an vorderster Stelle, pferdefreundlich und stufengerecht. Es wurden 12 Prüfungen angeboten von Jungpferdeprüfungen über Prüfungen der Stufe BR 70 bis hin zu R/N 115, alle Felder waren voll belegt. Die Reiter mit ihren Angehörigen und die zahlreichen Zuschauer wurden verwöhnt. Die Festwirtschaft mit ihrer freundlichen Bedienung bot alles, was das Herz begehrt. Auch für die Unterhaltung gab es rund um den Springplatz einiges zu sehen, Transporter, Autos, Shop für Reitsportartikel und auch der Fotograf hat nicht gefehlt.

cs grenchen nlSieg im R/N115: Kevin Noirot mit Lauro (Foto: sportfotografie.li)
Der Parcours wurde ohne Zeitverlust umgestellt, die Helfer packten an wo sie nur konnten. Die Atmosphäre war sehr familiär. Von A bis Z hat alles geklappt. Der Parcoursbauer Hans Zbinden Hans sagte: «So macht es Freude als Funktionär, man kann nur gratulieren». Auch der Jury-Präsident Hans Lüthi war rundum zufrieden.
Von den Organisatoren bis zum kleinsten Helfer steckten alle sehr viel Herzblut in diesen Anlass. Es ist toll, einen solchen Concours neu im Springsport zu haben. Die Veranstalter blicken bereits vorwärts, um nächstes Jahr wieder einen Concours zu organisieren, da kann man nur sagen: vermerkt euch diesen Anlass in eurer Agenda!

Brigitte Gremaud

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Starke Leistungen im Viereck

Beim traditionellen Holziker Dressurturnier des Reitvereins Alte Garde Schöftland standen Eleganz und Präzision hoch im Kurs. Die fünf gut besetzten Konkurrenzen boten schönen Sport: Franz Häfliger mit Simeon und Deborah Sonntag mit French Joy siegten in den M-Hauptprüfungen.

Die Dressurcracks machten am frühen Samstagmorgen mit zwei anspruchsvollen M-Programmen (M22 und M24) den Auftakt. Diese fanden im Rahmen der ZKV-M-Trophy statt. In beiden Prüfungen waren die vier gleichen Paare in den ersten vier Rängen zu finden. Im M22 ritt Franz Häfliger mit dem Oldenburger Rappwallach Simeon zum Sieg mit genau 70 Prozentpunkten. Im zweiten Rang klassierte sich Tamara Horisberger mit der Fuchsstute Oxyle de Meuyrattes CH, vor Catherine Jacot mit dem Hannoveraner GB Santiago und Deborah Sonntag auf dem Rapphengst French Joy. Im M24 lautete die Reihenfolge hinter Siegerin Deborah Sonntag: Franz Häfliger vor Tamara Horisberger und Catherine Jacot.

cd holziken nlLars Bürgler glänzte mit Remember Passion im M22/60 (Foto: R.Müller)
In der zur ZKV-Kategorie Reiterbrevet zählenden GA02-Einsteigerprüfung wurde von der Startmöglichkeit reger Gebrauch gemacht: 34 Reiterinnen und Reiter gaben mit ihren Pferden und Ponys ihr Bestes im Viereck. Die junge Anna-Paula Burger holte hier mit dem fuchsfarbenen Pony Arts Doree abermals die Siegerschleife. Auch am Sonntag hiess es früh aufstehen, um mit einem guten Ergebnis wertvolle Punkte für die Jahreswertung des traditionsreichen ZKV-Dressur-Championats zu sammeln. Bereits um 7:00 Uhr erfolgte der erste Ritt im mit 45 Paaren besetzten Programm L14. Die aus Gstaad angereiste Theodora Livanos und ihr Palomino-Pony Cognac IX erreichten mit 69.71% das beste Ergebnis. Im L16 ritt Carolina Imburgia mit 67.36% auf Finest knapp zum Sieg vor Petra Schürmann auf Ali B II mit 67.22% und Doris Härdi auf Renaissance WM CH mit 66.11%. Mit den Rängen 3 und 4 konnte Eveline Schmutz im Sattel des Trakehners Schwalbencavalier in den L-Prüfungen ebenfalls zwei schöne Erfolge verbuchen.

Ruth Müller


Dressurchampionat Sursee: zum zweiten Mal mit SVPK-Ponyprüfungen

Nebst erfahrenen DressurreiterInnen konnten zum zweiten Mal Kinder und Nachwuchsreiter mit ihren Ponys ihr Können unter Beweis stellen. Doppelsiegerin der Hauptprüfungen GA10 und L12 ist die junge Nachwuchsreiterin Annina Lüthi.

Bei idealem Frühlingswetter führte der Reitverein Region Sursee am letzten Mai-Wochenende das ZKV-Dressurchampionat sowie SVPK-Ponyprüfungen durch. Dank der grosszügigen Reitanlage konnten zwei Dressurviereck gestellt werden und alle gemeldeten Reiterpaare an den Start gehen. OK-Präsidentin Judith Lengacher ist überzeugt: „Zwei Vierecke sehen nicht nur schön aus, sondern bringen neben einer Effizienzsteigerung für alle nur Vorteile.“

Viele Anmeldungen
Aufgrund von zahlreichen Nennungen wurden die Prüfungen GA03 und L12 doppelt geführt. Der Samstag begann mit der Kategorie L12, gefolgt von drei Prüfungen für brevetierte Reiterpaare: zwei GA03 und einem GA05.

odinAnnina Lüthi mit Odin (Foto: E.Zeilinger)

Viele Nachwuchstalente
Zum zweiten Mal wurden Prüfungen für Ponyreiter gemäss dem Reglement des SVPK (Schweizerischer Verband für Ponys und Kleinpferde) durchgeführt. Bei der Führzügelklasse beweisen die jüngsten ReiterInnen (bis und mit 8. Kalenderjahr) ihre Reitkünste. Eine erwachsene Begleitperson unterstützt dabei das Kind. Ramon Kyburz hat diese Prüfung für sich entscheiden können.
Die Gehorsamsprüfungen bieten Ponyreitern eine Gelegenheit, sich nach den Massstäben einer offiziellen Dressurprüfung benoten zu lassen. Die Siegerinnen dieser Prüfungen hiessen Robyn Blank, Yara Schlatter und Severine Olivia Koch.

Anspruchsvoller Sonntag
Der Sonntagmorgen stand im Zeichen von zwei Prüfungen der Stufe GA06 und GA08 für fortgeschrittene Brevet-Besitzer und regional lizenzierte ReiterInnen. Zum Abschluss der Dressurtage konnten sich die lizenzierten ReiterInnen in den anspruchsvollen Prüfungen GA10 und L12 messen. Beide Prüfungen wurden von Annina Lüthi gewonnen. Folgende Reiterpaare aus der Region erzielten hervorragende Resultate in den drei anspruchsvollsten Prüfungen. Anna Boss brillierte mit zwei zweiten Plätzen, Norina Loser belegte den 4. und den 10. Rang, André Muff wurde Fünfter und Amina Arnold Zehnte.

Esther Zeilinger


Begehrte Startplätze für Dressur und Gymkhana in Hasle-Rüegsau

Der KRV Brandis hat über das Pfingstwochenende ein Mammut-Programm mit verschiedenen Gymkhana-Prüfungen organisiert. Und gleich nebenan starteten die Dressurreiter in GA-Programmen, einem Quadrillen-Cup und zwei L-Prüfungen, die zum ZKV-Championat zählen.

OK-Präsidentin Christine Egger war selber aktiv im Sattel, wenn sie nicht gerade einen der üppigen Gabentische der Gymkhana-Prüfungen vorbereitete. Susanne Beyeler hatte sich anspruchsvolle und interessante Hindernisse zum Motto „Schweiz“ ausgedacht, welche aufmerksame Pferde forderten, die ihrem Reiter vertrauen und gut an den Hilfen stehen. Sei dies beim Slalom, über erhöhte Stangen oder im Engnis mit zusätzlich eingebauter Volte um einen Pylon. „Positiv überrascht waren wir über die vielen Nennungen in den verschiedenen Kategorien und der Publikumsrenner war natürlich das Knockout-Gymkhana. Hier traten jeweils zwei ReiterInnen gegeneinander an und sorgten für viel Action“, erklärte Christine Egger.

cd hasle nlSarah Kirchhofer mit der 25-jährigen Caline du Soutrait (Foto: K.Rohrer)

Im L14 siegte Fabienne Kropf aus Oberdiessbach mit dem dunkelbraunen CH-Wallach ‘Fürst Louis‘. Die zwei Richterinnen bewerteten den Siegerritt mit 459 Punkten (67,5%) und im zweiten Rang durfte Vereinsmitglied Martina Röthlisberger aus Hasle b. Burgdorf auf ihrem neunjährigen ‘Balou MR‘ gratuliert werden. Die ReiterInnen des KRV Brandis machten aber auch in anderen Programmen mit guten Klassierungen auf sich aufmerksam, allen voran die siegreiche OK-Präsidentin Dressur, Romina Zampino. Auf ihrem Hannoveraner ‘Royal Prince‘ erreichte sie 421 Punkte im L12, genau gleichviel wie Caroline Ulrich aus Zug, dessen Pferd ‘De Lauries‘ aber zwei Jahre älter ist und deshalb die zweite Rangplakette zugut hatte. „Ich war unglaublich glücklich, da es mein erster Sieg mit Prince war auf diesem Niveau. Das super OK-Team hat Grosseinsatz geleistet, und ich darf auf reibungslose und unfallfreie Dressurtage mit Sonnenschein und vielen schönen Pferden zurückblicken“ resümierte eine zufriedene Romina Zampino.

Karin Rohrer

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Halbzeit in der ZKV-Gymkhana Trophy

Das aargauische Gebenstorf war Schauplatz des vierten ZKV-Gymkhanas dieser Saison. Eifrig wurden Punkte für die begehrte Trophy gesammelt und in den Zwischenranglisten gab es einige Rochaden. Auf grossen Anklang stiess auch das spassige Paargymkhana.

Hier wurde Teamwork definitiv gross geschrieben, denn es waren beide ReiterInnen gleichermassen gefordert. Sei dies beim gemeinsamen Schuhe binden, Reisetasche befördern oder bei einem Sirup an der Bar und Volten über erhöhte Stangen traben. Im ZKV Gymkhana der Stufe 2 schaffte Alois Gabriel dank eines flüssig gerittenen Parcours den Sieg mit 79 Punkten. Auch Susanne Beyeler und Sarah Kirchhofer beendeten ihren Ritt mit 79 Zählern, aber einer etwas längeren Reitzeit. Mit den ergatterten Trophy-Punkten sind diese drei Reiterpaare nun auch in der Zwischenrangliste der ZKV-Gymkhana-Trophy ganz vorne zu finden und haben am Finale im Oktober einen Startplatz auf sicher. Milla Eggert gewann mit Survivor in der Stufe Pony 1, während bei den Erwachsenen Nadia Beyeler auf Shiva den Sieg nach Hause brachte.

gymkh gebenstorf nlSusanne Beyeler wurde 2. im ZKV Gymkhana und siegte mit ihrer Tochter im Paargymkhana (Foto: K.Rohrer)

Die Stufe Pferd 1 zeichnet sich meistens nicht mit einem grossen Teilnehmerfeld ab, aber in Gebenstorf haben sich etliche Reiterpaare der Herausforderung gestellt und in Cecile Reber auf Dimitri eine Gewinnerin gefunden. Selina Spälti und Marion Wimmer hatten wieder einmal keine Mühe gescheut, sich neue und knifflige Aufgaben inklusive passender Dekoration auszudenken. Beim Motto ‘Ferien‘ konnten sie aus dem Vollen schöpfen und die Reiter auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Zuerst musste natürlich der Koffer mit Jeans, Badetuch und Wanderschuhen gepackt werden. Und es war gar nicht so einfach, die beschwerten Flugzeuge aus Petflaschen auf einer gerittenen Volte kreisen zu lassen, ohne die Bälle auf den vielen Pylonen runter zu schubsen. OK-Präsidentin Claudia Hübscher konnte auf gelungene Pferdesporttage zurückblicken, welche durch den Reitverein Birchhof lanciert wurden.

Karin Rohrer

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Nachwuchs dominiert NPZ Drivers Challenge in Bern

Junge Fahrer nutzten an der NPZ Drivers Challenge ihre Chance. Die Kleinsten hatten ihren Spass an der Nachwuchs-Challenge, andere glänzten in der Ein-, Zwei- oder Ponyprüfung. Einzig bei den grossen Vierspännern hatten sie kei-nen Vertreter an der Spitze.

Mehrere Glanzpunkte an der NPZ Drivers Challenge setzte der erst 17-jährige Ste-fan Ulrich aus Bäriswil. Er gewann die Nachwuchs-Challenge und als Überra-schung auch die Einspänner-Hauptprüfung. Bei den Zweispännern brachte der junge Aargauer Marcel Luder das Publikum zum Staunen. Er gewann das ab-schliessende Hindernisfahren und überholte so am Schluss noch drei weit routi-niertere Fahrer. Freude bereiteten den Zuschauern auch die beiden jungen Pony-Vierspänner-Fahrer Yannik Scherrer und Dominik Falk. Das Duell entschied der jüngere Dominik Falk aus Heimberg am Schluss ganz knapp für sich.

drivers challenge nlNachwuchstalent Stefan Ulrich gewann die Einspänner Challenge in Bern (Foto: W.Schönenberger)
In der Königsdisziplin der Vierspänner bahnt sich eine Wachtablösung an. Der Wal-liser Jerome Voutaz bot dem Favoriten Werner Ulrich in allen drei Teildisziplinen, Dressur, Marathon und Hindernisfahren, die Stirn. Im Hindernisfahren wandelte er den Rückstand noch in einen Vorsprung um und liess sich so erstmals in Bern als Sieger feiern.
Für Abwechslung sorgten auch ein Gespann mit Schwarzwälder-Füchsen, zwei Tandem-Gespanne und viele strahlende Kindergesichter. Organisationspräsident Werner Ulrich war, trotz sportlicher Niederlage, über den Veranstaltungsverlauf hoch erfreut: „Bereits im zweiten Jahr unserer strategischen Ausrichtung auf die Nachwuchsförderung trägt unsere Arbeit Früchte“, meinte er.

Werner Schönenberger

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Bodenarbeitskurs mit Derek Frank

Am 16./17. Mai fand in der Reithalle des KRV-Oberwiggertal in Dagmersellen ein Bodenarbeitskurs mit Derek Frank statt.

Derek Frank ist eidg. Dipl. Reitlehrer, besitzt einen eigenen Reit- und Pensionsstall in Losone TI, ist selber Profi-Springreiter bis Stufe S, Ausbildner, langjähriger Pat-Parelli Anwender, vor allem aber ist er ein Horseman durch und durch. Insgesamt haben 21 interessierte Leute mit ihren Pferden am Kurs teilgenommen. Somit war der Kurs ausgebucht. Zudem waren immer auch Zuschauer auf der Tribüne, welche das Geschehen auf dem Platz kritisch beobachteten.

bodenarbeit nlEntspannte Teilnehmer (Foto: B.Jost)

Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte dreimal das Vergnügen je eine Stunde lang zu lernen und zu üben. Gearbeitet wurde mit Knotenhalfter, Seil, Gerte und dem eigenen Körper. Erstaunlich was Spannung und Entspannung des eigenen Körpers beim Pferd auslösen kann. Oder wie schnell Pferde z.B. lernen am langen Seil auf Distanz nur mit Fingerwinken Rückwärts zu treten. Ziel war es stets, mit einer immer feineren Hilfestellung eine immer schnellere und präzisiere Reaktion des Pferdes auszulösen. Um diese dann mit einem „Dankeschön“ zu belohnen. Dieses Dankeschön bestand aus Entspannung des eigenen Körpers und Streicheleinheiten fürs Pferd.
Am Anfang mussten alle Teilnehmer ihr „Mitarbeiter“ Pferd einzeln im Schritt vorführen, anhalten, rückwärtsrichten und antraben. So verschaffte sich Derek Frank ein Bild über die bereits vorhandenen Kenntnisse der einzelnen Teilnehmer. Anschliessend hat er immer eine Übung ausführlich erklärt und vorgezeigt, bevor alle mit dem Ausprobieren und Üben begannen. Während dieser Phase wurde man kritisch beobachtet und erhielt wertvolle Tipps, wie man das Ganze verfeinern kann. Die Teilnehmer wurden auch immer wieder dazu aufgefordert Überlegungen anzustellen, wieso ein Pferd so oder eben anders reagiert. Und wie man wohl am besten aus der Sicht des Pferdes vorgehen soll, um das gewünschte Verhalten zu erreichen.
Am Ende des Kurses gab es viele zufriedene Gesichter zu sehen.
Organisiert hatte den Bodenarbeitskurs Bettina Jost-Huwyler, Pferdefachperson EFZ und Vorstandsmitglied des KRV-Oberwiggertal. An dieser Stelle ihr ein herzliches Dankeschön!

Franziska Leu


3. Grosses Jurabergfest auf der Hinteren Schmiedenmatt

Am Wochenende vom 18. und 19. Juli findet auf der Hinteren Schmiedenmatt zum dritten Mal das Jurabergfest statt.

Was vor sechs Jahren begonnen hat, geht nun in diesem Jahr zum dritten Mal über die Bühne. Im Turnus von drei Jahren laden die fünf Berggasthöfe der ersten Jurakette die Bevölkerung zu sich auf den Berg ein. Die Buchmatt, die zu Wolfisberg gehört, der Hinteregg auf Rumisbergerboden und die Vordere Schmiedenmatt, die Farnern angehört, sind drei von fünf Höfen im Kanton Bern. Die anderen beiden gehören zum Kanton Solothurn, das Hofbergli zu Günsberg und die Hintere Schmiedenmatt zu Herbetswil. In einigen Sitzungen wurden die Rahmenbedingungen und das Festprogramm geplant und organisiert. Austragungsort des Anlasses ist die Hintere Schmiedenmatt, die auf 971 Meter über Meer liegt. Sie befindet sich auf der Durchgangsstrasse von Herbetswil nach Farnern und kann so von beiden Seiten und auch von beiden Kantonen her erreicht werden.

rüttelhorn nl
Am Samstag eröffnet die Treichlergruppe Juragruess aus Welschenrohr das Fest lautstark mit der Schweizerischen Tradition. In der Gartenwirtschaft oder im Festzelt kann mit Sicht aufs Rüttelhorn, den Chamben oder die Rinderherden ein Stück Bergluft geschnuppert und genossen werden. Die Ruhe oder aber auch die Klänge der Kuhglocken laden zum Abschalten ein. Die Festwirtschaft verwöhnt ihre Gäste mit einem reichhaltigen Angebot. Um 16:00 Uhr wird das Gespann der Feldschlösschen Brauerei mit den sechs belgischen Kaltblütern erwartet. 5.4 Tonnen wiegen allein die Pferde, dazu kommen die 5.1 Tonnen des Fasswagens. Die Länge des ganzen Gespanns beträgt 16 Meter und die Höhe stattliche 3.70 Meter. Zwei Fuhrmänner und die Hopfenkönigin bringen 26 Bierfässer mit ans Bergfest. Für Unterhaltung sorgt am Abend die Thaler Örgeligruppe Bieli. Ein Barbetrieb rundet das Angebot ab.
Um 11:00 Uhr geht es am Sonntag mit einem Berggottesdienst, umrahmt vom Jodlerklub Randflueh, weiter. Das Quartett Emet und die Alphorngruppe Horngraben begleiten die „Bergchilbistimmung“ den ganzen Tag über mit volkstümlichen Klängen.
Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich der erstmals organisierte Pferdetreff unter dem Motto „Sternritt/Sternfahrt“. ReiterInnen, Gespanne oder aber auch Wanderer mit Pferden an der Hand werden von Nah und Fern erwartet. Möglichst viele Pferde, jeden Alters und jeder Rasse, sollen den Weg auf die Schmiedenmatt finden. Jeder Teilnehmer wird eine Stärkung und mit auf den Heimweg ein Erinnerungsgeschenk erhalten. Wo passt ein solcher Anlass besser hin, als auf einen Fohlensömmerungsbetrieb mit ungefähr 30 Fohlen?
Eveline Heer


Mehr als zwei Jahrzehnte - wenn das kein Grund zum feiern ist!

Eingebettet zwischen Belp und Längenberg liegt der stattliche Hof Heitern im Tal der Gürbe. Und genau dort hat sich die gebürtige Thunerin Manuela Goetz in den letzten zwei Jahrzehnten mit viel Engagement und Fleiss ihre Existenz aufgebaut.

Während all den Jahren stand für sie neben dem Anreiten und Ausbilden von jungen Pferden, der Teilnahme an Turnieren in fast allen Disziplinen und der Förderung von jungen Pferdesportlern auch stets ihre eigene Aus- und Weiterbildung im Vordergrund. So zum Beispiel 2010 der Equigard Plus, 2012 der Trainerin Sachkundenachweis für Pferdehaltung und im Dezember 2013 der Abschluss mit Certificate of Advance Studies CAS der Berner Fachhochschule in Haltung und Nutzung des Pferdes.

heitern nlDie Jüngste auf dem Ältesten (Foto: S.Stucki)
Exklusivität bedeutet für die engagierte Bereiterin und ihr Team, dass sich Pferd und Mensch in ihrem Betrieb stets zu Hause fühlen. Respektvoller Umgang und gegenseitige Achtung, aber auch sauberes und umweltfreundliches Arbeiten auf familiärer Ebene stehen genauso im Vordergrund wie das Wohlergehen der Pferde und Ponys. Ganztägiger, freier Auslauf in Gruppen ist auf grosszügiger Weidefläche stets gewährleistet. Gesunde und leistungsfähige Tiere bestätigen dies während einer kleinen, feinen und ganz in der Stallfarbe grün gehaltenen Jubiläums-Vorführung auf dem Reitplatz eindrücklich. Bei Speis und Trank konnten sich die zahlreichen Gäste bei schönstem Wetter an den Darbietungen erfreuen. Neben Quadrille, Dressurvorführung, etc. präsentierte Manuela Goetz mit besonderem Stolz ihre jüngste Reitschülerin im Sattel des ältesten Pferdes, ihrem 25-jährigen, topfitten Peter Pan, welcher sie durch die zwei Jahrzehnte treu begleitet hat, sei es als erfolgreiches Military-, Dressur- und Springpferd und jetzt als verlässlicher Lehrmeister für die jüngsten Schüler.
Als ihr gesamtes Team dann zum Schluss feierlich eine schmucke Gartenbank mit Inschrift enthüllte, war die geliebte Reitlehrerin und Freundin entgegen ihrer Natur mal einfach nur sprachlos. Es ist zu hoffen dass sich Manuela im nächsten Jahrzehnt neben ihrem grossen Arbeitspensum ab und zu eine kurze Auszeit darauf gönnt...
Susanne Stucki


 „Es war einmal ein pferdenärrisches Mädchen“ – oder 20 Jahre Ponyhof Sturmwind

Schon als Kind träumte Céline de Weck vom eigenen Pony und sogar vom eigenen Ponyhof.  Dass dieser Ponyhof heuer nun bereits seinen 20. Geburtstag feiert, ist deshalb nicht verwunderlich. Ihre Schwester Nicole liess sich von Célines Kindheitstraum inspirieren und inszenierte ein Pferdemusical, worin die Entstehung des Ponyhofs Sturmwind erzählt wird. In unzähligen Übungsstunden wurden die verschiedenen Akte mit den Reitschülern einstudiert. Am 19. und 20. Juni war es dann abends soweit. Nach dem Risotto-Essen füllte sich die Tribüne mit den geladenen Gästen. Die eineinhalb-stündige Vorstellung erzählte die Geschichte der kleinen Céline, die sich sehnlichst ein Pony wünschte und ihre Enttäuschungen, wenn der Geburtstag ohne das erhoffte Geschenk vorüber ging. Bis endlich der Traum wahr wurde und sie ein Pony bekam. Wie sie mit diesem Pony an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen hat und wie es schliesslich zum eigenen Ponyhof gekommen ist. Verschiedene Überraschungsgäste rührten Céline zu Tränen, so sehr freute sie sich über deren Erscheinen. Das Musical war ein voller Erfolg.

sturmwind nl
Natürlich fand am Wochenende tagsüber auch das traditionelle Sturmwindturnier in gewohntem Rahmen statt. Begonnen wurde am Samstag mit den Dressurprüfungen. Anschliessend läutete die Startglocke für das Slalom- und Fassrennen und die Knock-Out-Prüfung. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Gymkhanas. Ein Wanderpreis ging an die erfolgreichste Reiterin des gesamten Wochenendes, Selina Gafner mit Loeki.
Dank der zahlreichen Sponsoren durfte jeder Teilnehmer einen Flots und einen kleinen Preis mit nach Hause nehmen. Vielen Dank für diese tolle Unterstützung.

Susanne Stucki

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Der ZKV feierte seinen 150. Geburtstag

Der Zentralschweizerische Kavallerie- und Pferdsportverband feierte am 20. Juni sein 150-jähriges Bestehen. Er lud in einem ersten Teil ins Nationale Pferdezentrum nach Bern, wo die Bereitermusik im schönen Paddock die Gäste begrüsste. Die ZKV-Präsidentin Eva Gygax Künzli, Brigadier Wellinger und Regierungsratspräsident Käser wurden im Landauer auf den Platz gefahren. Nach und nach ritten die Bernische Traingesellschaft, die Schweizer Kavallerie Schwadron 1972, Delegationen von den ZKV-Vereinen, Vereinigungen und Regionalverbänden ein und bildeten ein wunderschönes Bild. Die Vorführungen der Bernerdragoner und der ZKV-Fahrquadrille unterhielten nebst den Ansprachen die vielen anwesenden Gäste und Zuschauer. Der anschliessende Apéro im Paddock, bei Sonnenschein und mit Bier direkt vom Egger-Gespann liessen den ersten Jubiläumsteil ausklingen. Am Abend ging die Jubiläumsparty im Sand Schönbühl in einer herrlichen Kulisse weiter. Die Gäste wurden in der herausgeputzten Reithalle bewirtet und vom Dragonerchörli, Ernst Vögelis Rückblick anhand alter Fotos, Überraschungsgästen und nicht zuletzt von ChueLee unterhalten. Ein gelungenes Rösseler-Sommerfest.           

Viele Fotos uner www.zkv.ch/fotoalbum

Tamara Acklin


Eva Gygax Künzli erzählte vom Wandel der Zeit, von der Abschaffung der Kavallerie zu den heutigen Zielen des ZKV, die Vereine zu unterstützen, wobei das Wohl der Pferde im Vordergrund stehe. Aber auch die Pflege der Kameradschaft und Traditionen – wie das Luegschiessen – werden nebst der Investition in die Zukunft grossgeschrieben. Die Rahmenbedingungen hätten sich verändert in der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit. Die Grundbedürfnisse der Pferde seien seit Jahrhunderten dieselben – eine seriöse Ausbildung, Bewegung und Auslauf, wobei leider vermehrt auf Schnelligkeit statt Nachhaltigkeit gesetzt und der Raum fürs Pferd immer kleiner werde. Doch die Genugtuung für das Opfern der Freizeit mit dem Pferd sei gross. Heute hätten viele Pferde, die nicht in Rösselerfamilien aufgewachsen seien. Daher sei die Erziehung im Umgang mit dem Pferd wichtig für den ZKV. „Mir ist es ein grosses Anliegen, dass das Ansehen behalten werden kann. Dafür setzt sich der ZKV ein.“


Brigadier Wellinger zeigte auf, dass die heutige Panzerartillerie von der berittenen Truppe her komme. Die Schweiz war das letzte europäische Land mit einer Kavallerie, die als effektive Kampftruppe eingesetzt wurde. Panzertruppen seien heute ähnlich wie früher die Kavallerie – die dominierende Rolle auf dem Fechtfeld. Traintruppen werden noch immer ausgebildet für unwegsame Gebiete, schlechtes Wetter oder zur Geländeüberwachung. Die Armee habe fürs Pferd noch immer eine berechtigte Verwendung. Dadurch werden Tradition und bodenständige Werte gelebt. Er gratulierte und wünschte für die Zukunft alles Gute und Freude am täglichen Schaffen mit dem Pferd.


Regierungsratspräsident Käser war beeindruckt von den Delegationen im NPZ. Auch er sprach vom Wandel der Zeit, die das Umfeld der Rösseler verändert habe. Sie hätten die Umgestaltung als Chance genommen und das Nutztier zum Sport- und Freizeittier genutzt. Der Nachwuchs sei offensichtlich vorhanden. Der Sportkalender sei voll mit Pferdesportanlässen. Er freue sich, dass mit dem ZKV-Weekend das Higlight im Kanton Bern stattfinde, wie auch das traditionelle Luegschiessen. Aber nicht nur Wettkämpfe machen den Kanton Bern attraktiv, auch landschaftlich sei er interessant. Die sportliche Betätigung in der Natur liege im Trend, wie auch die Biker und Jogger zeigen. Der ZKV-Leitsatz freue ihn, dass Traditionen erhalten bleiben, aber sie weiterentwickelt werden. Im Namen der Regierung des Kantons Bern überbrachte er Glückwünsche „bleibt so vorbildlich auf Trab und feiert schön im wunderschönen Sand.“


Am Abend begrüsste OK-Präsidentin Marianne Lüdi die Gäste. „Zusammen sind wir stark“, auch wenn es Mut brauche, könne zusammen viel erreicht werden. Gerade der jungen Generation wolle sie Mut machen, sich für ihre Anliegen einzusetzen. Aber auch die Regionalverbände hätten gemeinsam Macht, sich für eine starke Basis einzusetzen. Sie zitierte den griechischen Philosophen Demokrit: „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“ und leitete unter diesem Motto zu einem gemütlichen, unvergässlichen Fest im schönen Sand über. Sie dankte dem Hausherr und Kommandant Obers Jürg Liechti, der daraufhin mit seinem Eidgenossen in die Festhalle  einritt.


„Es gibt 2 Gründe, weshalb ich beritten komme. Erstens feiert mein Eidgenoss heute seinen 15. Geburtstag und zweitens repräsentiert er die Ursache für diese Feier – eigentlich müsste ich ihn auf Händen tragen, aber das geht wohl schlecht. Die Motorisierung hat das Pferd aus der Armee verbannt. Den ZKV gibt es trotzdem noch, dank dem Pferd. Das Pferd ist der gemeinsame Nenner, der 1865 und 2015 verbindet. Wir alle sind ergriffen von diesem Wesen. Es ist Teil unserer Leidenschaft, Denkweise und Sprache. Es hat unseren Wohlstand mitgeprägt. Wäre es da nicht vermessen, das Pferd draussen zu lassen? Schliesslich sind wir in einer Reithalle, in der Offiziere, Unteroffiziere, Hufschmiede, Train-Veterinäre ausgebildet werden. Das Pferd dient heute dem Materialtransport. Auch die Armeehunde sind hier zuhause. Es ist ein Privileg, Rekruten an die Hunde und Pferde zu führen. Eine wahre Freude, wie sie mit Tieren Transportgut sicher ans Ziel bringen. In der Schweiz gibt es über 100‘000 Equiden, eine Verdoppelung seit den 80er Jahren, das stimmt mich zuversichtlich, dass der ZKV noch lange besteht. Möge der ZKV die vielfältige Aufgabe auch in Zukunft wahrnehmen. Nicht zuletzt damit genügend Nachwuchs erhalten bleibt.”

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Juni 2015

übersicht

EDITORIAL

 ZKV-Jubiläum

SPRINGEN

 CS Neuendorf
 CS Aarberg
 CS Gettnau

DRESSUR

 CD Oftringen
 CD Münsingen
 CD Langenthal

VOLTIGE

 CVI Bern

CONCOURS COMPLET

 Trainingslager Meissenheim

QUERBEET

 Freibergertage Schüpfheim
 Postenritt Thun
 HV RIG Seeland
 Freibergertage Sempach
 Ride & Bike Brittnau
 Vierkampf
 Freibergertage Balsthal
 Voltige Lengnau
 Ponytage Deitingen

HINTERGRUND

 Interview ZKV-Fahrquadrille

 

ZKV-Jubiläum

Liebe ZKV-Mitglieder, die Geburtstagsfeier von unserem Verband steht vor der Tür. Am 20.Juni wollen wir gemeinsam das 150-jährige Bestehen des ZKV feiern. Ich hoffe sehr, dass Sie sich diesen Tag in der Agenda dick angestrichen haben und Sie an diesem einmaligen Fest dabei sein werden!
Das OK und der ZKV-Vorstand freuen sich schon heute, Sie an der offiziellen Feier im einzigartigen Paddock des NPZ, aktiv als ReiterIn, FahrerIn oder als ZuschauerIn, begrüssen zu dürfen. Beim anschliessenden Apéro für alle Anwesenden werden Sie bestimmt viele bekannte Gesichter treffen. Am Abend bietet die wunderschöne Kulisse der traditionellen Gebäude im Sand Schönbühl die besten Voraussetzungen für ein unvergessliches ZKV-Fest. Der Chor der 11er- Dragoner wird uns ab 17.00 Uhr zum Apéro unterhalten, dabei können wir uns an vergangene Zeiten erinnern, eventuell mitsingen und uns auf das Fest einstimmen. Während dem anschliessenden Nachtessen ab ca. 19.30 Uhr wird uns Ernst Vögeli in einem Bilder-Rückblick zu 150 Jahre ZKV auf eine Zeitreise mitnehmen. Mit weiteren Überraschungen sind wir für ein unterhaltendes Programm besorgt. Das Fest soll vor allem Gelegenheit bieten, ein traditionelles, gemütliches Rösseler-Fest zu feiern, sich über „weisst du noch…“ zu unterhalten und zu feiern. Ab 22.00 Uhr geht für Jung und Alt mit einem Konzert von ChueLee die Post ab! ChueLee bezeichnen sich auf ihrer Homepage als „erfrischend anders und trotzdem schwiizerisch! - Ein Mix von Rock, Pop, Mundart und volkstümlichen Elementen machen ChueLee unverwechselbar und einzigartig“.
EIN FEST FÜR ALLE war für mich und meine sehr engagierten OK-Mitglieder der Leitgedanke in der Vorbereitungszeit. Die Tonalität der Feierlichkeiten und der Jubiläumsshow sollen würdig, frisch, sympathisch und bodenständig sein.
Ein fröhliches Fest, bei dem die ZKV-Mitglieder zusammen auf die vergangen 150 Jahre zurückblicken und anstossen. Im Buch „Für unsere Heimat - für unsere Pferde“ von Max Rüeger, das zum Jubiläum 100 Jahre Zentralschweizerischer Kavallerieverein 1965 verfasst wurde, kann man zur Gründung des ZKV folgendes nachlesen: Im Jahre 1865 trafen sich 16 Kavallerieoffiziere, die die Bernische Kavallerie-Offiziersgesellschaft (BKOG) verkörperten, im Casino von Bern und gründeten den „Schweizerischen Kavallerieverein“ ZKV. Dazu wurde beschrieben: „Die Herren des ZKV engagierten sich aktiv in militärischen und anderen politischen Angelegenheiten und setzen sich für die Entwicklung der Reiterei ein“ und sie waren „alles andere als stille Versammlungsteilnehmer“. Ich finde es sehr spannend, wie sehr die Themen und Probleme aus der Gründungszeit des ZKV auch heute noch sehr aktuell sind. Nehmen wir also den Geburtstag zum Anlass, uns heute wie auch in Zukunft mutig für die Anliegen der Pferde, für eine korrekte Ausbildung und für fairen Sport einzusetzen und den ZKV-Leitsatz „Wir investieren in die Zukunft“ zu leben und aktiv mitzugestalten.
Den Verantwortlichen des Kompetenzzentrum Sand Schönbühl und des NPZ Bern danke ich an dieser Stelle herzlich für die Gastfreundschaft. Herzlichen Dank allen, die zum guten Gelingen des Anlasses betragen!
Ich hoffe, dass wir viele Erwartungen zur 150-Jahr-Feier erfüllen können und wünsche mir mit den ZKV-Mitgliedern und allen Gästen einen unvergesslichen Tag.

Marianne Lüdi

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Sprungbrett für EM-Teilnahme

Beim Nachwuchsturnier im Rahmen des Neuendorfer Concours traten die Stars von Morgen an. Die Sieger in den EM-Sichtungsprüfungen hiessen Fanny Queloz mit Celtic, Joel Kurmann mit Neuf Decoeur Tardonne, Ken Balsiger mit Petit Loup und Simone Buhofer mit Wimona.

Fokussiert, professionell und top beritten – die Junioren, Jungen Reiter und U25-Reiter glänzten beim Concours des Teams Melliger mit guten, kämpferischen Leistungen im Parcours. Es gab viele stilvolle Blankoritte zu sehen, was für die Qualität der Reiterpaare spricht. „Beeindruckend, wie stark der Nachwuchs reitet“, sagte auch OK-Präsident Samuel Bosshard. Sechzehn Prüfungen umfasste das von Wetterglück begleitete Programm. Im Fokus standen in Neuendorf die über Hindernisse von 140 und 145 cm führenden Konkurrenzen. Sie dienten für die Junioren und Jungen Reiter auch als Sichtungsprüfung für die Mitte August in Wiener Neustadt stattfindenden Europameisterschaften.
In der ersten N140-Prüfung waren 102 Nachwuchscracks aus der ganzen Schweiz am Start. Das Feld mit insgesamt 45 fehlerfreien Ritten wurde in zwei Serien gewertet. Als Siegerin feiern lassen konnte sich in der Serie A die für das Team Melliger reitende Simone Buhofer mit der Fuchsstute Wimona. Sie distanzierte die Zweitplatzierte Fanny Queloz mit Celtic um fast fünf Sekunden. In der Serie B gelang Ken Balsiger mit dem CH-Wallach Petit Loup die schnellste Runde. Knapp dahinter klassierten sich die stark reitende Pia Reich mit dem Grenzland-Hengst Quiwi Dream und der international erfolgreichste Schweizer Jungstar Martin Fuchs mit Uzo van het Hobos Z.

cs neuendorf nlJoel Kurmann holte in der 140cm-Juniorenprüfung auf dem Hengst Neuf Decoeur Tardonne den Sieg (Foto: R.Müller)
Anspruchsvoll gestaltete sich die 140cm-Prüfung mit Stechen für die Junioren. Sechs der 25 gestarteten Paare gelang ein Blankoritt im Normalparcours. In der Barrage blieb ausschliesslich Joel Kurmann mit dem erfahrenen Selle-Français-Fuchshengst Neuf Decoeur Tardonne erneut fehlerfrei. Mit je einem Abwurf klassierten sich Bryan Balsiger auf Cupido IV und Henri Sturzenegger auf Chavera in den Rängen zwei und drei.
Hochstehender Springsport bot die 145cm-Hauptprüfung, offen für Junioren, Junge Reiter und U-25. Fünfzehn der fünfzig gestarteten Paare qualifizierten sich fürs Stechen. Morgane Dassio mit der Stute Massimina setzte sich in schnellen 36.95 Sekunden vorerst an die Spitze. Ihre Zeit wurde kurz danach von Fanny Queloz mit der effizient springenden, sehr wendigen Belgierstute Celtic in 36.83 Sekunden noch unterboten.

Ruth Müller


 

Aarberg im Pferdefieber

Vom 13.-17. Mai 2015 lud der Kavallerie- und Reitverein Seeland zu den Pferdesporttagen Aarberg ein, welche traditionsgemäss an Auffahrt stattfinden.

Aufgrund der Rekordzahl von über 1600 Nennungen begann die Veranstaltung bereits am Mittwoch mit den Prüfungen für junge Pferde. Bei sommerlichen Temperaturen traten bereits etliche Konkurrenten an. Der Donnerstag präsentierte ebenfalls wunderbare Bedingungen, so dass die nationalen Prüfungen auf dem schönen Rasenplatz durchgeführt werden konnten. In vollen Teilnehmerfeldern massen sich die Konkurrenten vor gut besuchten Zuschauerrängen. Alain Jufer sicherte sich im Sattel von Zed den Sieg vor dem Seeländer Daniel Etter auf Kheops du Roset. Den dritten Rang belegte Charly Foussard auf Michel Angelo. In den RN135 Prüfungen am Abend ritt Michael Rolli vor heimischem Publikum auf San Salvador auf den elften Schlussrang. Am Freitag traten die regionalen Konkurrenten in den Kategorien R105, 115 und 125 an. Trotz der regnerischen und kühlen Bedingungen konnten alle Prüfungen wie geplant durchgeführt werden, da man auf die beiden grossen Sandplätze ausweichen konnte.

cs aarberg nlFlogen allen davon: Flying Girl und Séverin Hillereau (Foto: Sandra Zangger)
Am Samstag reiste der nationale Nachwuchs nach Aarberg, um sich den anspruchsvollen Parcours von Parcoursbauer Marc Etter zu stellen. Nachdem die Prüfungen des Vormittags auf dem Sandplatz abgehalten wurden, konnten die Reiter am Nachmittag wieder auf dem Rasenplatz reiten. Erneut lockte das Programm viele Zuschauer an. Am Abend fand das allseits beliebte Six-Barres-Springen statt, welches sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt hat. Die Anlage Aarolina war bis auf den letzten Platz besetzt. Frauenpower setzte sich durch, denn die beiden Bereiterinnen Céline Béchir und Elodie Frotiée belegten über eine Höhe von 1.90m gemeinsam den ersten Platz.
Auch Nachtschwärmer kamen auf ihre Kosten. Der Black Bird Saloon war jeden Abend sehr gut besucht und es wurde beinahe bis in die Morgenstunden gefeiert.
Am Sonntagvormittag fand die zweite Serie der R125 Prüfungen statt, bevor dann am Mittag die erste Glocke der Hauptprüfung klingelte. Über 70 Reiterinnen und Reiter traten beim Grossen Preis von Aarberg und der SPT Roth AG an. Der Parcours zeigte sich sehr anspruchsvoll. Lediglich zehn fehlerfreie Parcours zeichneten sich ab. In der Siegerrunde setzte sich der Reiter Séverin Hillereau aus Lossy durch, der mit seiner Flying Girl zwei Nullrunden absolvierte. Er gewann die Hauptprüfung vor Pierre Brunschwig (Pinup de Puymalier) und Charlotte Barbey (Wollie Bollie).

Anina Heiniger


Gettnau ganz im Zeichen des Pferdesports

Am Wochenende vom 15. bis 17. Juni 2015 fand im Reitstall AWG die alljährliche Springkonkurrenz statt. Das sportliche Programm war gut abgestimmt und auch dieses Jahr wurde dem Reiternachwuchs eine grosse Plattform geboten.

Die Springkonkurrenz begann am Freitag frühmorgens mit sehr kalten und nassen Verhältnissen. Nicht beirren von diesen Umständen liess sich Joel Lustenberger aus Hergiswil. Der Jungreiter und Vereinsmitglied des AWG-Teams ritt in der ersten Prüfung mit Saviesan di M’lin auf den hervorragenden dritten Platz. Damit war der Auftakt für den Verein Reitstall AWG vollumfänglich geglückt. Die Children-Reiterin Laura Vonwyl aus Ettiswil siegte mit Lecky des Crosettes und schaffte im Verlauf des Tages weitere gute Klassierungen. Am Nachmittag holte sich die AWG-Reiterin Eliane Lustenberger mit Sabario bei einem Nullfehlerritt den Sieg in der Kategorie B90.
Das Programm am Samstagmorgen war mit den Prüfungen B70/80 an den Nachwuchs gerichtet. Bei deutlich besserem Wetter startete das überwiegend weibliche Teilnehmerfeld zügig. Am Nachmittag folgten die Prüfungen R/N 100 - 110. Der Boden war inzwischen vollständig trocken und es wurden wieder sehr schnelle Ritte gezeigt. So ritt in der Kategorie R/N 105 Edgar Häfliger mit Eyk mit einem deutlichen Zeitvorsprung zuoberst aufs Podest. Platz zwei ging an Caroline Hermann mit Severin vor Martin Matousek mit Utopoia. Direkt im Anschluss an die letzte Prüfung läuteten die Startglocken für die Gettnauer Vereinsleute. Im Rahmen des Dorfabends duellierten sich diese in amüsanten Spielen, was auch zu einer fröhlichen Stimmung im Festzelt beitrug.

cs gettnau nlJoel Lustenberger zeigte auf und neben dem Platz vollen Einsatz (Foto: R.Bittner)
Die gut besuchte Stilprüfung am Sonntagmorgen startete bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Das Teilnehmerfeld zeigte sich durchwegs auf einem guten Niveau. Absolviert wurde die Stilprüfung von Pferden wie auch von Ponys, was auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer durchwegs spannend war. Auch neben dem Springplatz war einiges los. Während die Sponsoren zu einem Apero geladen wurden, waren die Jüngsten auf dem Platz der Hüpfburg verfallen und genossen die Kutschenfahrten. Nach der Mittagspause läutete die Startglocke für die Kategorie R/N 120. Das sehr starke Teilnehmerfeld meisterte den Parcours souverän. Gewonnen wurde die Prüfung von André Muff aus Neudorf mit Uber vor Michael Baumgarter mit Pipilotta und Patrick Stettler mit Pialotta. Die Anschlussprüfung wurde mit einem Stechen ausgeschrieben, welches den krönenden Abschluss der Springkonkurrenz bildete. Die Spannung unter den Kontrahenten stieg. Am Schluss konnte sich Michael Baumgarter mit Pipilotta durchsetzen. Roberto Girão, welcher im Reitstall AWG als Springtrainer amtet, holte sich mit James XI den zweiten Platz, gefolgt von Sandra Schori mit Calvito. Diese drei schafften es, auch im Stechen eine Glanzleistung zu zeigen und fehlerfrei zu bleiben.

Regula Bittner

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Auf der Jagd nach guten Noten

Über das Auffahrt-Wochenende standen in der Reitanlage Oftringen Eleganz und Präzision hoch im Kurs. In fünfzehn Prüfungen zeigten elegante Pferd-Reiter-Paare schönen Dressursport. Die M26-Hauptprüfung gewann Stephanie Hartmann mit Dionysos.

Zehn zum ZKV-Championat zählende Prüfungen, zwei Konkurrenzen des Swiss Juniors Cups, eine L-/M-Kür, sowie zwei M-Programme der ZKV-M-Dressur-Trophy umfasste die Prüfungspalette der vom Kavallerie- und Reitverein Zofingen und Umgebung organisierten Traditionsveranstaltung. Jeder der vier Turniertage bot Höhepunkte. Am Donnerstag machten die Kategorien RZKV mit zwei L12-Feldern und einem L14 sowie RSM mit dem L16 den Auftakt. Mit Susanna Meyer auf WWW im L14 und Esther Andres auf Denaro di Narici im L16 holten gleich zwei Mitglieder des organisierenden Vereins eine Siegerschleife.
Am Freitag kam der vierbeinige Nachwuchs zum Einsatz. Michèle Schweizer erreichte mit dem fünfjährigen Hannoveraner Fuchswallach Fuerst Feliciano einen Doppelsieg: Sie gewann das JP02 souverän und das JP04 punktgleich mit Sandra Meier auf dem Lusitanohengst Albatros de Massa. Auch das GA03 der Kategorie Reiterbrevet wurde aufgrund der vielen Nennungen in zwei Feldern durchgeführt. Sina Saxer mit Don Jonsen und Monika Regula Schneider mit Sole dei Gracia hiessen die strahlenden Siegerinnen. Im GA05 (Kat. RB) ritt Tanja Häfliger mit dem Rappen Smaragd the First zum Sieg.

cd zofingen nlRitt in der L-/M-Kür zum Sieg: Catherine Jacot mit GB Santiago (Foto: R.Müller)
Zwei zum Swiss Juniors Cup zählende Prüfungen für Reiter bis Jahrgang 1997 boten den Stars von morgen eine Plattform, mit Programmen nach ihrer Wahl. Jhelisa Bürgen mit Barabas erreichte in der ersten Konkurrenz mit 68.68 die höchste Prozentpunktzahl. Anna-Paula Burger mit der Fuchsstute Arts Doree gewann die zweite Prüfung mit 67.27% aus ihrem GA06. Die Darbietungen in der von Musik umrahmten L-/M-Kür wurden am Samstagabend von vielen Zuschauern verfolgt. Catherine Jacot erreichte auf GB Santiago das beste Resultat.
Sportlich hochstehend waren die beiden zur ZKV-M-Dressur-Trophy zählenden M-Prüfungen am Sonntag. Annina Müller ritt auf dem Hannoveraner Swanee zum Sieg im M22. Die M26-Hauptprüfung gewann die talentierte Nachwuchsreiterin Stephanie Hartmann mit Dionysos.

Ruth Müller


Ein L-Sieg zum Geburtstag

Der Reitverein Aaretal-Münsingen führte auf dem grosszügigen, ideal gelegenen Reitplatz Schützenrüti in Münsingen sehr gut organisierte Dressurprüfungen durch, die zum ZKV Dressurchampionat 2015 zählten. Bedingt durch die vielen Nennungen begann der Anlass schon am Freitag und es hiess für Reiter, Richter und Helfer früh aufstehen - die Startglocke bimmelte bereits um 6:30 Uhr zum ersten Mal.

cd münsingen nlGeburtstagskind Annina Lüthi gewinnt mit Odin das L12 (Foto: Christine Hager)

Für das frühe Aufstehen wurde Tatjana Lang, die mit Miro VI am frühen Samstagmorgen als dritte einritt, mit einem Sieg im GA10 belohnt. Im anschliessenden L12, indem 45 Paare gemeldet waren, sahen die Richter zwei Paare punktegleich an der Spitze: Annina Lüthi mit Odin III und Florian Kaufmann mit Mona Lisa VII. Ganz Gentlemen überliess der Profi aus Seengen die Sieges-Plakette Annina Lüthi. Sie hat erst vor kurzem die Lizenz bestanden und konnte nun beim ersten L-Start gleich einen Sieg verbuchen. Auch im anschliessenden L14, das von Caroline Ulrich im Sattel von De Lauries gewonnen wurde, gab es eine Klassierung für die talentierte Nachwuchsreiterin, die an diesem Tag zudem auch noch ihren 14. Geburtstag feiern konnte. Grund zum Feiern hatte am Sonntag auch Anna-Paula Burger. Im Sattel der tollen Ponystute Arts Doree gewann sie sowohl das GA1 als auch das GA3. Rébecca Lüthi, Dressurchefin des RV Münsingen belegte im GA1 beim ersten Start mit ihrem Nachwuchspferd Weltpunkt hinter Burger den Ehrenrang. Das zweite Feld GA3 gewann Luana Niklaus mit dem routinierten Otto von Oxford. In der Kategorie Youngster gab es am Freitag einen klaren Sieg für Nicole Blaser und ihren Bilbao Hill. Trotz der sehr schlechten Wetterprognosen schien fast immer die Sonne und nur gerade die letzten Reiter des rundum gelungenen Anlasses mussten ihre Programme von Blitz, Donner und heftigem Regen begleitet absolvieren. Zum Glück war das Rechnungsbüro jeweils sehr schnell, so dass kurz nach Prüfungsende die Rangverkündigung stattfinden konnte und sich danach alle auf den Heimweg machen konnten.

Barbara Scheidegger


Junge Pferde zeigten ihr Potenzial

Die Dressurtage Langenthal machten den Saisonauftakt des traditionsreichen ZKV-Dressurchampionats. Carla Aeberhard gewann mit dem schicken Delioh von Buchmatt die M22-Hauptprüfung.

Kein Wunder war das idyllisch zwischen Wiesen und Waldrand gelegene Sandviereck des Stalls Badgut für einmal eher tief. Die Regen-Messstation im benachbarten Wynau hatte am Freitag vor Turnierstart die höchste Niederschlagsmenge innert 24 Stunden seit Messbeginn registriert. Die nassen Bedingungen hielten die Dressurcracks jedoch nicht davon ab, mit eleganten, schwungvollen und präzisen Darbietungen zu glänzen. Besonders die Amazonen ritten stark: sie holten in allen sechs Prüfungen die Siegerschleifen. Mit je 30 Paaren war die Kategorie RSM & N stark besetzt. Im Programm M22 entlockte Carla Aeberhard mit dem Schwarzbraunen Delioh von Buchmatt dem Richtertrio die Höchstwertung von 67.84 Prozentpunkten. Beim Einreiten zeigte sich der erst siebenjährige Wallach noch von der zuckrigen Seite, fand dann aber rasch zur Konzentration und präsentierte mit seiner erfahrenen Reiterin sein grosses Gangpotenzial. Knapp dahinter, mit 67.12% klassierten sich Regula Aebi mit dem Trakehner Glory Day und Ueli Liechti im Sattel von Samourai des Haies (66.94 %).

cd langenthal nlSiegte im L16 der Kategorie RSM: Doris Härdi mit der Stute Renaissance WM CH (Foto: R.Mülller)
Doris Härdi hiess die Siegerin im L16. Sie erhielt mit der achtjährigen dunkelbraunen Stute Renaissance WM mit 66.85% die beste Wertung. Sebastian Knoblauch, der in Roggwil einen Ausbildungsstall führt, ritt mit der Hannoveranerstute Mona Lisa auf den zweiten Rang. Auf Stufe RZKV für Reiter mit regionaler Lizenz siegte Norina Loser mit Denaro di Narici im GA10; Isabelle Kiechl setzte sich mit Rhodium S im L12 an die Spitze.
Zwei Prüfungen für Nachwuchspferde rundeten das Programm ab. Auf Stufe JP für vier- und fünfjährige Pferde gab es eine knappe Entscheidung. Isabelle Kuhn siegte mit dem dunklen Hannoveraner Sirco Rialto vor Veronika Marthaler mit dem vierjährigen Oldenburger Robin Hood. Das GA06 der Kategorie Youngster bestritten die sechs- und siebenjährigen Zukunftshoffnungen. Der Hannoveraner Bilbao Hill mit Nicole Blaser machte hier seine Sache am besten.

Ruth Müller

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CVI Bern - Erfolg auf der ganzen Linie

dk 2015 05 17 CVI Bern 2853 Simone Jäiser nl

dk 2015 05 16 CVI Bern 2450 Lütisburg nlErfolgreiche Schweizer am CVI im NPZ Bern: Simone Jäiser und Lütisburg siegten souverän (Fotos: Daniel Kaiser)

Der erste Concours de Voltige International im NPZ Bern nach zehnjähriger Pause kann in allen Belangen als Triumph eingestuft werden. „Wir haben Voltigiersport auf hohem Niveau gesehen, hatten zwei von drei Tagen tolles Wetter und hervorragende Rückmeldungen der Teilnehmer für unsere Organisation“, fasst Lukas Heppler nicht ohne Stolz zusammen. Der 22-Jährige belegte einerseits als aktiver Teilnehmer Rang drei bei den Herren in der höchsten Kategorie, zum Anderen fungierte er als Chef-Organisator sowie Co-Präsident der Veranstaltung und managte den Einsatz der 180 freiwilligen Helfer. „Ich bin total zufrieden. Ich hatte mir einen Platz auf dem Podest erhofft. Dass es funktioniert hat, ist einfach toll“, sagte er. Die Mannschaft Lütisburg siegte mit der Präsentation „Schwanensee“. Ebenfalls souverän gewann Simone Jäiser.

Daniel Kaiser

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CC-Team Christen im Trainingslager in Meissenheim

Am 21. März pünktlich um 11:00 Uhr traf sich das CC-Team mit Sack und Pack und einer grossen Portion Vorfreude an der Autobahnraststätte Pratteln. Nach einer herzlichen Begrüssung fuhr der Konvoi an den Zoll Weil am Rhein. Dank der Top-Organisation und Vorarbeit von Peter Christen konnte der Grenzübertritt schnell vollzogen werden und bald ging es weiter in Richtung Meissenheim. Auf der grosszügigen Reitanlage des RRFV Meissenheim angekommen, wurden Pferde und Material ausgeladen und Sepp Breitschmid, unser „Stall- und Haferchef“, instruierte die Teilnehmer zum allgemeinen Stallbetrieb. Danach begab man sich in zwei Gruppen auf einen Ausritt durch die schöne Rheinlandschaft. Nachdem die Pferde versorgt waren, fuhren wir nach Ichenheim zum Hotel Schwanen. Jetzt knurrten auch die Mägen der „Teamler“ richtig fest. Schnell wurden die Zimmer bezogen und bald traf man sich erneut in der Gaststube zum Abendessen.

Lehrreich und intensiv
Die beiden ersten Trainingstage bestanden jeweils aus drei Trainingseinheiten: Geländetraining unter der Leitung von Peter Christen, Dressurtraining mit Ruedi Lehnherr und freies Reiten. Petrus war uns auch in diesem Jahr gut gesonnen und die Trainingsbedingungen waren optimal. Jedes Training war gut durchdacht und Peter schaffte es, Reiter und Pferde entsprechend ihrem jeweiligen Niveau zu fordern. So konnte jedes Training mit einem guten Gefühl und sogar etwas Stolz über die vollbrachte Leistung beendet werden. Am Dienstagmorgen hatte jeder die Möglichkeit, ein Dressurprogramm seiner Wahl vorzureiten, das von Peter gerichtet und mit Tipps und Kommentaren bewertet wurde. Dies diente einer ersten Standortbestimmung.

cc nlMarianne Lüdi mit Padua (Foto: Eva Weber)

Sonne, shoppen...
Damit sich Pferde und Reiter etwas erholen konnten, wurde am Dienstagnachmittag ein Alternativprogramm organisiert. Ein Teil des Teams nutzte die freie Zeit, um in einem Reitsportgeschäft in Offenburg shoppen zu gehen. Der andere Teil verbrachte die Zeit damit, mit den Pferden spazieren oder grasen zu gehen, oder einfach nur die Sonne zu geniessen. Für den Abend hatte sich die Teamleitung etwas Besonderes ausgedacht. Bei einer typischen Vespermahlzeit wurde dem Team ein Einblick in die kulinarische Vielseitigkeit der oberrheinischen Tiefebene gewährt.

Abschlussprüfung Cross
Am fünften und letzten Tag galt es das Gelernte anzuwenden und zu prüfen und zwar in Form eines Crosses. Um allen Niveaus gerecht zu werden gab es zwei unterschiedlich anspruchsvolle Crossstrecken, die von allen TeilnehmerInnen gut gemeistert wurden. Gleich im Anschluss an den Ritt erhielten die ReiterInnen ein Feedback von Peter Christen, bestehend aus lobenden Worten und Verbesserungsvorschlägen. Nachdem die Pferde verladen, das Material eingepackt und die Stallungen in einem tadellosen Zustand hinterlassen wurden, reisten wir sehr zufrieden in Richtung Heimat.

Olivia Notz

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 Schüpfheim im Zeichen der Freiberger

Die PZG Amt Entlebuch kann auf erfolgreiche und mit viel Herzblut durchgeführte Freibergertage zurückblicken. Pferde, Reiter, Fahrer und Holzrücker wurden im luzernischen Schüpbach bei idealen Verhältnissen herzlich empfangen.

Den Auftakt machte der Feldtest für die dreijährigen Freiberger. Es gab einige, vom Typ her sehr ansprechende, Youngsters und die Siegerstute holte sich im Exterieur die Noten 8,8,9. „Wir haben hier eine ausdrucksstarke und ganz wunderbare Stute mit einem schön aufgesetzten Hals, die sich im Schauring einzigartig präsentiert“, meinte Rasserichter Heinz Mägli zu Samira La Chasse von Ueli Reichenbach. Frieda Reinhard durfte für den zweitklassierten Wallach Eros von Genossenschaftspräsident Bruno Emmenegger einen geschnitzten Teller für das Pferd mit den besten Fahr- und Reitnoten entgegen nehmen. Rang drei ging an Havanna, im Besitz von Bruno Roos. In der Springprüfung Stufe FM1 gab es im ersten Umgang kein Vorbeikommen an Dominik Portmann. Mit fast 12 Sekunden Vorsprung auf die Zweitklassierte sicherte sich der junge Reiter mit Nadina vom Meierhof den Sieg. In der Stufe FM2 holte er sich auf Zuchthengst Norton VIII den zweiten Rang im Feld mit knapp 30 Teilnehmern.

fm nlDominik Portmann (Foto: Karin Rohrer)
Geschicklichkeit pur In zwei Kategorien FM Gymkhana und einer rasseoffenen Prüfung Reiterspiele konnten die ReiterInnen ihr Geschick unter Beweis stellen. Aus den Kantonen Zürich, Aargau, Zug, ja sogar aus dem Jura waren sie angereist um sich möglichst viele Punkte für das Finale in Avenches zu sichern. Dafür scheint das Entlebuch ein Mekka der Holzrücker zu sein. Vor allem in der Stufe M waren zahlreiche Starter aus der näheren Umgebung aktiv und zeigten Präzisionsarbeit an den Leinen. Josef Häfliger und der 23-jährige Fuchswallach Lorento waren eine Klasse für sich und siegten souverän. In der Stufe L zeigten viele Shettland-Ponys „Grösse“ im Holzrücken.

Karin Rohrer


Ein fast normaler Arbeitstag

Ob Zoowärter, Landwirt, Kellner oder Bauarbeiter, beim 14. Postenritt des PSV ThDie Entscheidung um den diesjährigen Sieg fiel äusserst knapp zu Gunsten von Eveline und Stefan Baumann aus, denn nur gerade zwei Punkte trennten das Erfolgspaar von den beiden Seeländerinnen Noemi Fankhauser und Ramona Blaser. Seit etlichen Jahren ist das Baumann-Team mit dem 18-jährigen Connemara Wallach Krümmel und der 10-jährigen Freibergerstute Mona als ein absolut eingespieltes Quartett unterwegs, das seit 2009 regelmässig alle zwei Jahre einen Thuner Postensieg nach Hause trägt. Dreimal beim KRV und am letzten Aprilsonntag erstmals beim Pferdesportverein Thun.

patr thun nlAction am 14, Postenritt (Foto: S.Stucki)
Spannender Arbeitstag Von der Schiessanlage Guntelsey aus starteten die 65 Patrouillen gespannt in Richtung Gwattegg zu Bewährungsproben in den unterschiedlichsten Berufen. So zum Beispiel als  mutige Wärter und Pfleger von wilden Tieren oder als flinke Kellner. Der Sprung über die Strohballen mit Melkstuhl, Glocke und Milchkanne zeigte oben am Zwieselberg den harten Alltag des Bergbauern. Das zuordnen von allerlei Berufsutensilien neben dem Zivilschutzzentrum und das sortieren von Kehricht durch ein Dual-Labyrinth auf dem Reitplatz in Allmendingen, aber auch die flatternde Baustelle mit Brevet-Wissen mitten im Buchholzwald verlangten von Pferd und Reiter so einiges ab. Nachdem dann auf dem Sandplatz der Reitschule Thun auch das logistische Problem mit dem Lebensmittel-Regal dank lautstarker Unterstützung der Postenchefinnen Tiziana und Jeanne mehr oder weniger erfolgreich gelöst werden konnte, war der Weg ins Ziel nicht mehr fern. Viele zufriedene Gesichter deuteten auf einen abwechslungsreichen „Arbeitstag“ hin, der nach diesem speziellen Einblick ins Berufsleben, bei tollem Frühlingswetter nicht zuletzt beim „Zahltag“ am reichhaltigen Gabentisch zu einem Glückstag wurde.

Susanne Stucki


Hauptversammlung RIG Seeland

Rund 30 Mitglieder der RIG Seeland fanden sich im Restaurant Kreuz in Bargen ein. Der Präsident Fredy Schneider, eröffnete die Versammlung, begrüsste alle Anwesenden, besonders Fritz Bangerter als Ehrenmitglied. Der Jahresbericht des Präsidenten wurde mit Applaus genehmigt. Die ReiterInteressenGemeinschaft nimmt die Interessen der ReiterInnen wahr durch die Aufrechterhaltung eines geordneten Reitbetriebes in der Region, vertritt aber auch die Interessen gegenüber Land- und Waldbesitzern, Gemeinden, Wanderweggesellschaften und anderen Organisationen. Bei den statutarischen Geschäften gab es keine Diskussionen. Nach mehr als 20 Jahren Präsident trat Fredy Schneider von seinem Amt zurück. Als Hufschmid und Pferdefachmann hatte er immer Kontakt zu ReiterInnen, suchte mit ihnen aber auch mit Land- und Waldbesitzern das Gespräch und konnte so viele Wogen glätten. Er organisierte auch mit allen Interessierten eine Wegbesichtigung im Burgerwald Aarberg, die alle Teilnehmer sehr schätzten. Als Dank für seine grosse Arbeit wurde ihm ein eisernes Pferd und eine Plakette geschenkt. Neuer Präsident ist Armin Arn.

Trudi Dardel


 

Vielseitigkeit unter Beweis gestellt

Die mittlerweile zur Tradition gewordenen Freibergertage, lanciert durch den Verein Freiberger Pferdezucht Amt Sursee/Hochdorf, warteten mit Neuem und Bewährtem auf. Das Areal der Seevogtei in Sempach bot eine wundervolle Kulisse für vielseitigen Pferdesport.

fm sempach nlFredi Buschor mit dem 13-jährigen Leandro im Holzrücken Stufe M (Foto: K.Rohrer)

Den Auftakt machten Gymkhana-Prüfungen, welche einiges von den Teilnehmern abverlangten und viel Teamwork forderten. Obwohl es am Morgen noch wie aus Kübeln gegossen hatte, blieb der Boden tadellos und erlaubte rassige Ritte im Springparcours. In drei Kategorien zwischen 70 und 90 cm wurden Siegerschleifen und Plaketten verteilt. Auch am Sonntag war der Gabentisch reichlich gedeckt und nebst einem Blumenstrauss für die Erstrangierten gab es Naturalpreise für die Klassierten. In den Rückeprüfungen konnten zudem alle Nichtklassierten ein Rollschinkli als Preis mit nach Hause nehmen. Das Showprogramm am Mittag mit dem Titel „Der Sagenhof wie er leibt und lebt“ wurde von Roland Kathriner und seinem Sagenhof-Team aufgeführt. In einer Quadrille zeigten dreijährige Youngsters, aber auch routinierte Vierbeiner unter dem Sattel ein ansprechendes Programm, unterstützt vom neuen Vereinspräsidenten Roland Kathriner mit einem Einspänner. In der Zugprüfung zeigten zwei Bretonen (Kaltblutpferde aus Frankreich) und zwei Freiberger, was sie leisten können. An jedem Posten im Parcours stieg eine neue Person auf den Schlitten und so nahm das zu ziehende Gewicht stetig zu, was für die zugstarken Pferde jedoch kaum ein Problem darstellte. Wieder wurde der Parcours umgestellt und die Holzrücker stellten ihr Können unter Beweis. Knifflige Aufgaben erwarteten sie und verlangten Trittsicherheit und gegenseitiges Vertrauen. Sei dies bei Kegeltoren, einem Graben, zwischen Tannen hindurch oder natürlich beim letzten Hindernis, dem Poltern. Hier konnten sich die Leinenkünstler bei zentimetergenauer Perfektion messen, unter wohlwollendem Applaus seitens zahlreichem Publikum.

Karin Rohrer


 

Tempo, Teamwork und viel Spass

Nach einer schöpferischen Pause führte der Reitclub Brittnau am Sonntag anstelle des traditionellen Vielseitigkeitsritts erstmals ein Ride and Bike durch. 57 Zweierteams absolvierten die Geländestrecke auf Zeit sowie den anschliessenden Geschicklichkeitsparcours.

„Mit rund dreissig Nennungen wären wir bei der Premiere zufrieden gewesen“, sagte Desirée Woodtli vom RC Brittnau. Doppelt so viele Teams nutzten die spezielle Startgelegenheit, weil die Art des Anlasses ein Bedürfnis abdeckt. Viele Reiter haben Partner, Bekannte oder Familienmitglieder, die nicht reiten, jedoch begeisterte Biker sind. Beim Ride and Bike kann man gemeinsam einen sportlichen Wettkampf bestreiten. Fünfzehn Kilometer lang war die Strecke, die vom Hof der Familie Zimmerli im Grod durch den Langnauerwald, über Liebigen, die untere Ringstrasse und via Fennern & Schürberg zum Ausgangspunkt zurückführte. Es galt, den Kurs möglichst schnell zu absolvieren. Allerdings waren die Gangarten Schritt und Trab mit Schildern vorgegeben. Auf Teerstrassen durfte das Pferd nur Schritt geritten oder geführt werden. Auf Mergel- und Waldwegen konnte bei Tempovorgabe Schritt der Reiter neben dem Pferd rennen, dann durfte das Pferd traben. Hier gab es die meiste Zeit zu gewinnen. Reiter und Biker blieben die ganze Strecke lang zusammen, der Abstand zwischen ihnen durfte nie mehr als zwanzig Meter betragen.

brittnau nlDas Zofinger Team Andrea Moor auf Aljano und Daniel Borner gaben im Geschicklichkeitsparcours ihr Bestes (Foto: R.Müller)
Der Dauerregen konnte die gute Stimmung nicht trüben. Die Biker, von Kopf bis Fuss schlammverspritzt, viele Reiter vom anstrengenden Joggen ziemlich ausser Atem – egal, im Zielraum sah man nur fröhliche Gesichter. Zwischen 1:33 und 2:11 Stunden benötigen die Teams für die Strecke. Beim anschliessenden Gymkhana wurden Vertrauen, Teamwork und Geschick getestet. Die Rangliste wurde aus den Resultaten der Geländestrecke und des Gymkhanas mit Rangpunkten ermittelt. Bei Punktgleichheit erhielt das Ergebnis auf der Strecke mehr Gewicht. Als Sieger liessen sich Reiterin Doris Burkhalter und Biker Beat Steinmann feiern. Mit der optimalen Zahl von zwei Rangpunkten dank der schnellsten Streckenzeit und der besten Leistung im Gymkhana. Rang zwei erreichten Priska Wobmann und Patrick Kunz aus Köniz.

Ruth Müller


 

Erfolgreiche Vierkämpfer

Am 25. und 26. April haben die Fränkischen Vierkampfmeisterschaften im Pferdezentrum Ansbach stattgefunden. Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass wir Vierkämpfer vom Reitverein Kerns an diesem Turnier teilnehmen dürfen.
Dieses Jahr konnten wir mit einem Team für die Kategorie „Meisterschaft“ (Jana Rohrer, Andrea Ettlin, Sarina Reinhard und Alana Flück) und einem Dreier-Team für den Erwachsenenvierkampf anreisen (Luisa Odermatt, Lea Fischbacher und Anna Indergand).

Nach der Ankunft konnten wir mit Unterstützung von Betriebsleiter Klaus Eikermann die zur Verfü-gung gestellten Pferde ausprobieren, bevor es am nächsten Morgen mit dem Laufen losging. Die Laufstrecke erwies sich als anstrengender und somit auch langsamer zu bewältigen als erwartet. Trotzdem konnte unsere beste Läuferin, Luisa, das Laufen der Erwachsenen mit grossem Vorsprung gewinnen vor Anna.
Da dieses Jahr 120 VierkämpferInnen teilnahmen, hatten wir genügend Zeit uns auszuruhen, bevor es mit der Dressur losging. Beim Meisterschaftsvierkampf wurden, im Gegensatz zum Erwach-senenvierkampf, zwei Dressurpferde mit einer anderen Mannschaft ausgetauscht, so hatten An-drea und Alana die Herausforderung, Pferde eines anderen Teams zu reiten. Sarina wurde mit dem fünften Platz am besten bewertet.
Obwohl Dressur an den Schweizer Turnieren oft unsere schwächste Disziplin ist, konnten wir beim Erwachsenenvierkampf in Deutschland unseren im Laufen erworbenen Vorsprung auf 800 Punkte ausbauen: Anna gewann die Dressur, Lea wurde Dritte und Luisa wurde mit einer ebenfalls hohen Bewertung von 7.0 Neunte. Entsprechend motiviert begaben wir uns dann am Sonntag in aller Frühe ins Hallenbad. Frühstück vor dem Start um 7:15 Uhr lag leider nicht drin, somit nahmen wir den 50m-Spurt mit ein wenig Banane und Dextro im Bauch in Angriff. Dies schien (nebst der harten Vorbereitung im Training mit Kathrin Fischbacher) das Rezept zum Erfolg zu sein: Jana konnte bei den Meisterschaftlern gewin-nen, Alana belegte den dritten Platz und auch bei den Erwachsenen dominierten wir: Anna konnte das Schwimmen mit dem Punktemaximum gewinnen, Luisa wurde Vierte und Lea Fünfte.

vierkampf nlDie erfolgreichen Schweizerinnen (Foto: A.Indergand)
Auch im Springreiten konnten wir uns (auch dank der tollen Mitarbeit der Pferde) von der besten Seite zeigen. Die Meisterschaftsteilnehmer mussten einen höheren Parcours absolvieren als im Schweizer Vierkampf. Unser ganzes Team blieb fehlerfrei. Bei den Erwachsenen schaffte es Anna mit der Wertnote 8.4 auf den zweiten Platz und Lea konnte den fünften Platz belegen.
An der anschliessenden Siegerehrung konnten wir dann die Preise für die erbrachten Leistungen entgegennehmen. Im Meisterschaftsvierkampf belegte unser Team den vierten Platz, Jana und Sarina gehörten zu den Top Ten. Bei den Erwachsenen gewannen wir Kernser deutlich, ausserdem konnte Anna die Einzelwertung gewinnen, dicht gefolgt von Lea auf Platz drei und Luisa auf Platz vier.
Sehr müde aber zufrieden traten wir die Heimreise an. Das Turnier war wieder für alle ein tolles Erlebnis, besonders genossen haben wir die Gastfreundschaft der Veranstalterin Kerstin Popp und dem Betriebsleiter Klaus Eikermann, die uns tatkräftig unterstützt haben damit wir so gute Leistungen zeigen konnten.

Anna Indergand


 

Beste Werbung für das Freibergerpferd

Das gesetzte Ziel, das Freibergerpferd als Sport- und Freizeitkameraden von seiner besten Seite zu zeigen, wurde am Auffahrtswochenende in Balsthal vollumfänglich erreicht. Die Pferdezuchtgenossenschaft Falkenstein hat mit Promotions-Fahrprüfungen, Feldtest und Springen den vierbeinigen Stars eine Bühne geboten.

balsthal nl2. Rang Promotionfahren 4+5-jährige Pferde für Christa Graf mit Doline III CH (Foto: K.Rohrer)

Heinz Mägli hatte die Zügel als OK-Präsident fest im Griff und ein engagiertes Team „Falkensteiner“ setzte alles daran, den Pferdebesitzern und Besuchern ideale Voraussetzungen zu bieten. Auch an den Fahrleinen war Mägli aktiv anzutreffen, stellte er doch im Promotionsfahren gleich sechs Pferde vor, unter anderem den Genossenschafts-Zuchthengst Leon XXVI. Mario Gandolfo gewann mit Corée II bei den dreijährigen und in der Kategorie der vier- und fünfjährigen gab es kein Vorbeikommen an Christa Graf, die mit Val D’Or II siegte und mit Doline III Rang zwei für sich beanspruchte. Die Rasserichter Gabriela Ochsner und Roland Stadelmann nahmen sich Zeit, die dreijährigen Feldtest-Pferde im Exterieur zu benoten und zeigten sich erfreut über die hohe Qualität. Viermal ertönte der sehr gute Durchschnitt 8, so auch beim späteren Feldtestsieger Helix B.B. im Besitz von Geschäftsführer Stefan Bader. Der braune Wallach steht seinem Vater ‘Hiro‘ in Sachen schwungvolles Gangwerk in nichts nach. Von Zuchthengst Hiro waren vier Nachkommen in der vorderen Hälfte der Rangliste vorzufinden und Hiro stellte seine Klasse unter dem Springsattel gleich selber mit einem zweiten Rang unter Beweis. Er wurde von Stefan Mägli geritten, der einen Umgang FM 1 auf Nicki X gewann und den zweiten Platz mit Lugan innehatte. Thomas Hegglin (Brandy VI), Thomas Müller (Naomi XIV), Lauriane Pugin (Quesac) und Sandra Bembejew (Valino v. Fuerberg) hiessen die weiteren Sieger in den Springprüfungen über 70-90 cm. Auf der idealen Infrastruktur der Pferdesportanlage Moos konnten sich die Jungpferde optimal präsentieren und von grosszügigen Platzverhältnissen profitieren.

Karin Rohrer


Voltigegruppe Lengnau siegt zuhause

Das erste Team der Voltigegruppe Lengnau gewinnt an seinem ersten Wettkampf der Saison zu Hause und beweist mit einer soliden Leistung, dass das Saisonziel „Aufstieg in die höchste Kategorie“ nicht zu hoch gesteckt ist.

Fröhliche Wettkampfstimmung am 9. und 10. Mai 2015 in der Reitschule Diana in Lengnau. Am nationalen Voltigeturnier, organisiert von der Voltigegruppe Lengnau, zeigten AthletInnen auf den Rücken ihrer Pferde abwechslungsreiche Pflicht- und Kürprogramme und brachten so die zahlreich erschienenen Zuschauer zum Staunen. In den Kategorien mit Galopp-Kür mischten die Lengnauer ganz vorne mit. Bei den Gruppen der Kategorie M gewann Lengnau 1 deutlich. Sie zeigten auf ihrem Pferd Fellini, an der Longe von Jasmine Grossglauser, sowohl die beste Plicht als auch die beste Kür ihrer Kategorie. Und bei den Junioren erreichte Lengnau 2 (Kat. MJ) den hervorragenden zweiten Rang, hinter dem Sieger Team von Athleta Biel. In den beiden anderen Kategorien siegten Neuwies 1 (Kat. L) und Biel-Ipsach 1 (Kat. S). In den Kategorien mit Schritt-Kür haben die Gruppen Rottal 1 (Kat. BJ) und Ruswil 3 (Kat. B) die Richter am besten zu überzeugen vermocht. Die Gruppe Lengnau 4 zeigte an ihrem allerersten Turnier, dass sie im Wintertraining viel gelernt haben (Kat. BJ, fünfter Rang), doch die Gruppe Lengnau 3 musste sich deutlich geschlagen geben (Kat. B, dritter Rang).

voltige nlSchöne Darbietungen am Voltige-Wettkampf in Lengnau (Foto: Nadine Schmid)
Bei den Einzeler war es besonders bei den Junioren spannend - Svenja Steiner (Kat. SJ) von Athleta Biel siegte. Mit Céline Ballario (vierter Rang, Kat. SJ) und Sven Ris (sechster Rang, Kat. SJ) vermochten sich zwei Lengnauer Einzeler unter den ersten zehn zu platzieren. Yannik Wyss (Kat. SJ) erreichte den elften Rang. In der Kategorie Senioren gewann Evi Siegenthaler vor ihrer Trainingskollegin Jeanine Trittibach (Lengnau). In der Kat. LJ siegte Samira Garius von Montmirail. In der Kategorie Pas-de-Deux platzierten sich Michèle und Danaé Signer hinter Jasmin Brenn und Sara Brenner von Athelta Biel (Kat. S) auf Rang 2.

Christa Thomke


Polysportiv und rassetypisch

Zuverlässig und vielseitig in den Sportprüfungen, typvoll und korrekt in der Jungtierschau – so präsentierten sich Shetlandponys in Deitingen. Der Schweizerische Shetlandpony-Verband führte die Veranstaltung zum neunten Mal durch.

Auf Hochglanz zurecht gemacht und von ihrer besten Seite präsentierten sich die Shetlandponys bei der Jungtierschau. War das ein Gewieher im Reitsportzentrum Russmatt. Als ob die kleinen Ponys lautstark verkünden wollten, dass sie für einmal die Grössten sind. Insgesamt dreissig vierbeinige Nachwuchshoffnungen aus der ganzen Schweiz beteiligten sich an der Zuchtschau. Die schönsten Tiere erhielten von den Richtern eine Prämie zugesprochen.
Alle Siegerponys in den fünf Championaten stammen von zwei Züchtern aus Murten. Im Championat der Jungtier-Stuten im mini und kleinen Mass siegte Fiona, im Besitz von Andreas Sahli. Im mittleren und grossen Mass ging Gioia v. Shethof von Markus Merz als Siegerin hervor. Bei den Junghengsten gewann Galant v. Shethof von Merz. Der begehrte Titel Best of Champion im mini und kleinen Mass ging an Fiona und in der Kategorie mittleres und grosses Mass erhielt Gioia v. Shethof diese Auszeichnung.

sspv nlNadine Zwahlen und Fleury siegten im Rundholzziehen (Foto: R.Müller)
Die vielen Zuschauer und die Aktiven teilten ihre Begeisterung für die niedlichen Ponys. Am Sonntag bewiesen die Shettys bei gegen einhundert Starts, dass sie treue Freizeit- und leistungsfähige Sportpartner sind. In den verschiedensten Disziplinen erbrachten sie erstaunliche Leistungen: Beim Fahren und Rundholzziehen genauso wie in der Dressur am langen Zügel, im Geschicklichkeitsreiten, im Spring- und im Arbeitsparcours. Die Wertungen sämtlicher Sportprüfungen zählen zur verbandsinternen Shetlandpony-Schweizer-Meisterschaft. In jeder Disziplin wird beim zweiten SSPV-Sporttag am 13. September in Hettiswil ein SM-Titel vergeben.

Ruth Müller

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ZKV-Fahrquadrille: Interview mit den Verantwortlichen 

Paul Heiniger, zuständig fürs Administrative – das heisst?
Ich reserviere Trainingsplätze und organisiere die Trainings. Die Mitteilungen erfolgen via E-Mails. Im Spätherbst organisiere ich für die Mitglieder der Fahrquadrille und deren Grooms ein Abschlussessen, wo wir die vergangene Saison und allfällige Änderungen für die nächste Saison besprechen können.

Wie setzt sich die Fahrquadrille zusammen?
Zurzeit sind wir elf aktive FahrerInnen unter der Leitung von Werner Schneider. Es sind alles begeisterte GespannfahrerInnen, aktive und ehemalige TurnierfahrerInnen. Mindestanforderung ist das Fahrbrevet.

Wo / wie oft wird trainiert?
Vor einem Auftritt trainieren wir grundsätzlich drei Mal. Dieses Jahr dürfen wir das Dressurviereck im Sand benutzen, wofür ich sehr dankbar bin. Der Platz ist relativ zentral gelegen und es erleichtert mir die Arbeit sehr, wenn ich nicht für jedes Training einen geeigneten Platz suchen muss. Anfangs April durfte jedes Mitglied eine Lektion Dressurunterricht bei  Beat Schenk im Gestüt Avenches geniessen.

Wie war Ihr erstes Amtsjahr?
Die Fahrquadrille ist ein eingespieltes, kameradschaftliches Team. Wir beschafften neue Ohrengarne – die Absicht bestand aber schon vor meinem Amtsantritt. Schön wäre, wenn wir zwei Gespanne mehr wären, damit wir bei entsprechenden Platzverhältnissen mit einer Zwölfer-Quadrille auftreten könnten. Ich möchte es nicht unterlassen, unserem Leiter Werner Schneider für seinen grossen Einsatz zu danken.

Werner Schneider, Leiter auf dem Platz – wie läuft so ein Training ab?
Wir sind eine Gruppe von begeisterten aktiven FahrerInnen, das Leistungsniveau reicht von L- bis S- Stufe.  Bei den Trainings üben wir zuerst das Programm zu Fuss ein, damit sich die FahrerInnen den Ablauf und die Figuren einprägen können.  Wir besprechen die Details und machen auf die wichtigsten Punkte wie das Einhalten der Abstände zwischen den Gespannen, das Tempo etc. aufmerksam. Danach folgt die praktische Umsetzung. Ich habe ein Mikrofon und die Fahrer tragen ein Headset, sodass ich einfach Korrekturen anbringen kann. Wir fahren so das Programm zwei bis vier Mal und wiederholen die Schwierigkeiten wie das gegeneinander Fahren, damit sich die Pferde daran gewöhnen.

Was haben Sie sich für die Show am ZKV-Jubiläum ausgedacht?
Wir wussten bereits letztes Jahr, dass wir am Jubiläum fahren werden und haben das Programm entsprechend früh angepasst. Neues einzuüben braucht seine Zeit. Beim Fahren sind die Schwierigkeiten noch grösser als beim Reiten, da wir noch die Wagen hinten dran haben und somit mit den Figuren eingeschränkt sind.  Das Dressurtraining im Frühling bei Beat Schenk war für alle Pferde, ganz besonders auch für die weniger im Sport stehenden, sehr wertvoll.  Der Unterricht half den FahrerInnen, ihre Pferde auf Durchlässigkeit zu arbeiten.  Schön zusammengestellte Pferde sind auch beim Fahren einfacher zu schicken und zurückzunehmen.
Wir üben grundsätzlich vor jedem Auftritt auf Platzformat, was nicht immer einfach ist, bis alles sitzt. Routine gibt den Fahrern und Pferden Sicherheit. Am 30. Mai üben wir spezifisch aufs Jubiläum hin und dann wöchentlich bis zum Anlass.  Wenn etwas nicht klappt, üben wir am Tag vor dem Auftritt nochmals, denn „wenns nöd giget gigets nöd…“.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass der Zusammenhalt in der Gruppe weiterhin so gut ist wie bisher und alle immer wieder die Zeit finden, um mit Freude auf ein Ziel hinarbeiten zu können.  Ideal  für den machbaren Trainingsaufwand sind drei bis vier Auftritte im Jahr, je nachdem, was sich anbietet. „Chli öpis muemer mache, wenn me Fröid dra het…“, antwortet Werner Schneider auf die Tatsache, dass er den weitesten Anreiseweg zu den Trainings habe.

Das Interview führte
Tamara Acklin

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Mai 2015

übersicht

EDITORIAL

 Vaulting back in Switzerland

VERBAND

 PFERD Super-5-Kampf
 MV SVPS

SPRINGEN

 CS Hasle-Rüegsau

DRESSUR

 CD Hitzkirchertal

FAHREN

 Hallenfahrturnier Holziken
 Fahrtrainings

FREIZEITREITEN

 Gymkhana Zofingen

CONCOURS COMPLET

 CC Eiken

QUERBEET

 GV Pferdeversicherung Solothurn
 VM Thun
 GV NPZ

HINTERGRUND

 Interview zum ZKV-Jubiläum

 

Vaulting back in Switzerland

Bern. Die Schweizer Voltigierer gehören seit Jahrzehnten zu den weltweit besten Pferdeakrobaten. Patric Looser holte 2010 in Kentucky Gold, Lütisburg sicherte sich anno 2012 den WM-Titel, legte 2014 mit WEG-Silber nach. Simone Jäiser erfüllte sich in Caen mit WEG-Bronze einen lang ersehnten Traum, gewann beim Weltcup-Finale im Februar erneut Silber. In allen Teildisziplinen stellen die Eidgenossen Vertreter der Weltspitze, glänzten in Caen als erfolgreichste Disziplin der Schweizer Delegation.
Lediglich der internationale Turnierkalender machte zuletzt einen Bogen um die Schweiz. Zehn Jahre ist es her, als zuletzt die Crème de la Crème in die Bundeshauptstadt reiste. Anja Barwig, Kai Vorberg und der Voltigierverein Ingelsberg hießen die Sieger anno 2005. Verteidigen wird keiner seinen Titel bei der nun angesetzten Renaissance des CVIs, das über Auffahrt vom 14. bis 17. Mai ausgetragen wird. Stattdessen reisen die aktuellen Top-Voltigierer aus zehn Nationen in das Nationale Pferdesportzentrum. Die nationale Elite – darunter Lütisburg und Jäiser – ist komplett vertreten. Hinzu kommen Stars aus den führenden Voltigiernationen. Stefan Csandl aus Österreich gilt als Favorit bei den Herren, Vize-Weltmeisterin Anna Cavallaro aus Italien als Titel-Aspirantin bei den Damen.
Das Turnier steht unter dem Patronat von Bundesrat Ueli Maurer – Vorsteher des Bundesamts für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport – und ist Qualifikationsstation für die EM im August 2015 in Aachen und die erste Junioren-WM in Ermelo.
Spitzensport in Bern ist vorprogrammiert: „Wir wollen den Voltigiersport in seiner schönsten Vielfalt präsentieren und den Teilnehmern eine optimale Plattform anbieten“, verspricht Lukas Heppler. Der Berner ist beim CVI in doppelter Mission unterwegs, steht dem Organisationsteam gemeinsam mit Gabie Laffer als Turnier-Präsident vor, wird aber auch  selbst um die Krone mitturnen. „Es wird mit Sicherheit das stressigste CVI, an dem ich je gestartet bin“, sagt der 22-Jährige mit einem Schmunzeln, lockt die internationalen Meister mit außergewöhnlichen Ehrenpreisen und lädt die Aktiven am Vortag auf die Wettkämpfe zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. „Wir wollen nicht mehr nur mit guten Leistungen überzeugen, sondern uns auch wieder als Turniernation etablieren“, sagt der Sieger der Weltcup-Station in Leipzig 2014. Das Medieninteresse am Voltigieren sei zuletzt enorm gestiegen. „Dieses Wachstum möchten wir zusätzlich ankurbeln.“ Historisch betrachtet spielte die Schweiz im Übrigen eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des Sports. Im Jahr 1986 wurde in Bulle die allererste Weltmeisterschaft ausgetragen, 1991 gastierten die Europameisterschaften in Bern.

Daniel Kaiser
Presseverantwortlicher CVI Switzerland

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Spannung pur am PFERD-Super-5-Kampf

Wenn Westernreiter ihrem Teamkollegen beim Fahren zujubeln und Springreiter beim Gymkhana-Parcours Daumen drücken und mitfiebern, dann ist der PFERD Super-5-Kampf in vollem Gange. 10 Teams treten in 5 Disziplinen zum freundschaftlichen Wettkampf gegeneinander an.

Mit dem Programm GA09 eröffneten die Dressurreiter am Morgen den Super-5-Kampf in Bern. Nebst Präzision der einzelnen Lektionen war auch Nervenstärke nötig, da die Bedingungen in einem Zelt während einer Messe sicherlich erschwert waren. Auf den Richterstühlen hatten Trudi Gerber und Ernst Voegeli Platz genommen und gewohnt souverän verteilten sie die Noten. Das Horsemanship-Pattern für die Westernreiter hatte es in sich und forderte von Pferd und Reiter volle Konzentration. Madeleine Häberlin amtete als Richterin und beurteilte die Hilfengebung und die Haltung des Reiters. Der zweite Teil der Prüfung, das sogenannte Railwork war von allen Reitern gleichzeitig zu absolvieren und Speaker Samuel Schär erteilte die Gangarten-Kommandos.

Schwierig, aber machbar
Susanne Beyeler und Christine Egger zeichneten verantwortlich für den ausgetüftelten Gymkhana-Parcours, der einige Tücken aufwies. Im Trab und Schritt über kurze, aber erhöhte Stangen war ein Knackpunkt wie das Retourrichten im Besen-Hindernis. Der Sprung war mit Flots dekoriert und beim Wäsche hängen war eine ruhige Reiterhand von Vorteil. Enge Wendungen waren auch ein Thema im Springen. Ernst Beer hatte einen kniffligen Parcours der Stufe R/N110 entworfen, der von Monika Elmer gerichtet wurde. Überlegtes Reiten war angesagt, um die ideale Linie im Parcours zu finden und mit möglichst wenig Fehlerpunkten durch die Zeitmessung zu reiten. Die Tribüne in Halle 682 war bis auf den letzten Platz belegt und das Publikum fieberte bei jedem Ritt mit.

6. Rang Western für Chantale Wellauer mit Grand Revolution Team ZKV Future nl

2. Rang Springen für Markus Niklaus mit Lanor Team SVPS nl

4. Rang Gymkhana für Andrea Gerber mit Little Lynn Parsons Team NPZ Bern 375

1. Rang Fahren für Tamara Suppiger mit Dyuck FM Team ZKV Rayon 2 nl

1. Rang Dressur für Yolanda Kaiser mit Loui Crusador Team ZKV Rayon 1 nlFotos: 6. Rang Western: Chantale Wellauer/Grand Revolution, Team ZKV Future; 2. Rang Springen: Markus Niklaus/Lanor, Team SVPS; 4. Rang Gymkhana: Andrea Gerber/Little Lynn Parsons, Team NPZ; 1. Rang Fahren: Tamara Suppiger/Dyuck FM, Team ZKV Rayon 2; 1. Rang Dressur: Yolanda Kaiser/Loui Crusador, Team ZKV Rayon 1; (Fotos: Karin Rohrer)

Langohr-Team-Event
Ebenfalls ein Publikumsmagnet bildete die Fahrprüfung. Die Einspänner suchten sich im Parcours von Andreas Flückiger ihre persönliche Linie inklusive Joker, um so viele Punkte wie nur möglich zu ergattern. Rasant lenkten die Fahrer ihre Pferde durch die Kegel und die Helfer hatten alle Hände voll zu tun mit dem Ausmessen der Wagenspur. OK-Präsidentin Marianne Lüdi freute sich über den gelungenen PFERD Super-5-Kampf, der die Reiter der verschiedenen Disziplinen untereinander näher bringt. «Der Zusammenhalt soll im Vordergrund stehen und beim abschliessenden Team-Event natürlich der Spassfaktor“, betonte sie. Für entsprechend viele Schmunzler sorgte der kleine Parcours, der von den Teams mit einem Esel bewältigt werden sollte. Als Sieger durften sich die Mitglieder des Teams ZKV Rayon 2 feiern lassen, gefolgt von Rayon 1 und SVPS. Flavio Sartori, BEA Pferd Verantwortlicher, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Traditionsanlass, der auch für nächstes Jahr seinen Platz im Programm haben wird.

Karin Rohrer


Jahresberichte und Rechnung 2014, Wahlen, Ehrungen und Obligatorisches Onlinenennsystem

Die Vertreter von 22 Mitgliederverbänden haben am 28. März 2015 an der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport SVPS die Jahresberichte des Präsidenten, des Vorstands, der Disziplinen und Kommissionen sowie der Verbandsgerichtsbarkeit angenommen. Letztere, bestehend aus Verbandsgericht und Sanktionskommission, sowie die Revisionsstelle wurde einstimmig wiedergewählt. Der Verband informierte die Mitglieder über den Stand des Projekts «Obligatorisches Onlinenennsystem ONS».

22 Mitgliederverbände des Schweizerischen Verbands für Pferdesport SVPS nahmen an der Ordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, 28. März 2015, in Bern teil. Sie genehmigten alle Jahresberichte 2014 der Vorstandsmitglieder, Kommissionen und Disziplinen des SVPS, welche in der «Bulletin»-Ausgabe 03/15 bereits veröffentlicht worden waren.

Jahresberichte & Rechnung 2014 genehmigt
Die Mitgliederverbände haben auch die Jahresrechnung für das Jahr 2014 gutgeheissen, welche vom abtretenden Finanzvorstand Michael Büchler erläutert wurde. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 21‘771.- CHF ab. Sein Amt übernimmt nun die bereits an der letzten Herbstmitgliederversammlung gewählte Gisela Marty. Michael Büchler wurde für seine langjährige Arbeit über 16 Jahre im Vorstand offiziell verdankt und verabschiedet.
Dieses Jahr stehen die Wahlen der Leitungsteams der Disziplinen sowie der Kommissionen an. Bereits am heutigen Tag konnten die Vertreter der Mitgliederverbände des SVPS die bestehenden Mitglieder des Verbandsgerichts (Vorsitz: Dr. Carl-Gustav Mez, Mitglieder: Delphine Maradan, Regula Masanti, Stephan Neidhardt und Andrea Ronchetti) sowie der Sanktionskommission (Vorsitz: Thomas Räber, Mitglieder: Monika Elmer, Véronique Fontana, Anna Müller-Hüppi und Luisa Biaggini) wählen, was sie einstimmig taten. Ebenso gaben sie der Revisionsstelle PriceWaterhouseCoopers AG wiederum ihre Zustimmung.

Heisses Eisen: «Obligatorisches Onlinenennsystem ONS»
Ein Projekt gibt schon seit Monaten in der Pferdebranche zu reden: das «Obligatorische Onlinenennsystem ONS». Bis vor kurzem konnten die Mitgliederverbände ihre schriftlichen Stellungnahmen einreichen. Zusammengefasst sehen diese das Projekt grundsätzlich als positiv an, sie machen aber auch noch einige Details und wichtige Punkte geltend, die geregelt werden müssen.
Dies betreffen zum einen Reglemente, zum anderen technische Komponenten, wie zum Beispiel den Online-Zugriff vor Ort am Turnierplatz sowie eine Testphase. Letztere wird einstimmig begrüsst und sollte auf verschiedenen Plätzen in den unterschiedlichen Sprachregionen der Schweiz erfolgen. Gestützt auf die Erkenntnisse dieser Testphase soll das Einführungsdatum dann festgelegt werden.
Weiter wurden verschiedene Athletinnen und Athleten, die herausragende Leistungen an den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie (FRA) sowie an der Einspänner-Weltmeisterschaft in Iszàk (HUN) erbracht hatten, geehrt: Simone Jäiser, Einzel Bronze Voltige Damen; Team Lütisburg, Team Silber Voltige; Team Bronze Endurance für Barbara Lissarrague, Andrea Amacher und Sonja Fritschi sowie Team Bronze an der WM der Einspänner für Michaël Barbey, Eric Renaud und Leonhard Risch.

Hohe Priorität: Ethik und Tierschutz
Anschliessend referierte der Direktor des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Hans Wyss, über das Thema «Ethik und Tierschutz». Er erläuterte die aktuelle Gesetzgebung und appellierte an die Verantwortung im Pferdesport, an die Verantwortung der Offiziellen und an die jedes einzelnen Reiters und Pferdebesitzers.
Die Schweiz und so auch der SVPS nimmt weltweit betreffend gewisser solcher Themen eine Vorreiterrolle ein: Seit dem 1.1.2014 ist neben dem Barren auch die Rollkur gesetzlich verboten. Weiter setzt sich der SVPS seit rund zwei Jahren bei der FEI aktiv für einen fairen Sport ohne Doping und Missstände in der weltweiten Endurance-Szene ein.

pd

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Spannender Abschluss bei wunderschönem Frühlingswetter

Peter Burri hiess der Sieger der Hauptprüfung über 130 cm am zweiten Wochenende der diesjährigen Pferdesporttage in Hasle-Rüegsau. In einem spannenden Stechen verwies er im Sattel von Frederick Elian Baumann mit Looping T auf den Ehrenplatz.

24 Teilnehmer schafften es in das Stechen, wo entsprechend angriffig geritten wurde. Acht Reiter blieben nochmals fehlerfrei, wobei Peter Burri dem zweitklassierten Elian Baumann 1,5 Sekunden zuvor kam. Nicole Bruhin wurde mit Ladina Dritte, Marc Röthlisberger, Mitglied des organisierenden KRV Brandis, mit dem erst siebenjährigen Quiet Fire Vierter. Im fünften Rang klassierte sich das fünfzehnjährige Nachwuchstalent Katharina Hagen mit Belive. In der ersten Prüfung R/N 130 hatte Peter Burri den Sieg noch knapp verpasst: Tamara Schnyder war mit ihrer Schimmelstute Uerta einen Tick schneller gewesen.
Am Freitag wurden zwei volle Serien R/N 100 ausgetragen, am Samstag vier Prüfungen R/N 110, sowie die erste Serie der 120er-Prüfungen. Hier liess sich beide Male Michael Baumgartner mit Miramar CH die weisse Siegerschleife anstecken und in der zweiten Prüfung konnte er mit Pipilotta II CH sogar einen Doppelsieg feiern, nachdem er auch bereits eine Prüfung über 110 cm als Bester absolviert hatte.
Die beiden Prüfungen der zweiten Serie R/N 120 am Sonntagmorgen konnte Patrick Häner für sich entscheiden. Einmal tat er dies mit Penelope XIV, das zweite Mal mit Genesis B.

cs hasle nlZwei Siege im R/N 120 für Michael Baumgartner mit Miramar (Foto: E.Niklaus)

Wetterkapriolen von A-Z
Aus dem Kleiderschrank war dieses Jahr auf dem Reitplatz Obermühle die gesamte Palette zu finden. Herrschten am zweiten Turnierwochenende Sonnenbrillen und T-Shirts vor, sah es über Ostern etwas anders aus. Nachdem am Ostersamstag vor allem Regenkleider zum Einsatz kamen und den Teilnehmenden beinahe Schwimmhäute wuchsen, waren am Ostermontag die dicken Daunenjacken weit verbreitet. Am Ostersamstag hiess der Sieger in den zwei ersten B70 und B80-Prüfungen Thomas Dietrich mit Nicki CH, in der zweiten Serie strahlte, trotz Nässe, das Vereinsmitglied Christine Beyeler mit Mooshof Lynn CH und Lyssara S CH über mehrere vordere Platzierungen. Am Ostermontagmorgen in den BR90 und 95 tat es ihr Gianna Grunder mit GB Nabou und GB Camelia du Perchet CH mit einem ersten und zweiten Rang nach und rettete die Ehre für den Kavallerie Reitverein Brandis. Am Nachmittag führte in beiden Prüfungen der zweiten Serie Barbara Röösli mit Poorbridge Z die Ehrenrunde an.

Evelyne Niklaus

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Die Aussen-Saison der Disziplin Dressur hat begonnen

Das 34. Dressurwochenende ist nun eine wunderbare Erinnerung des KRV Hitzkirchertal. Auf der Reitarena Richensee fanden anspruchsvolle Dressurprüfungen statt. Vom 10.-12. April 2015 zeigten Einsteiger bis Profis ihr Können im Dressurviereck. Das Ambiente war dank des sonnigen Wetters perfekt.

Dank zahlreichen Nennungen, vor allem in den M-Prüfungen, wurde dieses Jahr das erste Mal eine Prüfung in zwei Abteilungen geteilt. So kam es, dass die Prüfungen M22/60 und M24/60 am Freitagmorgen den Anfang machten. Bei diesen Prüfungen, welche zum ZKV-Championat zählen, hat Charlotte Lenherr mit dem Pferd Lagerfeld  gleich zweimal den ersten Platz erobert. Dicht gefolgt von Sandra Meier mit Serafina. Der zweite Teil der M-Prüfungen wurde am Sonntagmorgen ausgetragen. Dort wurde das M22/60 von Myrta Zbinden mit King du Perchet und das M24/60 von Christian Pläge mit Santorini gewonnen.
Die Jungpferdeprüfungen GA02/60 und GA04/60 fanden am Freitagnachmittag statt. Diese wurden von Christiane Schröder mit Avangarder de Lus und Martina Rothenfluh mit Sansiro gewonnen. Am Samstagmorgen konnten Anna-Paula Burger im GA03/40, Michèle Egli im GA05/40, André Muff im GA07/40 und Norina Loser im GA09/40 das Siegertreppchen erklimmen. Den Samstagabend rundeten die Programme L11/40 und L13/40 ab. Beide Prüfungen konnte Kathrin Luginbühl mit ihrem Fiorano  für sich entscheiden.
Am Sonntagnachmittag fanden die spektakulären S-Prüfungen S32/60 und der Prix St. Georg statt. In beiden Prüfungen glänze Corinne Sélébam Alt mit ihrem 15-jährigen Hengst Lord Sinclair und eroberte gleich beide Male das Podest. Im Prix St. Georg folgte ihr die Grand Prix Reiterin Marcela Krinke Susmelj mit Smeyers Sopran ganz dicht auf den Fersen.

cd hitzkirchertal nlCharlotte Lenherr mit Lagerfeld, Doppelsieg M22 und M24 (Foto: N.Distel)

Erfolgreiche Reiterinnen aus der Region
Alle Jahre wieder, stellten sich auch dieses Jahr Reiterinnen aus der Region den strengen Augen der Dressurrichter. In der Jungpferdeprüfung GA04/60 erreichte das Vereinsmitglied Vera Amberg mit ihrem sechsjährigen Hengst Ludigens Classic Champ den sechsten Platz. Im GA03/40 ritten die Vereinsmitglieder Leonie Pfrunder, Manuela Müller, Evelyne Naef, Andrea Silvia Rey und Natascha Distel mit. Mit 61.17% konnte Leonie Pfrunder mit ihrem Uragano di Fosso CH den 16. Rang belegen und war somit das erfolgreichste Vereinsmitglied im GA03/40. Auch wenn es nicht für eine Klassierung gereicht hat, ist der KRV Hitzkirchertal stolz auf seine Mitglieder, welche sich den anspruchsvollen Programmen gestellt haben.
Die Organisatoren können auf ein erfolgreiches und gelungenes Wochenende zurück blicken. Auch Petrus zeigte sich grosszügig mit der Sonne und ermöglichte so ideale Voraussetzungen für ein grossartiges Dressurwochenende. Auch hier darf der Verein KRV Hitzkirchertal stolz auf sein OK sein, welches den Anlass erneut reibungslos und erfolgreich über die Bühne gebracht hat.

Natascha Distel

 


 

ZKV Dressurchampionat in Büren

Am 18. und 19. April war der Reitverein Büren mit dem Reitzentrum Nidwalden Gastgeber der DressurreiterInnen. In allen sieben Prüfungen konnten die Teilnehmer wertvolle Punkte für das ZKV Dressurfinale in Bern sammeln. Alle erstklassierten sind Frauen. Irene Kuster amtete zum ersten Mal erfolgreich als OK Präsidentin.

Der Samstag startete mit der Prüfung L12. Brigitte Peterhans weiss wo sie siegen kann; es ist der zweite Siegerstrauss den sie in Büren in Empfang nehmen durfte. Ihr Pferd Dancing Queen ist auch im Military-Sport keine unbekannte. Amina Arnold folgte ihr im zweiten, Barbara Stähli im dritten Rang dicht auf. Bei Prüfung 2, der L14, setzte sich Tamara Reinhard mit Chemara v. Kappensand in Szene. Die sehr aktive Reiterin des gastgebenden Reitvereins Büren durfte den Siegerstrauss unter Applaus der anwesenden Vereinskolleginnen entgegennehmen. Amina Arnold verbesserte sich um gute 3% Punkte und konnte den zweiten Rang verteidigen. Mit Eveline Schmutz im dritten Rang, setzten sich die Besten an die Spitze.
Bei der dritten Prüfung, der L 16, war eine erfreuliche Steigerung des reitsportlichen Niveaus zu erkennen. Das Ausmachen von Rang 1 und 2 war eine Familienangelegenheit der Hartmanns. Tochter Stephanie Hartmann siegte mit 68.06% vor Mutter Brigitte Hartmann. Doris Härdi freute sich mit Renaissance über Rang 3.
Prüfung 4, das M22, war der sportliche Höhepunkt an diesem Samstag. Wie wird man Siegerin in dieser Prüfung? Catherine Jacot kannte das Rezept: reine Gänge, Schwung und Frische, Harmonie, Sitz und Einwirkung und korrekte Hilfen. Die Belohnung dafür waren 68.02% und Rang 1. Mit Rang 2 hatte auch Ueli Bärtschi einen guten Tag und vergessen wir nicht Carla Aeberhard im dritten Rang mit 66.76%.

cd büren nlSieger GA03, v.l.n.r. Kim Leslie Kelly, Valeri Rodel, Patricia Tschudi (Foto: M.Odermatt)

Die am Sonntag startenden wurden in Büren mit blauem Himmel und Sonnenschein begrüsst. Im GA03 konnten junge Reiterinnen, junge Pferde und Dressureinsteiger Erfahrung sammeln. Am besten gelang dies Valerie Rodel mit Goldbach Danburit mit 65.17%. Auch Kim Leslie Kelly Krummenacher im zweiten Rang konnte Gewinnpunkte in der Dressur holen. Den dritten Platz belegte Patrizia Tschudi.
Das GA05 entschied Michele Egli für sich und im zweiten Rang wurde wieder ein Reitverein Büren Mitglied, Leandra Burch mit der auffallenden blonden, Cristel on the Catwalk , gefeiert. Der dritte Podest-Platz ging an Tanja Häfliger mit 64.85% Punkten.
Bei der Schlussprüfung  GA07 war die Gelegenheit gegeben, noch einmal Ränge und Prozentpunkte zu verbessern. Und es kam, wie man es vorausahnen konnte. Die Podest-Plätze belegten wieder die drei Erstplatzierten des GA05, diesmal aber in anderer Reihenfolge. Gold:    Tanja Häfliger, Silber: Michele Egli und Bronze:    Leandra Burch.
Der Hauptanlass des RVB ist schon wieder Geschichte. Mit einem „Danke“ und „wir kommen wieder“ verabschiedeten sich die DressurreiterInnen vom Reitverein Büren.

Melk Odermatt

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Tempo und Präzision mit der Kutsche

Das Hallenfahrturnier des Pferdezuchtvereins Rothrist und Umgebung bot am Wochenende spektakulären Fahrsport in der Reitanlage Oftringen. Nebst den stark besetzten ZKV-Prüfungen begeisterten auch packende Derbys und zwei Nachwuchsfahren das stattliche Publikum.

Bei der 17. Austragung wurde sehr spannender, hochstehender Fahrsport auf engem Raum geboten. Ein beeindruckender Hattrick gelang dabei Conny Erni. Sie fuhr mit dem Freibergerwallach Leonardo gleich dreimal zum Sieg: im Einspänner-Hindernisfahren, in der mit 30 Startern besetzten ZKV-Fahrtrophy-Prüfung für Pferde, sowie im spektakulären Einspänner-Derby. Conny Erni scheint sich in Oftringen wohl zu fühlen, war sie doch bereits letztes Jahr sehr erfolgreich. Genau wie Elisabeth Frei, die heuer mit ihren Shetlandponys zwei Siege einfahren konnte. Mit Bontje v. Cornley und Dixi IV gewann sie das Zweispänner-Hindernisfahren der Ponys und mit Milan sowie dem erst vierjährigen Even vom Litzihof setzte sie sich in der ZKV-Fahrtrophy der Ponys an die Spitze.

hallenfahrturnier nlHolte zahlreiche vordere Klassierungen: Bernadette Bandelier, hier mit Banzai und Stella im Pony-Derby (Foto: R.Müller)

Bei den Pferde-Zweispännern führte diesmal kein Weg an Edwin Hunziker vorbei. Mit sehr temporeich gefahrenen Parcours holte er mit seinem Freiberger-Duo Quira CH und Quinto im Hindernisfahren und im Derby die Siegerschleifen. Er schaffte das Kunststück, Marcel Luder jeweils auf den Ehrenplatz zu verweisen. In der umkämpften internen Meisterschaft des Pferdezuchtvereins Rothrist blieben drei Gespanne in beiden Umgängen fehlerfrei. Die schnellste Zeit gelang Silvia Belser mit FM Fantasy.

OK-Präsident Willi Luder freute sich speziell über die guten Leistungen der Nachwuchsfahrer zwischen 12 und 25 Jahren. Ihnen wurden in zwei Prüfungen (Hindernisfahren und Derby) zwei Trainingsparcours unter Wettbewerbsbedingungen geboten. „Es macht Freude zu sehen, wie talentiert sie sind, wie gefühlvoll und schnell sie fahren.“ Anja Windlin setzte sich mit Nevada im Hindernisfahren an die Spitze des Klassements, Yannik Scherrer zeigte mit dem Welshpony Ramonshof Triumph die beste Leistung im Derby.
Ruth Müller

 


 

Drei erfolgreiche Trainingstage

Am 28. und 29. März trafen sich die FahrerInnen des Reit- und Fahrvereins Bucheggberg auf der Schänzli-Anlage in Basel. Dieses Jahr hatten wir Christian Iseli als Trainer, da Daniel Würgler an einem FEI-Kurs teilnehmen musste. Bei kühlem Wetter wurde am Samstagvormittag emsig Dressur trainiert. Am Nachmittag konnten alle ihr Programm vorführen. Am Sonntagvormittag wurde die Technik des Hindernisfahrens geübt und am Nachmittag konnten alle den Parcours absolvieren. Alle waren mit beiden Tagen sehr zufrieden und glücklich, dass alles so gut verlaufen war. Sicher trägt die gute Kameradschaft unter einander immer das Seinige dazu bei.

fv bucheggberg nlZweispänner von Yvonne Tüscher (Foto: R.Heiniger)
Am 12. April war dann das Marathon-Training auf der Anlage der Familie Gerber in Zauggenried angesagt. Jedes Jahr ist man beim ersten Marathon-Training gespannt, wie die Pferde laufen und wie die FahrerInnen alles einschätzen können. Markus Zingg war dieses Mal unser Trainer und mit der Ruhe, die er ausstrahlt, läuft immer alles viel besser. Am Morgen wurden drei Hindernisse ausgeflaggt und ruhig durchfahren. Am Nachmittag wurde neu ausgeflaggt und schon rasanter durchfahren. Jeder konnte nach seinem Können auch die Geschwindigkeit selber wählen. Wenn einem eine gute Fahrt gelingt, macht es sehr viel Freude und motiviert natürlich auch. Dies sollte eigentlich das Ziel sein.
Es war wunderbares Wetter und so konnten wir draussen grillen. Dieses gemeinsame Bräteln und Essen fördert die Kameradschaft, was man hier wieder gut feststellen konnte.
Alle drei Tage waren ein voller Erfolg und ich nehme an, dass diese Art von Training auch im nächsten Jahr weitergeführt wird.

René Heiniger

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Topleistungen von Mensch, Pferd und Pony

Das Gymkhana-Turnier des Kavallerie- und Reitvereins Zofingen bot in der Reithalle Oftringen eine schöne Palette vielseitigen Sports. In 16 Prüfungen begeisterten Reiter und Führpersonen mit deren Pferde und Ponys mit Vertrauen, Mut und Geschick.

Elf Gymkhana- und vier Bodenarbeitsprüfungen, sowie ein Springkhana umfasste das zweitägige Programm. Das Springkhana bot vielseitigen Zweierteams eine attraktive Startgelegenheit: Ein Reiter absolvierte einen Gymkhana-Parcours, der Partner zeigte in einem Springparcours sein Können. Es siegte das Team mit Gymkhanareiterin Nadia Beyeler auf Shiva und Springreiterin Martina Steiner mit Depeche.
Oftringen war Qualifikationsplatz für den FM/HF-Cup. Bei den Einsteigern führte Christine Egger die fünfjährige Freibergerstute Mooshof Lynn mit der Maximalpunktzahl und in der schnellsten Zeit durch den Parcours. Olavia Bachofner hatte in der Stufe II auf dem Freiberger Little Joe die Nase vorn. Für die am 18. Oktober in Oftringen stattfindende SVPK-SM gab es in den Disziplinen Gymkhana und Bodenarbeit Startplätze zu holen. Die bestklassierten 30 Prozent qualifizierten sich direkt. Die Konkurrenzen für Erwachsene hatten hier die grössten Starterfelder. Im Gymkhana siegte Noemi Fankhauser mit Tanif, in der Bodenarbeit holte Serge Glutz mit der Shetty Stute Leika v. Römerhof am meisten Punkte im kniffligen Parcours.

gymk zofingen nlDas schmale Törchen im erwies sich als knifflig: Lisa Martini und Tinkerstute Luna lösten die Aufgabe (Foto: R.Müller)
Der Sonntag stand im Zeichen der ZKV-Gymkhana-Trophy. 62 Starter gaben in der Kategorie Pferd Stufe II ihr Bestes. Das erfahrene Duo Christine Egger mit Silithy holte sich mit der schnellsten Zeit der zwölf Paare und mit Maximalpunktzahl die Siegerschleife. Auf Stufe I ritt Melanie Kunz mit dem CH-Rappen Diabolo Sunrise zum Sieg. Die beiden siegten tags zuvor bereits in der Stufe I plus der SVPK-Gymkhanaprüfung. Bei den ZKV-Ponys feierte Nicole Bruhin mit Ballerina auf Stufe II abermals einen Sieg. Sarah Lea Kropf führte die Stute Jeannie auf Stufe I zum Erfolg. Eine offene Bodenarbeit für Pferde rundete das Programm ab: Cornelia Lobsiger und ihr Vollblutaraber Muad’dib al Loma erwiesen sich hierbei als das eingespielteste Team.

Ruth Müller

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Sie kamen mit den Piraten und gingen mit Radetzky

Der Concours Complet in Eiken feierte seinen 20. Geburtstag und Marena Müller ihren Sunny.

Volle Felder, vielseitige Pferde, tolle Show der Kavallerie Schwadron 1972 und jede Menge Besucher – die 20. Austragung des CC Eiken wurde für das OK zum verdient grossen Erfolg. Freuen durfte sich auch Marena Müller – ihr Sunny überzeugte bei seinem zweiten Einsatz in der Kategorie B2.
Die schlaflosen Nächte, die Meteo Schweiz dem OK im Vorfeld beschert hatte, die Angst, Pferde und Reiter könnten im bodenlosen Nass zu Schaden kommen – das alles war Schnee von gestern, als OK-Präsidentin Sybille Wernle am Samstagmorgen den 20. Concours Complet im «Haufgarten» eröffnete. Bis auf ein paar Tropfen am Samstagnachmittag war das Wetter für die CC-Prüfungen ideal. So ideal, dass nebst den Reitern an den beiden Wettkampftagen viele Pferdesportbegeisterte den Weg nach Eiken fanden.

CC Kavallerie Schwadron 1 nl

CC Marena Müller 1 nlKavallerie Schwadrons-Auftritt zum Jubiläum; Marena Müller/Sunny (Fotos: Cyrill Rufli, NFZ)

Feuriger Auftritt
Feurig war auch der Auftritt der Kavallerie: Zu «The Pirates oft the Caribbean» ritt am Sonntagmittag zum offiziellen Jubiläumsakt ein Teil der Kavallerie Schwadron 1972 ein. Unter dem Kommando von Hauptmann Bernhard Murri präsentierte sich die Formation im Gelände und zum Teil auch im Springen. Die Schwadron, die in diesem Jahr ebenfalls 20 Jahre alt wird, hält mit ihren Vereinsaktivitäten und der Ausstellung im Zeughaus in Aarau die Erinnerungen an die 1972 abgeschaffte Kavallerie der Schweizer Armee aufrecht. Mit dem Radetzky-Marsch verabschiedeten sie sich.
Bereits zum 14. Mal amtete Dieter Bigler als Cross-Bauer, unterstützt von Fredy Schneider. Während in der Einsteigerkategorie B1 darauf geachtet wurde, dass gemäss Bigler «die Reiterpaare durch möglichst freundliche Bauten mit guten Erlebnissen heimkehren», wurden in den Kategorien B2 und B3 höhere bis hohe Ansprüche ans reiterliche Geschick, an Ausdauer und Mut von Pferd und Reiter gestellt. Dieter Bigler: «Mit geschwungenen Linienführungen und schmalen Sprüngen lässt sich der Schwierigkeitsgrad neben der Höhe der Sprünge variieren.»

«Ich bin extrem zufrieden»
Mit ihrem Start in der Kategorie B2 wagte sich auch Marena Müller mit ihrem Sunny an eine schwierigere Aufgabe als im Vorjahr im B1. «Für mich war es ein ganz tolles Erlebnis und ich bin extrem zufrieden mit Sunny», freute sich Müller, die Mitglied ist im Fricktalischen Reiterclub. «Ich wollte ursprünglich Dressur machen, aber Sunny galoppiert lieber und darum sind wir in der Vielseitigkeitsreiterei gelandet», meinte Müller lachend.
Zumindest ein Lächeln dürfte das Wochenende Finanzchefin Bianca Corti entlockt haben. Und gelangweilt haben sich nur die Sanitäter, das wiederum freute Sybille Wernle und Gerold Schär, der als einziger im OK sein persönliches 20-Jahr-Jubiläum feiern konnte. Als Geschenk überreichte ihm Wernle eine Zuger Kirschtorte.

Simone Rufli
Neue Fricktaler Zeitung

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Anpassung der Vergütungen an Tierarzt-Behandlungskosten

An der 131. ordentlichen Generalversammlung der Pferdeversicherung Solothurn konnte Präsident Jörg Uebelhard in der neuen Besen-Beiz Rosegghof vor dem neuen Square-Flag-Werbeträger gegen 50 TeilnehmerInnen begrüssen.

An der überaus gut besuchten Versammlung   konnte der Präsident durchwegs mit positiven Informationen aufwarten. Der Geschäftsführer Willy Sutter konnte für das Versicherungsjahr 2014 einen wesentlich höheren Gewinn vorle-gen als budgetiert war. Er mahnte jedoch, das positive Ergebnis nicht zu überschätzen, denn der Gewinn wurde durch eine wesentlich tiefere Mortalität als budgetiert, eine erfreuliche Steuerrückvergütung und gute Zinserträge erzielt. Auch die Tierarztkosten-Beteiligungen sind unter den budgetierten Kosten geblieben und haben das Ergebnis positiv beeinflusst. Das Geschäftsergebnis und das Budget 2015 wurden einstimmig genehmigt.
Die bisherigen Tierspital- und Tierarzt-Behandlungskosten-Vergütungen haben den Vorstand ein weiteres Mal beschäftigt. Ein Projektteam hat sich mit den Veränderungen der Leistungen der Tierkliniken und Tierärzte befasst und für die Mitglieder nach einer gerechteren Kostenvergütung gesucht. Willy Sutter präsentierte den Mitgliedern die neuen vorteilhaften Tierarztkostenvergütungen und wies darauf hin, dass zu den attraktiven Prämien, in dieser Form, nur wenige, gleichartige Vergütungen zu finden sind. Ohne Gegenstimme wurde der Vorschlag von der Versammlung genehmigt. Die Pferderevisionen wurden ein zweites Mal in einer reduzierten Form durchgeführt. Für die Revision 2015 wird der Vorstand, auf Grund der Umfrageergebnisse, für eine definitive Entscheidung noch einmal über die Bücher gehen.Im Anschluss an die GV erfolgte ein kurzer Vortrag von Herrn Engeler der Marstall AG über die Forschung, Entwicklung und Produktion von Pferdefutter, der von der Versammlung mit Applaus belohnt wurde. Mit dem Dank an alle Mitglieder für die gute Zusammenarbeit und die Treue zur Pferdeversicherung Solothurn, beendet der Präsident die Generalversammlung.

Willy Sutter

 


 

Zinnkanne für Yana und Thunder Star

Mit der 17-jährigen Connemara-Stute Thunder Star holte die in Russland geborene Thunerin Yana Büchel beim traditionellen Ostermontag-Wettkampf des KRV Thun dank ihrem Sieg in der Dressur den Meistertitel. Die zierliche Reiterin ist seit fünf Jahren in der Schweiz. In Gstaad im Reitstall Voegeli lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, folgte der Liebe nach Thun und landete schliesslich im Stall Ben Hur. Seit kurzem ist sie Mitglied des KRV Thun und entsprechend gross war ihre Freude am Sieg. Mit ihr freuten sich die Gastgeberinnen Ursula Lanz und Heidy Waldmeier.  

vm thun nlYana Büchel/Stute Thunder Star (Foto: S.Stucki)

An einem eiskalten Morgen bereiteten sich rund 20 Vereinsmitglieder mit sauber zurechtgemachten Pferden und Ponys bei der Reithalle Ben Hur auf die erste Teilprüfung, Dressur GA03, vor. Das Spektrum des Könnens hätte für die Richterin Doris Schwab nicht breiter sein können, war doch vom ganz jungen, noch unerfahrenen Pferd bis hin zum Routinier alles vertreten. Mit der Ponystute Thuner Star aus dem Stall Ben Hur zeigte Yana Büchel eine sehr harmonische Darbietung und setzte sich an die Spitze des Klassements. Mit der genau gleichen Punktzahl, im Sattel von Heidy Waldmeiers bewegungsstarken Oldenburger Justus Jazzmaster, holte sich die talentierte Reiterin gar den Doppelsieg. Die Springprüfung wurde in zwei Umgängen und einem Stechen entschieden. Als schnellstes Paar ohne Abwurf holte sich Tamara Berger auf Contano des Laves den Sieg vor der jungen Ponyreiterin Cécile Zeller mit Celeste. Mit ihrem Ausscheiden im Stechen vergab Iris Mönch den Gesamtsieg zu Gunsten von Yana Büchel, die nach einem Hindernisfehler das Springen auf Platz acht beendet hatte. Gleichviel Rangpunkte erreichten Carmen Loosli und ihr buntes Pony Geronimo AK, welche bereits 2012 die Meisterschaft für sich entschieden hatten. Und auch Thunder Star ist eine „Wiederholungstäterin“: 2009 verhalf die eigenwillige Stute mit den bernsteingelben Augen der OK-Präsidentin Lara Saurer zum Titelgewinn.

Susanne Stucki

 


 

Peter Gäumann wird VR-Präsident und damit Nachfolger von Beat Bigler

Am 21. April 2015 fand die 20. Generalversammlung der Genossenschaft Nationales Pferdezentrum Bern (NPZB) statt.
Vertreter der Genossenschafter und Gäste informierten sich über das Geschehen im NPZ Bern. Der Präsident der Verwaltung, Beat Bigler, hatte altershalber seinen Rücktritt aus der Verwaltung bekannt gegeben und führte zum letzten Mal effizient durch die verschiedenen Traktanden.
Mit einem informativen Jahresbericht wurde über die Geschehnisse des vergangen Jahres berichtet. Der Präsident orientierte, dass ab 1. Januar 2014 sowohl der Mietvertrag mit armasuisse als auch der Leistungsauftrag mit dem VBS für weitere fünf Jahre in Kraft getreten sind.
Die Betriebsleiterin Corina Gerhäuser erläuterte den Anwesenden auf anschauliche Weise die Jahresrechnung. Das Jahr 2014 verlief auch in finanzieller Hinsicht positiv. Damit wird die Eigenkapitalbasis und damit die Sicherheit der Genossenschaft erhöht. Das kommt den Genossenschaftern, dem VBS, den weiteren Kunden und den Mitarbeitenden zugute.

Foto Beat Bigler am Rednerpult nlBeat Bigler leitete die 20. GV (Foto: pd)
Der Veranstaltungskalender war auch im vergangenen Jahr sehr vielseitig und mit der Auslastung des Areals ist das NPZ Bern erneut an die Grenzen gestossen. Wiederum wurden diverse Kurse und Anlässe verschiedener Pferderassen und Disziplinen durchgeführt. Durch das breite Dienstleistungsangebot, das von den 42 Festangestellten sowie den acht Auszubildenden und einer Praktikantin erbracht wird, können Pferd und Mensch umfassend profitieren.
Nach dem Rücktritt von Beat Bigler nach 14-jähriger Verwaltungstätigkeit, davon 5 Jahre als Präsident, und dem Rücktritt von Melanie Schürch, seit April 2010 in der Verwaltung, wird neu Peter Gäumann als Präsident in die Verwaltung gewählt. Wie auch Beat Bigler und Melanie Schürch wird er seine Tätigkeit als freies Mitglied der Verwaltung ausüben und vertritt keine Genossenschaft.
Peter Gäumann ist seit 28 Jahren Heimleiter des Hospice Le Pré-aux-Boeufs in Sonvillier, Heim für Bewohner mit Suchthintergrund. Er ist selber ein Pferdemensch und hat als Offizier Reit- und Fahrkurse in Bern besucht. Er war früher im Pferdesport aktiv und hat an Fahrturnieren teilgenommen. Heute hat er keine eigenen Pferde mehr.
Zum Abschluss des offiziellen Teils folgte ein spannendes Referat von Oberst Jürg Liechti, Kommandant Kompetenzzentrum für Veterinärdienst und Armeetiere im Sand, betreffend Zusammenarbeit mit dem NPZ Bern und Weiterentwicklung der Armee.
Im Anschluss an die Versammlung wurde in die historische Geschirr- und Wagensammlung eingeladen um den scheidenden Präsidenten zu verabschieden und Kontakte zu pflegen.

pd

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Noch rund 6 Wochen bis zum ZKV-Jubiläums-Fest...

Marianne Lüdi, OK-Präsidentin – wie laufen/liefen die Vorbereitungen?
Mit den ersten Informationen und der Ideensuche für die 150-Jahr-Feier starteten wir im Herbst 2012. Die Ideen konkretisierten sich im Laufe des 2013, daraus entstanden die vorgesehenen Feierlichkeiten am 20. Juni 2015: Die offizielle 150-Jahr-Feier im NPZ Bern und das fröhliche Fest im Sand Schönbühl. Jedes ZKV-Mitglied ist herzlich eingeladen und wir hoffen sehr, dass die ZKVler an beiden Geburtstagsfeiern sehr zahlreich teilnehmen werden.

Was steckt alles hinter dem organisatorischen Aufwand?
Ich habe das grosse Glück, dass ich mit sehr engagierten und erfahrenen OK-Mitgliedern zusammenarbeiten darf.  Das gesamte OK scheut keinen Aufwand, um den ZKV-Mitgliedern einen feierlichen Anlass und anschliessend ein gemütliches Fest  zu bieten.
Nebst den hier befragten OK- Mitgliedern unterstützt uns Ernst Vögeli mit viel Wissen und Netzwerk rund um den ZKV und mit sehr viel Erfahrung mit Anlässen, vor allem wenn Pferde involviert sind und Samuel Braun, der für die Bauten zuständig ist. Zudem haben wir sehr tatkräftige Hilfe vom Sekretariatsteam mit Susan Meierhans, Eveline Schmutz und Karin Rohrer. Weitere sehr zuverlässige Partner sind der Verantwortliche für das gesamte Catering Daniel Stettler, der Reitverein Münchenbuchsee mit Christoph Joss als Verantwortlichen - sie werden das gesamte Personal für die Feier im Sand Schönbühl inklusive Auf- und Abbau zur Verfügung stellen, sowie die Mitglieder des RV Bolligen und die Ehrendamen, die uns während der offiziellen Feier im NPZ Bern unterstützen werden. Zudem  werden viele weitere, hier nicht genannte Helfer, zum guten Gelingen der Feierlichkeiten beitragen.

Was muss nun noch getan werden?
In der verbleibenden Zeit bis zum grossen Fest werden wir intensiv weiterarbeiten, damit wir am 20. Juni der ZKV-Familie und unseren Gästen ein wunderbares Fest bieten können. Die offizielle Feier im NPZ und die Feier im Sand Schönbühl sollen reibungslos verlaufen.
EIN FEST FÜR ALLE war und ist mein Leitgedanke für die 150-Jahr-Feier des ZKV. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir dies dank meinem OK und mit der Teilnahme von ALLEN ZKV-MITGLIEDERN realisieren können und wir gemeinsam ein unvergessliches Fest feiern werden.

Bruno Invernizzi, Verantwortlicher fürs Programm – was für eine Jubiläumsshow erwartet uns im NPZ? Worauf dürfen wir uns am Abend im Sand freuen?
Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit allen OK-Mitgliedern gemacht, für die Jubiläumsshow im NPZ waren schwergewichtig Ernst Vögeli und Marianne Lüdi zuständig, ich muss eigentlich nur noch den Ablauf koordinieren am Samstag.
Die Jubiläumsshow besteht aus einem Bilderablauf mit Delegationen wie den Berner Dragonern, der ZKV-Fahrquadrille, Gast-Verbänden, ZKV-Vereinen und natürlich den offiziellen Ansprachen von unserer ZKV-Präsidentin Eva Gygax Künzli, Herrn Brigadier Wellinger und Herrn Regierungsrat Hansjörg Käser. Der Abschluss unserer Show soll das Enthüllen des Jubiläumsdenkmals sein mit einem anschliessenden Apéro für alle. In aller Euphorie kann ich nur sagen: „chömmät cho luegä, äs lohnt säch“.
Beim Fest am Abend kann man sich am meisten auf das Ambiente in dieser einmaligen Kulisse freuen, ein wunderschöner Innenhof mit den alten ehrwürdigen Gebäuden wie der Reithalle, den Ställen und des Kommando-Gebäudes der Armeetiertruppen.
Natürlich soll das Abendprogramm unterhaltsam sein mit Chuelee, Überraschungsgästen, Dragonerchörli und vielem anderen.
Doch ein wichtiger Punkt erscheint mir eine frühere Tradition wieder aufleben zu lassen, dass sogenannte Rösseler zusammensitzen und mit Gleichgesinnten feiern bis in die frühen Morgenstunden, an diesem 20.06.2015.

Sabine von Steiger, verantwortlich für die Gäste – welche Persönlichkeiten werden kommen?
Es haben bereits viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Pferdewelt zugesagt, unser Jubiläum im NPZ mit ihrer Anwesenheit zu beehren: Als Redner konnten wir als Stellvertreter für Herrn Bundesrat Maurer Herrn Brigadier Wellinger gewinnen und als Vertreter des Kantons Bern Herrn Regierungsrat Käser.
Weiter werden politische Grössen aus allen Parteien und „unseren“ Kantonen vertreten sein, beispielsweise die Nationalräte Hans Grunder oder Andrea Geissbühler (beide BE), Sylvia Flückiger (AG) oder Felix Müri (LU) , Herr Ständeratspräsident Claude Hêche oder aus Obwalden Herr Ständerat Hans Hess. Daneben dürfen wir Regierungsvertretungen aus den Kantonen Bern, Schwyz und Obwalden begrüssen.
Der Vorstand des SVPS wird fast vollständig anwesend sein, vorab natürlich Herr Charles Trolliet, wie auch ein Grossteil der Mitgliederverbände wie OKV, PNW und der FTSE aus dem Tessin, aber auch die Damensattel-Vereinigung, der VSCR, die Vereinigung Pferd, der ZVCH oder Swiss Polo Association und OdA.  
Wir werden viele Gesichter aus dem nahen ZKV-Kreis wiedererkennen, zum Beispiel den Luegmeister, ehemalige ZKV-Präsidenten und weitere ZKV-Ehrenmitglieder. Alle namentlich aufzuzählen, würde wohl den Rahmen sprengen.
In den letzten Tagen sind nochmals Einladungen versandt worden, auch explizit an alle unsere Vereine, an die Kavallerie-Offiziers-Gesellschaft sowie – als kleines „Merci“ –  an sämtliche Offiziellen (Jury-Mitglieder, RichterInnen, Parcoursbauer, Vereinstrainer, etc.) aus dem ZKV-Gebiet, die den Pferdesport mit ihrem unermüdlichen Einsatz überhaupt möglich machen.

Lili Grindat, die Kreative für alles Grafische – was wird dieses Fest ausmachen?
Es soll ein Fest vom und für den ZKV werden. Ein gemütliches und ungezwungenes Ambiente steht dabei bei der Eventgestaltung im Vordergrund. Wir wollen den ZKV feiern, zusammen anstossen und einen unvergesslichen Abend verbringen. Hoffen wir auf prächtiges Wetter und ein wunderbares Geburtstagsfest!

TA

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april 2015

übersicht

EDITORIAL

 Drei Disziplinen - eine Faszination

SPRINGEN / DRESSUR

 CS Holziken
 Vorschau Hitzkirch CD & CS

CC

 Vorschau CC Eiken

FAHREN

 Anfängerkurs Bern

QUERBEET

 Gründungsversammlung FV Bucheggberg
 GV KRV Seeland,  Aarberg
 VM Thun
 GV Region Sursee
 Vorschau Auffahrtsumritt Beromünster

FREIZEITREITEN

 Gymkhana Biel

HINTERGRUND

 Interview: Mental-Dressurkurs


«Drei Disziplinen – eine Faszination»

Man neigt nur allzu gerne dazu, den Titel von Peter Attinger, Leiter der Disziplin Concours Complet, aus der aktuellen Informationsbroschüre «Concours Complet» vom Schweizerischen Verband für Pferdesport (SVPS) vorbehaltlos zu kopieren. Attinger spricht von der «Königsdisziplin des Pferdesports» und betont die hohen Anforderungen an die Vielseitigkeit und das partnerschaftliche Miteinander, welche der Concours Complet an Pferd und Reiter stellt. Von Beharrlichkeit und Durchhaltewillen ist die Rede.
Attinger schreibt zudem: «Über 600 CC-Reiter absolvieren jährlich rund 2000 Starts an rund 25 CC-Turnieren schweizweit.» Es sei die Aufgabe des SVPS, engagierte Pferdesportler zu ermuntern und sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Eine Aufgabe, der sich die regionalen Reitsport-Vereine zukunftsorientiert anschliessen müssen: Liegen doch die Austragungen nationaler und internationaler Vielseitigkeits-Turniere und ihr Fortbestand in unseren Händen. Stellen wir sowohl die Förderung des Reitsportnachwuchses als auch die kontrollierte, pferdegerechte Umsetzung sportlicher Leistungsziele in den Vordergrund, müssen Ehrgeiz und Motivation für die Austragung der Turniere Überhand nehmen.
Der Fricktalische Reiterclub (FRC) Eiken führt in diesem Jahr sein 20. CC-Turnier durch. Auch wir wurden von den Zeichen der Zeit nicht verschont. Sponsoren zu finden ist zur emotionalen Netzwerkangelegenheit geworden; ehrenamtliche Helfer sind jedes Jahr aufs Neue gesucht. Beachtet man, dass diese Helfer meist gut ausgelastet im Erwerbsleben eingebunden und zudem oft Pferdebesitzer sind, wird deutlich, wie gross die Leidenschaft der durchführenden Organisationskomitees in allen Vereinen für den Vielseitigkeits-Reitsport sein muss.
Wir Fricktaler sind auf der Zielgeraden für unseren Jubiläums-CC vom 25. und 26. April 2015 im Eiker Haufgarten. Nach anspruchsvoller Organisationsarbeit rücken das sportliche Wochenende und die Jubiläumsfeierlichkeiten mit dem Auftritt der Kavallerie Schwadron 1972 am Sonntag in greifbare Nähe. Bald stehen die Aufbauarbeiten an. Sie stellen nach bisher schwergewichtig strategischem Aufwand besonders körperliche Anforderungen an unser Team. Doch es ist die Gewissheit, für einen sinn- und wertvollen Anlass Gutes zu leisten, die uns antreibt. Greife ich dann wieder auf Attingers Worte zurück, kann hier getrost die Brücke geschlagen werden: «CC-Reiter nehmen einen immensen Aufwand auf sich und sind deshalb meist aussergewöhnliche, kämpferische Persönlichkeiten.» Genau das verbindet!

Sybille Wernle, FRC, OK-Präsidentin CC Eiken 2015
www.fricktalischer-reiterclub.ch

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 11:3 für die Amazonen im Springsattel

Beim Hallenspringen in Holziken kamen zwölf voll besetzte Konkurrenzen von 90 bis 115 Zentimeter zur Austragung. Die Reiterinnen bewiesen mit elf Siegen in den Parcours Sonderklasse: Elf Siege gingen auf ihr Konto.

Das Programm des Holziker Frühjahrs-Concours wurde von drei Tagen auf zwei Tage gestrafft. Das bewährte sich: Die Organisation unter der neuen Leitung von Nathalie Schwabe war optimal, die Parcours wurden vom Duo Edi Hofmann und Reto Härdi erstellt und der Zeitplan konnte stets eingehalten werden. Am Samstag und Sonntag standen in der Reithalle je sechs Konkurrenten auf dem Programm. Dabei hiess es für viele Teilnehmer sehr früh aufzustehen: Das erste Glockenzeichen zum Start ertönte schon um 7:00 Uhr. Abgeritten wurde auf dem gut präparierten, beleuchteten Aussenviereck.

Am Samstagnachmittag war auf den Stufen R/N105 und R/N110 der Andrang so gross, dass die Starterfelder jeweils in zwei Feldern klassiert wurden. Es wurde generell schöner Springsport geboten, wobei die Amazonen bei elf der vierzehn Wertungen die Nase vorn hatten. Auch bei den Vierbeinern gab das weibliche Geschlecht den Ton an: Zehn Prüfungen entschieden Stuten für sich.

holziken nlZwei gute Klassierungen in den Hauptprüfungen: Rahel Michel mit Westhever. (Foto: R.Müller)
Im speziellen Fokus standen die beiden Hauptprüfungen der Stufe R/N115. Hier sprangen Nadine Liniger mit der holländischen Schimmelstute Barcelona V.H. und Martin Häfliger mit der erst sechsjährigen Fuchsstute Sidney K CH zum Sieg. In den Einsteiger-Prüfungen auf den Stufen 90 und 95 Zentimetern holten Ramona Heller mit Star of Chiron und Verena Gisin mit Cosimea den jeweils ersten Rang.

Ruth Müller


Pferdesport in Hitzkirch 2015

Die Organisationen für die alljährlichen Pferdesporttage des KRV Hitzkirchertal sind in vollem Gange. Vom 10.-12. April 2015 findet die Dressur statt. Die Springkonkurrenz wird zwei Monate später vom 11.-14. Juni 2015 ausgetragen.

Dressur – Quali für das ZKV Championat
Wie alle Jahre finden die Dressurprüfungen auf der top Reitanlage des KRV Hitzkirchertal statt. Jedoch neu wird das Dressurwochenende drei Tage dauern. Der Freitag wird sich den Jungpferden widmen. Am Samstag können Einsteiger und Profis mit ihren jungen Pferden in den GA-Prüfungen ihr Können unter Beweis stellen. Am Nachmittag werden die ersten lizenzierten Reiter in den L-Prüfungen ihr Programm vorstellen. Wie sich letztes Jahr bewährt hat, werden die Prüfungen am Samstag mit einem Zeitintervall von 30 Minuten hintereinander geritten. Der Sonntag macht den Abschluss am Morgen mit Prüfungen der M-Dressur, welche zum ZKV-Championat zählen. Die S-Prüfung ist nur ein Highlight-Vorgeschmack. Das Ende wird die Prüfung Prix St. Georg machen, welche auf einen spannenden Wettkampf auf hohem Niveau hoffen lässt.

Springen – Quali für ZKV Future-Cup und Swiss R-Challenge
Den Auftakt machen am Donnerstag die regional und national lizenzierten Springreiter in den Prüfungen von 100 bis 115 cm. Am Freitag geht es spannend mit der Qualifikationen für den ZKV-Future-Cup in den Prüfungen R110 und R115 weiter. Am Nachmittag werden die ReiterInnen der Swiss R-Challenge einen Parcours in den Höhen 120 cm und 125 cm überwinden und so die Zuschauer auf Trab halten. Der Samstag widmet sich dem ZKV-Future-Cup. Wobei sich die jungen KonkurrentInnen beweisen können. Der Auftrag ist es, einen Parcours in der Höhe von 100 cm bis 125 cm fehlerfrei zu absolvieren.
Der Samstagabend wird mit einer dreier Equipe-Prüfung abgerundet. Am Sonntag dürfen sich die weniger routinierten ReiterInnen in den Prüfungen B90 und B95 messen.
Den Abschluss werden die Prüfungen für die Swiss R-Challenge in der höheren Leistungskategorie machen. Die Paare müssen einen Parcours über 130 cm und 135 cm überwinden.
An den Pferdesporttagen in Hitzkirch ist für jeden etwas dabei. Der KRV Hitzkirchertal freut sich auch Sie auf der herrlichen Reitanlage des KRV Hitzkirchertal in Richensee, begrüssen zu dürfen!
www.krv-hitzkrichertal.ch

Natascha Distel

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20 Jahre CC im Eiker Haufgarten

Der Fricktalische Reiterclub organisiert am 25. und 26. April den 20. Concours Complet im Eiker Haufgarten.

Das achtköpfige OK um Präsidentin Sybille Wernle verspricht «spannende Austragungen mit Dressur-, Spring- und Crossprüfungen in den Kategorien B1, B2 und B3.» Über das ganze Jubiläums-Turnierwochenende hinweg messen sich rund 150 Reiterpaare aus der ganzen Schweiz im anspruchsvollen Gelände. Auf den Zuschauer warten während beiden Tagen ab 7.30 Uhr spannende Austragungen, ein pferdegerechter Wettkampf und harmonische Bilder. Zum Jubiläum reitet am Sonntag, ca. 12 Uhr, die Kavallerie Schwadron 1972 ihre Formation.
«Wir freuen uns auf fairen Sport und Unterstützung für die Reitpaare von einem begeisterten Publikum», sagt Wernle.

Gabi Reimann

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 eRLEBNISREICHER ANFÄNGER-FAHRKURS

Am Morgen des 28. März reiste eine bunte Gruppe Pferdeliebhaber aus dem ZKV-Gebiet ins NPZ, um für zwei Tage einen Einblick in die Faszination Fahrsport zu erhalten. Bei der Begrüssung wurden keine unnötigen langen Worte verschwendet, stattdessen machte Werner Ulrich eine klare Ansage: „Chömed, los – mir wei fahre!“. Und wie dann gefahren wurde…!

Beim Betreten der Stallgasse guckten uns viele Augenpaare aufmerksam entgegen und mein erster Gedanke beim Herausführen der aufgeschirrten Pferde war: „Ok, das hier wird wohl eher kein Altersnachmittag-Rössli-Blueschtfahrt-Event“. „Learning by doing“ war die Devise: Korrekt anspannen, aufsteigen, und schon ging‘s los aus dem NPZ-Areal hinaus in Richtung Ostermundigen. Abwechslungsweise bekam einer von uns die Leinen in die Finger und lenkte unter den wachsamen Augen von Werner den temperamentvollen Zweispänner durch den Verkehr. Multitasking war hier mehr denn je gefragt: den Leinensalat irgendwie bändigen, den Verkehr beachten und „dir müesset d’Ross immer gspüre, mit ne kommuniziere…“.
Zurück im NPZ ging es dann im zweiten Teil etwas weniger rasant zu und her. Am Fahrlehrgerät zeigte uns Conny Erni geduldig, wie aus dem Leinensalat eine Leinenhaltung mit Stil wird. Fleissig übten wir die verschiedenen Haltungen der Fahrleinen nach dem System von Achenbach, das Nachgeben, das Kürzen und Verlängern und „heinomol…“ wo muss ich die Finger jetzt schon wieder durchstecken? Mit einigen Wiederholungen wurde das Ganze dann aber flüssiger und sah schon ein bisschen nach was aus.
Nach dem Mittagessen ging‘s wiederum ans Fahren – diesmal mit Peter Scheidegger auf dem grossen Sandplatz. Tapfer versuchten wir, die am Morgen bei Conny gelernten Leinenhaltungen umzusetzen. Plötzlich war das gar nicht mehr so einfach, wie es am Morgen noch den Eindruck machte. Besonders, wenn es dann darum ging, Bahnfiguren zu fahren, die über die „ganze Bahn“ hinausgingen. Im Geist notierte ich mir „Fahrlehrgerät bauen!“.
Im letzten Block des Tages übten wir mit Conny nochmals das korrekte Auf- und Abschirren sowie das Einspannen, Aufsitzen und wieder Ausspannen. Wieder und wieder und wieder…nur Übung macht schliesslich den Meister! Schlussendlich träumte ich noch in der Nacht vom Leinenkreuzen und „der äusseren Zugstrange zuerst…“

einsteigerkurs fahren npz nlFahrende Sightseeing Tour durch Bern (Foto: C.Stelzer)
Der Sonntagmorgen begann mit einer Ausfahrt. Werner dirigierte uns diesmal in Richtung Bärengraben und Matte hoch in die Berner Altstadt, vorbei an Bundeshaus und Casino. Während wir abwechslungsweise versuchten, all das Gelernte vom Vortag an den Leinen umzusetzen, erklärte er uns in bester Reiseführer-Manier die Sehenswürdigkeiten unterwegs. Wir lernten die Tücken des Stadtverkehrs hautnah kennen: wo man sich beispielsweise mit dem Gespann auf dem Ampelsensor platzieren muss, damit diese dann auch mal auf grün schaltet. Oder dass viele Auto- und Tramfahrer sich in ihrer Fahrweise nicht unbedingt als Pferdefreunde hervorheben. Auf den kniffligsten Part trafen wir schlussendlich in der Nähe des Marzili-Bads: Hier ragten versenkbare Poller aus der Strasse – daran vorbeizukommen war schlicht unmöglich. Und weit und breit kein Auto, das uns hätte Zugang verschaffen können. Was nun? Warten? Dies kann an einem frühen Sonntagmorgen lange dauern. Wenden? Schlussendlich näherte sich von hinten ein Streifenwagen und die freundlichen Herren von der Stadtpolizei öffneten den Poller für uns. Die Pferde, die dazu mit der Brust fast bis zum Poller aufrücken mussten, damit der Sensor funktionierte, meisterten die Situation souverän, als dieser dann plötzlich vor ihrer Nase im Boden verschwand.
Mich hat diese Souveränität des Gespanns auf dieser Stadtrundfahrt sehr beeindruckt und einmal mehr hat sich dabei die Wichtigkeit einer guten Ausbildung und der Sicherheitsmassnahmen bei Pferden im Strassenverkehr gezeigt.
Im zweiten Morgenblock begrüsste uns dann Daniel Aeschbacher. Sein Anliegen war, uns etwas zum Turniersport zu erzählen und dies tat er mit spürbarem Herzblut. Welche Fahrprüfungen veranstaltet, wie diese beurteilt werden und wie schlussendlich der Weg nach ganz oben aussieht, erklärte er uns ausführlich und meinte dann mit einem Augenzwinkern: „Damit ihr mir in drei Jahren um die Ohren fahrt...!“.  Jaja – merci Dänu! Ich glaube, wir sind vorerst alle schon froh, wenn wir das mit dem Leinensalat vernünftig hinkriegen.
Da für den Nachmittag dann noch ein kleines Hindernisfahren angesagt war, machten wir uns anschliessend auf zur Parcoursbesichtigung. Daniel erklärte uns dabei die Strategien, wie man welches Pylonen-Tor am besten anfährt.
Nach dem Mittagessen ging‘s dann also los! Gespanne bereit machen, etwas einfahren und dann ab zum Parcours. Die Spannung war gross und alle fieberten mit: Reicht’s noch für das Töri oder fällt der Ball? Gibt’s einen neuen Zeitrekord? Bei so manchem kam plötzlich etwas Wettkampffieber auf, und angestachelt durch den Ehrgeiz, versuchte man dann auch noch, den einen oder anderen Zacken zuzulegen. Fahrsport ist Teamsport – und so wurden anschliessend gemeinsam die Pferde versorgt und die Geschirre gereinigt, bevor der Kurstag sein Ende fand.
An dieser Stelle möchte ich im Namen aller Teilnehmenden nochmals einen herzlichen Dank an Werner Ulrich, Peter Scheidegger, Conny Erni und Daniel Aeschbacher aussprechen – an die toleranten, aufmerksamen Pferde, die uns so manchen Fehler verzeihen mussten und an die Fahrsportgruppe Bern, welche diesen Kurs möglich machte. Ich denke, den einen oder anderen von uns hat‘s gepackt und wir werden auch in Zukunft wieder die Leinen in die Hand nehmen. Merci!

Cornelia Stelzer

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 Gründungsversammlung Reit- und Fahrverein Bucheggberg

Am 13.3.15 luden der Reitverein Bucheggberg und der Fahrverein Nennigkofen–Lüsslingen zur Gründungsversammlung des Reit- und Fahrverein Bucheggberg ein.

Die ganze Versammlung war sehr gut vorbereitet und wurde von der Tages-Präsidentin Rachel Scheidegger zügig über die Bühne gebracht. Die Statuten sowie der Vorstand und die laufenden Geschäfte konnten ohne Probleme abgewickelt werden. Beide Vereine führten vorher unabhängig voneinander ihre Fusionsversammlungen durch. Beim Reitverein ging diese problemlos von statten, beim Fahrverein wurden etwas mehr Wellen geschlagen. Beiden Vereinen war aber klar, dass sie nur gemeinsam eine Zukunft haben werden. Dem Reitverein wurde nämlich der Reitplatz gekündigt und der Fahrverein hatte auch keine eigene Trainingsmöglichkeit mehr. Für das jährliche Fahrturnier musste man auf den Fall hoffen, dass man hierfür irgendwo wieder ein Stück Land findet. Das war der Anstoss dafür, dass die beiden Vorstände sich zum Bau eines eigenen Reit- und Fahrplatzes mit entsprechendem Parkplatz entschlossen. Dieses Vorhaben brauchte aber viel Zeit, Geduld, Durchhaltevermögen und natürlich auch viel Geld. Im Moment sind die Platzbauer am Werk, danach wird das Materialhaus gebaut, worin auch Strom- und Wasserverteilung enthalten sein werden. Ein Klubhaus wurde leider nicht bewilligt. Später kommen die Vereinsleute mit Fronarbeit für die Infrastruktur zum Zuge. Reit- und Fahrmöglichkeit werden bereits ab April gewährleistet sein. Es besteht auch für Aussenstehende die Möglichkeit diesen Platz zu benützen. Melden kann man sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

René Heiniger


Eine neue Präsidentin und neue Statuten beim KRV Seeland, Aarberg

Wechsel im Vorstand:  Bettina Eggimann-Peter wird neue Präsidentin;  sehr aktive ReiterInnen und Höhepunkt im Vereinsjahr des KRV Seeland, Aarberg werden sicher die Pferdesporttage vom 14.-17. Mai 2015 sein. Die Dressurtage finden am 22.-23. August 2015 statt.

Der Aufmarsch zur 117. Hauptversammlung des KRV Seeland, Aarberg im Restaurant Weisses Kreuz in Kallnach war gross. Der Präsident, Alexander Krebs, eröffnete die Versammlung und begrüsste die anwesenden Ehren-, Aktiv-, Frei- und Passivmitglieder sowie die Junioren. Im Jahresbericht erinnerte er an die verschiedenen Anlässe. Es war ein reich befrachtetes Jahr.
Bei den statutarischen Geschäften gab es keine grossen Diskussionen. Die Statutenänderungen und das Organisationsreglement wurden angenommen.
Im Vorstand haben der Präsident Alexander Krebs, Nora Vonlanthen und Lisa Lauper demissioniert. Neu in den Vorstand wurden Patrizia Lanz, Corinne Gürlet und Michael Rolli gewählt. Der Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen: Bettina Eggimann-Peter, Präsidentin, Patrizia Lanz, Vizepräsidentin, Anja Käser, Kassierin, Corinne Gürlet, Sekretärin, Dina Di Cataldo, Belinda Schreiber und Michael Rolli als weitere Vorstandsmitglieder.
Die fleissigste Reiterin des Jahres war dieses Mal Claudia Messer vor Beatrice Tüscher, Sandra Maurer und Martina Jenni. Bei den Junioren war es Larissa Wiedmer.
Das Jahr 2015 steht auch wieder ganz im Zeichen der Pferdesporttage vom 14. bis 17. Mai. Aarberg ist wiederum Qualifikationsplatz für die Schweizermeisterschaft-Elite. Ebenfalls werden Jungpferdeprüfungen durchgeführt. Am Samstagabend finden das Six Barres und eine Verkaufsschau von Schweizerpferden statt. Die Vorbereitungsarbeiten laufen also bereits auf Hochtouren. Das Organisationskomitee will mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten. Freuen wir uns auf dieses grosse Reiterfest!
Mit dem Dank an alle Mitglieder für ihre Hilfsbereitschaft schloss der Präsident die Versammlung.

Trudi Dardel


Heimspiel für Joy Frei und Clay II

Mit dem Oldenburger Clay ritt die Thuner Gymnasiastin Joy Frei erfolgreich zum Meistertitel des Pferdesportvereins Thun. Mit einer soliden Leistung in der Dressur und zweimal Bestzeit im Springparcours ist sie, die mit ihrem Braunen im Reitsportzentrum Cavallino im Gwatt zuhause ist und im vergangenen Herbst ihre Springlizenz erfolgreich absolviert hat, die erste Juniorin, die die jährlich ausgetragene Meisterschaft gewinnen konnte.

Neben einer stattlichen Anzahl Mitglieder waren zur vierten Ausgabe der kombinierten Vereinsprüfung in der Cavallino-Reithalle auch etliche Gastreiter am Start. Bei schönstem Frühlingswetter traf man sich Anfang März zum freundschaftlichen Wettkampf. Bereits am frühen Samstagmorgen liessen sich die ersten der zwanzig Dressur-Paare von Rébecca Lüthi für ihre Darbietungen benoten, und gleich im Anschluss gab die engagierte Richterin jedem Teilnehmer ein persönliches Feedback zu der gezeigten Leistung. Gewonnen wurde die Prüfung von Tiziana Realini im Sattel ihres siebenjährigen Franzosen Uppercut du Landran vor der Thunerin Yana Büchel mit Justus Jazzmaster.

vm thun Clay II und Joy Frei nlSiegerpaar Joy Frei/Clay (Foto: S.Stucki)

Der von Betriebsleiter Thomas Järmann kreativ gestaltete Parcours wurde in drei Stufen unter die Hufe genommen und bereits im ersten Umgang kam kein Teilnehmer an die Bestzeit von Joy Frei heran. In der zweiten, verkürzten Runde liess die couragierte Lokalmatadorin ihren Clay nochmals sauber über die Hindernisse springen und mit der erneut schnellsten Laufzeit verwies sie ihre zehn ebenfalls ohne Anwurf gebliebenen Mitstreiter als Siegerin auf deren tiefere Plätze. Ohne Pferde und Ponys warteten die ReiterInnen am Abend gespannt auf die von Präsidentin Magdalena Schnyder vorgenommene Rangverkündigung. Mit sieben Rangpunkten erntete Joy Frei als neuer PSV Thun-Champion einen riesigen Applaus. Überglücklich nahm die junge Reiterin, die nach einem unglücklichen Sturz auf Glatteis den Gips ihres gebrochenen Arms erst wenige Tage vor dem Turnier abnehmen konnte, die Siegertrophäen entgegen. Als Vize-Meisterin klassierte sich Sandra Huniker mit ihrem 18-jährigen Franzosen Jeton du Banney mit einem Total von 13 Rangpunkten. 

Susanne Stucki


12. Generalversammlung Reitverein Region Sursee

Der Reitverein Region Sursee lud zur 12. Generalversammlung ein und ehrte Jacqueline Schmid Bürkli für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand.

Die Mitglieder des Reitvereins Region Sursee fanden sich am 13. März 2015 im Jugenddorf in Knutwil zur Generalversammlung ein. Stephan Hellmüller, der zum ersten Mal den Vorsitz der Versammlung übernahm, freute sich, die zahlreich erschienenen Mitglieder begrüssen zu dürfen.
Auch in diesem Jahr konnte der RVRS wieder einige Neuzugänge verzeichnen, womit die stolze Mitgliederzahl auf 188 stieg.
Der Jahresbericht des im letzten Jahr neu gewählten Präsidenten, in welchem die sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkte des vergangenen Jahres präsentiert wurden, fand grossen Anklang und wurde von allen mit grossem Applaus genehmigt.
Ein besonderer Höhepunkt war die Verabschiedung von Jacqueline Schmid Bürkli aus dem Vorstand. Leider lässt es der Wegzug aus der Region nicht mehr zu, die Vorstandsarbeiten mit dem nötigen Engagement zu erfüllen. Jacqueline Schmid Bürkli wird an der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Damit verdankt der Verein sowohl ihre elfjährige Tätigkeit im Vorstand als auch ihr vierjähriges Wirken als OK-Präsidentin der Pferdesporttage Sursee. Michelle Fehlmann komplettiert neu den Vorstand des RVRS.
Auch in diesem Jahr nimmt der RVRS ein ausgedehntes Tätigkeitsprogramm in Angriff, wobei die Vereinsmeisterschaft vom 18./19. April, das ZKV-Dressurchampionat vom 30./31. Mai und die Surseer Pferdesporttage vom 12. – 16. August die sportlichen Highlights im Venedig bilden werden.

Désirée Falagan


 Auffahrtsumritt Beromünster - kommen auch Sie!

Beromünster begeht am Donnerstag, dem 14. Mai 2015 mit ununterbrochener Tradition den Christi Himmelfahrtstag. Die Prozession, an der etwa 200 Reiter in farbenprächtigen Uniformen teilnehmen, beginnt schon in der Morgenfrühe. Die Priester, Kreuz- und Fahnenträger, Kirchenräte, Sänger und Musikanten, sie alle sind hoch zu Ross. Zu ihnen gesellen sich Kavalleristen und viele weitere Wallfahrer. Ungezählte Pilger gehen den fast 18 Kilometer weiten Weg aber schon vorgängig zu Fuss. Tausende Gläubige, Besucher und Zuschauer erleben dann am Nachmittag die Rückkehr der Prozession und den krönenden Abschluss im Flecken Beromünster. Hier zwischen den alten schönen Häusern, in der festlich dekorierten weiten Gasse, endet ein erlebnisreicher Tag mit einer eindrücklichen Feierstunde, der sowohl die Teilnehmer wie auch die vielen Zuschauer alljährlich zu begeistern vermag.Am Abend treffen sich die offiziellen Reiter und die Reitermusik im Restaurant Kreuz OELI Gunzwil zum Abendessen.
Organisatorisches für Reiter: Wegen des frühen Beginns am Morgen sollten diese schon am Mittwochabend anreisen. Die Kirchgemeinde Beromünster stellt die Zivilschutzanlage kostenlos zum Übernachten zur Verfügung. Das Hotel Hirschen offeriert günstige Zimmer. Stallungen für Pferde (Stände) sowie Futter stehen für CHF 30.- zur Verfügung. Voranmeldung nötig. Am Vorabend, 13.Mai um 20.30 Uhr offeriert das OK allen angemeldeten ReiterInnen einen Apero im Hotel Hirschen und ein Beromünsterer gibt organisatorische Hintergrundinformationen zum Umritt. Das Hotel Hirschen serviert am Donnerstag ab 04.30 Uhr Frühstück.
Für Morgenankömmlinge ist ein Transporter-Parkplatz beim Reitplatz/ Fussballplatz auf der Gunzwiler Hauptstrasse unterhalb des Kühlhauses Gunzwil eingerichtet. Die Reitzeit nach Beromünster beträgt 15 Minuten. Delegationen von Reitvereinen werden gebeten ihre Standarte beim Umritt mitzuführen.
Voranmeldung: Moritz Felix, 041 930 36 81, Allgemeine Auskünfte: Michael Estermann, 079 293 78 63

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Die vier Jahreszeiten in Biel...

Schon fast traditionell fand am 22. Februar 2015 das Gymkhana des Reitvereins Heimiswil und Umgebung, zusammen mit dem Reitzentrum Kauer in der Reithalle in Biel statt.

Thema war diesmal „die vier Jahreszeiten“, was uns schon bei der Dekoration vor ein Problem stellte, denn wo nimmt man im Februar Herbstdekoration her? Also mussten wir selber basteln. Jede Jahreszeit wurde mit zwei Posten dargestellt: Ein Tor mit Eiszapfen und Schneeballons signalisierte den Winter, Ostereier verstecken und Blumen pflücken den Frühling. Im Sommer war fischen und Äpfel pflücken angesagt und im Herbst hiess es über Baumstämme treten und auf eine Leiter hinauf- und wieder heruntersteigen.

biel nlKonzentration... (Foto: Fabienne Flückiger)
Mit etwas über 50 Meldungen konnten wir dieses Jahr etwas später beginnen und der Zeitplan war nicht ganz so straff wie in anderen Jahren. Der Parcours stellte einige Reiter und Pferde vor diverse Probleme, welche aber durchaus lösbar waren. Auch die Zeitvorgabe konnte von routinierten Paaren gut eingehalten werden.
Die kleine aber feine Festwirtschaft mit den beliebten Crêpes wurde wieder rege besucht.  
Zum Schluss danken wir allen Sponsoren und den fleissigen Helfern für das gute Gelingen unseres Anlasses. Wir freuen uns schon jetzt auf rege Teilnahme an unseren Reiterspielen im Februar 2016.

Renate Schmid

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 Interview mit Pia Menzi, Teilnehmerin am Mental-Dressurkurs

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Du hast dich für den ZKV-Dresskurkurs mit Birgit Wientzek-Pläge kombiniert mit Sportmentaltraining mit Ursula Liechti angemeldet – mit welchen Erwartungen?
Die Erwartungen sind, dass ich mich beim Reiten noch vermehrt auf das Wesentliche konzentrieren kann und mich nicht durch Einflüsse von aussen ablenken lasse. Da ich bereits mehrere Jahre mit Birgit trainiere und seit  Herbst 2013 regelmässig mit Ursula „arbeite“, kam für mich dieser Kurs absolut gelegen und somit hoffe ich sehr, dass ich das Gelernte noch gezielter umsetzen kann.

Was heisst es konkret, auch sonst mit den beiden zu arbeiten?
Zu Birgit gehe ich so einmal im Monat, je nach Zeit und wenn möglich auch öfters. Mit Ursula arbeite ich alle vier Wochen und dies sehr konsequent und aus meiner Sicht erfolgreich. Das Gelernte lässt sich auch sehr gut im Alltag anwenden!

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Wie lief das kombinierte Training ab?
Am Samstag hatten wir zuerst 90 Minuten Theorie / Mental Training mit Ursula Liechti. Sie erklärte uns die Grundsätze des mentalen Trainings, was mentale Stärke bedeutet  und das Zusammenspiel der Gedanken-Stimmung-Körper-Bewegung und dies mit sehr anschaulichen und lebhaften Beispielen und unseren Stolpersteinen. Danach ging es in Dreiergruppen ans Reiten, hier arbeitete Birgit mit jedem Paar gezielt  an der Losgelassenheit und Entspanntheit und  war bestrebt uns dies sehr anschaulich zu erklären. Ursula beobachtete uns sehr intensiv und wollte danach von jedem einzelnen wissen, wie wir uns gespürt haben und was wir mitnehmen von dieser Lektion und natürlich gab auch sie uns wichtige Inputs.
Am Sonntag war dann das Thema Turnierreiten dran. Zuerst arbeiteten wir alle zusammen mit Ursula am mentalen Technik-Training, dies gleich an einer Turniersituation. Danach durfte jeder sein gewünschtes Dressurprogramm oder die gewünschten Lektionen reiten, hierzu gab uns Birgit wertvolle Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Ursula betreute uns bei der Vorbereitung mit wichtigen Hinweisen und holte uns nach dem Reiten wieder gekonnt ab.   

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Was hattest du dir vor dem Kurs erhofft?
Dass ich noch entspannter  und konzentrierter sein kann, wenn es ernst gilt.

Mit welchen Fragen bist du hingegangen?
Ich bin mit der Frage hingegangen: „wie kann ich diesen Zustand erreichen. Wo muss ich ansetzen?“

Wurden deine Erwartungen erfüllt?
Meine Erwartungen wurden durchaus erfüllt, jedoch war die Zeit für das Reiten leider etwas zu kurz.

Was ist hängen geblieben?
Mehr Vertrauen und sich auf die Situation einlassen.  Jeden Tag mit Zielen zu arbeiten. Ich konnte auch vieles, was ich bereits bei Ursula gelernt hatte, festigen und auch anwenden.

Was blieb unerfüllt?
Ich hätte mir noch etwas mehr Zeit gewünscht, um die gerittene Aufgabe mit den beiden zu besprechen.

Wie wirst du das Gelernte künftig selber anwenden?
Indem, dass ich mir beim täglichen Reiten Ziele setze. Und weiterhin an den Punkten arbeite, welche ich mir vorgenommen habe.

Welchen Tipp gibst du uns, die nicht am Kurs teilnahmen, mit auf den Weg?
An seine eigenen Fähigkeiten und an die des Pferdes zu glauben. Und sich an dem freuen, was man erreicht hat.


Das Interview führte Tamara Acklin

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März 2015

übersicht

Editorial

 Sport-Mental-Training - Ich bring’s auf den Punkt

CC / DRESSUR

 CC- / Dressurabend

CC

 KP Bern

FAHREN

 GV Nennigkofen-Lüsslingen

QUERBEET

 Hengstkörung

HINTERGRUND

 Interview mit Beat Bigler


Editorial

Sport-Mental-Training - Ich bring’s auf den Punkt

Mental stark ist, wer in der Lage ist, seine individuell mögliche Leistung zu einem definierten Zeitpunkt, unbeeindruckt von Tagesverfassung und Umwelt-bedingungen, abzurufen. Und, genau «das» zu reiten, was grad verlangt wird. Vielen ReiternInnen ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit unangenehm. Aber machen wir uns nichts vor. Nicht allein die Technik entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Im Kopf geschieht das meiste! Angst oder ganz allgemein Stress hemmt und beansprucht die gesamte Aufmerksamkeit für sich. Es nützt we-nig, sich die Situation schön zu reden. Man kann sich so nicht aufs Reiten, die Lektionen oder das Programm konzentrieren. Stress ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Er hemmt bereits den leistungsorientierten Gedanken, ist also demnach im Programmplan enthalten. Stress führt zu einem Teufelskreis, der mit sicherheitsbedachtem Reiten verbunden ist. Es wird sehr anstrengend in der Situation zu bleiben; der Fokus ist anderweitig besetzt. Den Fokus richtig setzen und konzentrieren. Fit sein, körperlich, technisch und mental. Unser Idealer Leistungszustand! Wenn es um die sprichwörtliche Wurst geht, kommt es auf jedes Detail an. Vor dem entscheidenden Ritt muss man nicht nur einen guten Plan haben, sondern sich auch mental im idealen Leistungszustand befinden. Befinden? Nein, das wäre Zufall! Man muss es schaffen, sich mit seinen mentalen Fertigkeiten in diesen Zustand zu bringen: Die Gedanken sind bei der Sache, die Gefühle zuversichtlich, der Aktivierungsgrad richtig. Sich selber die beste Möglichkeit für eine erfolgreiche Handlung schaffen, indem man wach, angeregt, herausgefordert und leistungsbereit ist; zuversichtlich, entschlossen, konzentriert und absolut aufmerksam! Dies ist übers Sport-Mental-Training lernbar.

Der ZKV-Dressur-Kurs in Balm setzt genau bei diesen Themen an. Negative Gedanken, Zweifel, Unsicherheit, Ängste, Ärger und Nervosität blockieren die Reitsituation: Wir lassen uns durch die Umgebung, Zuschauer oder andere Störfaktoren ablenken, werden passiv und sind nicht auf das Wesentliche, das Reiten konzentriert. Der Kurs „Sport–Mental-Training kombiniert mit Dressurtraining“ bietet die Möglichkeit solche und an-dere Störfaktoren zu beseitigen. Der erste Kurs-Tag beinhaltet Sport-Mental-Training und einen reiterlichen Teil. Der zweite Kurstag ist dem Turnierreiten gewidmet. Die einzelnen Turnierphasen werden besprochen und über das mentale Technik–Training verinnerlicht. Anschliessend geht’s an die praktische Umsetzung.

Ursula Liechti
Dipl. Sport-Mental-Trainerin mit viel Erfahrung in allen Reit-/Fahrsport-Disziplinen; von Nachwuchs bis Elite

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 Dressur / CC

ZKV Dressur- und CC-Abend

Bei eisigen Temperaturen fand am 7. Februar 2015 in Aarau die Preisverteilung der ZKV Dressur Trophy, der CC Trophy, sowie der Meisterschaft der Regionalverbände statt. Überaus zahlreich trafen die Teilnehmer um 17:30 Uhr in der geheizten Reiterstube in der Aarauer Reithalle ein. Dort führte uns Frau Dr. med. vet. Karin Küng in das interessante und für viele neue Thema des Kinesiologischen Tapings beim Pferd ein.

Viele Reiter kennen das Taping bereits als Stabilisation bei sich selber. Kinesiologisches Taping soll aber andere Zwecke erfüllen. Es soll die Bewegung, die Mikrozirkulation und den Lymphatischen Fluss verbessern, die Gelenkfunktion unterstützen und Schmerzen lindern.
Verschiedene Anlagetechniken konnten erst beim Mensch (Teilnehmer) angelegt werden. Wie fühlt sich so ein Tape an? Und wie entfernt man es schmerzfrei? Anschliessend stellte Thomas Bellmont sein Pferd als „Versuchstier“ vor. Da merkte manch ein Teilnehmer: das korrekte Anlegen eines Tapes ist doch nicht so simpel.
Das Pferd war ein geduldiger Proband und liess sich farbig tapen. In der Bewegung und der angestrebten Optimierung zeigte sich, dass der Therapeut gut mit Reiter und Pferd zusammenarbeiten muss um ein gutes, gewinnbringendes Resultat zu erreichen. Vielen Dank für den interessanten Input.
Um 18:30 Uhr trafen wir uns im Restaurant Schützen in Aarau. Vor dem feinen Essen führte uns Erich Hediger zurück in die Anfänge des ZKV, der am 20. Juni 2015 sein 150 Jahr Jubiläum feiert. Der ZKV entstand ursprünglich aus der BKOG (Bernische Offiziers Gesellschaft). Er umfasste das Gebiet der verschiedenen Schwadronen der Kavallerie. Jeder Kavallerist war verpflichtet an bis zu 140 Übungen im Jahr teilzunehmen. Ausgebildete Übungsleiter sorgten für eine disziplinierte Ausbildung und Kontrolle von Pferd und Reiter.
Mit der Aufhebung der Kavallerie 1972 änderte sich auch viel im ZKV. Die Übungsleiterausbildung fiel weg und die Kavallerievereine hatten keine Aufgabe mehr. Der ZKV musste also handeln: Die ehemaligen Schwadronsgebiete wurden neu in Rayons aufgeteilt, in den Reitvereinen wurden auch Zivilreiter aufgenommen und der ZKV wurde zum Sportverband.
Das ZKV Dressur Championat wurde 1967 von Herrn U. Schenk mit den Kategorien D, U, OZ eingeführt. Erst Anfang der 70er Jahre kamen die Kategorien R, Junioren, CH vier bis sieben Jahre, Promotion vier und fünf Jahre und Nationale dazu. Ende der 70er Jahre fand das erste ZKV Dressur Finale in Bern statt.

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IMG 4100 nloben: B1/B2-Trophy, unten: M-Trophy Dressur (Fotos: Eva Weber)

Im Anschluss ans Essen schritten wir zu den Siegerehrungen. Im CC B1/B2 durfte Esther Andres die Gold- und die Silbermedaille abholen, gefolgt von Sandra Mühlheim, Patrick Amrein, Regula Jenni, Regula Deubelbeiss, Eva Weber und Tiziana Realini. Im B3/* gewann Tiziana Realini vor Stefanie Bigler und Esther Andres ergatterte zusammen mit Kuki Schaerer den 3. Rang. An der B3-SM waren Tiziana Realini, Linda Nussbaumer und Stefanie Bigler die erfolgreeichsten ZKV-Reiterinnen. In der M-Trophy Dressur hiess die glückliche Gewinnerin Stephanie Hartmann, gefolgt von Barbara Schwenk, Manfred Durnig, Catherine Jacot, Fränzi Nyffenegger, Regula Aebi, Evelyne Koller und Caroline Ulrich.
Wir wünschen allen Reitern eine erfolgreiche Saison 2015 und danken den beiden Referenten, den Organisatoren und Helfern für den sehr gelungenen Abend in Aarau.

Marlies Kohler-Frey

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Concours Complet

Beliebtes Turnier bei Saisonbeginn

Sowohl Springspezialisten wie auch Vielseitigkeitsreitern bot das NPZ Bern eine Startmöglichkeit zu Saisonbeginn. Winterliche Straßenverhältnisse sorgten bei einigen Prüfungen für Abmeldungen.

Am Freitag dominierten in den Prüfungen R/N100 und R/N105 Thomas Järmann mit Shiny MB CH und Carentano sowie Sabine Wyss mit Carina Athletica CH. Am Nachmittag wurden Prüfungen der Kategorien R/N110 und R/N115 ausgetragen. Wie schon vor zwei Wochen in Würenlos hießen die Sieger beider Prüfungen Nicole Krebs mit dem Holsteiner-Hengst Carlucci III.
In den Kategorien Kombiniert B1 und B2 wurden das erste Mal die neuen Dressurprogramme geritten. Um die Richter und Reiter auf die neuen Programme einzustimmen, wurden diese jeweils vor Prüfungsbeginn von einer Vorreiterin gezeigt.
Der Samstag stand im Zeichen der Kombinierten Prüfungen. Die erste Abteilung B1 konnte Nicole Guillebeau mit Carina v Polhaar vor Lea Zulliger mit Joyco für sich entscheiden. In der zweiten Abteilung belegte Tiziana Realini gleich die ersten drei Ränge. Auf Sunday SPM CH konnte sie dank dem Sieg in der Dressur auch die Hauptprüfung der Kategorie Einstern vor Joëlle Bruni mit Quadum und Robin Godel mit My Girl IV gewinnen. Die Siegerin im Springen – die OK-Präsidentin Corina Gerhäuser mit Quisanne - wurde in der Endabrechnung Vierte.
Am Sonntag in den Prüfungen B/R 90 und 95 war Noemi Fankhauser mit Karactere de Fremain zweimal siegreich. In der Kombinierten Prüfung der Kategorie B2 überzeugte Eva Nydegger mit Top Rocky Mountain vor Martina Röthlisberger mit Balou MR.
Dank dem eingespielten Team des NPZ Bern und fleißigen Helfern sowie Funktionären konnte das Turnier trotz Wintereinbruch reibungslos durchgeführt werden.
pd

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Fahren

Generalversammlung

Der Fahrverein Nennigkofen-Lüsslingen ehrt Dr. Josef Wyser für seinen Einsatz für die Fahrkultur.

Die 50. Generalversammlung des Fahrvereins Nennigkofen-Lüsslingen vom 6. Februar 2015 stand unter keinen guten Vorzeichen: eine scharfe Bise sorgte in der Region für Schneeverwehungen und gesperrte Strassen, welche die Anreise nach Biezwil erschwerten. Trotzdem konnte der Präsident 42 Mitglieder im Sääli vom Rössli begrüssen. Ein besonderes Highlight war wiederum der mit zahlreichen Fotografien unterstütze Jahresrückblick von Sportchef René Heiniger, an dem die sportlichen und gesellschaftlichen Highlights des vergangenen Jahres präsentiert wurden. Auch der Kassenabschluss war aufgrund des bei bestem Wetter durchgeführten Fahrturniers in Lüsslingen höchst erfreulich.

gv nk nlDr. Josef Wyser wird an der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Damit verdankt der Verein sowohl seine wertvollen Inputs von den Fahrsymposien in Deutschland als auch sein 20-jähriges Wirken als Präsident. Damit hält er den Rekord in der mittlerweile 50-jährigen Geschichte des Vereins (Foto: D. von Burg)
Beim verflixten siebten Traktandum gingen dann allerdings die Emotionen hoch. Nachdem schon an einem Infoabend sowie anschliessend an der Generalversammlung von vor einem Jahr über Fusionsabsichten mit dem Reitverein Bucheggberg informiert wurde, musste die Versammlung nun den eingeschlagenen Weg bestätigen. Vor allem die älteren Mitglieder erinnerten an das erste nationale Turnier von 1965 in Nennigkofen, das in der Szene noch immer einen ausgezeichneten Ruf geniesst. Im Vorstand und unter den aktiven Mitgliedern ist jedoch die Mehrheit schon längere Zeit in beiden Vereinen Mitglied, und der Sandplatz, den der Reitverein nun nach über sieben Jahren schwerster Planungsarbeit in Hessigkofen realisieren kann, ist mit seiner Abmessung von 100×40 Meter für Fahrtrainings sowie Spring- und Fahrturniere bestens geeignet. Mit 33 Ja-Stimmen gegen zwei Nein bei sieben Enthaltungen kann nun die Gründungsversammlung des Reit- und Fahrvereins Bucheggberg vom 13. März vorbereitet werden, an der auch die Statuten vorgestellt und der gemeinsame Vorstand gewählt wird. Auch unter dem gemeinsamen Dach finden 2015 in der Sparte «Fahren» alle Veranstaltungen statt, die man sich vom Fahrverein Nennigkofen-Lüsslingen gewohnt ist, natürlich auch das Turnier vom 3./4. Oktober bei der ARA-Pumpstation im Aarefeld von Lüsslingen.

Daniel von Burg / René Heiniger

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Querbeet

Hengstkörung und Hengstleistungsprüfung des SVPK

Am 8. Februar 2015 führte der SVPK auf dem Ponyhof in Bätterkinden BE die Hengstkörung und Hengstleistungsprüfung durch. Zur Körung traten sechs Hengste an, darunter ein Fell-Pony, ein Connemara, ein Curly Horse und drei Shetlandponys. Zudem traten ein Edelblut-Haflinger und ein Deutsches Reitpony zur Leistungsprüfung an.

hengstkörung nlDer frisch gekörte, 5-jährige Hengst Xavago im Besitz von Melanie Allmann aus Hermrigen (Foto: T.Wülser)
Noch nie waren so wenige Hengste an einer Körung beim SVPK. Wie auch andere Zuchtverbände, sieht sich der SVPK mit abnehmenden Tierzahlen bei Zuchtveranstaltungen konfrontiert. Erschwerend kommt dazu, dass ab 2015 die Tierzuchtbeiträge verloren gehen. Um die Körung unter diesen Umständen in einem finanziell tragbaren Rahmen durchführen zu können, musste der altbewährte Standort Bern NPZ aufgegeben werden. Anstatt dessen wurden Züchter, Richter und Zuschauer auf dem Ponyhof in Bätterkinden empfangen. Die Anlage dort ist kleiner als im NPZ, bot aber für einen Anlass in dieser Grössenordnung den idealen Rahmen. Sodann konnten drei Shetland-Hengste, ein Connemara und ein Curly Horse gekört werden. Anschliessend fand die Hengstleistungsprüfung statt, welche einer Bodenarbeitsprüfung ähnelt und vor allem das Wesen des Hengstes in verschiedenen Situationen zeigen soll. Alle sechs neu gekörten, sowie die zwei im Vorjahr gekörten Hengste bestanden diese Prüfung. Minishetty Kerswell Maxim bestand die Prüfung mit Besitzerin Vreni Müller sogar mit Maximalpunktzahl. Auch der im Vorjahr gekörte, vielversprechende deutsche Reitponyhengst Capelli de Niro, im Besitz von Melanie Miesch, bestand die Prüfung und überzeugte durch seinen Charakter.  

Tamara Wülser

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Hintergrund

Interview mit Beat Bigler

npz nl

Herr Bigler, Sie treten am 21. April 2015 nach 5 Jahren als VR-Präsident des NPZ Bern zurück. Mit welchen Gefühlen?
Herzlichen Dank für die Anfrage nach «Gefühlen». Bereits als Schüler stattete ich der damaligen
EMPFA, welche am Schulweg lag, öfters Besuch ab anstelle der Schule. Dies führte schliesslich auch zu entsprechenden Notizen in den Zeugnissen… Kurz: mit dem heutigen NPZB und damit auch mit der «Faszination Pferd» fühlte ich mich stets sehr verbunden.
Seit 2010 durfte ich dem Verwaltungsrat des NPZB angehören (damals als Vertreter des Reitergymnasiums). Nach dessen Austritt aus der Genossenschaft gehörte ich der Verwaltung als «freies Mitglied» an und ab 2010 als deren Präsident. Die Statuten legen eine Altersgrenze fest, welcher ich in diesem Jahr nachkomme.

Mit welchen Zielen traten Sie das Amt damals an? Konnten Sie sie erreichen?
Eine klare Organisationsstruktur war mir stets ein besonderes Anliegen. Das Überführen der damaligen EMPFA in das heutige NPZB war ein äusserst schwieriges Unterfangen, an dem ich auch teilnehmen und meine Gedanken einbringen durfte. Dem heutigen Organigramm liegt ein wesentlicher Entwicklungsprozess zugrunde. Die Statuten mussten ebenso überarbeitet werden wie das Geschäftsreglement. Wichtige Verträge mussten zum Teil neu definiert werden (der Mietvertrag mit der Burgergemeinde der Stadt Bern betreffend Paddock, der Mietvertrag mit der «armasuisse Immobilien» betreffend Nutzung, Betrieb und Unterhalt der Anlage NPZB, der Rahmen- und Dienstleistungsvertrag mit dem VBS). Dazu kamen eine Reihe von Verträgen bzw. Vereinbarungen, in welchen das NPZB seine Dienstleistungen gegenüber seinen Kunden und Leistungsbezügern definieren musste.
Planen ist bekanntlich ein Dauerauftrag für jedes Unternehmen. Die Strategieplanung war denn auch ein Instrument, welches auch in Zukunft besondere Beachtung verdient und erneut überarbeitet werden muss.
Der umfassende Veranstaltungskalender zeigt zudem auf, dass sich das NPZB als effektives «Kompetenzzentrum rund ums Pferd» etabliert hat und die Interessen nicht nur der Genossenschafter im Rahmen der verfügbaren Mittel möglichst optimal zu erfüllen bestrebt ist, sondern welches sich auch als ideale Plattform für die Aus- und Weiterbildung von Mensch und Tier engagiert.

Was konnte nicht umgesetzt werden? Woran lag es?
Der Wille zur Umsetzung eines Ziels ist die eine Seite, die zur Verfügung stehenden Mittel die andere. Es geht wohl immer darum, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und deren Optimierung möglichst nahe an eine Zielvorgabe heranzukommen. Diese Zielvorgabe kann sich innerhalb von kurzer Zeit verändern, und es ist dann eben die Kunst der operativen Leitung, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, die notwendigen Schritte zur Weiterentwicklung des NPZB einzuleiten und umzusetzen.
Das NPZB ist nicht ein von allen Rahmenbedingungen befreiter Betrieb. Und die Ansprechpartner sprechen nicht immer die gleiche Sprache wie der KMU-Betrieb NPZB. Es geht bei den Problemlösungen immer wieder darum, einen Konsens zu finden, in welchem sich die Parteien zusammenfinden können. Damit meine ich beileibe nicht das Abschliessen von «faulen Kompromissen». Die Lösungsfindungen müssen jedoch transparent und offen dargelegt werden. Verstehen heisst bekanntlich nicht immer einverstanden zu sein…

Das NPZ steht auf mehreren Pfeilern. Es ist eine privatrechtliche Genossenschaft, sowie stark mit dem VBS verbunden – wie war die Zusammenarbeit mit diesen Partnern?
Die Zusammenarbeit mit unseren hauptsächlichen Vertragspartnern erwies sich als durchaus konstruktiv. Unstimmigkeiten bzw. Meinungsverschiedenheiten konnten effektiv lösungsorientiert erledigt werden (stets im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen). Natürlich bereitet uns auch im NPZB der administrative Weg zu allen möglichen Instanzen zuweilen erhebliche Mehraufwendungen. Diese müssen auch wieder aufgefangen werden und gleichzeitig sind anfallende Mehrkosten nicht einfach überwälzbar. Eine ganz besondere Herausforderung an eine betriebswirtschaftlich orientierte Betriebsleitung.

Die EMPFA bzw. das nachmalige NPZB war vor Ihrem Amtsantritt immer durch Männer geführt worden – was haben Sie für Erfahrungen mit der Wahl von Corina Gerhäuser als erste Betriebsleiterin gemacht?
Das Anforderungsprofil eines Leiters/einer Leiterin des NPZB wurde in der damaligen Ausschreibung klar definiert. Die Ausschreibung richtete sich an Frau und Mann gleichermassen. Es kann nicht meine Aufgabe sein, die damaligen Interessenten an dieser Stelle zu qualifizieren und den Vorzug der «Bewerbung Gerhäuser» zu rechtfertigen.
Aus meiner Sicht kann ich lediglich bestätigen, dass sich die Zusammenarbeit Verwaltung-Betriebsleitung als konstruktiv, lösungsorientiert und auf gegenseitigem Vertrauen basierend erwiesen hat. Die Zusammenarbeit mit der Betriebsleitung macht echt Spass!

Wie sehen Sie die Zukunft des NPZB?
Wie bereits angetönt hat sich das NPZB als «Kompetenzzentrum rund ums Pferd» etabliert, und es ist stets bestrebt, weiteren Bedürfnissen entgegenzukommen (Aus- und Weiterbildung von Pferd und Mensch, Schulung von Spezialisten, Dienstleistungen zugunsten der Züchterschaft inklusive Reproduktionsstation etc.). Heute steht das NPZB auf solidem Boden!

Was wünschen Sie sich von Ihrem Nachfolger?
Ich wünsche mir insbesondere, dass mein Nachfolger aufgrund der Nachfrage nach Dienstleistungen durch das NPZB Bewährtes erhalten und weiter auszubauen hilft - und dass er dazu beiträgt, das «Kompetenzzentrum rund ums Pferd» auch im nationalen Kontext zu festigen.
Die Pflege des bestehenden Netzwerks darf weiter vertieft werden. Zum bestehenden, sehr engagierten Personalkörper ist grosse Sorgfalt zu pflegen und ich hoffe sehr, dass er innerhalb der Verwaltung - zusammen mit der Betriebsleitung - ein Klima erhalten kann, in dem sich engagiertes Mitwirken als Bereicherung auszahlt.

Das Interview führte Tamara Acklin

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Februar 2015

übersicht

Editorial

 Gessler lebt

FAHREN

 Werner Ulrich in Leipzig

QUERBEET

 GV Balsthal-Thal
 Sportpreise vergeben

HINTERGRUND

 Interview mit Ernst Beer


Editorial

Editorial - Gessler lebt

Sehr geehrte/r Leser/In,
dieses Editorial möchte ich im Namen der schweizerischen Vereinigung für das Pferd und im Namen derer schreiben, die sich mit administrativen Hürden ums Pferd beschäftigen müssen. In den letzten
Tagen wurde aufgrund der Ereignisse in Europa und in der Schweiz viel von einer allfälligen Rezession und von Massnahmen dagegen gesprochen. Unter anderem wird dazu aufgerufen den Kopf nicht hängen zu lassen, zu wirtschaften, zu investieren und zu handeln. In diesem Bericht sprechen wir von Beispielen, wo Leute zum Teil seit Jahren genau das tun. Daran werden Sie allerdings sehr effizient gehindert.

Geschichte Nr.1 Es lebe der Sport
Ein Pony R aus S, ein Sans Papier möchte Sport treiben – das geht dann so:
Der Kauf, die Untersuchung und der Handel sind in 2 Tagen erledigt. Dann geht es los. Folgende Nummern müssen bekannt sein, damit die Registrierung mit den verschiedenen Abhängigkeiten überhaupt vorgenommen werden kann:1.) Agate/Betriebs-Nr. / 2.) Agate/Besitzer-Nr. / -> Anruf bei Agate, um Equiden eintragen zu lassen und die UELN-Nummer zu erhalten /  3.) Mikrochip-Nummer: seit 1.1.15 werden keine Pässe mehr ausgestellt ohne Mikrochip / -> der TA muss diese Mikrochip-Nummer im Agate eintragen und freigeben / -> Anruf bei Identitas, um Pass zu beantragen. Der Equidenpass kann nicht mehr beim SVPS bezogen werden. Angaben: 1.) Agate/Besitzer-Nummer / 2.) UELN-Nummer / 3.) Chip-Nummer (die vorgängig durch den TA im Agate eingetragen und freigegeben wurde) / 4.) Koordinaten für Erreichbarkeit und Rechnungsadresse / Erfassung Daten Identitas – Rechnung erstellen / Erstellen Pass nach Zahlungseingang. -> Antrag für Neueintrag in Sportregister beim SVPS stellen / Formular von Homepage SVPS herunterladen, ausfüllen und zusammen mit dem Pass nach Bern senden oder direkt mit dem neu erstellten Equidenpass beim SVPS vorbeigehen / senden, um den Eintrag vornehmen zu lassen / Folgende Angaben müssen gemacht werden: 1.) Name der Equiden 2.) Farbe, Jahrgang, Rasse, Geburtsland, Geschlecht / 3.) Name und Vorname der Eigentümer 4.) Nationalität 5.) Adresse 6.) Telefonnummern -> Signalemente müssen vom TA in Pass eingetragen werden. Kosten Besuch Tierarzt – Chippen – Registrierung Chip bei Agate – Kosten Identitas – Aufnehmen und Ausfüllen Signalement Tierarzt – Registrierung im Sportregister = je nach Tarif ca. 500.-

Geschichte Nr 2. Das stinkt zum Himmel
Ein Landwirtschaftsbetrieb im Kanton Bern will einen Pferdestall und ein Viereck bauen. Nach langer Zeit scheint das Projekt bewilligt. Der Kanton lässt allerdings noch ein Geruchsgutachten durch einen Dritten erstellen. Dieser kommt zu einem positiven Schluss. Der Kanton ist damit nicht zufrieden und lässt ein Gutachten des Gutachtens erstellen und kommt zum Schluss, dass es wirklich nur sehr wenig stinke aber Reglement sei halt Reglement. Abgelehnt. Pikant: Eine Scheune mit Mastschweinen könnte gebaut werden.

Geschichte Nr. 3 fehlende Zentimeter
In einem grossen Pferdebetrieb im Kanton Freiburg werden Auslaufboxen beanstandet, die zwar sehr gross (22m2) sind aber ab Einstreu „nur“ 236 cm hoch sind. Bitte Decke der Scheune sofort um 4cm anheben oder Pferd in Auslauf sperren! Drohungen.

Geschichte Nr. 4 Auslauf/ Viereck
Im Kanton Bern will ein Landwirt in einen Pferdestall mit angrenzendem Auslauf investieren. Bisher waren 400m2 erlaubt, nach der neuen Verordnung sind es 800m2. Das Gesuch wird nicht bewilligt aus unerklärlichen Gründen. Daneben wird noch mit der Fruchtfolgefläche argumentiert was falsch ist, zudem  ist die Parzelle seit 150 Jahren eine Hofstatt mit Obstbäumen. Begründung der Experten wird keine gegeben, mehr oder weniger – es war schon immer so und wir sagen wie es läuft.

Geschichte Nr. 5 Bückling
Wir sammeln Begebenheiten in Zusammenhang mit Kontrollbesuchen und Wortäusserungen. Dabei kommt es immer wieder zu Drohungen und es wird Druck ausgeübt. Dabei wollte man ja eigentlich nur etwas zur Ankurbelung der Wirtschaft beitragen. Wer den Bückling nicht macht, der hat einen schweren Stand. Wer den Bückling nicht macht, wird bestraft. Nur wenige wagen den Apfelschuss.
Ich wünsche Ihnen ein frohes gutes Pferdejahr.

Beat Wampfler

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Fahren

Ulrich beendet Weltcup-Saison mit viertem Rang

Werner Ulrich konnte in Leipzig nach zwei unglücklichen Weltcupleistungen in Stockholm und Genf wieder lachen.

In der ersten Runde verlor er auf den Weltcup-Dominator Boyd Exell nur zwei Sekunden. „Ich hätte gewinnen müssen, um mich noch für das Weltcup-Finale in Bordeaux qualifizieren zu können“, stellte er am Schluss klar. „Jetzt weiss ich aber, dass ich den Anschluss zur Weltspitze nicht verloren habe. Dies ermutigt mich, die kommende Sommersaison wieder voll motiviert anzugehen.“
Nach der ersten Runde lagen die beiden Holländer Ijsbrand Chardon und Koos de Ronde souverän vor Boyd Exell. In der Finalrunde der besten drei Fahrer war Chardon dem Sieg fast sicher. Doch in einer der letzten Kurven des Parcours kam sein Gespann aus der Balance, Fahrer und Beifahrer sprangen runter und der Wagen kippte. Und damit war der Traum vom Sieg vergeben. Nach langen Diskussionen der Jury blieb ihm der dritte Rang. Die Weltcupprüfung von Leipzig  gewann am Schluss Koos de Ronde vor Boyd Exell und dem gestürzten Ijsbrand Chardon.

Werner Schönenberger

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Querbeet

Vereinspräsident wurde abgelöst

Die 79. Generalversammlung des Kavallerie Reitvereins Balsthal-Thal  fand im Restaurant Kreuz in Welschenrohr unter der Leitung von Vereinspräsident Markus Schaad statt. 55 Mitglieder durfte er zur Versammlung begrüssen.
Seine konstruktive, sachliche und gut vorbereitete Generalversammlung überzeugte die Mitglieder. Nebst den geschäftlichen Teilen liessen er und der Übungsleiter Matthias Meier das Jahr Revue passieren. Tages- und Nachtritte, Winter- und Sommertrainings, die Vereinsmeisterschaft, Pferdesporttage, Breakfahrt aber auch Anlässe ohne Pferde wie etwa das Skifahren, Jassen, Bowlingspielen, ein Brunch oder die Weihnachtsfeier wurden von den Mitgliedern rege besucht und sprechen für ein aktives Vereinsjahr. Das neue Vereinsjahr ist ähnlich aufgebaut, auffallend ist jedoch, dass die eigene Pferdesportanlage, die von hoher Qualität ist, des Öfteren für Pferdesportanlässe oder Sonstiges vermietet werden kann.
Auch im Vorstand haben sich Änderungen angekündigt. Der Präsident trat nach vier Jahren Amtszeit zurück und übergab das Zepter Roland Nussbaumer aus Ramiswil. Als Vize-Präsident konnte Thomas Mägli gewonnen werden, der zugleich auch das Amt des Hallenwarts innehat.

GV Balsthal nlRoland Nussbaumer und Markus Schaad (Foto: Matthias Meier)
Auch die Aktuarin Sibylle Schmid  trat nach 15jähriger Tätigkeit zurück. Für sie konnte Eveline Heer engagiert werden. Als Beisitzer amtet neu Fabian Nussbaumer.
Für die Kasse ist nach wie vor Sonja Meister zuständig, Übungsleiter bleibt Matthias Meier, auch Michael Meier führt sein Amt als Materialverwalter weiter.
Der Reitverein plant für das kommende Jahr einige wenige Investitionen, die vor allem den Gebäudeunterhalt betreffen.
Erfreulicherweise interessieren sich fünf Personen für den Beitritt als Aktivmitglied. Auch an Juniorinnen mangelt es nicht, so sind neu deren vier mit dabei. Total besteht der Verein aus 97 Mitgliedern.
Auf Grund sehr engagierter Mithilfe beim Vereinsgeschehen wurden Sibylle Schmid, Alois Häfeli und Markus Schaad mit dem Titel Ehrenmitglied gewürdigt. 

Eveline Heer


Werner Schmid als Sportförderer des Jahres 2014 geehrt

Übergeben wurden die Sportpreise am 14. Januar im Kornhaus. Insgesamt wohnten 165 Personen, so viele wie noch nie, an der von der Sportkommission organisierten Priesübergabe bei.

Als Sportförderer ausgezeichnet wurde Werner Schmid. Der langjährige Präsident des Reitvereins Herzogenbuchsee war 30 Jahre lang OK-Präsident des Concours, der jährlich in Buchsi ausgetragen wird. Ein Anlass, der 1984 im Kleinen begann und heute als nationale Prüfung ausgetragen wird.

Schmied Werner Sportpreis Jan2015 nlWerner Schmid (Foto: M.Hammel)
Als Ehrengast begrüsst wurde der Pferdesportler Peter Christen. Die Ethik, dass das Pferd immer als Lebewesen und nicht als Sportgerät im Mittelpunkt stehe, betonte er mehrfach. Ein wichtiges Anliegen sei dem SVPS die Nachwuchsförderung, sei doch der Pferdesport ideal für Jugendliche «DasPferd hilft Jugendliche erziehen. Sie lernen, in einer realen Welt Verantwortung zu übernehmen, denn zuerst kommt immer das Tier.»

Marc Hammel

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Hintergrund

Interview mit Ernst Beer

Sie wurden kürzlich pensioniert. Wo werden wir Sie künftig antreffen?
Ich bin im NPZ nach wie vor für Veranstaltungen engagiert, gebe auch noch Reitunterricht, v.a. mit jungen Pferden, aber auch den Bereitern/Lernenden – und dann reite ich selber noch ein wenig und habe nun etwas mehr Zeit für mein Privatpferd. Als Parcoursbauer bin ich im NPZ und auswärts tätig, ca. 20 Wochenenden im Jahr bin ich unterwegs, „das längt ja“.
Ein sehr interessanter Einsatz war kürzlich am CSI Zürich, wo mindestens vier S-Parcoursbauer in Baugruppen Gérard Lachat, der bestimmt, unterstützen. Das war sehr interessant.

Was zählte zu Ihren Erfolgen als Reiter?
Ich ritt Springen bis S und Concours Complet, die damals noch L- und M-Military hiessen. Aber damals sind wir nur so drei Mal pro Saison gestartet. Da begann mich die Crossbauerein zu interessieren. Ein unheimlicher Wandel, was da passiert ist in den letzten Jahren!
Ich habe mit vielen Inländern gearbeitet und konnte drei Mal den Kombinierten Final für 5- und 6-jährige Pferde gewinnen, an dem jeweils nur zehn Paare pro Regionalverband teilnehmen konnten. „Da isch na g’ellböglet worde, wer cha gaa.“ 1980 der erste Sieg in Interlaken. Das war damals ein super Zusammenhalt in diesen Verbänden, was heute manchmal etwas fehlt. Für mich war die Dressur stets wichtig, was sich später abzeichnete – gingen doch zwei dieser Pferde später S-Springen. Die Grundausbildung ist immer noch das Wichtigste, sie müssen folgen, es muss funktionieren, das ist meines Erachtens heute noch so, wenn man Erfolg haben möchte.
Ich hatte Glück, dass wir zuhause auf dem Landwirtschaftsbetrieb alles mit Pferden machten. Ich konnte diese Pferde reiten, es war aber auch ein Erfolg, in der neunten Klasse alleine mit diesen Pferden den Acker zu bewirtschaften. So entstand eine Beziehung zu diesen Pferden und man trug ihnen Sorge, da wir sie für die Arbeit brauchten.

Wie lange waren Sie beim NPZ angestelltund was beinhaltete Ihre Arbeit?
Ich arbeitete 20 Jahre in der EMPFA und dann 18 Jahre im NPZ. Die Arbeit mit den VBS-Pferden ist das, „was mich groue hät ufzgäh“, aber es läuft auch ohne mich gut weiter. Es begann mit der Selektion der Pferde, die wir bei den Züchtern anschauten und auslasen, ob sie für uns in Frage kommen, eine sehr interessante Sache. Wenn sie mal im NPZ sind, werden sie angeritten. Das konnte ich machen bis zur Pensionierung, worauf ich stolz bin und was mich beweglich behielt. Ich hatte immer sehr Freude am Reiten der Remonten. Weiter ging es mit ihnen über Feldtests, Inspektionen, Geländeprüfungen, Dressurprüfungen, Abteilungsreiten, Parcoursritte und Fremdreiter – mit diesem Werdegang wird ein Pferd zum VBS-Pferd ausgebildet.  
Ich durfte aber auch private Ausbildungspferde betreuen. Die Reit- und Fahrabteilung bildet rund 100 Pferde aller Rassen pro Jahr für Drittpersonen aus.
Wir haben diverse Kundschaft im Leistungsvertrag. In die Schule im Sand schicken wir rund 20 Pferde, die man genau auslesen muss, da sie teilweise auch anfängertauglich sein sollen. Die Bereitermusik, die Bernische Train-Offiziersgesellschaften und die Polizei werden ebenfalls beschickt. Da ist vielleicht auch mal ein Lieblingspferd für die Bereitermusik nicht verfügbar, da es gerade im Militärdienst ist. Aber wir beschicken auch 5-Kampf-Turniere und WKs, wo die Pferde für drei Wochen ins Militär gehen. Desweiteren gehen welche (die Lebensversicherungen sein sollten) für sechs Wochen ins Tessin zur OG Ticino oder zwei Mal im Jahr rund sechs Pferde für zwei Monate zur OG Arizona in Aarau. Zudem hat auch die OdA teilweise Pferde von uns. Die Koordination all dieser Einsätze der VBS-Pferde ist arbeitsaufwändig. Meistens war die Einteilung am Morgen früh gemacht und es war schön, wenn man danach reiten gehen konnte.

Sie pflegten den NPZ-Springpaddock vorzüglich. Wird Ihnen „der NPZ-Garten“ nun fehlen?
Ich konnte ja nicht alles selber machen, aber wenn mich was ärgerte, flickte ich es auch. Ich werde auch weiterhin noch dazu schauen, ich machte das immer gern, auch wenn ich ja nicht nur dort sein konnte, investierte ich immer mal wieder einen halben Tag. Es ist so schön, wenn man an einem Sommermorgen um sieben Uhr mit einem Pferd da reiten kann, das ist Balsam für die Seele! Und junge Pferde lernen auch sehr viel mit diesen Möglichkeiten.

ernstbeer nlErnst Beer in action in "seinem Garten" (Foto: NPZ)

Sie geben den ZKV-Springkurs Einspringen für junge/unerfahrene Pferde – was ist Ihre Philosophie mit jungen Pferden?
Das ist fast das interessanteste am Reitunterricht. Mache nichts mit denen, was sie nicht können, Pferde brauchen immer eine Chance. Das ist nicht immer ganz einfach, auch mit den Reitern nicht, manchmal muss man einen Mittelweg suchen. Man sollte nur das verlangen, was sie physisch können und ertragen, aber trotzdem mit einer gewissen Linie. Das Ziel sollte nicht allzu hoch gesteckt werden, aber was verlangt wird, sollen sie auch mitmachen.

Was erwartet die CC-Reiter an von Ihnen gebauten Turnieren dieses Jahr?
Ich helfe in Avenches und baue wiederum in Bern. Nun habe ich etwas mehr Zeit um gewisse Sachen noch schöner zu machen und zu pflegen. Ich möchte stets pferdegerecht aber für den Reiter fordernd bauen. Nützt ja nichts nur drüber zu rennen. Ich überlege mir ja was als Crossbauer und dann ist es v.a. im B1 manchmal enttäuschend, wenn einfach möglichst schnell darüber geritten wird, ohne dass das Pferd was davon profitiert. Jüngere Pferde im Aufbau können mit überlegten Ritten profitieren. Das Mitdenken der Reiter liegt mir am Herzen. Man könnte mich auch mal fragen. Wie letztes Jahr, als ein Reiter Peter Hasenböhler auf eine Kombination ansprach, er hätte sowas noch nie geritten. Dieser schickte ihn zu mir, da ich es aufbaute, aber er kam nicht. Ich finde es schade, wenn der Dialog nicht gesucht wird. Ich sah das in Zürich, als Top-Reiter zum Parcoursbauer fragen gingen. Es hat ja nicht jeder einen Betreuer dabei, wieso also nicht den Aufbauer fragen.  

Sie verwalten das ZKV-Material. Das bescherte Ihnen bestimmt viele interessante Begegnungen?
Das Material ist im NPZ gelagert und ich unterhalte es. Interessant ist es, wenn jemand anruft, von dem man ein Jahr lang nichts mehr gehört hat, der aber Material holt oder bringt. Manchmal ist an einem Wochenende mit mehreren Anlässen nicht alles wunschgemäss möglich, aber es verlief stets reibungslos.

Was finden Sie am auffälligsten, wenn Sie den heutigen Pferdesport mit demjenigen vor Jahr(zehnt)en vergleichen?
Vor Jahrzehnten gab es Pferde, die gleich hoch sprangen wie die von heute, der Weltrekord über 2.47m gelang 1949. Aber alles war viel schwerer, Stangen mit 12-15cm Durchmesser, daher lag damals mehr drin. Alles wurde verfeinert, das Material, aber auch Pferde mit mehr Blut. Heute sogar so fein, dass man fast nicht mehr weiss, wie man soll. Heute braucht es viel Respekt, es darf keine Stange berührt werden. Mit den Pferden vor 30 Jahren könnte man heute sicher teilweise noch dabei sein, aber viele hätten auch keine Chancen mehr in schwereren Prüfungen, nicht von der Höhe her, aber von der Vorsicht.  

Sie sahen viele Rösseler in Ihrem Arbeitsalltag. Was würden Sie ihnen Raten, sich von ihnen wünschen?
Ich hätte manchmal lieber mehr Rösseler als Reiter gesehen. Ich glaube richtige Rösseler werden immer weniger - Reiter gibt es viele. Ich muss mich oft etwas nerven ab Leuten, wo finanziell alles stimmt, aber die dem Parcours oder dem Pferd Schuld geben wenn sie nicht fehlerfrei aus dem Parcours kommen. Fehler muss man immer zuerst bei sich suchen und an sich arbeiten. Pferde müssen gearbeitet werden - statt in den Fitnessraum zu gehen könnte man Dressur arbeiten. Es braucht Zeit und Geduld und man muss ans Pferd glauben. Man glaubt ja auch an sich. Das musste ich auch unseren Lehrlingen sagen, dass sie das könenn. Wir machen nichts was wir nicht können. Wir machen nichts Unmögliches, aber man kann das Reiten auch nicht neu erfinden. Die Kreatur Pferd hat nicht so viel geändert. Das ist der Unterschied von heute zu vor Jahrzehnten – in der Kavalleriezeit hatte man nur ein Pferd und an das glaubte man und kam weiter.

Sie haben eine Alp – werden Sie nun vermehrt dort leben oder haben Sie andere Pläne für Ihre Pensionierung?
Ich habe mit jemandem zusammen eine Alp in Pacht. Ich bin gern in der Natur und im Wald und arbeite gern mit Holz. Das mache ich wahrscheinlich diesen Sommer vermehrt. Die Beine hochlagern kann ich zuhause, aber in der Natur sein ohne Strom, Kochen auf dem Holzofen, das tut gut. Da hat man abends eine schöne körperliche Müdigkeit nach einem solchen Arbeitstag. Das ist das, was ich neben dem Rösselen pflege, sonst habe ich keine Pläne, eine Weltreise ist weniger mein Ding. Ich werde im Februar Tagesausflüge nach Celerina machen und Bobfahren, Heliflug und so. Das ist genug Rambazamba.

Tamara Acklin

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Januar 2015

übersicht

FREIZEITREITEN 

 Gymkhana Dagmersellen

FAHREN

 Hallenfahrturnier Holziken
 Hallenfahrturnier Bern

HINTERGRUND

 Interview


Freizeitreiten

Mensch und Vierbeiner in Harmonie

Beim traditionsreichen Samichlaus-Pferdesportanlass des KRV Oberwiggertal gab es in sechs Gymkhana-Konkurrenzen 183 Starts zu verzeichnen. In kniffligen Parcours gingen Reiter, Ponys, Pferde und Hunde gemeinsam durch dick und dünn.

Das Samichlaus-Gymkhana lockte viele Freizeitreiter und ein stattliches Publikum in die mottogetreu mit Samichläusen, Wichteln, Geschenkpäckli und Tannenbäumen dekorierte Reithalle Dagmersellen. Zwei- und Vierbeiner beeindruckten mit starkem Teamwork. Und das war Voraussetzung, um die von Thomas Beyeler erstellten, präzises Reiten erfordernden, Parcours gut absolvieren zu können. Es wartete eine anspruchsvolle Hindernispalette auf die aus weiten Teilen der Schweiz angereisten Teilnehmer.
Die vier klassischen Gymkhanas für Ponys und Pferde zählten bereits zur Jahreswertung der ZKV-Trophy 2015. Punkte erhielten die ersten dreissig Prozent der Ranglisten. Ende der Saison qualifizieren sich die Bestklassierten für den jeweils im Oktober beim ZKV-Weekend in Bern stattfindenden Final. Mit siebzig gemeldeten Paaren sah die Prüfung für Pferde mit erwachsenen Reitern das grösste Starterfeld. Sieben Konkurrenten erreichten das Maximum von 100 Zählern. Dank der mit Abstand schnellsten Zeit ritt Mirjam Marti auf der Haflinger-Pinto-Mix-Stute Nevada zum Sieg. Mit demselben Pferd gewann Pascale Marti, wie bereits letztes Jahr, die Prüfung der Stufe 1 für Reiter bis 16 Jahre.

gymk dagm NicoleBruhinBallerinaVIII nlSiegte in der Kategorie Pony Stufe 2: Nicole Bruhin mit Ballerina (Foto: Ruth Müller)

Ein hohes reiterliches Niveau sahen auch die Pony-Konkurrenzen. In der Stufe 2 holte Nicole Bruhin mit Ballerina den Sieg, vor Gabi Neuner mit Bassi fra Laugavöllum sowie Vorjahressiegerin Edith Sélébam auf Chiara Narice. Ebenfalls siegesgewohnt ist der junge Tobias Strebel, der mit Mylord abermals auf den ersten Platz der Stufe 1 ritt. In der Führzügelklasse für die Reiterknirpse bis acht Jahre marschierte Amy Lüthold mit dem Welshpony Annika zum Sieg. Dieses Paar absolvierte den Parcours fast eine Minute schneller als die punktgleiche Aline Gehrig mit Cindy Love. Hier wurden die Kinder von einer erwachsenen Führperson sicher durch den Parcours begleitet.
Spezielle Unterhaltung bot die kombinierte Zweierteam-Prüfung für Pferd und Hund am Sonntagnachmittag. 35 Paare hatten sich zum Start eingeschrieben. Der Reiter absolvierte ein Gymkhana, der Hundeführer gleich anschliessend einen Agility-Parcours. Fehler an den Hindernissen wurden in Strafsekunden umgewandelt. Immer wieder schön zu sehen, mit welcher Begeisterung Mensch und Tier gemeinsam die Parcours meisterten und wie gut sie miteinander kommunizierten. Einen feinen Doppelerfolg erreichte hier das 27-jährige Araberpony Shiva. Mit Nadia Beyeler im Sattel und an der Seite von Hund Fago, geführt von Melanie Michel, erreichte Shiva in 3:33 Minuten das Ziel und holte somit die Siegerschleife. Mit Eliane Beyeler im Sattel und mit Boarder-Collie-Mischling Cindy, geführt von Johanna Birchmeier als Partnerin, erreichte das brave Pony in 3:45 Minuten auch die zweitbeste aller Totalzeiten. Über dieses Ergebnis seiner erfolgreich reitenden Töchter freute sich auch OK-Präsident Thomas Beyeler, der mit seinem Team erneut einen gefreuten Anlass auf die Beine stellte, besonders.

Ruth Müller

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Fahren

Freiberger-Trio siegt im Rüebliländer-GP

Beim fünften Holziker Fahrturnier in der Reithalle Holziken holten Edwin Hunziker und Jörg Eng mit ihren wendigen Freibergerpferden den Sieg im GP, der als Ablösungsfahren packenden Fahrsport bot.

Die zwanzig besten Teilnehmer der Einlaufprüfung qualifizierten sich für den Rüebliländer-GP und bildeten dort zehn Zweierteams, die ausgelost wurden. Das Warm-Up hatte Andres Bührer mit dem Oldenburgerwallach Bryt für sich entschieden. Der Fahrer aus Thayngen galt denn auch als Favorit im GP, in dem er bereits 2011 und 2012 den Sieg feiern konnte. An der Seite seiner Teampartnerin Sabina Frey, welche als Vorjahressiegerin erneut die beiden Berber Pamina El Ain und Yamara eingespannt hatte, drückte Bührer etwas gar forsch aufs Tempo. Ein Risiko, das Fehler an den Hindernissen zur Folge hatte. Die Gesamtzeit von 281.50 Sekunden reichte für den fünften Rang.

holziken nlaSiegten im Rüebliländer-GP von Holziken: Jörg Eng mit FM Fantasy CH und Edwin Hunziker mit dem Zweispänner Quira CH und Quinto (Foto: Ruth Müller)
Am Start des vom Kavallerieverein Schöftland und Umgebung organisierten Turniers waren Ein- und Zweispänner mit Pferden, Kleinpferden und Ponys. Die Leinen führten Könner mit Lizenz genauso wie Einsteiger mit Brevet. Jedes Mal wenn ein Gespann einen Tennisball von einem Hinderniskegel schubste, musste sofort der Teamkollege den Parcours weiterführen. Jeder Fehler wurde zudem mit Zeitzuschlag geahndet. Auch dem letztstartenden Team unterliefen unterwegs zwei Missgeschicke. Mit hohem Grundtempo und präzis gefahrenen Wendungen erreichten Edwin Hunziker mit seinem Zweispänner Quira und Quinto und Jörg Eng mit seinem Einspänner FM Fantasy dennoch die Bestzeit von 253.50 Sekunden.

Ruth Müller


Fahrsport-Action auch für den Nachwuchs

Bern stand am 6./7. Dezember 2014 einmal mehr für Jung und Alt, aber auch für Hobby- und Turnierfahrer im Zentrum. In vier Trainingsprüfungen nutzten viele Fahrer die Chance, Erfahrungen zu sammeln. Im attraktiven Derby-Weltcuptraining, das für Werner Ulrich, Jérôme Voutaz, und Cyril Maret als Generalprobe für Genf galt, reizten die Teilnehmer ihre Grenzen aus. Viele Bälle vielen von den Hindernissen und in Einzelfällen wurden sogar Hindernisse umgestossen. Im Feld der sieben Starter mischten auch die beiden Nachwuchsfahrer Dominic Falk und Marcel Luder erfolgreich mit.

Werner Ulrich war am Wochenende mit zwei Vierspännern am Start. Auch andere be-kannte Namen wie Leonhard Risch, Daniel Wüthrich, Stefan Ulrich, Lanzelot Marx, Bruno Widmer und die Geschwister Musy nutzten die Trainingschance. Obwohl wäh-rend beiden Tagen keine Ranglisten erstellt wurden, war es offensichtlich, dass die Nachwuchsfahrer mit dem Parcours weniger Probleme hatten und sie sich die Linie weit schneller und besser merken konnten als ihre routinierteren Kollegen.

Fahrer-Götti-Projekt
Werner Ulrich war an diesen Tagen wieder omnipräsent: Als Fahrer, als Organisator, als Gastgeber und am Meisten als Nachwuchs-Förderer. Während zwei Tagen machte er intensiv Werbung für sein Fahrer-Götti-Projekt. Seine Tochter Laura backte dafür extra Guetzli und am Samstag-Abend stellte er sechs Young-Drivers vor, für die er bereits einen Götti fand. Werner Ulrich unterliess auch nichts, um andere Veranstalter zu moti-vieren, Nachwuchsprüfungen auszuschreiben. „Die positive Resonanz bekräftigt mich immer wieder, auch weiter nach Gönnern zu suchen“, meinte er. „Nur so bleibt der Fahrsport auch in Zukunft erhalten.“
Angesprochen auf die vielen Helfer, die ihn bei Veranstaltungen immer wieder unter-stützen, betonte er: „Für mich sind die Helfer die grösste Motivation, um das Trainings-fahren jedes Jahr wieder durchzuführen. Immer wieder sind es die gleichen Leute, die meine Anlässe hier in Bern ermöglichen.“

Willy Birrer Luthern nlAuch Willy Birrer gab mit seinem Freibergern richtig Gas (Foto: W.Schönenberger)

Young Drivers im Blickfeld
Der Nachwuchs stand erneut im Zentrum der Trainings-Veranstaltung. Die jungen Fah-rer wagten wohl nicht so viel wie ihre „grossen“ Fahrsport-Kollegen, und trotzdem zeig-ten sie immer wieder erstaunliche Leistungen. In Bern standen aber auch Young Grooms hinten auf den Gespannen. „Wir sind einfach hier, um ein bisschen zu star-ten“, meinten beispielsweise die Windlin-Zwillinge Anja und Sonja. Obwohl zuhause fünf Pferde stehen, standen sie bei Kollegen hinten auf dem Wagen. „Wir wollen hier Action erleben und später in die Fussstapfen von Daddy treten“, meinten sie. Für sie sei es immer schade, dass es im Fahrsport nicht mehr Zuschauer gäbe. Andere Young Drivers konnten sich das Berner Wochenende nur leisten, weil sie einen Wagen des NPZ benutzen durften. Zudem sei für sie und ihren Beifahrer hier fast alles gratis: Das Startgeld und sogar das Raclette am Abend.
Erstmals konnten die Nachwuchsfahrer ihren Spass an einer Öpfel-Trophy erleben. An vier Bäumen hingen rote Äpfel, die der Beifahrer pflücken durfte. Anfänglich scheuten vereinzelte Pferde vor den stoffummantelten Bäumen. Am Schluss waren aber alle um eine neue Erfahrung und der Beifahrer um einen Korb voll Äpfel reicher.

Werner Schönenberger

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Hintergrund

Interview mit Jasmin Gambirasio

Du bist selbständige Bereiterin und führst zusammen mit deiner Mutter einen Pensionsstall – wie sieht dein Alltag aus?
Mein Alltag ist sehr vielfältig. Am Morgen werden zuerst die Pferde gefüttert und danach kommen die ersten Pferde auf die Koppel, dann Stallarbeiten erledigen und Pferde reiten. Je nach Tag reite ich noch Berittpferde auswärts. Ich betreue auch unsere Pensionäre wenn sie ein Problem haben bei der Dressur- und Springarbeit oder beim Ausreiten. Und dann haben wir auch immer wieder Ferienpferde, die ich bewege. In erster Linie trainiere ich die Pferde, die in unserem Stall stehen. Diese stelle ich vorwiegend an CC-Prüfungen vor und zwischendurch an Springprüfungen vor.  Während der Turniersaison sind wir oftmals bereits ab Mittwoch mit den Pferden unterwegs. Habe ich keine Starts im Ausland, bin ich mit Berittpferden an regionalen Springprüfungen anzutreffen.

Du hast 2014 an den Weltmeisterschaften in Caen im CC teilgenommen. Was war das für eine Erfahrung mit deinem vierbeinigen Partner That’s it?
Die Geländeprüfung in Caen war sehr anspruchsvoll. Das wurde unserer Mannschaft bereits im Vorfeld mitgeteilt. So hoffte ich trotzdem das Gelände fehlerfrei passieren zu können. Leider konnte ich mit Tobi dieses Ziel nicht erreichen. Die grosse Kulisse während der Dressurprüfung hat Tobi sehr beeindruckt. Schon bald merkten wir, dass die Unruhe in den Stallungen ihn massiv in seiner Ruhephase störte. Wir konnten ihn am Tag der Geländeprüfung kaum satteln und auf dem Abreitplatz verhielt er sich ungewohnt hektisch und nicht voll auf mich konzentriert. So startete ich mit gemischten Gefühlen in diese äusserst schwierige Prüfung. Nun schauen wir aber vorwärts und nehmen das Erlebte zum Anlass, um bei zukünftigen Starts auf solch hohem Niveau entsprechend besser vorbereitet zu sein.

Du gehst jedes Jahr als Zuschauer mehrere Tage an den CHI Genf – was unterscheidet dieses Turnier von anderen? Wie fandest du die Erstaustragung der Indoor-Cross-Prüfung?
In Genf ist die Atmosphäre einfach einzigartig und das Niveau top. Die Palexpohalle ist riesig und für die Besucher optimal zum Zuschauen. Tobi darf sich zur Zeit eine Pause gönnen, deshalb war ich ‹nur› als Zuschauerin an der Indoor-Geländeprüfung anwesend, die mir übrigens sehr gut gefallen hat. Der Parcours war sehr attraktiv gebaut. Eine solche Prüfung indoor zu erleben ist auch nichts alltägliches. Wohl auch aus diesem Grunde war das Publikum sehr hingerissen und die Stimmung war grandios. Ich finde es wichtig, dass wir in der Schweiz jede Gelegenheit nutzen, diese Disziplin den Leuten näher zu bringen.

Malmo 125 nl

Von Februar bis September 2015 wirst du in Yorkshire / GB bei Chris Bartle, dem Nationaltrainer der deutschen Vielseitigkeitsreitern, stationiert sein. Was erwartest du von diesem Aufenthalt?
Ich war im November bereits vor Ort, um mir alles anzusehen. Ich erhoffe mir natürlich von diesem Aufenthalt einiges: So möchte ich mich mit Tobi vor allem in der Dressur verbessern und mich mit meinen Berittpferden mit Hilfe von Chris auf das Niveau von Zweistern-Prüfungen herantasten. Zusätzlich zu diesen drei Pferden werde ich zwei weitere Nachwuchshoffnungen nach England mitnehmen. Hier erhoffe ich mir, dass meine Stute Savia in England an Einsteigeprüfungen erste Turnierluft schnuppern kann und Tempo, welcher letztes Jahr bereits Prüfungen bis B3 gestartet ist, seine ersten Einstern-Prüfungen erfolgreich laufen kann.
Grundsätzlich hoffe ich, nach diesem Aufenthalt besser auf die schwierigeren Aufgaben wie die Drei- und Vierstern-Prüfungen vorbereitet zu sein. Im Weiteren freue ich mich auch, meine sprachlichen Kenntnisse zu verbessern und mich ganz auf meine Pferde konzentrieren zu können.

Wo siehst du dich reiterlich in 10 Jahren?
Ich sehe mich weiterhin als CC-Reiterin und hoffe, die Schweiz im Ausland als erfolgreiche Reiterin ganz vorne an der Weltspitze vertreten zu können.

Was wünschst du dir für die Rösselerwelt?
Ich wünsche mir mehr Fairness im Umgang mit den Pferden. So, dass ihre Gesundheit und Zufriedenheit an erster Stelle stehen und nicht nur der Sport wichtig ist.

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Dezember 2014

übersicht

FREIZEITREITEN 

 Patrouillenritt Thun
 Reiterspiele Heimenhaus
 Patrouillenritt Interlaken

QUERBEET

 Brevet Brienzwiler
 Brevet Ruswil
 Tagung Drag Schw 22
 Ponygames Schnuppertag
 Brevet Ponyhof Bätterkinden

 HINTERGRUND

 Interview mit Emilie Stampfli
 

Freizeitreiten

Kuh Milka erhält Flecken...

...und die gackernden Hennen ihre gestohlenen Eier zurück! Dies und vieles mehr hatten die achtzig Patrouillen anlässlich des 33. Postenritts des KRV Thun und Umgebung an sieben Stopps rund um Blumenstein zu bewältigen. Eine Reihe origineller Herausforderungen, welche das spätere Siegerpaar Bettina Beutler  und Sven Hammerich mit ihren Pferden Kicker und Colorado am besten zu lösen vermochte.

patr thunGeglückte Ballübergabe beim dritten Halt (Foto: S.Stucki)

Vom Schützenhaus Blumenstein führte der diesjährige Patrouillenritt zuerst hinauf zum Holzplatz mit Wassertransport in winzigen Bechern. Am Gürbedamm wurden dann Punkte für die Treffsicherheit auf Blechdosen vergeben, bevor weiter Flussabwärts bei der Hornusserhütte kleine & grosse Bälle mit Sieb & Stöpsel übergeben werden mussten. Als Belohnung gab’s frisch gepressten Apfelsaft, Wein und feinen Zopf. Der gelungene, von Hochnebel begleitete Ritt führte bei angenehmen Temperaturen über die Holzbrücke in den buntgefärbten Längenbühlwald, wo Kantonswappen auf einer Landkarte den hoffentlich richtigen Platz fanden. Schon von weitem hörten die Reiter beim nächsten Stopp die wild gackernden Hühner. Die diebische Elster hatte ihre Eier geklaut und erst als diese durch ein enges Rohr wieder in den entsprechenden Nestern gelandet waren, beruhigte sich das Federvieh. Recht unterschiedlich reagierten die Pferde auf dem Reitplatz Kärselen auf das Reiten mit gekreuzten Zügeln, zumal gleichzeitig Tennisbälle in einer Reihe von Kübeln platziert werden mussten.  Milka und Wolke hiessen die lustigen Holz-Kühe denen beim letzten Halt die Flecken durch mutige Cowgirls und –boys wieder aufgeklebt wurden. Im Ziel gab es dann noch zusätzliche Punkte für an Hand von Fotos richtig erratene Filme und Namen der Kühe. Die Küchencrew wartete bereits mit Raclette à discretion auf die hungrig gewordene Reiterschar und Organisatorin Fabienne Fasnacht und ihr Team durften sich nach einem arbeitsintensiven, spannenden und unfallfreien Tag über viele zufriedenen Gesichter freuen.

Susanne Stucki 


Spiel und Spass für kleine und grosse Reiter

An den Reiterspielen in Heimenhausen geht es nicht um höher oder weiter sondern um Geschick und ein vertrautes Zusammenspiel zwischen Zwei- und Vierbeinern. Lautete letztes Jahr das Motto noch „Recycling“, so hatten sich die erfinderischen Parcoursbauerinnen wieder etwas ganz Neues und Unterhaltsames ausgedacht, nämlich Hindernisse zum Thema Fasnacht.

heimenhausGabi Neuner aus Aeschi holte mit ihrem Island-Wallach Bassi fra Laugavöllum den vierten Rang (Foto: K.Rohrer)
Entsprechend Kunterbunt und fröhlich bot der Parcours denn auch knifflige Aufgaben, die so einiges von Pferd und Reiter abverlangten. Vom Pferderücken aus ein Smiley zeichnen und das Blatt dann an eine Wäscheleine hängen war eine der Aufgaben. Einem grossen Plastikpferd eine Satteldecke auf den Rücken legen und den leuchtend gründen Schweif anhängen sorgte bei einigen „richtigen“ Pferden für grosse Augen. Ob das Pferd nun Fussball spielen oder der Reiter einen Ball aus einer Röhre per Fischernetz auffangen sollte, die verschiedenen Posten in der Reithalle des Reitsportzentrums Heimenhausen sorgten für viele schöne Reitsportmomente und auch der Spassfaktor kam nicht zu kurz. Mehr als hundertmal läutete die Startglocke und aufgeteilt in vier Kategorien absolvierten die Reiterinnen und Reiter die gestellten Aufgaben. Auch eine Führzügelklasse wurde angeboten und so manch Einsteiger nutzte die Gelegenheit, von einer Person am Seil gesichert, bei den Reiterspielen mitzumachen. Viele Freizeitreiter aus der näheren Umgebung nutzten die Startgelegenheit, aber auch aus Aarburg, Olten oder Hünenberg waren Teilnehmer angereist. Vom Shettlandpony über Haflinger, Tinker und Freiberger bis zum Araber und Warmblüter reichte die Rassenpalette und da die Reiterspiele Reitstilunabhängig ausgeschrieben waren, sah man auch Gangpferdereiter oder Westernreiter, die den Parcours unter die Hufe nahmen. Der reich gefüllte Gabentisch an der Rangverkündigung kam bei den ReiterInnen natürlich sehr gut an und nebst einem schönen Naturalpreis durften auch noch eine grosse Stallplakette, Flots, Leckerli und ein Marzipan-Hufeisen in Empfang genommen werden.

Karin Rohrer


 

Postenreiter erfolgreich im Nebel

Vom Nebel treu begleitet behielten Simone Seiler und ihr Partner Daniel Boss als eines der 86 Teams anlässlich des letzten Postenritts  im Berner Oberland auf dem „Bödeli“ stets den klaren Durchblick. Im Sattel von Roxane und Jet holten die beiden mit Top-Leistungen an neun bunt kreierten Zwischenstopps die meisten Punkte und damit den sicheren Sieg.

Neben gutem Gelingen hatten die eifrigen Postenhasen auch das Glück gepachtet, erreichten sie doch den Spitzenplatz auch dank dem glücklichen Ziehen des Jokers, der ihnen am Posten 2 das doppelte Punktemaximum bescherte. Über den verdienten Ehrenplatz freute sich Melanie Rufener, die mit Betina Beutler erfolgreich unterwegs war.

patr interlakenMutter Brigitte und Tochter Saskia Hadorn beim Balltransport (Foto: S.Stucki)

Von der Kehrichtumladestation in Bönigen führte der von Silvia Mätzener und Eveline Jossi wiederum tadellos organisierte Ritt zuerst auf den Sandplatz zum gemeinsamen Gymkhana mit Tor, Ball und buntem Regenschirm. Weiter ging es an den traditionellen Wasserposten am Brienzersee-Ufer. Koffer packen war die dritte Aufgabe und schon führte der Weg hinauf  zum Hotel Regina, wo einigen Reitern buchstäblich die Luft ausging als mit Trinkhalmen federleichte Verpackungs-Chips angesaugt und ausgetauscht werden mussten. Oben am Rugen wartete ein kniffliges Farbenspiel und beim Schiessstand hiess die nächste Aufgabe „Hühner braten“. Doch nicht all zu oft schafften es das grosse Poulet und die kleinen Gummi-Hühnchen direkt in die Pfanne. Eine willkommene Neuerung war der Verpflegungshalt bei Silvia Mätzener’s Restaurant „Brauistübli“. Im lauschigen Gärtli gab es Rüebli für die Pferde und für die hungrigen Reiter heissen Punsch und allerlei zu futtern. Telefonnummern spielten auf dem neuen Reitplatz des Voltige Teams eine zentrale Rolle, Kegel, Bälle und ein Autoreifen als Transportmittel bei der Barriere am Flugplatz. Nicht alle schafften es zum Schluss, sich samt ihren Pferden in der vorgegebenen Zeit einzuzäunen, doch wie bei allen Aufgaben stand auf der spannenden Reise rund um die Metropole Interlaken der Spass und die Freude an der Sache an erster Stelle. Und freuen durften sich bei der anschliessenden Rangverkündigung in der Halle der Milchzentrale nicht nur die Gewinner, denn bei einem so grossen Gabentisch ging kein einziges Teilnehmerpaar leer aus.

Susanne Stucki

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QUERBEET

Reiterbrevetprüfung in Brienzwiler

Von den Absolventinnen des Kurses im Reitsportzentrum Bifing Brienzwiler waren reiterliche Grundkenntnisse im Schritt, Trab und Galopp sowie erste Erfahrungen im Springen bereits vor Beginn des eigentlichen Brevetkurses gefordert.

Unter der Leitung von Christian und Irene Abplanalp als Ausbildner- und Veranstalterin bereiteten sich 13 Prüflinge während rund 2 Monaten intensiv auf die Prüfung vor. Theorie und Praxis wurden geübt und besprochen und bei manchen stieg die Nervosität bereits während der Vorbereitung merklich. Einige Kandidaten verfügen bereits über eigene Pferde. Beim überwiegenden Teil aber kamen zuverlässige Pferde und Ponys des Veranstalters zum Einsatz.

bifingDie Brevetierten: Anikin Abplanalp, Tamara Forster, Salomé Gwerder, Stefanie Heiniger, Yvonne Jeanneret, Nathalie Moser, Sophie Picciotto, Jasmine Reichenbach , Corinne Rüegsegger, Livia Schaad, Robin Scheurer, Nadja Steiner und Tanja von Allmen, mit Richtern und Ausbildnern vom Reitsportzentrum Bifing Brienzwiler (Foto: J. Abplanalp)
Bei der abschliessenden Prüfung zeigten Pferde und Reiter sehr gute Leistungen. Während rund vier Stunden wurden die theoretischen und praktischen Kenntnisse rund ums Pferd sowie die reiterlichen Fähigkeiten geprüft. Die beiden Richterinnen des SPSV Trudy Kauer und Nicole Wittwer konnten unter den Augen vieler Angehöriger und Freunde allen Absolventinnen ein positives Urteil abgeben und diesen die Brevet-Urkunden überreichen.
Die Reiterinnen sind nun bereit um ihr Können auf regionalen Reitplätzen zu zeigen. Nach einer intensiven Lernzeit und einer erfolgreichen Prüfung dürfen sie nun offiziell an Spring- und Dressurkonkurrenzen teilnehmen.

Jrene Abplanalp


Reiterbrevetprüfung bestanden

Der Ausbildungslehrgang war streng und aufwendig. 30 ReiterInnen traten am 16. November zur Reiterbrevetprüfung in der Reithalle Mooshof in Ruswil an und wurden nach erfolgreicher Prüfung mit dem Brevet-Abzeichen belohnt. Weitere 20 KandidatInnen absolvierten in der Reithalle Schüpfheim die Brevetprüfung.

Schon mehr als zwei Jahrzehnte bieten die drei Reitvereine Ruswil, Entlebuch und Sursee alljährlich einen Reiterbrevetlehrgang an. Nebst dem reiterlichen Können, müssen die meist jungen Reiterinnen und Reiter viel Fachwissen im Umgang mit dem Pferd erwerben. Auch die Regeln im Strassenverkehr und zur Unfallverhütung müssen sitzen. Schon die Theorieabende im Mehrzweckraum des Alterswohnheimes Schlossmatt Ruswil mit den 50 Kursteilnehmern waren anspruchsvoll und lehrreich. In den dezentral organisierten Reitstunden in den Reithallen Ruswil, Sursee, Schüpfheim, Lutersarni Entlebuch und auf dem Reitplatz Buholz konnten die Trainer mit ihren Schülerinnen und Schülern die gewünschten Fortschritte erzielen.

brevet ruswilPrüfung bestanden.... Ruswil: Michelle Koller, Cornelia Aregger, Nina Studhalter, Rahel Staffelbach, Lorena Florian, Selina Bisang, Saskia Bohren, Vanessa Bucher, Veronika Bucher, Fabienne Waller, Lara Hild, Antonia Kuckelkorn, Jana Meyer; Entlebuch: Sabrina Alessandri, Seline Riedweg, Tobias Banz, Ines Portmann, Manuela Portmann, Nadja Steiner, Michèle Dietsche, Stefanie Tellenbach, Carmen Tellenbach, Lea Eicher, Leandra Schnider, Jana Zemp, Katja Studer, Julian Bühlmann; Sursee: Jasmine Steiger, Manuela Kaufmann; weitere: Manuela Lischer, Yvonne Fuchs, Corinne Spichiger, Fabienne Möri, Simona Porlazza, Jennifer Plüss, Nina Birrer, H.P. Wigger, Mirjam Colombo, Celine Spörig, Darja Eigenmann, Coralie Peter, Const. Gaugler Steiner, Melissa Steiner, Helena Steiner, Lena Sigrist, Debora Burgherr, Michael Gafner (Foto: M.Holzmann)
Am Sonntag, dem 16. November war es dann soweit. Eine Stunde lang testeten in Ruswil die Richter Christian Liersch, Hansruedi Barmet und Richard Zeder die Kenntnisse der 30 Prüflinge. In der Reithalle Schüpfheim traten weitere 18 Reiterinnen und Reiter zur Prüfung bei Ernst Voegeli, Priska Willi und Angelo  Piffaretti an. Schritt, Trab, Galopp, in der Volte wechseln, Schulterwendungen und das Springen über kleine Hindernisse waren gefragt. Als die letzte Gruppe um 16:00 Uhr zum Prüfungsabschluss gelangte, war schon klar, dass die Reiterinnen und Reiter gute Arbeit geleistet hatten. Die Prüflinge konnten viel theoretisches Wissen und praktisches Können beweisen. Am Abend konnte das Richtergremium fast alle Prüflinge mit dem Brevetausweis ausstatten. Gleichzeitig wiesen  jedoch die Chefrichter darauf hin, dass zwar eine gute Grundausbildungsstufe erreicht ist, die Weiterbildung aber jetzt erst recht weitergehen soll! Auch die Kursleiter Petra und Konrad Erni, Monika Hodel, Markus Holzmann, Christoph Koch und Röbi Portmann blicken gerne auf den  Brevetlehrgang zurück und freuen sich bereits auf die 25. Austragung im kommenden Jahr. Übrigens ist aus kultureller Sicht die Mittagspause im Ankeland Ruswil nicht wegzudenken. Die Kochkünste von Marie Theres Erni sind unschlagbar!  

Markus Holzmann


Erinnerungen aufgefrischt und die Kameradschaft gepflegt

Eine gehaltvolle Messfeier, das Gedenken an verstorbene Kameraden und die Pflege der Geselligkeit bildeten den Inhalt der eindrücklich verlaufenen Tagung der Ehemaligen Drag Schw 22 in Willisau.

Weit über 200 Angehörige der Ehemaligen Drag Schw 22, sowie etliche Gäste fanden sich am Donnerstag, dem 13. November in der Festhalle von Willisau ein, um dieser Tagung, die im Rhythmus von drei Jahren stattfindet, beizuwohnen. Diese wurde durch die Veteranenmusik Willisau unter der Leitung von Hugo Tschopp und dem Dragonerchörli mit Guido Hofstetter an der Spitze musikalisch untermalt. Als Obmann der Tagung fiel Peter Strebel die Aufgabe zu, die Anwesenden willkommen zu heissen, wobei er anfügte: „Vieles hat sich seit der letzten Tagung verändert, sei dies in der Welt oder bei uns Kavalleristen persönlich. Doch unser Gefühl der Zusammengehörigkeit ist geblieben und das soll auch in Zukunft so bleiben“. Als Präsidentin des Stadtrates von Willisau gab Erna Bieri mit bewegten Worten ihrer Freude darüber Ausdruck, dass die Tagung in diesem schönen, historischen Städtchen abgehalten werde. Ebenso sagte sie: „Es ist mir eine Ehre, vor diesem erlauchten Publikum sprechen zu dürfen. Vor Männern, die sich für unser Land eingesetzt und Enormes geleistet haben. Und ich spüre auch, dass ihr heute noch mit Herzblut die damalige Kameradschaft hegt und pflegt“.

Treue Eidgenossen
Vorgängig der weltlichen Feier trafen sich die ehemaligen Kavalleristen in der Pfarrkirche, um an der gehaltvollen Messfeier teilzunehmen, der Pfarrer Willi Hofstetter vorstand. Dieser ging in seinen Predigtworten vor allem auf die treuen Eidgenossen, sprich Pferde ein, die ihre Reiter in allen Situationen zuverlässig begleitet hatten. Dabei betonte er, dass Ross und Reiter stets eine harmonische Einheit gebildet haben. Weiter führte er aus: „Das Tier hat in den Herzen der Kavalleristen einen besonderen Stellenwert eingenommen. Sie waren Freunde und gemeinsam haben sie sich für das Vaterland, für seine Sicherheit und für seinen Frieden eingesetzt. Die Kavalleristen pflegten auch die Solidarität und die Geselligkeit und wir haben uns heute hier versammelt, um die Freundschaft und Kameradschaft die uns verbunden hat zu erneuern“. Ebenso gab er den Anwesenden mit auf den Weg, diese wertvollen Beziehungen auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Als Liturgieverantwortlicher bat Arthur Hodel in den Fürbitten um Segen für die Familien der Kavalleristen und für das Heil der verstorbenen Kameraden. Gleichzeitig charakterisierte er diese Messfeier als den Höhepunkt der Tagung.

drag schwSie genossen die Tagung in vollen Zügen (Foto: H.Rösch)

Ein Akt der Pietät
Anschliessend an diese feierliche Messe begaben sich sämtliche Gäste auf den Friedhof, um in einer würdigen Zeremonie mit Kranzniederlegung der verstorbenen Kameraden zu gedenken. Diese schöne Tradition wurde von Otto Egli als ein Akt der Pietät gegenüber den Heimgegangenen bezeichnet. „Denn gemeinsam haben wir eine intensive Zeit und eine gute Kameradschaft erlebt. Sie haben nun ihr Ziel erreicht und wir wünschen ihnen Frieden an ihrem neuen Ort“.
Die Tagung war geprägt von einer guten Stimmung, von Diskussionen und Gesprächen über vergangene Zeiten. Auch wurden Erinnerungen aufgefrischt, ganz dem Motto des Anlasses entsprechend „Das waren noch Zeiten“. Und so mancher verabschiedete sich nach dem Ende der Feier von seinen ehemaligen Kampfgefährten mit den Worten „Ich hoffe, dass wir uns in drei Jahren wieder hier treffen dürfen“.

Hilda Rösch


Faszination spürbar gemacht

Zuschauer den spannenden und attraktiven Pony Mounted Games beizuwohnen ist schon ein Erlebnis. Schnelligkeit und Präzision auf einem ausgebildeten Pony selber zu fühlen, macht noch viel mehr Spass. Diese Möglichkeit bot sich auf dem Ponyhof in Bätterkinden anlässlich des Ponygames Schnuppertages.
Seit rund 15 Jahren wird diese Teamsportart mit den rasanten Stafettenrennen in der Schweiz ausgeübt. Urs und Astrid Schneider vom Ponyhof Bätterkinden wollen die Pony Mounted Games in der Deutschschweiz noch bekannter machen. „Es macht einfach unglaublich viel Spass, Ponys aller Rassen dürfen mitmachen und das Sozialverhalten der jungen Reiterinnen und Reiter in der Gruppe wird enorm gefördert“, fasst Urs Schneider ein paar Aspekte dieses Mannschaftssports zusammen.

ponygames schnupper Kinder und Ponys haben gleichermassen Spass an den GamesKinder und Ponys haben gleichermassen Spass an den Games (Foto: K.Rohrer)

Für 2015 ist die erste Deutschschweizer-Meisterschaft Ponygames-Paires geplant. Zwischen April und Oktober werden an fünf Sonntagen die vier Qualifikationsläufe und das Finale stattfinden. Die Meisterschaft ist offen für alle Spieler aus der ganzen Schweiz und bietet Startmöglichkeiten in verschiedenen Alterskategorien und Stärkeklassen. Interessierte ReiterInnen konnten sich am Schnuppertag ein Bild der Mounted Pony Games machen und gleich selber in den Sattel steigen. Denn nebst mehreren Vorführungen und Demonstrationen standen ausgebildete Ponys jeglicher Grösse für ein Probereiten zur Verfügung. Trainer Guy Schneider, welcher 2013 erfolgreich an der WM in Neuseeland teilnahm, erklärte den Besuchern, wie die einzelnen Staffetten-Rennen zu reiten sind und gewährte Einblicke in die verschiedenen Spiele. „In England und Frankreich sind die Ponygames eher Männersache, während in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Mädchen aktiv sind“, meint Urs Schneider und ergänzt, dass sich die Pony Mounted Games für ReiterInnen jeden Alters eignen und schon bei kleinen Kindern als spielerische Abwechslung in den Reitunterricht integriert werden können.

Karin Rohrer


Brevetprüfung Ponyhof Bätterkinden

2014-08 Brevet Sommer 2014Brevet Sommer: Chiara Savaris, Rudolf Schatzmann Richter A, Alissa Schneider, Marion Lamberti, Tamara Hari Richter B, Alex Lüthi, Dominique Sigrist, Urs Schneider Ausbilder, Eli Kurth, Lucy Preiswerk, Lisa Marie Brunner, Nadine Neukom, Pascale Marti, Vera Iseli, Samira Arnold, Michelle Geissbühler

 2014-10-19 Brevet Herbst 2014Brevet Herbst: Anna Wegmüller, Lara Keller, Leonora Xhokli, Salomé Moldenhauer, Stefanie Isenschmid, Selin Weber, Carmen Lüthi, Urs Schneider Ausbilder, Alessia Sichi, Jill Widmer, Werner Santmann Richter A, Vanessa Hengartner, Tamara Hari Richter B

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 HINTERGRUND

Interview mit Emilie Stampfli

Du hast die Schweizermeisterschaft der Jungen Reiter gewonnen – hattest du dir einen Medaillenrang erhofft?
Mein Pferd Alessa war echt gut in Form, daher war ich im Vorfeld schon eher guten Mutes. Im Vorraus habe ich mir schon gewünscht, dass ich an der Schweizermeisterschaft eine Medallie holen kann. Dass es dann schlussendlich gerade Gold war, hat mich umso mehr gefreut!

An der Europameisterschaft 2013 der Jungen Reitern gabs Mannschafts-Gold – was für ein Erlebnis war das für dich und was hat es in dir ausgelöst?
Eine Goldmedallie an einer Europameisterschaft ist schon etwas ganz besonderes, es ist ein Erlebnis, das man nie vergisst! Mit einem solchen Erfolg wird einem klar, dass es sich definitif lohnt, hart zu arbeiten und stets sein Bestes zu geben. Erfolge wie dieser motivieren einen dann wiederum umso mehr!

Du kommst aus dem ZKV-Gebiet. Wie kamst du zum Reitsport? Wolltest du schon immer Profireiterin werden?
Da meine beiden Eltern früher bereits geritten sind, bin ich schon ziemlich früh in meiner Kindheit zu Pferden gekommen. Ich war schon immer von diesen Tieren und dem Sport fasziniert. Schon ziemlich bald wurde mir klar, dass ich in Zukunft meine Zeit dem Sport widmen möchte und wenn möglich eine Profikarriere starten.

Du warst letzten Herbst bei Nelson Pessoa – was hast du von diesem Aufenthalt mitgenommen?
Ich konnte während meiner Zeit in Belgien viele neue, nützliche Erfahrungen sammeln, welche mir heute vor allem an den Turnieren und im Training viel weiterhelfen. Vorallem mitgenommen habe ich, dass man an den Turnieren, wenn man schnell reiten will, dennoch immer darauf Acht geben muss, dass man präzise reitet und nicht hastet.

Diesen Sommer wurdest du in die Young Rider Academy aufgenommen und darfst sechs Monate bei Kevin Staut verbringen – was erhoffst du dir davon?
Ich erhoffe mir, dass ich so viel wie möglich von dieser Zeit profitieren kann. Ich würde gerne viele neue Sachen lernen und mich verbessern, damit ich mich weiterentwickeln und steigern kann. Es gibt immer Dinge, welche man verbessern kann. Nur so kommt man weiter!

Du bist nun seit rund einem Monat in Frankreich. Wurden deine Erwartungen erfüllt / inwiefern hast du schon profitiert?
Ich verbringe hier meine Zeit auf einer wunderschönen Anlage in der Nähe von Deauville in der Normandie. Obwohl ich noch nicht so lange hier bin, finde ich, dass ich schon ziemlich viel gelernt habe. Kevin nimmt sich unheimlich viel Zeit, um mit mir zu arbeiten, obwohl er jeweils die halbe Woche auf Turnier ist. Von dem her wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt!

Was ist neu / anders als du es dir gewohnt bist?
Das grundlegende, was anders ist, ist ja schon mal die Sprache. So kann ich neben dem Reiten auch noch mein Französisch verbessern. Der Trainingsstyl von Kevin ist sonst eigentlich recht ähnlich wie der von meiner Trainerin Heidi Hauri.

emilie

Was war das einprägendste Erlebnis bisher?
Mein einprägendstes Erlebnis war eigentlich gerade am Anfang, wo noch alles neu war. Da wusste ich noch nicht so genau, wie das Training und alles sein wird. Ich war extrem gespannt wie das alles ablaufen wird!

Wie sieht „ein Arbeitstag mit Kevin Staut“ aus?
Ich gehe am Morgen in den Stall und arbeite dann mit Kevin meine Pferde, falls er nicht gerade auf Turnier ist, sonst arbeite ich meine Pferde alleine. Meistens kann ich dann noch ein bis zwei Pferde von Kevin reiten.

Was hast du dir für den CSI Genf vorgenommen?
In Genf möchte ich mein Bestes geben und möglichst gute Resultate erzielen. Ich freue ich darauf, mich den neuen Herausforderungen der sicherlich schweren Parcours zu stellen! Ich möchte gerne so viel wie möglich von dieser tollen Chance, in Genf reiten zu dürfen, profitieren.

Was gefällt dir am Profireitsport / was weniger?
Mir gefällt vorallem die Zusammenarbeit mit den Pferden. Wenn man stets hart arbeitet und sein Bestes gibt, macht sich das dann durch gute Resultate bezahlt. Je mehr Zeit man investiert, was einem ja bei einer Profikarriere möglich ist, desto mehr versteht man die Pferde und kann auf sie eingehen und sich so als Team immer mehr steigern.

Was würdest du ändern im Springsport in der Schweiz/international?
Ich finde, dass es nicht so einfach ist, in diesem Sport auf dem Niveau der Elite Fuss zu fassen. Es ist nicht so einfach an die besseren Turniere zu kommen, da vorallem die Weltrangliste massgebend ist. An den ‹kleineren› Turnieren kann man viel weniger Punkte sammeln und kann so nur langsam auf der Liste nach vorne kommen, was wiederum bedeutet, dass es nicht einfach ist, an den guten Turnieren an den Start zu gehen.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Es wäre mein Traum, wenn ich in 10 Jahren auf internationaler Ebene an der Weltspitzte mitreiten könnte!

Tamara Acklin

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November 2014

übersicht

 SPRINGEN  CS Holziken
 DRESSUR  VSCR-Final
 FAHREN

 Fahrturnier Rothenburg
 Fahrturnier Rohrimoos
 Fahrturnier Lüsslingen

FREIZEITREITEN 

 Patrouillenritt Seftigen
 Patrouillenritt Interlaken
 Patrouillenritt Sursee
 Patrouillenritt Willisau
 Patrouillenritt Holziken

 QUERBEET

 Shetlandpony-Rassenschau Balsthal
 VM RV Oberhasli Brienz
 VM RV Amt ERlach
 SM Shetlandponys
 Cup-Final SVPK
 Ponymountedgames

 VERBAND

 ZKV- Weekend
 B3-SM Concours Complet
 R-SM Dressur
 Spring-Trophy-Final

springen

Gelungener Auftakt zur Indoor-Saison

Das Hallenspringen des Kavallerievereins Schöftland und Umgebung bot von Freitag bis Sonntag 14 stark besetzte Prüfungen, mit spannenden Parcours und hoher Leistungsdichte. Die R/N120-Hauptprüfung gewann Catalina Heiniger mit Papillon d’Or.

NL cs holziken AntonClavadetscherTopShotMit vollem Körpereinsatz zu zwei Top-Klassierungen: Anton Clavadetscher mit Top Shot im R/N120 (Foto: R.Müller)

Zwei sportliche Höhepunkte standen sogleich zum Turnierauftakt am Freitagabend auf dem Programm. Das frühe Einbrechen der Dunkelheit behagte nicht allen Paaren. Draussen, bei Flutlicht auf dem Sandplatz anzureiten und dann den Parcours in der hell beleuchteten Reithalle zu absolvieren, erfordert viel Routine von Reiter und Pferd. Im R/N115 galoppierte Aline Charmillot mit Patricius II zum Sieg. Der braune CH-Wallach steht im Besitz der Bottenwilerin Pia Basler, die mit Calistos La Paz ebenfalls am Start war und im R/N120 als 15. eine Klassierung erreichte.

Diese Prüfung wurde in einem Stechen entschieden, wofür sich zehn Paare mit einer Blankorunde qualifizierten. Catalina Heiniger gelang mit der schicken Westfalenstute Papillon d’Or der mit Abstand schnellste fehlerfreie Ritt. Die erfahrene Reiterin aus dem Fricktal glänzte auch im R/N115 vom Samstagmit dem zweiten Rang auf Stalino, knapp hinter der Siegerin Laura Elena Geiger , die mit dem braunen Westfalen Lou einen Tick schneller im Ziel war und zuvor bereits das R/N110 für sich entschieden hatte.
Nebst den zehn Prüfungen für Reiter mit regionaler und nationaler Lizenz hatten auch die Springsport-Einsteiger in vier Prüfungen über Hindernisse von 80 bis 85 Zentimetern Gelegenheit, sich im Parcours zu messen. Der Kavallerieverein Schöftland und Umgebung erwies sich unter der Leitung von OK-Präsidentin Nadine Maurer  als gewiefter Organisator des traditionellen Holziker Springturniers.

Ruth Müller

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Dressur

Graf im VSCR-S-Cup, Ngovan im Grand Prix

Beim Dressurfinale des Verbands Schweizer Concoursreiter, der zum fünften Mal in Serie in der Aarauer Schachen-Reithalle über die Bühne ging, siegte Markus Graf mit Sueno im S-Cup. Die sechs VSCR-Cup-Kategorien wurden vom Final des Swiss Junior-Cups sowie dem von Gilles Ngovan mit Satchmo M gewonnenen Grand Prix umrahmt.

Jedes Jahr ist das VSCR-Finale ein Höhepunkt in der Turnieragenda der Dressurreiter. Zur Teilnahme in Aarau berechtigt waren die besten 15 Paare der Zwischenwertung nach den Qualifikationsprüfungen. Die beim Finale erhaltenen Punkte zählten doppelt, was in der Jahreswertung Positionsverschiebungen zur Folge hatte. Die Ehrung der erfolgreichsten Cup-Reiter erfolgt am 22. November beim VSCR Riders Evening im Hotel Seerose, Meisterschwanden, welche diesmal unter dem spektakulären Motto „Casino Royale“ steht. Die VSCR-Sektion Dressur führt die gut dotierten Jahreswertungen in den Kategorien L, M und S seit drei Jahrzehnten durch.

vscr GeissmannVeltheimEmpireGewinner des VSCR-S-Cups: Hansruedi Geissmann mit Empire (Foto: R.Müller)
Auf den Stufen M und S konnten die Dressurcracks jeweils eine von Musikbegleitete Kür vortragen. Dies bot Raum für Kreativität und eine Plattform, um die Stärken des Paares zu betonen. In der Intermédiaire-Kür erreichte ein in Aarau stets sieggewohnter Reiter die Bestnote: Mit 72.083 Prozentpunkten gewann Markus Graf auf dem mächtigen Dunkelfuchs Sueno II die VSCR-Hauptprüfung. Der neunjährige Baden-Württemberger meisterte die schwierig gestaltete Kür bravourös und steht vor dem Aufstieg in die grosse S-Tour. Auf den zweiten Rang ritt Myriam Silberer mit dem leichtfüssigen Rappen Fuerst Dimby (71.292%). Knapp dahinter mit 71.000% reihte sich Corinne Sélébam Alt auf dem Bayernhengst Lord Sinclair III ein. Der überlegene Sieg in der S-Gesamtwertung holte sich der in Aarau sechstklassierte Veltheimer Hansruedi Geissmann mit dem elegant auftretenden Holsteiner-Schimmel Empire IX.
Den glanzvollen Abschluss des Dressurfestivals bildete der Grand Prix am Sonntagnachmittag. Gilles Ngovan gewann mit Satchmo M (67.07%) vor Hansruedi Geissmann mit Like a Prayer. (66.47%). Das OK-Team rund um Präsident Christian Härdi erwies sich als gewiefter Organisator dieses dressursportlichen Grossanlasses. Ob das Finale in Aarau eine Zukunft hat, darüber ist sich der Leiter der VSCR-Sektion Dressur unschlüssig. Die Starterfelder waren kleiner als auch schon. Und die Pony-Kür musste aufgrund zu geringer Nennungen abgesagt werden. „Nach fünf Jahren täte vielleicht frischer Wind gut. Ich erwäge, für das Finale einen neuen Austragungsort zu suchen“, so Härdi.

Ruth Müller

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fahren

Eine Kutschensammlung ging auf Reisen

Am Traditionsturnier in Rothenburg wurde Franz Knüsels Traum Wirklichkeit. Hinter der Stilikone Daniel Würgler platzierten sich zwei Sportfahrer mit Kutschen aus seiner Sammlung auf den weiteren Plätzen. Während des Turniers herrschte in seiner Sammlung im Zeughaus Böltschi Tag der offenen Türe. 14 seiner wertvollen Kutschen wurden eingespannt und die dadurch freigewordene Fläche im ehemaligen Zeughaus als Festwirtschaft genutzt.

sempach Marcel LuderMarcel Luder mit einem Omnibus von Franz Knüsel (Foto: W.Schönenberger)
Die Fahrgruppe Innerschweiz organisierte unter der Führung von Franz Knüsel erstmals ein Traditionsturnier in Rothenburg. Der zweitägige Anlass begann mit einem Corso von Rothenburg über Kirchbühl ins Städtchen Sempach und zurück. Die historische Altstadt bot eine ideale Kulisse für die nostalgischen Gespanne. Eine Kolonne von 45 Kutschen, denen jeweils von einem bis zu sechs Pferden vorgespannt waren, versetzte die Besu-cher in eine Zeit wie vor hundert Jahren. Nicht nur das Auge war fasziniert, auch die Erklärungen der Experten in der Altstadt waren interessant. Acht Juroren aus Sammlerkreisen zeichneten in Sempach zudem die schönsten Gespanne aus: Bei den Vierspännern brillierte Daniel Würgler mit einer imposanten Coach, bei den Tandems Heinz Wohlgemuth mit einem Rallye-Cart, bei den Zweispännern Guido Bernasconi mit einem Phaeton und bei den Einspännern Silvio Moor mit einer Chaise.

Distanz- und Traditionsfahrt
Am Sonntagmorgen startete das Traditionsturnier mit der Präsentation. Pferde, Geschirre, Kutschen und der Gesamteindruck der Gespanne wurde von Stilrichtern bewertet. An-schliessend starteten die Teilnehmer auf die 15 Kilometer lange Geländestrecke. Unterwegs warteten fünf Hindernisse, die früher jeder Kutscher im Alltag zu bewältigen hatte. Die Stre-cken um Rothenburg wurden von den Fahrern als wunderschön und anspruchsvoll für die Pferde beurteilt. Zum Schluss massen sich alle Gespanne noch im Hindernisfahren. In der Hauptprüfung gewann in der Kategorie der Einspänner Geri Würsch vor dem Präsidenten der Schweizerischen Gesellschaft für Fahrkultur Heiner Staub. Bei den Zweispännern waren kei-ne Fahrer aus dem ZKV-Gebiet ganz vorne rangiert. Ein weiteres Glanzresultat erreichte der junge Marcel Luder bei den Vierspännern.

Holzrückewettkampf
In Rothenburg nutzten die Holzrücker ihre Chance, auf dem gleichen Platz mit Traditionsfahrern ihren Wettkampf in drei Kategorien austragen zu können. Der Holzrückewettkampf war als Qualifikationsprüfung für Sport und Freizeit der Freiberger- und Haflingerpferde ausgeschrieben.
Überraschend viele Teilnehmer massen sich in einen Parcours mit acht Hindernissen. 50 Pferde der Rassen Freiberger, Haflinger und Shetlandponys zogen an diesem Tag den Holzstamm über die Wiese, über das Wasser und über herumliegende Baumstämme. Nicht nur die Pferde waren sehr unterschiedlich, auch die Geschirre waren sehr vielfältig. Mit Fuhr-, Bündner- und Brustblattgeschirren war so alles anzutreffen, was am Wagen auch zum Ein-satz kommt.
Als einziger erreichte an diesem Tag Bruno Emmenegger in der M-Stufe mit seiner zehnjährigen Freiberger Fuchs Stute Luna die Maximal-Punktzahl. Franziska Gloor, die Beste in der Stufe L Ponys, freute sich über einen Doppelsieg ihrer Stehlend-Ponys. Ebenfalls fast fehlerfrei und in einer schnellen Zeit absolvierte Sieger Peter Nussbaumer in der Stufe L mit seinem Freiberger Fuchs Wallach Nico den Parcours.

Werner Schönenberger


Postenfahrt Rohrimoos 2014 - für Gross und Klein

Zum ersten Mal wurde im Rohrimoos im Berner Oberland eine Postenfahrt durchgeführt. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen 27 Gespanne die rund zehn Kilometer Geländestrecke und die sechs Geschicklichkeitsposten unter die Räder.

Die 13 Pony- und die 14 Pferdegespanne mussten unter anderem Distanzen und Gewichte einschätzen, wilde (Plüsch-)Tiere im Wald erkennen und sich später an diese erinnern, Hufschmiedewerkzeug benennen, Hufeisen werfen und vieles mehr. Der Höhepunkt stellte ein ,,Max der Dachs‘‘ Töggeliparcours mit Strassenverkehrshindernissen dar. Dabei musste der Fahrer einen Töggeliparcours absolvieren, der Beifahrer hatte in dieser Zeit hinten auf dem Wagen Zeit einen Fragebogen zu Versicherungen rund ums Pferd zu beantworten.
Unter den 27 Startenden waren sowohl geübte Turnierfahrer, wie auch Newcomer anzutreffen. Viele absolvierten die Strecke nicht nur zu zweit, sondern brachten die ganze Familie mit. Die Atmosphäre war sehr freundschaftlich und kollegial. An den Start gingen sowohl kleine Minishettys, als auch tonnenschwere Percherons. Alle Gespanne kamen unfallfrei und zufrieden im Ziel an.

rohrimoosDas kleinste und das grösste Gespann... (Foto: T.Wülser)
Dank der vielen, grosszügigen Sponsoren konnte jedem Fahrer eine Stallplakette und ein schöner Naturalpreis übergeben werden. Die weisse Schleife bei den Pferden ergatterte sich Amanda Bäriswyl mit der Friesenstute Kjara, . sie Sie erzielten 499 von 600 möglichen Punkten. Im zweiten Rang klassierte sich Beat Limacher, dicht gefolgt von Hans Bieri im dritten Rang, Nadine Beyeler im vierten und Heinz Jehle im fünften Rang.  Bei den Ponys ging die weisse schleife an Suzanne Felzen mit ihren beiden Haflingern, . Sie  siegte überlegen mit 515 Punkten. Im zweiten Rang klassierte sich Anna Salzmann, gefolgt von Sandra Nussbaum, Brigitte Schürch und Beatrice Nöthiger.

Tamara Wülser


traditionelles Fahrturnier Lüsslingen

Der Fahrverein Nennigkofen-Lüsslingen veranstaltete am 4. und 5. Oktober wiederum sein traditionelles Fahrturnier. Nachdem wir letztes Jahr kein Turnier durchführen konnten, da wir kein Land bekamen, durften wir 2014 ein tolles Turnier bei wunderschönem Herbstwetter erleben. In diesem Jahr haben sich 87 Gespanne zum Start angemeldet. Der neue Turnierplatz im Aarefeld hat sich bestens bewährt. Am Samstagnachmittag wurden zuerst zwei Einsteiger-Prüfungen im „Hindernisfahren“ durchgeführt. Es waren nur Ein– und Zweispänner zugelassen, die noch nie im ersten Rang waren. Danach fand noch ein Hindernisfahren für Pony-Ein- und Zweispänner statt.

lüsslingenDer Präsident des Tandem-Clubs Schweiz, Heinz Wohlgemuth (Foto: Daniel von Burg)
Am Sonntag um 8:00 Uhr wurde zum Hindernisfahren, zuerst für Einspänner und danach für Zweispänner gestartet. In der Mittagspause gab es eine tolle Hundevorführung. Nach dem Mittagessen konnten vier Tandems zum Hindernisfahren starten, welcheeine schöne Vorstellung zum Besten gaben und viele staunten wie jeweils das Vorpferd auf die Stimme des Kutschers hörte.  
Danach fand noch ein Derby statt, zuerst wiederum für Einspänner und danach für Zweispänner. Um 17:30 Uhr, genau nach Programm, konnte die letzte Rangverkündigung bespannt durchgeführt werden. Wir waren glücklich, dass wir wieder ein tolles und unfallfreies Turnier durchführen durften. Bei jeder Prüfung konnten die Teilnehmer jeweils eine Plakette und einen Preis mit nach Hause nehmen. Unseren Sponsoren und den vielen Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Speziell möchten wir uns bei der Familie von Walter Rufer dafür bedanken, dass wir dieses Turnier auf ihrem Grundstück durchführen durften. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr, am 3. + 4. Oktober, wieder genauso viele Teilnehmer und vor allem Zuschauer begrüssen dürfen.

René Heiniger

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freizeitreiten

Wetter - das Thema am Patrouillenritt Seftigen

„Wetter“ – das Thema des Jahres 2014 war auch dasjenige des 22. Patrouillenritts des RV Seftigen.

Eigentlich war ja Sonne angesagt am 26. Oktober 2014 – aber der Hochnebel wollte und wollte sich nicht lichten. Typisch für 2014, haben sich die über 100 Patrouillen sicher gedacht, die den 22. Patrouillenritt des RV Seftigen im idyllischen Reitgebiet rund um Kirchdorf – Kiesen – Wichtrach unter die Hufe genommen haben.
Gleich zu Beginn durften sie aber eine Sonne zum Strahlen bringen, sofern es denn die Pferde zuliessen, dass die goldenen Bänder strahlenmässig aufgehängt werden konnten. Dann galt es, den gefundenen Goldklumpen zusammen und hoch zu Ross durch den Regenbogen–Bänderwald zu tragen, um sich beim nächsten Posten als Wetterfrosch zu betätigen. Aber Achtung, nur wer das Wetter und die Himmelsrichtungen erkannt hat, durfte den Wetterfrosch mittels Seilzug die Leiter hochsteigen lassen. Natürlich durften auch Blitz, Donner und sogar Hagel nicht fehlen: Nicht jedes Pferd fand das donnernde Fass, oder das Zusammenwischen der Hagelkörner sympathisch. Wer erkennt die verschiedenen Wolkenformen und kann sie auch noch passend aufhängen? Beides schien für Reiter oder Pferd nicht ganz einfach zu sein. Passend zum heutigen Tag galt der nächste Posten dem Thema „Staffellauf durch den Nebel“, bevor die letzten und ausschlaggebenden Punkte beim Frageposten rund um das Wetter gesammelt werden konnten.

seftigen Patrouillenritt-2014-Posten-4Action am Posten 4 (Foto: Christoph Stucki)
Am meisten Punkte holten sich die Patrouille Eveline und Stefan Baumann vor Melanie Rufener und Bettina Beutler und dem langjährig erfolgreichen Team Dora Jäggi und René Locher.
Der Dank des RV Seftigen geht an unsere treuen und zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Patrouillenritts sowie an die vielen Helferinnen und Helfer, die sich wieder einmal bei der Gestaltung der einzelnen Posten übertroffen haben.

Sabine von Steiger


Patrouillenritt KRVI Interlaken

Bei schönstem Herbstwetter konnte am 19. Oktober 2014 der Patrouillenritt des Kavallerie-Reitvereins Interlaken durchgeführt werden.

65 Patrouillen fanden sich im Start auf dem Flugplatz Interlaken ein und so begaben sich nach und nach 130 Pferde mit ihren Reiterinnen und Reitern auf die gekennzeichnete Strecke.
Zum Thema „Märli“ wurden an neun Posten Aufgaben gestellt, die zu Pferd gelöst werden mussten. Wer aktuell grad keine kleinen Kinder hat, seine Hausaufgaben nicht gemacht und Grimm’s Märchen  zu Hause kurz durchgeblättert hat, musste schon tief in der Gedächtniskiste wühlen. Hat die Ziege gelogen oder nicht? Wo kam der Knüppel aus dem Sack? Und wie ging das nun mit der Frau Holle genau?
Die Postenleute haben zu den verschiedenen Geschichten wunderbar einfallsreiche, aufwändig  dekorierte und anspruchsvolle Aufgaben erschaffen – beim Tischlein deck Dich gab’s sogar zwei selbstgenähte, lebensgrosse Ziegen! Es hatten alle eine grosse Freude und viel Spass.

interlaken Livia Reinle mit Belle Fleur und Giulia Zehnder mit Nero MailLivia Reinle mit Belle Fleur und Giulia Zehnder mit Nero Mail (Foto: C.Blatter)
Gleich zwei Patrouillen erreichten die beste Punktzahl, so dass die Schätzfrage entschied: Das Märchenbuch wog genau 1,4 kg. Besser geschätzt und somit den ersten Rang erzielt hatten Veronika Schmid aus Bern mit Flash’s Carmela Dealegria und Melanie Hiltbrunner aus Bern mit Europa. Zweite wurden Melanie Brunner aus Wasen mit Rimmersgard Kiara und Lucienne Boutellier aus Wisen mit Gümpel. Auf dem dritten Rang sind Stefan und Eveline Baumann mit Mona und Krümmel.

Christine Blatter


patrouillenritt sursee

Auch dieses Jahr hatte der Reitverein Region Sursee für den Patrouillenritt am Sonntag dem 19. Oktober 2014 ein volles Feld.

37 Paare starteten bei prächtigem Herbstwetter auf die rund 15 km lange Strecke und lösten an sieben Posten schwierige und auch weniger schwierige Aufgaben. Gesund und fröhlich versammelten sie sich dann am Abend zu Rangverkündigung & Preisverleihung und nahmen dankend die vielen tollen Preise entgegen, welche eine Reihe von Sponsoren gestiftet hatten. Allen Firmen, welche Preise gestiftet haben gilt ein grosses Dankeschön, ebenso den Bauern der Gegend, welche den Weg durch ihr Gebiet freigaben und auch mithalfen, das Ereignis für alle Teilnehmer angenehm und erfolgreich zu gestalten.

sursee IMG 6488-001Punkte sammeln an sieben Posten (Foto: P.Kunzmann)

Das OK dankt auch allen Helfern, welche ihre Zeit hergaben um die Teilnehmer zu betreuen. Nach dem Patrouillenritt ist natürlich vor dem nächsten Patrouillenritt, der in einem Jahr stattfinden wird. Tschüss und bis bald!       

Peter Kunzmann


Willisauer Ringli für die Reiter

Knapp 70 Zweierteams erkundeten die Gegend rund um Willisau beim 22. Patrouillenritt des Pferdezucht- & Pferdesportvereins Willisau. Auf einer Strecke von rund 15 Kilometern absolvierten die Reiterpaare sieben Posten, wo Gelassenheit, Geschicklichkeit und Teamwork mit Punkten belohnt wurden.

Dieses Jahr durften die ReiterInnen einen trockenen, teilweise von Sonnenschein begleiteten Patrouillenritt in Angriff nehmen, nachdem es letztes Jahr nicht ohne Regen-Tenu ging. Die Startplätze sind beliebt beim mit viel Liebe zum Detail organisierten Ritt. Nicht zuletzt dank des Gabentisches, auf welchem nebst den Stallplaketten gluschtige Sachen platziert waren. Die ersten 20 Patrouillen bekamen der Rangverkündigung einen Fleischpreis und die restlichen Teilnehmer die traditionellen Willisauer Ringli. Die bräunlichen, ringförmigen Guetzli aus Mehl, Zucker, Honig und Gewürzen sind weitum bekannt mit ihrem charakterlichen harten Teig und dem typischen Zitronen-Honig-Geschmack.

willisau Tanja Müller aus Ebersecken mit CH Warmblut ChiccoTanja Müller mit Chicco (Foto: K.Rohrer)

Gleich der erste Posten war schon eine ziemlich knifflige Angelegenheit. Jeder Reiter musste mit einem speziellen Besen einen Ball über Holzladen hoch und runter dirigieren, welche nur auf einer Seite einen kleinen Rand hatten. Eine ganz ruhige Reiterhand war hier unabdingbar und nur wenige Starter brachten den Ball ohne Unterbruch bis an sein Ziel. Auch das „Schnürli ziehen“ entpuppte sich zu einer Herausforderung für die Teilnehmer. Natürlich war Teamwork gefragt am Patrouillenritt; so wurden Hufeisen an eine Schnur gehängt, welche dann gemeinsam transportiert und an einer Dachlatte aufgehängt werden sollten. Bälle einsammeln und Pfeile schiessen beim Verpflegungsposten gehörten zu den Aufgaben und eine grosse Portion Gespür beim Balanceakt auf Petflaschen. Zum Schluss musste der Reiter, das Pferd an der Hand führend, über ein Cavaletti balancieren, dabei ein Tablett mit Wasserbechern tragen und schlussendlich das Wasser in einen Krug schütten.

Karin Rohrer


Mit Teamwork über Stock und Stein

Bei der sechsten Auflage des Holziker Patrouillenritts gingen am Sonntag 69 Zweierteams auf die mit vielseitigen Posten gespickte Rundstrecke.

Postenchefin Vreni Leuenberger liess sich erneut einiges einfallen, um die Zwei- und Vierbeiner zu fordern. Ausgangspunkt und Ziel des rund dreistündigen Geländeritts war die Reithalle des organisierenden Kavallerievereins Schöftland und Umgebung. Jeweils zwei Reiter und ihre Pferde bildeten ein Team. Sie starteten im Fünfminutentakt ins Gelände rund um Holziken und kehrten via Schorüti wieder zurück. Unterwegs war   Spass, Sport und Spiel angesagt – vereint mit der Mission, möglichst viele Punkte an den Posten zu sammeln.

HolzikenGelŠnderittGeschick und Vertrauen: Beim Holziker Geländeritt gaben 69 Zweiterteams ihr Bestes (Foto: R.Müller)
Ob beim kniffligen Murmelspiel, dem Hantieren mit dem scheppernden Büchsensack oder dem gemeinsamen Balltransport – es galt überall viel Geschick und gutes Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd an den Tag zu legen. Zahlreiche „Patrouillenritt-Profis“ aus weiten Teilen der Schweiz waren am Start. Die meisten Reiter stammten jedoch aus der nahen und ferneren Region.
Mit 226 Punkten erreichte das aus dem Bernischen angereiste Duo Olavia Bachofner mit Irco-Gentano und Cindy Gebs mit Little Joe das beste Gesamtergebnis. Nur drei Zähler weniger hatten im Ziel Claudia Ruf mit Dyamant und Sandra Gerber mit Nikita auf dem Konto. Im dritten Rang klassierten sich die in Holziken immer erfolgreich reitenden Patricia und Nadja Patriarca aus dem aargauischen Widen. Sie führten mit den Pferden Goldway Sonny und Troll ihre besondere Holziker Serie fort. Nachdem sie bei den ersten beiden Austragungen den dritten Rang, danach einen Sieg, vorletztes Jahr den zweiten Platz und letztes Jahr wiederum den Sieg erreicht hatten, gab es am Sonntag erneut einen Podestplatz. Alle Teilnehmer erhielten nach dem Ritt schöne Belohnungen: Plaketten, Flots und Naturalpreise vom reich bestückten Gabentisch.

Ruth Müller

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Querbeet

Ponys präsentierten sich im besten Licht

In Balsthal bot die 22. Shetlandpony-Rassenschau guten Einblick in die erfolgreiche Zuchtarbeit des Schweizerischen Verbands für Ponys und Kleinpferde. Vielseitig präsentierten sich die Ponys zudem beim Sporttag in Dressur, Springen und Bodenarbeit.

Auf dem nun immens grossen Sandplatz bei der Reithalle Moos tummelten sich herausgeputzte Ponys. Die Palette umfasste vom winzigen, drei Wochen jungen Minishetty-Fohlen bis zum lackschwarzen Fellpony-Hengst viele Grössen, Farben und Altersgruppen. In acht Schauklassen kürten die Richter die schönsten Tiere. Alle Klassensieger durften zum Abschluss gemeinsam in den Ring, als der begehrte Titel „Best in Show“ vergeben wurde. Als Siegerin ging die achtjährige Falbscheckstute Selina Schueracher hervor. Die 84 Zentimeter kleine Schönheit steht im Besitz von Jessica Müller. Bei der Gastrassen-Klasse schwang das braune CH-Sportpony Nala’s Nikita von Verena Heid obenaus. Die dreijährige Stute gefiel mit Schick und Korrektheit. Für 2015 hat OK-Präsidentin Vreni Müller, die mit ihrem eingespielten Team einen gefreuten Anlass bot, gute Neuigkeiten: „Das Highlight der Schweizer Ponyzucht, die 25. Nationale Ponyschau, findet im kommenden Jahr wieder in Balsthal statt.“

svpk balsthal LindaWalterRamiswilSi24385Linda Walter siegte mit Kerswell Sorcerer im Springen an der Hand (Foto: R.Müller)

Geschichten schrieb auch der Pony-Sporttag. In der Dressur am langen Zügel siegte Maya Siebenmann mit Picardijn’s Dumberlijn auf Stufe 2 und Marisa Vetsch mit demselben Pony auf Stufe 1. In der Bodenarbeit wiederholte in der mit 23 Startern gut besetzten Hauptkategorie für Erwachsene die Bielerin Anastasia Stettler mit der braven Shettystute Jenny v. Hasenmoos ihren Vorjahressieg. Action bot das Springen an der Hand für Shetlandponys. Mit 60 Zentimetern schaffte Linda Walter mit dem im Besitz von Vreni Müller stehenden Hengst Kerswell Sorcerer die beste Höhe. Dieselbe Hindernishöhe übersprang in der Kinder-Kategorie der aus Derendingen stammende Simon Baumgartner mit dem erfahrenen Hengst Fairy vd Lindenhof.

Ruth Müller


Anspruchsvolle Prüfungen für Pferd und Reiter

Der Reitverein Oberhasli-Brienz organisierte den Vereins-Sonntag im Reitgärtli Unterheid.

Dank grosszügiger Spenden, Preissponsoren und Startgeldern konnte der RVOB (Reitverein Oberhasli-Brienz) einen toll organisierten Vereins-Plausch-Sonntag ausrichten. Viele Reiter aus dem Oberhasli und Brienz, aber auch die Mitglieder des Reitvereins Interlaken und weitere Gäste wurden eingeladen und nahmen mit ihren Pferden teil.

Anspruchsvolle Aufgaben
Am Vormittag fand die Bodenarbeitsprüfung statt. Den Parcours haben Nicole Schneiter und Andrea Garo gestaltet. Der Parcours erforderte viel Geschick und Vertrauen von Führperson und Pferd. Das Überschreiten einer Wippe oder das Besprühen des Pferdes waren nur zwei der mehreren Anspruchsvollen Aufgaben.

oberhasli 1. Rang Bodenarbeit Sara Oliveira mit Farouk1. Rang Bodenarbeit: Sara Oliveira mit Farouk (Foto: S.Blatter)

Gelungene Organisation
Den Abschluss des gelungenen Vereins-Plausch-Sonntags bildete das Gymkhana am Nachmittag. Dieser Parcours wurde von mehreren Mitgliedern des RVOB gestaltet und aufgebaut. Auch diese Prüfung verlangte ein grosses Vertrauen in seine Bezugsperson.
Den ganzen Sonntag verbrachten die Reiter und ihre Familien bei schönstem Wetter im Reitgärtli Unterheid. Präsident Hanspeter Trauffer und Kassierin Sabrina Dütsch-Trauffer organisierten die Festwirtschaft, die für jeden Geschmack etwas bereithielt. Die Mitglieder des RVOB halfen tüchtig mit und ermöglichten so die gelungene Durchführung des Vereins-Sonntags.

Susanne Blatter


Frauenpower an der Spitze

In einer nervenkitzelnden Schlussrunde erkämpfte sich Jasmina Nemet den Titel zur Vereinsmeisterin 2014.

Auch dieses Jahr konnte die Vereinsmeisterschaft des Reitvereins Amt Erlach auf der Anlage der Familie Tribolet, bei strahlend blauem Himmel, in Tschugg durchgeführt werden.
Am 5. Oktober 2014 versammelten sich zahlreiche Pferdesportbegeisterte in Tschugg, um die Austragungen des traditionellen Schlussspringens des Reitvereins Amt Erlach mitzuverfolgen.
Die Einlaufprüfung konnte die Gastreiterin Monika Steiner auf «Quarter Boy CH», für sich entscheiden. Die RAE Mitglieder Hansjörg Berner und der letztjährige Juniorenmeister Merlin Berner, blieben ihr dicht auf den Versen und sicherten sich den 2. und 3. Rang. Anschliessend wurden die Karten neu gemischt und der Parcours für die Austragung der Vereins- & Juniorenmeisterschaft umgestellt.

vm amt erlach Jasmina Nemet und Julia Stauffer Jasmina Nemet und Julia Stauffer (Fotos: C.Lüthi)
In den Stufen 0, I und II kämpften die Vereinsmitglieder um den begehrten Titel des Vereins- oder Juniorenmeisters und die GastreiterInnen um die besten Klassierungen.
Wie jedes Jahr wird Nachwuchsförderung beim Reitverein Amt Erlach gross geschrieben. Tabea Berner, jüngste Starterin und Vereinsmitglied, sicherte sich mit der Stute «Royal Jane B» den 18. Rang und begeisterte das Publikum mit ihrem Können.
Nach dem spektakulären Stechen und einer Ladung geballter Frauenpower, sicherten sich Jasmina Nemet auf der Stute «Ileika du Vanel» den Titel der Vereinsmeisterin 2014 und Julia Stauffer auf der Stute «Espania II» den Titel der Juniorenmeisterin 2014.

Cindy Lüthi


Kleine Shettys als grosse Sportler

14 Schweizermeister in sieben Disziplinen wurden am Sporttag des Schweizerischen Shetlandpony-Verbands erkoren. Ob geritten, gefahren oder geführt – die Shettys bewiesen in Hettiswil ihre Vielseitigkeit und liefen zu Höchstleistungen auf.

Aus weiten Teilen der Schweiz lockte das traditionsreiche Turnier des Schweizerischen Shetlandpony-Verbands Teilnehmer und Publikum ins ländlich idyllische Hettiswil bei Burgdorf. Der beliebte Sporttag zählte zur verbandsinternen Schweizer Meisterschaft. Die Champions wurden aufgrund der Kombinationswertung mit dem am 18. Mai in Deitingen stattgefundenen Hallensportturnier ermittelt. Jene Pony-Mensch-Paare, die mit ihren beiden Ergebnissen in den Disziplinen Arbeitsparcours, Geschicklichkeitsreiten, Dressur und Springen am langen Zügel, Hindernisfahren, Punktefahren und Rundholzziehen die niedrigste Rangpunktzahl aufwiesen, wurden auf der „Husmatte“ mit dem begehrten Titel ausgezeichnet.

SSPVHolzrŸckenSiegte im geführten Rundholzziehen: Nadja Joder mit Bolero (Foto: R.Müller)

Nach einem langen, anstrengenden Tag bei – entgegen der Prognosen – wunderschönem Spätsommerwetter waren sich alle einig: Shetlandponys sind ideale Freizeitpartner für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit ihnen kann man Spass haben, viel lernen und seriös arbeiten. Dies bewiesen die guten Leistungen von Zwei- und Vierbeinern in einer grossen Bandbreite verschiedenster Kategorien und Disziplinen. Fleissig legten sich die Shettys ins Geschirr, wenn es galt, präzise und schnell die Pylonen-Tore zu durchfahren. Oder bei der Rückeprüfung im Arbeitsgeschirr einen langen Baumstamm zügig und genau durch den Parcours zu ziehen. Auch im geführten Arbeitsparcours, in Dressur und Springen am langen Zügel oder im Geschicklichkeitsreiten gingen Mensch und Shetlandpony gemeinsam durch dick und dünn.

Ruth Müller


Vereinsmeisterschaft KRV Oberwiggertal

Der KRV Oberwiggertal kürt die Vereinsmeister 2014 in den Sparten Gymkhana, Dressur und Springen.

Bei schönem Herbstwetter und guter Zuschauerzahl konnte am 5. Oktober 2014 in der Reitarena in Dagmersellen die alljährliche Vereinsmeisterschaft durchgeführt werden. In den drei verschiedenen Sparten starteten zahlreiche TeilnehmerInnen. Das Gymkhana gewann Martina Steiner auf Depesche mit dem Punktemaximum von 100 Punkten. In der Dressur konnte Hans Troxler auf seiner Stute Karma brillieren und sicherte sich den Sieg.

Vereinsmeisterschaft 035 oberwiggertalSieg in der Dressur: Hans Troxler auf Karma (Foto: S.Huber-Rölli)

Im Springen fanden zuerst drei Einlaufprüfungen in unterschiedlichen Höhen statt. Die Einlaufprüfung wurde von Linus Egli auf Philadelphia gewonnen. Gleich anschliessend fand die Vereinsmeisterschaft im Springen statt. Es starteten nun alle Paare in der gleichen Höhe von 100cm. Die Letztstartende Alina Heller auf Aileen sicherte sich den Sieg mit einem schnellen Ritt und verwies die bis dahin führende Sandra Steinmann mit Astrachan auf den Ehrenplatz. Die kombinierte Wertung gewann Martina Steiner auf Depesche. Wir gratulieren unseren Vereinsmeistern herzlich!

Sonja Huber-Rölli


Buntes Kaleidoskop des Ponysports

Gehorsamsdressur, Bodenarbeit und Gymkhana – beim Cup-Final des Schweizerischen Verbands für Ponys und Kleinpferde SVPK zeigten die kleinen Vierbeiner in Oftringen was sie sportlich drauf haben.

Beim traditionellen Saisonhöhepunkt der Ponysportler fanden sich die unter dem Jahr erfolgreichsten Reiter und Führpersonen mit ihren Ponys und Kleinpferden zum grossen Finale ein. Für die qualifizierten Paare ist ein Start beim Cupfinal immer etwas Besonderes, deshalb gingen sie äusserst konzentriert und motiviert ans Werk. Insgesamt wurden 114 Starts absolviert.
Alle drei Disziplinen wurden in drei Alterskategorien durchgeführt: Kinder bis 12 Jahre (Stufe 1), Jugendliche von 13 bis 16 Jahren (Stufe 1 Plus) und Erwachsene über 17 Jahre (Stufe 2). Mensch und Pony bewiesen dabei Vielseitigkeit, denn die Prüfungen konnten unterschiedlicher nicht sein: Bei der Gehorsamsprüfung handelte es sich um ein Dressurprogramm. Statt Trabverstärkungen war auf der Diagonalen taktreines Stangentreten gefragt. Das Gymkhana erwies sich als kniffliger Geschicklichkeits- und Rittigkeitsparcours, bei dem zügig vorwärts geritten werden musste, um das Ziel in der vorgegebenen Zeit zu erreichen.

svpk GabiNeunerAeschiSiegte im Gymkhana der Stufe 2: Gabi Neuner mit dem Isländer Godi vom Mönchhof (Foto: R.Müller)
In der Bodenarbeitsprüfung führten die Ponys – vom winzigen Minishetty bis zum stattlichen Irländer – anspruchsvolle Aufgaben an der Hand aus: Rückwärts durchs Stangen-L, genau eingeteilte Kleeblatt-Volten und das Platzieren eines Vorderhufs im Wassereimer erforderten Vertrauen und präzises Zusammenspiel. Im Gymkhana der Erwachsenen siegte Gabi Neuner mit dem Isländer Godi vom Mönchhof, als einziges Paar mit der vollen Punktzahl von 90 Zählern. Den zweiten Rang belegte OK-Präsident Andreas Staub mit dem Fjord Luc V. Die von ihm angeführte SVPK-Sektion Fjord Pferde Vereinigung Schweiz organisierte das Cupfinale professionell und mit Liebe zum Detail. Die bronzene Auszeichnung erritt Franziska Huber mit der Fjordstute Fallada von Svenstrup.
Mit 28 Teilnehmern stellte die Bodenarbeitsprüfung der Stufe 2 für Führpersonen ab dem 17. Altersjahr, das grösste Starterfeld des Turniers. Die Leistungsdichte beeindruckte und es war herzerwärmend, wie freudig und präzise die Mensch-Pony-Teams den Parcours absolvierten. Auf dem Podest standen schliesslich drei Shetlandponys. Gold eroberte Monika Schütz mit Djego von Landorf, die Silbermedaille holten Ruth Müller und Chili und Bronze ging an Barbara Reinmann mit Aisha d’Anvers. Elegante Darbietungen gab es im Dressurviereck zu sehen. Bei den Erwachsenen ritt Anja Pflugshaupt mit Jamai vom Gwick zum Sieg, nur zwei Punkte vor Claudia Sigel mit Jeannie II CH. Den dritten Platz belegte Andrea Hubler mit dem fleissigen „Schimmelstütchen“ Witch III.

Ruth Müller


Pony Mounted Games Paires-Meisterschaft 2015 in der Deutschschweiz

Am 17. Oktober 2014 fand auf dem Ponyhof Bätterkinden eine Infoveranstaltung mit Brainstorming zur geplanten Pony Mounted Games Paires-Meisterschaft 2015 in der Deutschschweiz statt.

ponymountedgames

Viele Ideen wurden gesammelt und Ziele definiert. Geplant sind an fünf Sonntagen von April bis September 2015 im Raum Freiburg, Luzern, Zürich und Basel PG-Paires-Turniere mit Startmöglichkeiten für alle Niveaus und Alter der Spieler, ebenso eine Führzügelklasse.

Urs Schneider

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verband

ZKV-Weekend 2014: tRADition, Medaillen und strahlende gesichter

Die qualifizierten ZKV-Reiter kämpften im NPZ Bern um die Medaillen in verschiedensten Finalprüfungen. Viele Favoriten, aber auch überraschende Sieger durften aufs Treppchen steigen.

Das ZKV-Weekend am zweiten Oktober-Wochenende hat Tradition. Unter dem Jahr werden an den Qualifikationsprüfungen fleissig Punkte gesammelt, um sich für den Final im Nationalen Pferdezentrum Bern zu qualifizieren. 21 Prüfungen aus fünf Disziplinen kamen zur Austragung. Nach einem verregneten Start war Petrus immer besser gestimmt und bescherte den Reitern und Zuschauern sogar Sonnenschein. Der Boden war teilweise nass aber gut reitbar.

Die Letzten werden die Ersten sein...
In den Präsidenten-Cups durften Vorstandsmitglieder aus ZKV-Vereinen zeigen, was sie können - im Viereck im GA 06, wo Anouk-Aimée Bass mit Liolà überzeugte und mit rund zwei Prozent Vorsprung gewann vor Belinda Schreiber mit Rodin. Oder aber im Paddock in den Springprüfungen über fallende und feste Hindernisse, in denen es stets rasant zu und her geht. In der Stufe 1 gab es drei Nullfehlerritte, wobei Diana Buser mit Everest Ishan ihrer Mitkonkurrentin Karin Birrer mit Olisca del Bosco zweieinhalb Sekunden abnahm und Monika Scherrer mit Robin CCK auf den dritten Rang verwies. In der Stufe 2 gewann der Letztstartende Bendicht Röthlisberger mit Scandilla KM in flottem Tempo und makellos vor Christian Jenni mit Chopin v. Brunnen und Petra Braun mit O’Caribo.

Pure Freude im Gymkhana-Final
Der Gymkhana-Parcours im kleinen Paddock war spannend aufgebaut: „Die Posten zum Thema Herbst-Erntedank-Halloween sind super schön und sehr liebevoll bis ins Detail dekoriert“, schwärmte die ZKV-Chefin Freizeitreiten Karin Rohrer. Es galt über eine Holzbrücke oder durch einen mit dunklen Holz-Wildsauen dekorierten – die so manches Pferd zum Schnauben oder Staunen brachten – Mais-Slalom zu reiten. Aber auch typische Gymkhana-Hindernisse wie ein Engnis, ein Stangenfächer auf linke und rechte Hand oder ein kleiner Sprung mit vorgegebener Anhaltezone fehlten nicht. Am grossen gelben Gymnasitkball fanden nicht alle Pferde auf Anhieb Gefallen, denn  sie mussten ihn durch Anschubsen in Bewegung bringen, um den Weg zum nächsten Posten frei zu bekommen. Die Holzkürbisse am Spinnennetz aufhängen oder die mit Plastikkugeln bestückte Leine haltend einmal eine grosse Volte reiten ohne loszulassen wurde sehr gut gemeistert. “Der Knackpunkt aber war das allererste Hindernis, der Stangengrill, der auf den Seiten mit Pingpong-Bällchen versehen war. Die kleinste Berührung lässt sie runter rollen und noch nicht alle Pferde sind am Anfang des Parcours konzentriert genug“, erläuterte Karin Rohrer, die sehr zufrieden war mit dem Verlauf. In Zwei Paare der Pony Stufe 1 erreichten zwei Paare 86 Punkte, wofür Céline Zimmermann mit Amanda weniger Zeit benötigte und sich die Goldmedaille sicherte. Silber ging an Anja Allenbach mit Tschipsi, Bronze an Delia Holzmann mit Shannon. In der Pony Stufe 2 meisterten Corina Masanti und Bisschops Gurka die Herausforderung am besten und gewannen Gold mit sechs Punkten Vorsprung auf Fabienne Schulthess mit Trixi und der Bronzemedaillen-Gewinnerin Claudia Sigel auf El Pueblo del Silencio.

388F3859Pascale Marti/Nevada

In der Pferd Stufe 1 fiel die Entscheidung knapper aus. Pascale Marti mit Nevada durfte dank einem Punkt mehr zuoberst aufs Treppchen steigen. Ihr folgten Noemi Bättig mit Yasirah al Arabiyy und Zoé Bigler mit Ruanda. Zum Abschluss des Gymkhana-Tages gab es eine Überraschung: Monika Achermann und Sokrates holten gleich viele Punkte wie Sarah Kirchhofer mit Caline du Soutrait, benötigten jedoch über 20 Sekunden weniger. Monika Achermann hatte nicht damit gerechnet und war zu Tränen gerührt. Bronze ging an Judith Eng mit Carambuli.

Newcomers in action
Das ZKV-Nachwuchsprogramm trägt Früchte. Die ZKV-Nachwuchsverantwortliche Nicole Rufus und Angelo Piffaretti, der die Jugendlichen im Sommerlager in Bern jeweils begleitet, zeigten sich zufrieden. „Die ersten drei des heutigen Finals waren im Future-Lager mit dabei“, freute sich Nicole Rufus. Der Future-Final wurde in zwei Teilprüfungen ausgetragen, einer Stilprüfung und einer Prüfung nach Wertung A/ZM. Vanessa Bucher ritt Capriccio de Nuit am stilsichersten über den ersten Parcours und führte die Zwischenrangliste an vor Sarah Eugster mit Cheyenne und Neira Heim mit Cisko. Mit nochmals einem zweiten Rang aus der nächsten Prüfung realisierte Sarah Eugster den Sieg in der Gesamtwertung vor Vanessa Bucher und Neira Heim.

388F3962Sarah Eugster / Cheyenne

KRV Lyssbachtal
Mit 72.62% tanzten Corina Wiedmer/Don Boy, Chantal Prétat/Ulan Bator, Jeannine Küffer/Oktavia und Tamara Blunier/Vasall MB TK vom KRV Lyssbachtal unter der Leitung von Ursula Maur zum Quadrillen-Sieg. Rang zwei ging an die Quadrille des RSV Thörigen mit Diana Buser/Everest Ishan, Thomas Bryner/Beach Lover, Susanne Sollberger/Beach Party und Markus Rhyn/Beach Paradise unter der Leitung von Sabine Moser. Trudi Dardel leitete mehrere Quadrillen und klassierte das Team des Dressurclubs Xenos mit Olivia Lanz/Ladana, Lea Melina Kramer/Saphir, Karin Marti/Kenda und Sabine Kramer/Valentin im dritten und die Quadrille des KRV Seeland-Aarberg im vierten Rang. Den lautesten Fanclub mit dabei hatte die reine Männerquadrille des RV Aaretal-Münsingen, die zu „Atemlos“ von Helene Fischer auf den siebten Rang ritten.

Mit Kür & Stechen
Der Final der M-Dressur-Trophy wurde in der M-Kür entschieden. Mit 71.375% überzeugte Barbara Schwenk mit Look at Me die drei Richter am meisten und verwies Stephanie Hartmann mit Darek (70.875%) und Tamara-Lucia Roos mit Horacio B (70.833%) auf die Ehrenplätze. Der Final der R-SM wurde nach absolviertem L18 Programm für die sechs besten im Zwischenklassement im Stechprogramm M22 entschieden. Ueli Liechti führte nach dem L18 die Zwischenrangliste an und holte auch im M22 am meisten Prozentpunkte, was ihm die Goldmedaille einbrachte. Catherine Jacot und GB Santiago waren als Sechste noch stechberechtigt und holten auf – bis zur Silbermedaille. Bronze ging an Fabienne Kropf mit Allegro ma non Troppo.
Der Final R-ZKV wurde im Programm L14 ausgetragen. Stephanie Hartmann siegte mit 69.22% vor Walter Blattmann/Larimar und der ZKV-Sekretärin Eveline Schmutz mit Schwalbencavalier.

Youngsters am Start
Martina Marbach entschied mit Santana den RB1-Final im GA 04 für sich und verwies Nadja Herren/Stardust und Aida Schneider/Lema Dame Blanche auf den Silber- bzw. Bronzerang. Im RB2-Final war bereits im Voraus klar, dass alle Startenden eine Medaille erhalten werden, da nur drei am Final teilnahmen. Rebecca Bernhard und Fraeulein Fine ritten im GA 08 souverän zu Gold vor Annina Lüthi mit Odin und Nicole Schweizer auf French King. „Einige nutzten das Angebot des Programmreitens hier in Bern vor drei Wochen. Eine junge Reiterin reiste sogar aus dem Tessin an und gewann heute eine Medaille“, strahlte die ZKV-Chefin Dressur Marlies Kohler-Frey zufrieden. Bei den Jungen Pferden im JP 04 überzeugte Catherine Jacot mit Silvermoon von Buchmatt und verwies Silvia Schneider mit Rabatz und Monika Willener mit Armageddon auf die Ehrenränge. Melanie Rindlisbacher und Ricino Diamond entschieden die Kategorie Youngster im Programm GA 10 für sich. Silber ging an Mirjam Blunck mit Donna Mira vor, Bronze an Fabienne Kropf auf Fürst Louis.

388F3530Martina Marbach / Santana

Harmonisch zum Green Jump Sieg
Der Green Jump Final wurde im grossen Paddock über fallende und feste Hindernisse ausgetragen. „Ernst Beer baute einen wunderschöner Parcours, der auf kleiner Stufe die CC-Elemente wie Graben, Tiefsprünge und Baumstämme enthielt, also recht anspruchsvoll war, aber zu schönen Ritten führte. Anja Käser konnte mit Landino von Büren mit nur einem Strafpunkt und einem sehr harmonischen Ritt den Final gewinnen“, so Eva Weber, ZKV-Chefin Concours Complet. Zweite wurde Michèle Angela Jenni auf Hoppenhof’s Nadia vor Caroline Oberli auf Calypso. Thomas Bellmont realisierte mit John Lake der schnellere der beiden Blankorunden im Derby über 110cm und verwies Rebekka Salzmann mit Candy S auf den Ehrenrang.

Durch den Töggeliparcours zu Gold
Die ZKV-Fahrer gaben rund ums Dressurviereck ihr Bestes im Töggeliparcours. In der Kategorie Pony blieb Daniela Thomi mit Saendy vom Litzhof als einzige auch im Stechen ohne Fehler, was ihr die Goldmedaille einbrachte. Daniela Affolter und Charly verdienten sich Silber, Kauz Ruben mit seinem Gespann Tyvanka v. T’Baltink und Annetje v.Hackforst gab im Stechen Vollgas und realisierte die Bestzeit, die nach zwei Fehlern jedoch zu Bronze reichte. Bei den Pferden gewann Hans Kurmann mit Lupo nach nur einem Fehler im Stechen. Benjamin Erni fuhr mit Lava zu Silber, Alfred Felder durfte mit Nadal F Bronze entgegennehmen.   

Sieg Fahren Kat.Pferd Hans Kurmann LupoHans Kurmann / Lupo (Fotos: Tamara Acklin; Michael Mayer)

Kombinierte Equipenprüfung stets spannend
Am Sonntagnachmittag steigt jeweils die Spannung nochmals, wenn die Dreierequipen der Kombinierten Vereinsprüfung die 21 festen und fallenden Hindernisse so unter sich aufteilen, dass in möglichst schneller Zeit und ohne Vorkommnisse oder Stangenfehler alle einmal überwunden werden. Zuvor ritten die Equipen zusammen im Dressurviereck das GA 02. Gewertet wird nach Rangpunkten. Mit der Führung aus der Dressur und dem zweiten Rang aus dem Springen ging der Sieg mit lediglich drei Rangpunkten an den KRV Langenthal mit Dominique Stöckli/Valdeur, Madeleine Schneeberger/Come On und Esther Andres/Schwalbenprinz. Mit total sechs Rangpunkten folgte die Equipe des KRV Balsthal-Thal mit Stefan Mägli, Markus Schaad und Thomas Mägli. Dank dem Sieg im Springen landete der RV Solothurn mit Ruth Flury, Adrian Mast und Stefanie Bigler auf dem dritten Schlussrang. „Im letzten Publikationsorgan habe ich über Symbolstatus des ZKV-Weekends geschrieben – durch die sehr gut besetzten Felder in den Vereinsprüfungen hat sich gezeigt, dass das Weekend einen grossen Stellenwert bei den Vereinen hat und das macht mich als Vize des ZKV stolz. Einen solchen Grossanlass kann man aber nicht ohne Helfer durchführen. Dank all denjenigen, die unserem Verband gut gesinnt sind – sei es vom Toiletten-Reiniger bis zum Jurypräsidenten – können unsere Reiter solche Turniere geniessen. Ihnen gehört der Dank aller“ resümierte Bruno Invernizzi, Vizepräsident ZKV und nebst Rolf Krieg als OK-Präsident im Amt, das vergangene ZKV-Weekend und freut sich bereits auf die Austragung im Jubiläumsjahr.

Tamara Acklin


 

Tizzy und Zkv-equipe gewinnen bronze an b3-SM

Am Concours Complet Bern wurde die B3-Schweizermeisterschaft der Regionalverbände ausgetragen. Joëlle Bruni gewann mit Lejre le Fay Gold vor Sabine Taxer mit Calsido und Tiziana Realini mit Sunday SPM. In der Equipenwertung siegte die Mannschaft OKV 1 vor PNW und ZKV 2. Insgesamt wurden acht Prüfungen an drei Tagen ausgetragen.

Die letzten nationalen CC-Prüfungen dieser Saison wurden im Nationalen Pferdezentrum Bern ausgetragen. Die B3-Schweizermeisterschaft der Regionalverbände war das Highlight am Sonntag. 29 Paare plus 18 jugendliche Paare im Junioren-Cup ritten um die Medaillen. Auf der zweieinhalb Kilometer langen Strecke stellten sich der erste Sprung im Wasser und der Absprung im hinteren Teil der Strecke als Pièce de Résistance heraus. Zudem waren die Reiter gefordert, bei einem Tempo von 500m/Min. flüssig zu reiten, um keine Strafpunkte zu kassieren. Die Junge Reiterin Joëlle Bruni beendete die Prüfung mit beiden Pferden auf dem Dressurresultat und gewann den Final des B3-Juniorencups mit Quadum vor ihrem Zweitpferd Lejre le Fay, auf das sie für die B3-Meisterschaft setzte und diese mit 0.6 Punkten Vorsprung für sich entschied. Sechs Sekunden Überzeit im Cross kosteten Sabine Taxer mit Calsido Gold, die sich über Silber freuen durfte vor Tiziana Realini mit Sunday SPM.

B3 SM 142. Sabine Taxer, 1. Joëlle Bruni, 3. Tiziana Realini (Foto: photoprod.ch)

In der Equipenwertung gewann Joëlle Bruni zusammen mit Sophie Schiesser, Michelle Dürst und Carla Brunner vor dem Team aus dem PNW mit Salome Lüdi, Nadine Häfeli, Sandra Leonhardt-Raith und Kurt Hasenfratz. Rang drei ging an die Mannschaft aus dem ZKV mit Tiziana Realini, Stefanie Bigler, Pia Menzi und Esther Andres. Das B3-Open entschied Eveline Bodenmüller mit Waldmann mit grossem Vorsprung für sich. Die Siegerinnen der beiden Abteilungen Kategorie B2 hiessen Isabelle Wilson mit Jelka und Gabriela Gräff mit Game Plan. Die Siege im B1 gingen an Sandra Hämmerli mit Lord of Locksley und Esther Andres mit Laurus Nobilis. Den Final des Badminton Juniorencups auf Stufe B1 entschied Joëlle Bruni mit Albatros für sich.

Nadine Germann


 

bronze ging ins zkv-Gebiet

Dieses Jahr fand die R-Schweizermeisterschaft Dressur im ZKV-Gebiet statt. Gastgeber war der Reitverein Aaretal-Münsingen, der mit dem grosszügigen Allwetterplatz über eine bestens geeignete Infrastruktur verfügte.

Auch das Wetter spielte mit, so dass der bereits am Freitag beginnende Anlass bei wunderschönem Herbstwetter durchgeführt werden konnte. Nur ganz zum Schluss, bei der berittenen Siegerehrung am Sonntagabend, tröpfelte es ein wenig. Dies tat jedoch der guten Stimmung, die während dem ganzen Anlass herrschte, keinen Abbruch. So zeigten sich auch OK-Präsidentin Rebecca Lüthi und die technische Delegierte Lilian Vögeli sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers. Dank ihres eingespielten Teams fand Rebecca Lüthi sogar Zeit, selbst in den Sattel zu steigen und konnte so am Samstag das L 18, das einige Teilnehmer der Meisterschaft als Probelauf nutzen, gleich vor Nachwuchsreiter Lars Bürgler gewinnen. Gesattelt hatte sie ihren bewährten Odin III. Mit Remember Passion hatte Bürgler zuvor das L 14 knapp vor Stephanie Hartmann mit Lady Gaga gewonnen.

r-sm aBronze für Manfred Durnig mit Amigo (Foto: horsefoto.ch)

Die Meisterschaft ging am Sonntagmorgen mit dem L 18 los. Die Reiter aus der letzen Gruppe belegten am Schluss die vordersten Plätze und machten sich somit zu Medaillenkandidaten. Mit 69,23% konnte Karyn Thetaz auf ihrer eleganten Oldenburger Rappstute Romanze TS die erste Wertungsprüfung mit zehn Punkten Vorsprung vor Christa Urech auf der ebenfalls dunklen Oldenburgerstute Gute Fee gewinnen. Tamara Horisberger totalisierte mit ihrer imposanten CH-Stute Oxyle de Meuyrattes CH nur zwei Punkte weniger als Urech. Gut im Rennen lagen auf Rang vier und fünf auch Manfred Durnig und Evelyne Koller. Zur zweiten Prüfung wurde in umgekehrter Reihenfolge des Zwischenklassements gestartet. Nun musste ein M 22 geritten werden.
Dank einem dynamischen Programm auf der leichtfüssigen Standing Ovation übernahm Alexia Stullein, neunte nach der ersten Prüfung,  die Führung im Meisterschaftsklassement. Patrizia Kopp, Fabienne Bachmann, Laurent Balzaretti, Catherine Jacot und Evelyne Koller konnten alle nicht an ihr vorbeiziehen. Nun waren nur noch die besten vier Paare ausstehend. Manfred Durnig konnte die Qualitäten von Amigo XLVI gut herausarbeiten und zeigte ein gelungenes Programm, das nun ihm die Führung einbrachte. Tamara Horisberger liess sich davon nicht beeindrucken und ritt ebenfalls beherzt und gut. Sie holte zwar im M 22 vier Punkte weniger als Durnig, konnte aber trotzdem neu die Spitze übernehmen. Ein Umspringen von Gute Fee kostete Christa Urech wertvolle Punkte und sie reihte sich hinter Durnig an dritter Position ein. Karyn Thetaz war nun gefordert und die Genferin bewies Nervenstärke. Mit einem harmonischen Programm mit Höhepunkten im Galopp totalisierte sie gleichviele Punkte wie Tamara Horisberger und konnte dadurch mit komfortablem Vorsprung diese Meisterschaft gewinnen. Somit geht der Titel wie in den vergangenen Jahren in die Romandie. Silber holte sich mit Tamara Horisberger ebenfalls eine Reiterin aus dem FER und Manfred Durnig erritt für den ZKV Bronze. Beim Einreiten zur Siegerehrung und während der Nationalhymne kämpfte die neue R-Schweizermeisterin mit den Tränen und konnte anschliessend auf der Ehrenrunde kaum genug kriegen. Sie trabte mit ihrer Romanze TS Runde um Runde und liess sich verdient feiern.

Barbara Scheidegger


 

final-Siege für hirschi, muff, salzmann und gasser

Der diesjährige Concours Langnau hatte nicht nur vier Finale, sondern auch zwei Austragungsorte zu bieten. Der ZKV Spring-Trophy-Final vom Samstag fand im NPZ in Bern statt.

grosse tourPodest Grosse Tour

Wer am Sonntag am Hypona Cupfinal teilnahm, fand in Langnau perfekte Bedingungen vor. Dies war zum einen dem schönen Wetter, zum anderen der Verschiebung des ZKV Trophy Finals vom Samstag nach Bern zu verdanken. Nachdem am Freitagabend Regen einsetzte und den Bodenverhältnissen innert kurzer Zeit zusetzte, hat sich das OK zusammen mit dem ZKV entschieden, die Finalprüfungen vom Samstag nach Bern ins NPZ zu verlegen. Da das NPZ sowieso als Schlechtwettervariante in petto war, beschloss man, nach Bern umzuziehen. So startete der Verein eine Marathonübung und zog mitsamt Festwirtschaft und allem für einen Tag nach Bern und am Sonntag wieder zurück.

mittl tourPodest Mittlere Tour

In Bern siegte dann André Muff mit Uber vor Monica Schläpfer auf Ro and July Jap und Andreas Egli auf Dalia IV CH in der grossen Tour über 125cm. Der Sieg in der Mittleren Tour über 115cm ging an Rebekka Salzmann und Candy S CH vor Benedicht Röthlisberger auf Gara H CH und Matthias Meier auf Quitaga. In der Kleinen Tour über 105cm siegte Myriam Gasser auf Abi’s Chalan vor August Fuchs auf Dafur VDL und Thomas Bellmont auf John Lake.

kleine tourPodest Kleine Tour

Hypona Cup
Am Sonntag in Langnau zeigten die Freiberger in Langnau, was für gutmütige und doch sportliche Pferde sie sind. Mit nur 10 zehn Hundertstel Ssekunden siegte Andrea Hirschi mit Nick X CH vor Lea Hüsler auf Nadin VII CH. Den dritten Rang erritt Eveline Baumann auf Carina XLIX CH. Am meisten Applaus bekam an der Siegerehrung aber wohl Napoleon XXII CH, geritten von einem Junior aus dem Gastgebenden Verein,  Marco Baumgartner. Das Paar erkämpfte sich nicht nur den vierten Platz, sondern demonstrierte auch lymphatisch, wie Pferd und Reiter im Sport eine Einheit bilden können.

Martina Burkhalter

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